// Sou san mir //


21. Mai 2017

Als die Flut kam - das Hochwasser vor einem Jahr und die Folgen

// Wir erinnern an die Opfer und an die vielen ehrenamtlichen Helfer
// Was kostete uns das Hochwasser?

Es war ein Sonntag, es regnete, regnete und hörte nicht mehr auf zu regnen. Wir schreiben den 29. Mai 2016. Erinnern Sie sich? Es ist der Tag, der sich für viele Kochertäler bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat.

Allmählich waren die ersten Nebenstraßen nicht mehr befahrbar, weil die Äcker das Wasser nicht mehr schlucken konnten, viele kleine Bäche traten über ihre Ufer. Das Epizentrum des Hochwassers: Braunsbach, das an diesem Tag von den Wassermassen überrollt wurde und einen so verherrenden Schaden hinterlies, als wenn ein Tornado durch das Dorf gefegt wäre.

Aber auch viele andere Städte, Gemeinden, kleine Dörfer hatten mit dem Hochwasser zu kämpfen.Die Aufräumarbeiten dauerten tagelang an. Die Schäden gingen in Millionenhöhe. Familien in Gaisbach, Niedernhall und Stachenhausen pumpten tagelang ihre Keller aus. Das Wasser bahnte sich seinen Weg zur Schule in Ingelfingen. Frisör- und Schuhgeschäfte in Künzelsau haben bis heute mit den enormen Renovierungskosten und teilweise auch mit den Versicherungen zu kämpfen. Das Schuhgeschäft Setzer hat bislang nicht wieder geöffnet. Die Pizzeria Da Massimo in Künzelsau wird geschlossen bleiben.

Wir haben in unserer aktuellen Mai-Ausgabe von dem Unwetter betroffene Familien gefragt: Wie sieht es ein Jahr danach aus? Wieviel hat euch die Flut gekostet? Wir führen auf, welche Kosten die Städte Niedernhall und Künzelsau durch das Unwetter zu tragen hatten und was sie auch die Zukunft planen, um gut gerüstet zu sein, falls es wieder einen solchen Ernstfall geben sollte.

// An dieser Stelle möchten wir unsere Hochachtung ausdrücken an alle ehrenamtlichen Helfer, allen voran den Feuerwehren, die teilweise tagelang unter Einsatz ihres Lebens halfen, die Wassermassen unter Kontrolle zu bringen.

Auf das Video, das wir an dieser Stelle zeigen, hat uns unser Leser Werner Hügel hingewiesen. Vielen Dank dafür. Es zeigt das vom Hochwasser gebeutelte Amrichshausen. Weitere Videos folgen.

Videos oben, von links: Amrichshausen gezeigt vom SC Amrichshausen; Niedernhall gefilmt von knochenfeder; Forchtenberg gedreht von Landesschau Baden-Württemberg, SWR, alle Videos zu sehen auf youtube

Videos unten, von links: Schöntal und Teilgemeinden gezeigt von Schöntal TV; Künzelsa und Braunsbach, gezeigt von Lolli Lollis;  Braunsbach veröffentlicht vom Haller Tagblatt [Elena Coras hat aus ihrem Fenster ihrer Wohnung in der Braunsbacher Instelstraße gefilmt]. Alle Videos zu sehen auf youtube


19. Mai 2017

Kleines Dorf ganz groß: 700 Jahre Amrichshausen

//  Am 3. & 4. Juni große Feier mit zweitägigem Festprogramm
// ursprünglicher Name: Amelungshausen

Anbei veröffentlichen wir eine Ankündigung der Stadtverwaltung Künzelsau zum 700-jährigen Bestehen von dem Künzelsauer Teilort Amrichshausen:

Im Jahr 1317 wurde Amrichshausen, damals noch Amelungshausen, das erste Mal urkundlich erwähnt. 2017 kann Amrichshausen somit auf eine 700-jährige Geschichte zurückblicken.

Dieses geschichtsträchtige Ereignis wird am Pfingstwochenende vom 3. bis 4. Juni mit einem Jubiläumsfest in der zur Festhalle umgestalteten Maschinenhalle von Familie Wilhelm in Amrichshausen gefeiert.

Am Samstagnachmittag sind alle Besucher eingeladen, mit einem Bus markante geschichtliche Punkte anzufahren.
// Ab 19.30 Uhr gibt es ein von Mark Sigmeth gestaltetes musikalisches Programm in der Festhalle.
// Ab 21 Uhr ist die Scheunenbar und eine Shotsbar im Rahmen einer 90er Party geöffnet.

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Schleppertreffen und einem Weißwurstfrühstück. Dabei werden vom Allgaier bis zum edlen Porsche bis zu 200 Schlepper erwartet. Um 13 Uhr wird stündlich ein edler Lanz Bulldog aus dem Baujahr 1953 angeheizt.
// Um 9.30 Uhr findet in der Pfarrkirche Mariä Geburt ein Ökumenischer Festgottesdienst mit anschließendem Totengedenken am Gefallenendenkmal statt.
// Ab 13.30 Uhr werden rund 30 verschiedeneMB Unimog durch einen Fachmann vorgestellt. Weiterhin werden alte Geräte wie eine Transmission angetrieben und es wird eine alte Dreschmaschine laufen.
// ab 11.30 Uhr Mittagstisch. Dazu spielt die Stadtkapelle Künzelsau
// Ab 13.30 Uhr startet ein Rundweg „Amrichshausen – Früher und Heute“ mit 14 Stationen. Dabei können Besucher unter anderem einen Drexler, Schmied und Seiler bei der Arbeit bestauen und es gibt weiteres altes Handwerk sowie alte Haustierrassen zu sehen. Bildtafeln mit Bildern von Früher zieren die Straßenzüge und erinnern an die Vergangenheit.
// Um 14 und 16 Uhr gibt es eine Kirchenführung
// Ab 19 Uhr tritt in der Festhalle der bekannte Alleinunterhalter Rolf Rüdenauer auf. In der Scheunenbar geht es ab 21 Uhr nochmal rund mit Dj Fox.

Der Arbeitskreis hat in mühevoller Arbeit ein über 200-seitiges Festbuch mit zahlreichen Bildern von früher und heute erstellt, welches die Besucher am Festwochenende kaufen können.

Fotos und Flyer: Stadt Künzelsau
19. Mai 2017

Entscheidung Krankenhaus Künzelsau am 01. Juni 2017

  • An der 30. Mittwochsdemo am 24. Mai 2017 singt Gravity-Frontsänger Buddy

  • Hermann Lorenz und Rudolf Landwehr spielen seit der ersten Demo mit

  • Dr. Andreas Eckle richtet Appell an die Kreisräte am vergangenen Mittwoch

  • 29. Demo am 17. Mai 2017

  • Neth: "Land hat unsere Richtung bestärkt (...) letztendlich müssen aber die Kreisräte entscheiden."

  • Minister Manfred Lucha lobt die Pläne des Hohenlohekreises

  • Wo ist der versprochene Dialog mit den Bürgern geblieben, Herr Neumann?

// Land Baden-Württemberg hat Gelder für Neubau in Öhringen bewilligt
// Bürgerinitiative richtet Appell an die Kreisräte
// angekündigte Veranstaltung, um Bürger mit ins Boot zu holen, bislang nicht erfolgt
// Auftritt von Gravity-Frontsänger Buddy bei nächster Mittwochsdemo

Am Donnerstag, den 01. Juni 2917, entscheiden die Kreisräte in einer ausserordentlichen Sitzung über die Annahme des Krankenhausstrukturfonds.

Die beantragten Gelder aus diesem Fonds hat das Ministerium für Soziales in Stuttgart nun bewilligt. In einer offiziellen Pressemitteilung heißt es: "Insgesamt sollen 51,5 Millionen Euro in den Hohenlohekreis fließen." Sozialminister Manfred Lucha hierzu am gestrigen Donnerstag: "Der Landkreis Hohenlohe erhält mit dieser Förderung die einmalige Möglichkeit, seine Krankenhausstruktur zukunftsfähig zu machen und seinen Bürgern eine qualitativ hochwertige
und bedarfsgerechte medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen." Für das Land Baden-Württemberg sei die Strukturmaßnahme der Hohenloher Krankenhaus gGmbH ein
Vorzeigeprojekt. "Das Fundament für die Zukunft kann nun gelegt und das Antragsverfahren beim Bundesversicherungsamt eingeleitet werden, sobald der Kreistag endlich grünes Licht gibt."

Landrat Dr. Matthias Neth: "Das Ministerium für Soziales und Integration hat unsere Richtung bestärkt. Mit den Mitteln
von Bund und Land können wir für die Menschen im Hohenlohekreis langfristig eine hochwertige, zukunftsfähige medizinische Versorgung sicherstellen und die damit verbundenen, dringend erforderlichen Umstrukturierungen vornehmen. Davon wird der
gesamte Hohenlohekreis profitieren. Wir werden eine Sondersitzung des Kreistags einberufen, denn letztendlich muss
der Kreistag entscheiden, ob wir diesen Weg jetzt gehen wollen. Klar ist, dass wir für den Standort Künzelsau die bestmögliche Lösung finden müssen. Dafür befinden wir uns gemeinsam mit der Stadt Künzelsau in einem Prozess, der sich mit der möglichen Ausgestaltung in Künzelsau beschäftigt.“

Der Kreisräte entscheiden nun in einer ausserordentlichen Sitzung am 01. Juni 2017, ob sie die Gelder annehmen. Das Geld soll hauptsächlich in einen Krankenhaus-Neubau in Öhringen fließen. Künzelsau als staionärer Krankenhausstandort soll zugemacht und zu einem "Medizinzentrum" umgebaut werden. Was das genau bedeutet, ist bislang noch unklar.

Die Bürgerinitiative hat in ihrer 29. Mittwochsdemonstration am 17. Mai 2017 an die Kreisräte appelliert. Dr. Andreas Eckle verweist in seiner Rede auf den Neckar-Odenwald-Kreis. Das Krankenhaus habe 2015 einen Fehlbetrag von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftet, das Krankenhaus werde dennoch nicht geschlossen. Eckle: "Wie sagte ein Kreisrat dort: Man dürfe sich weder von Ministern noch vom AOK-Landeschef einreden lassen, dass  Wald- und Wiesenkrankenhäuser keine Chance hätten und die Zukunft nur in Größen Zentren läge." Auch das Hohenlohe Krankenhaus sei vor nicht allzu langer Zeit profitabel gewesen. Nicht ohne Grund seien vor einigen Jahren Millionen in die Sanierung in den Künzelsauer Standort geflossen. "War der Ausbau, die Sanierung sinnlos? War das Verschwendung öffentlicher Mittel ?  Wieso hat der Kreistag dem zugestimmt? Wieso stimmt der Kreistag der Schließung dieses spezialisierten Standortes zu? Heute so, morgen so!?". fragt Eckle.

Landrat Dr. Matthias Neth und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann wollten eigentlich noch die Bürger mit einbeziehen in den Entscheidungsprozess um das örtliche Krankenhaus. In einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 16. Februar 2017 hieß es: "Information, Transparenz und das Miteinbeziehen der Bevölkerung sind dabei ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit unter Berücksichtigung der Vorgaben des KHSFV im Rahmen einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 Anregungen zum Konzept für das Hohenloher Krankenhaus, insbesondere für Künzelsau, einzubringen." Diese Veranstaltung gab es bislang nicht.

// An der 30. Mittwochsdemo am 24. Mai 2017 wird Gravity-Frontsänger Buddy auf der Mittwochsdemo auftreten. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Krankenhauses Künzelsau.
19. Mai 2017

Neue Foto zur Sindelbach-Verschmutzung

// Landratsamt: "gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten"

Wir veröffentlichen an dieser Stelle neue Fotos, die wir von der FischHegeGemeinschaft Jagst (FHG) zur Sindelbach-Verschmutzung erhalten haben.

Wir haben Herrn Thomas Raisig vom Umwelt- und Baurechtsamt um Stellungnahme gebeten, inwieweit das Wasser für Kinder durch das Ammonium gefährlich ist, wenn man es beispielsweise in den Mund bekommt, da bei dem warmen Wetter immer viele Kinder am Sindelbach spielen. Wir warten derzeit allerdings noch auf eine Stellungnahme. Eine weitere Frage, die Bürger aufgeworfen haben: Kann das Sindelbachwasser derzeit als Wasser zum Gießen von Pflanzen verwendet werden? Die Antwort des Landratsamtes: "Bei den hier durch Beprobung festgestellten Ammoniumwerten ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten. Da Oberflächenwasser regelmäßig keine Trinkwasserqualität besitzt, wird grundsätzlich von einer Aufnahme abgeraten.“

Markus Hannemann von der FHG macht sich indes Sorgen um den Fischbestand des Sindelbachs, der weitgehend erloschen ist. Wie geht es weiter?, haben wir von GSCHWÄTZ gefragt. Hannemann: "Man muss den Fischbestand im Sindelbach nun wieder aufbauen. Aber dieser Fischstamm, den es im Sindelbach gab, gibt es nun nicht mehr."
// Ammoniumwerte gehen deutlich zurück
// keine Gefahr für die Lebewesen in der Jagst

Es folgt eine aktuelle Pressemitteilung des Landratsamtes zur Verschmutzung des Sindelbachs vom 17. Mai 2017:

Durch den technischen Defekt einer Biogasanlage in Stachenhausen gelangte vergangener Tage Gärsubstrat bzw. Gärsaft in den Sindelbach. Die Kreisverwaltung führte am heutigen Vormittag nochmals Beprobungen durch. Hierbei wurde bestätigt, dass aufgrund der hohen Verdünnung durch die starke Wasserführung der Jagst weiter keine Gefährdung für die Lebewesen der Jagst besteht. Auch sind die Ammoniumwerte im Sindelbach erneut deutlich zurückgegangen.

Ergebnisse der Beprobung am17.05.2017:

Sindelbach Brücke Dörrenzimmern:                0,46 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach oberhalb Fischteich Marlach:            0,13 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach Einmündung in die Jagst:             0,15 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/200 m unterhalb der Einmündung des Sindelbaches:    0,07 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/Winzenhofen:                         0,05 mg/l Ammoniumstickstoff

Zur Ermittlung des genauen Schadensausmaßes im Sindelbach wurde am 16. Mai 2017 eine Elektrobefischung durchgeführt. Nach derzeitiger Einschätzung ist zwischen Stachenhausen und Sindeldorf von einem Totalausfall des Fischbestandes auszugehen. In Marlach ist noch ein Restbestand einiger Arten erhalten.

Die Kleinlebewesen, die als Nahrungsgrundlage für den Fischbestand dienen, haben nach derzeitigem Stand unterhalb Dörrenzimmern bis zur Mündung Sindelbach in die Jagst weitgehend überlebt, sodass eine gute Grundlage für den Wiederaufbau des Fischbestandes gegeben ist.

Fotos: Fischhegegemeinschaft
16. Mai 2017

W-Lan Hot Spots, originelle Spendenfinanzierung & Souvenir gesucht

Künzelsau: ab sofort öffentliche WLAN-Spots
// von Isabell Kähny

Seit Montag gibt es in der Künzelsau einen öffentlichen Internet-Zugang. Kostenloses Surfen ist fortan in drei Hotspotbereichen möglich. Diese befinden sich am Ganerben-Platz am Alten Rathaus, am Biergarten und im Kocherfreibad. Bürgermeister Stefan Neumann gab gemeinsam mit EnBW-Kommunalberaterin Brigitte Bayer den Startschuss. Er erklärt: „Es ist nicht flächendeckend, aber an sozialen Punkten.“ Außerdem beteuert er: „Es ist relativ einfach, sich einzuwählen.“ Dies bestätigt auch Bayer, die zudem eine Reichweite von durchschnittlich 50 Metern in jede Richtung angibt. Je nach Bebauung reicht das Netz sogar bis zu 200 Meter weit. Eine Besonderheit ist die Anbringung in einer Straßenlaterne am Ganerben-Platz. Stolz ist die Stadt zudem auf den Namen, der im Rahmen einer Online-Umfrage ausgewählt wurde: KiauNet WifiSpot.
Wer möchte sich auf einer Stele vor dem Alten Rathaus verewigen?

// Sanierung des Alten Rathauses in Künzelsau

„Jeder kennt das Alte Rathaus“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Es gilt als Aushängeschild der Stadt. Beim Unwetter im letzten Jahr nahm das Gebäude großen Schaden. Da eine umfassende Sanierung von Nöten ist, wird das Alte Rathaus im Ganzen neu konzipiert und modernisiert. Um die Kosten zu stemmen, wurde ein besonderes Spendenprojekt entwickelt: Im Jahr 2022 feiert die Stadt Künzelsau ihr 500-jähriges Jubiläum. Für jedes der 500 Jahre wird nun ein Pate gesucht. Dieser verewigt sich mit einem Widmungstext auf einer vor dem Gebäude aufgestellten Stele. Mitmachen können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen und Vereine. Auch mehrere Familien dürfen sich zusammenschließen. Auf jede Jahreszahl kann bis zum 4. Oktober 2017 geboten werden. Das Mindestgebot liegt bei 20 Euro. Jeder andere Bieter kann um zehn Euro überbieten. „Man soll sich gegenseitig anstiften“, wünscht sich Neumann. Für das etwas andere Spendenprojekt wurde eine Webseite eingerichtet: www.altes-rathaus-kuenzelsau.de. Wem kein Internetzugang zur Verfügung steht, der darf ins Rathaus kommen.

// Tag der Städtebauförderung am 20.Mai 2017

Am kommenden Samstag findet von zehn bis 15 Uhr der Tag der Städtebauförderung im Alten Rathaus in Künzelsau statt. Pläne für die Neukonzeption der Stadtbücherei werden ebenso wie das Spendenprojekt vorgestellt.
Bild könnte enthalten: im Freien
Wettbewerb: Fossiles Souvenir aus Hohenlohe für Alexander Gerst gesucht

Voraussichtlich Ende April 2018 geht es für Alexander Gerst wieder zur ISS. Auch dieses Mal soll ein ausgefallenes Souvenir aus Künzelsau mit dabei sein: Gesucht wird ein fossiles Fundstück, beispielsweise aus Muschelkalk. „Wichtig ist, dass es aus Hohenlohe kommt“, betont Neumann.

Der Wettbewerb startet am 19. Mai und läuft bis zum 16. Juni 2017. Eine Jury wird den Gewinner-Stein küren. Dieser muss in eine Verpackung mit den Maßen 8 x 8 x 6 Zentimeter passen und darf maximal 150 Gramm wiegen. Der Gewinner wird im Rahmen des Künzelsauer Stadtfestes bekanntgegeben. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind unter www.kuenzelsau.de/gerst nachzulesen

Foto: Alexander Gerst. www.esa.int
15. Mai 2017

Karten für KÜNightLife mit Gonzo Anfang am 07. Juni 2017

// After-Work einmal anders

Bei der nächsten von der Stadtverwaltung Künzelsau organisierten KÜNightLive am 07. Juni 2017 um 19 Uhr im  Foyer des Künzelsauer Rathauses ist Josip ,Gonzo' Krolo mit seiner Band zu Gast. Einlass ist um 18 Uhr. Die Besucher erwartet ein Musik-Mix aus den letzten Jahrzehnten.
Das Epylog - Golden Bar sorgt für kühle Getränke und kleine Köstlichkeiten zum Essen.

// Gruppenrabatt ab fünf Personen
Konzertkarten für den Juni-Termin gibt es für acht Euro im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, telefonisch zur Reservierung bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, Telefon 07940 129-119 oder an der Abendkasse. Gruppen ab fünf Personen zahlen nur sechs Euro pro Person.

Das Konzert geht rund drei Stunden

// Sommerpause

KÜNightLive 2017 hat im Juli und August Sommerpause.

Im September geht die KÜNightLive mit der Band Noisepollution weiter.

Foto: www.gonzoandfriends.de
13. Mai 2017

Hoppla, was steht denn da mitten im Weg?

Bei der gestrigen Radwegeinweihung Dörrenzimmern-Eberstal haben bislang Unbekannte ein Schild mitten auf dem Radweg aufgestellt. Der Inhalt: "Vorsicht: H. Dr. Neth! Fahren Sie langsam, das nächste Krankenhaus ist 30 km entfernt. Abs.: 1.500 Bürger vom Sindelbachtal."

Das Schild war so aufgestellt, dass jeder, der den Radweg bei der gestrigen Einweihung abgefahren ist, unter ihm hindurchfahren musste - auch Landrat Dr. Matthias Neth und Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer sowie die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD). Das Schild wurde angeblich umgehend von einem städtischen Mitarbeiter entfernt.

Hinweise, wer das Schild aufgestellt hat, bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ: 07940/93 555 7 oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Fotos: privat
13. Mai 2017

So zeigen sich lokale Politiker nur selten

In die Pedale, fertig, los: Am Freitag, den 12. Mai 2017, wurde der neue Radweg zwischen Dörrenzimmern und Eberstal eingeweiht. Landrat Dr. Matthias Neth schneidet mit Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer und den Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) nicht nur das Band durch, sondern sie fuhren den neuen etwas über einen Kilometer langen Radweg auch gleich mit ihren eigens dafür hergebrachten Fahrrädern selbst ab. Einwohner begleiteten sie bei ihrer Tour.  Mit dabei waren auch Oldtimer-Fahrräder. Die Kinder des Kindergartens Stenschnuppe sangen ein Begrüßungslied.

13. Mai 2017

Öhringen werde wachsen, Künzelsau stagnieren

2020 werde das Jahr sein, an dem die Spirale nach unten komme: Die Hälfte der Hausärzte seien dann über 60 Jahre alt, verabschieden sich in die Rente und das „klassische Hausarztmodell wird dann nicht mehr funktionieren“. So jedenfalls prognostiziert es der Ende Januar 2017 ins Amt berufene Landes -Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Treffen mit dem VdK-Vorsitzenden des OV Künzelsau, Berthold Krist im Max-Richard und Renate Hofmann-Haus, Zentrum für Demenz, in Künzelsau Ende April.

In einer anschließenden Gesprächsrunde bewertet Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, die hausärztliche Versorgung ähnlich wie der Demografiebeauftragte. Auch Neth glaubt, dass es in zehn bis 15 Jahren den klassischen Hausarzt nicht mehr geben werde. Und was dann? Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Dr. Hermann Kern forderte: „Die Rahmenbedingungen für die Hausärzte im ländlichen Raum müssen verbessert werden.“ Es gäbe durchaus Möglichkeiten, die Niederlassung auf dem Land zu verbessern. Vorschläge dazu liegen vor, man müsse diese nur ernsthaft angehen. Vorweg „sollte die bestehende Zulassungssperre für den Altkreis aufgehoben werden“ [Anm. d. Red.: Mit Zulassungssperre ist gemeint, dass es staatliche Vorgaben gibt, wieviel Ärzte, zum Beispiel praktizierende Kinderärzte, es im Hohenlohekreis geben darf. Die Grundlage hierfür bilden die Einwohnerzahlen). In einer Zeit, in der über einen Ärztemangel diskutiert werde, sei dies längst überfällig.

Der VdK setze sich, so die Pressemitteilung des VdK hierzu, „für eine dezentrale und künftig veränderte hausärztliche Versorgung ein in Form von Praxisgemeinschaften mit angestellten Ärzten und medizinischen Versorgungszentren. Dabei muss der benachteiligte ländliche Raum besonders gefördert werden.“ Kunzmann betont: „Der ländliche Raum braucht eine spezielle Daseinsvorsorge, damit die Leute nicht abwandern. Dies kostet Geld.“ Er verweist dabei auf den Wettbewerb „ Quartier 2020“ an dem die Gemeinden teilnehmen sollten, um die Mammutaufgabe zu schultern. [Anm. d. Red.: Bei dem Sozialministerium Baden-Württemberg ausgerufenen Programm Quartier 2020 können Gemeinden Konzepte zur „Quartiersentwicklung“ zum Thema „Pflege und Unterstützung im Alter“ einreichen und eventuell finanzielle Unterstützung vom Land bekommen.]

Auch Landrat Neth unterstützt das Programm Quartier 2020. Damit „könnten die Kommunen gezielt ihre Wohninfrastruktur verbessern“. Er ermutigt die Gemeinden hier mitzumachen. Ein Riesenpotential sieht er auch „bei den Menschen, die länger gesund alt werden“. Diese Ressource werde heute noch nicht genutzt.

Neth betonte, dass der Landkreis nicht kleiner, aber die Siedlungspolitik sich völlig verändern werde: „Die Entwicklungsachse des Kreises liegt entlang der Autobahn A6 . Öhringen wird die Einwohnerzahl von 25.000 überschreiten, während Künzelsau, trotz Fachhochschule bei 15.000 Einwohnern stagnieren und massiv älter werden wird.“

Landesbeauftrage Kunzmann: „Im Pflegebereich werden bis 2030 etwa 50.000 neue Plätze in der stationären Pflege gebraucht bei einer Investition von 110.000 € je Platz und einem Gesamtvolumen von 5.5 Milliarden Euro. Größte Probleme werden ab 2040 entstehen , wenn die geburtenstarken Jahrgänge verstärkt pflegebedürftig werden und die Menschen fehlen , die sie pflegen.“
Was ist zu tun?

Der Sozialverband VdK startete 2016 eine Kampagne „ Weg mit den Barrieren“ für eine barrierefreie Gesellschaft. Der Fokus sollte laut dem VdK im barrierefreien Bauen, vor allem aber im barrierefreien Umbau von älteren Wohnungen liegen , damit die im Alltag eingeschränkten und pflegebedürftige Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung wohnen können. Ein Landeswohnbauförderprogramm soll dafür neu aufgelegt werden. Barrierefreie Bus- und Bahn- Nutzungsmöglichkeiten sowie E-Bikes seien laut dem VdK sinnvolle Ergänzungen.

Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Rolf Käpplinger und einigen Ortsvorsitzenden sowie VdK-Mitgliedern wurde an diesem Treffen noch das Max-Richard-und Renate-Hofmann-Haus in Künzelsau unter der Führung von Frau Muth und Frau Schiffer besichtigt, ein Demenzzentrum mit Tagespflege und offener Begegnungsstätte besichtigt. Das Haus steht unter dem Motto „ Gut alt werden“. Gerade durch die Kombination der stationären Einrichtung mit der laut Rolf Käpplinger voll belegten Tagespflege sowie der Begegnungsstätte für alle Altersgruppen erfüllt das Haus einen hohen integrativen Anspruch. Danach erfolgte noch ein Besuch des Waldorfkindergarten, der sich in einem umgebauten Bauernhaus in Morsbach befindet.

Der Sozialverband VdK Ortsgruppe Künzelsau feierte im vergangenen Jahr 70-jähriges Jubiläum. Er setzt sich für Belange der Menschen vor Ort ein. Der Verband hat laut eigener Aussage stark steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.
Alle Informationen in diesem Artikel wurden uns freundlicherweise vom VdK-Sozialverband zur Verfügung gestellt.

Foto: Ärztehaus Künzelsau

11. Mai 2017

Amrichshausen wiederauferstanden

Werner Hügel hat uns freundlicherweise ein Foto von dem neuen Ersatzmaibaum in Amrichshausen zukommen lassen. Der ursprüngliche Maibaum wurde von bislang unbekannten Tätern noch vor Errichtung am 01. Mai 201 7 in zwei Teile zersägt und mit einem markigen Spruch versehen worden. Nun haben die Amrichshäuser reagiert mit einer ebenso augenzwinkernden Antwort.
09. Mai 2017

Dr. Eckle kritisiert Berichterstattung in der HZ







In seiner Rede auf der Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch, den 03. Mai 2017, kritisiert Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen, die Berichterstattunng der Hohenloher Zeitung.

Morgen ist die 29. Demo zum Erhalt, organisiert von der BI. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.

Die Entscheidung, ob und wie es weitergehen wird mit dem Krankenhaus in Künzelsau fallen die Kreisräte in einer Kreistagssitzung im Juni.
An der Mittwochsdemo am 03. Mai 2017 hielt auch Hans-Jürgen Saknus (SPD) eine Rede. Er liest unter anderem das Antwortschreiben von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha an Annette Sawade vor. Darin lobe Lucha das Konzept des Kreistages mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes: "Ich halte die vom Träger angedachten Änderungen für einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer zukunftsfähigen Krankenhausversorgung im Landkreis Hohenlohe. [...] Dadurch wird medizinisches Know-How an einem Standort konzentriert und so die Versorgungsqualität erheblich verbessert. [..] Den vom Landkreis eingelegten Wege finde ich richtig und werde ihn auch unterstützen." Damit macht Lucha deutlich: Der Antrag zur Schließung ging aktiv vom Landkreis und den Kreisräten aus und nicht vom Sozialministerium Baden-Württemberg. Aber er begrüßt und unterstützt diesen Weg und geht sogar noch weiter, wenn er schreibt: Auch das Öhringer Krankenhaus müsse sich erst am Markt beweisen. Gesundheitspolitik bemisst Lucha nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch Öhringens Zukunft wackelt damit. SPD-Politiker Saknus sagt dazu, das sei eine "staatlich subveionierte Marktbereinigung". Es werde künftig Landkreise ohne Krankenhäuser geben. Das stehe jedoch nicht im Einklang mit dem Grundgesetz wie Saknus betont. Wie werden seine SPD-Kollegen nächsten Monat im Kreistag entscheiden? Für oder gegen die Schließung des Künzelsauer Standorts? Sie haben es in der Hand. Alternative Konzepte liegen auf dem Tisch.

Schließungsplan ging vom Hohenlohekreis aus

07. Mai 2017

Zwei gefallene Helden

// Amrichshausens und Dörzbachs Maibäume wurde zu Fall gebracht bzw. gar nicht erst aufgestellt
// wer kennt die Täter?

Brauch ist es beim Maibaumstellen im Kocher- und Jagsttal, dass die Helfer nach dem Maibaumstellen ihren Baum die ganze Nacht über bewachen, damit das Nachbarort keinen üblen Scherz spielt und den Maibaum absägt. In Dörzbach wurde der Maibaum in der ersten Mainacht wohl nur unzureichend bewacht. Die Baum-Durchsäger leisteten indes ganze Arbeit, gleich zweimal sägten sie den Stamm durch, oben und unten, so dass das Holz nur noch zum Verbrennen dienlich war (siehe zwei Fotos untere Reihe)

Die Amrichshäuser traf es noch schlimmer. Der ursprünglich als Mai-Baum vorgesehene Baum konnte erst gar nicht aufgestellt werden, da er bereits vorher in einem Hof in Amrichshausen, wo er zwischengelagert wurde, von den Täten aufgespürt und sodenn durchsägt wurde (siehe zwei Fotos obere Reihe). Sachdienliche Hinweise zu den Tätern bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ. Tel.: 07940/93 555 7. In Amrichshausen steht wohl schon wieder ein neuer Maibaum. Tamara  Deitigsmann von der Freiwilligen Feuerwehr Amrichshausen äusserte sich auf der GSCHWÄTZ-Seite in Facebook wie folgt zu der Baum-Zerstückelung: "Der Musterbaum ist weg, das ist uns schnurz, der war uns eh ... viel zu kurz!" Katja Hess berichtet dort, dass in Dörzbach mittlerweile wohl ebenfalls wieder ein neuer Maibaum steht.



07. Mai 2017

Künzelsau: Neuer Bauhhof für rund elf Millionen Euro

  • die neue Salzhalle

  • offizielle Einweihung

  • Gewächshaus für die Kübelpflanzen zum Überwintern

    Button
  • die Fahrzeuge des Bauhofs in Reih und Glied

  • Rundgang

  • die neuen Dusch- und Umkleideräume angrenzend an das Sportgelände

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ist das neue Bauhofareal im Hallstattweg in Künzelsau fertig. In den letzten Wochen haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und Wasserwerks ihre Gerätschaften vom Übergangsquartier in der Bahnhofstraße in die neuen Gebäude beim Sportgelände Prübling umgeräumt. „An manchen Stellen müssen Handwerker noch Restarbeiten durchführen“, erklärt Bauhofleiter Rolf Albrecht. Im Herbst wenn alles fertig ist, laden die Stadtverwaltung Künzelsau und die Bauhofmannschaft die Öffentlichkeit in das neue Domizil ein.

Ein Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 1. Oktober 2017 geplant.

„Ich freue mich insbesondere für unsere Mitarbeiter, die seit mehreren Jahren in Provisorium und Übergangslösungen untergebracht waren“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Bei einem Rundgang mit dem Gemeinderat und den Bauhofmitarbeitern präsentieren Rolf Albrecht und sein Stellvertreter Reinhard Klemisch die neuen Gebäude auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal: eine Salzhalle, eine Fahrzeughalle, Lager- und Geräteräume, Werkstattbereiche, ein Gewächshaus, den Verwaltungs- und Sozialbereich mit den Dusch- und Umkleideräumen im Untergeschoss für das Sportgelände Prübling.

Gebaut wurde genau nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros OHO-Architekten, die im städtebaulichen Wettbewerb 2012 den ersten Preis gewonnen haben. Eine Besonderheit der Planung ist die gefällige Abgrenzung des Bauhofareals hin zu der umgebenden Wohnbebauung durch die neuen Gebäude selbst, erklärt Architektin Ursula Hüfftlein-Otto. Durch die Anordnung der Gebäude waren keine besonderen Schutzwände oder –zäune erforderlich. Sie betont die zurückhaltende Fassadenfarbe des Verwaltungs- und Sozialtraktes, die sich auch in den anderen Gebäuden wiederfindet. „Ein Blick vom gegenüberliegenden Hang zeigt, dass sich das Bauensemble trotz seiner Größe wohlproportioniert in die kleinteilige städtebauliche Struktur einfügt“, so Bürgermeister Neumann. Mit der funktionalen Ausstattung stünden in Zukunft für die KünWerke mit Bauhof und Wasserwerk, erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen zur Verfügung.

Zeitgleich sind im Untergeschoss des Verwaltungs- und Sozialgebäudes des Bauhofes Dusch- und Umkleideräume entstanden. Diese stehen den Nutzern des Sportgeländes Prübling zur Verfügung. Die Kosten für die Dusch- und Umkleideräume betragen rund 1,4 Millionen Euro.

Rolf Albrecht bedankt sich bei Bürgermeister, Gemeinderat und den Architekten: „Wir sind alle sehr glücklich. Mit dem Neubau wird uns und unserer Arbeit eine gewisse Wertschätzung entgegen gebracht. Der Standort ist richtig. Die Nähe zur Innenstadt ist wichtig“, so der Bauhofleiter Albrecht. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Innenstadt. Dafür haben wir kurze Anfahrtswege und sparen Kosten. Manches ist sogar nur fußläufig zu erledigen.“ Jetzt gilt es das rund elf Millionen Euro kostende Projekt im Arbeitsalltag in Betrieb zu nehmen. „Es ist ein Gebäude für Generationen. Das ist uns bewusst und wir behandeln es pfleglich, halten Sauberkeit und Ordnung“, so Bauhofleiter Rolf Albrecht.

Wofür ist der Bauhof zuständig?

Rund 35 Mitarbeiter sind in den städtischen Eigenbetrieben KünWerke Bauhof und Wasserwerk beschäftigt. Sie sind zuständig unter anderem für die Pflege von Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen, Kinderspiel- und Bolzplätzen, Sportplätzen, Kindergärten und Schulen – außerdem für Gemeindestraßen, –verbindungswege und Feldwege. Auch der Winterdienst wird vom Bauhof organisiert und gemeinsam mit Lohnunternehmern durchgeführt. Tägliche Reinigungsarbeiten mit der Straßenkehrmaschine gehören ebenso zum Aufgabenbereich, wie auch die tägliche Reinigung mit den Stadtmüllsaugern. Das Wasserwerk ist für die Wasserversorgung zuständig.

Die neue Adresse der KünWerke Bauhof und Wasserwerk lautet Hallstattweg 38, 74653 Künzelsau, Telefon 07940 5460500.

Zu den Fotos (Stadt Künzelsau):

// Im Kalthaus mit rund 700 Quadratmetern kann Gärtnermeister Reinhard Klemisch die Kübelpflanzen überwintern, die im Sommer die Stadt schmücken.

// Eröffnung des neuen Bauhhofs v.l.n.r.: Architektin Ursula Hüfftlein-Otto, Stadtbaumeister Peter Blumhagen, Architekt Maximilian Otto, Bürgermeister Neumann, Bauhofleiter Rolf Albrecht, stellvertretender Bauhofleiter Reinhard Klemisch und der Dienstälteste Mitarbeiter des Bauhofes, Jürgen Eisenhut.

// Auf einer Ebene zum Sportgelände sind Dusch- und Umkleideräume für Sportler entstanden. Darüber befindet sich die Verwaltung und Mensa des Bauhofes.

// In der rund 300 Quadratmeter großen Salzhalle, kann der Streusalzbedarf für einen ganzen Winter gelagert werden.
Am vergangenen Samstag, den 29. April 2017, fanden sich rund 100 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus dem Kochertal für eine gemeinsame Großübung in Hermuthausen ein, um einen fiktiven Brand zu löschen.

Mit dabei waren die Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen, die Jugendfeuerwehren aus Niedernhall und Weißbach sowie die Jugend-THW-Gruppe des Ortsverbandes Künzelsau.
Als fiktive Lage wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens angenommen. Dabei mussten die Kinder und Jugendlichen unter anderem mit Übungs-Atemschutzgeräten eine Person im Gebäude suchen, sie mussten Löscharbeiten vornehmen und eine Person von einem Dachboden retten. Außerdem mussten sie möglichst viele Schweine einfangend Rosa Luftballons stellten die Schweine dar. Zudem mussten die Kinder aus Leitern ein Gehege bauen, um die Schweine im wahrsten Sinn im Zaum zu halten.

Kathrin Ehrmann, Leiterin der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen: "Für die Kinder und Jugendlichen ist so eine Übung immer eine große Herausforderung und sehr spannend. Aber solche Übungen sind auch eine gute Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst - im Einsatzfall muss man häufig ja auch gemeindeübergreifend (oder wie beim Unwetter letztes Jahr im Mai auch organisationsübergreifend) zusammen arbeiten. Und so lernen die Kinder und Jugendlichen das von klein auf. Alle Aufgaben bei der Übung wurden sehr gut abgearbeitet und Spaß gemacht hat es hoffentlich auch allen gemacht."

Von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr gewechselt sind Maximilian Koch, Jonas Dörr und Theo Mastoras.

Fotos: Anika Küffner
07. Mai 2017

Großeinsatz der Kinderfeuerwehren in Hermuthausen

  • Einsatzbesprechung

  • Sie sollten einen fiktiven Brand löschen

  • Auch Schweine galt es zu retten, hier in Form von rosa Luftballons

    Button
  • Auch das Schweinegehege musste mit Leitern selbst gebaut werden

05. Mai 2017

"Es dürfen keine Mauern hochgezogen werden"

 Am Tag der Pressefreiheit vergangenen Mittwoch sprach GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann auf der Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhausstandorte Künzelsau und Öhringen über Meinungs- und Pressefreiheit und gab einen Einblick in die monatelangen Recherchen zum Künzelsauer Krankenhaus.

Die Journalistin betonte, dass aktive Demokratie nur durch eine aktive Bürgerschaft entstehe, indem man "öffentlich Farbe bekennt für das, was einem wichtig ist". Dieses Engagement, wie es die Demonstranten jeden Mittwochan den Tag legen, dürfen und müssen sie auch den lokalen Politikern einfordern. Hartmann erklärt, dass die Recherchen rund ums das Krankenhaus auch für die GSCHWÄTZ-Redaktion nicht immer einfach war und ist. Aber dass die Bürger ein Recht auf Antworten und Informationen haben, insbesondere bei Themen, die im öffentlichen Interesse liegen: "Es dürfen hier keine Mauern hochgezogen werden,"
Investoren, mit denen sie gesprochen habe, seien begeistert vom Standort Künzelsau gewesen. Diese wachstumsstarke Stadt verdiene ein Krankenhaus, habe es in den Gesprächen geheißen.
Dennoch oder gerade deshalb lautet Ihr vorläufiges Fazit bei den Krankenhaus-Recherchen: "Wir haben momentan nicht das Gefühl, dass alles getan wurde, um diesen Standort [Anm. d. Red.: Künzelsau] zu retten."

Mit einem Blick in die Zukunft vermutet Sandra Hartmann: "Wir werden ein Versorgungsproblem bekommen, wenn wir es nicht jetzt schon haben" im Gesundheitswesen und berichtet von Fällen in der Region, die Probleme bei der Versorgung hatten. "Die Schließung eines Krankenhauses wird diese Situation nicht verbessern."

Wichtig sei auch in Zukunft, für die lokale Presse, für die lokalen Politiker und die Bürger, alle Seiten zu hören, einen offenen Dialog anzustreben, ehrlich miteinander zu sprechen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden: "Wenn wir versuchen, das Beste zu machen, wird auch das Beste passieren."
03. Mai 2017

Mittwochsdemo: GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Gastrednerin

Unsere GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann wird an der heutigen Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhaus-Standorte in Künzelsau und Öhringen eine Gastrede zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit halten.

Die Demo startet um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.


03. Mai 2017

Für Schüler: Einladung ins Luft- und Raumfahrtzentrum


Eine Fahrt zum Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen steht am Mittwoch, 14. Juni 2017, als nächste Exkursion im Rahmen der Weltraumausstellung auf dem Programm. Die Fahrt nach Lampoldshausen mit Arbeit im School_Lab richtet sich speziell an Schüler und Jugendliche. Die Abfahrt mit dem Bus ist auf dem Wertwiesenplatz um 8 Uhr, eine Rückkehr ist für 17 Uhr geplant. Teilnehmergebühr: 20 Euro.

Auf dem Testgelände für Raketenantriebe in Lampoldshausen ist ein High-Tech-Labor eigens für diese Zwecke entstanden. Hier haben die Institute des DLR Experimente aus aktueller Forschung auf den Gebieten der Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie zusammengestellt. Schüler und Jugendliche können unter fachkundiger Anleitung ihre experimentellen Fertigkeiten entdecken und wissenschaftlich Forschen.

Die Anmeldungen müssen bis Montag, 8. Mai 2017 bei der Stadtverwaltung eingegangen sein, denn aus Sicherheitsgründen sind alle Personalien der Teilnehmer mehrere Wochen vorher dem DLR zu melden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – die Stadtverwaltung bittet daher um Anmeldung, spätestens bis Montag, 8. Mai 2017, bei Stefan Kraut, Telefon 07940 129 117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Flyer zum Rahmenprogramm der Ausstellung, dieser ist auch im Rathaus zu haben.

Die Exkursion ist laut der Stadtverwaltung Künzelsau die ideale Gelegenheit, um Einblicke in die Experimente der Weltraumfahrt, deren Nutzen für unsere Gesellschaft sowie die Experimente auf der ISS unseres Ehrenbürgers und Künzelsauer Astronauten Alexander Gerst zu bekommen.

Foto: Schüler und Jugendliche können beim Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen unter Anleitung verschiedene Experimente ausprobieren. Stadt Künzelsau
01. Mai 2017

Unsere Wunderkinder

In unserer gedruckten GSCHWÄTZ-Mai-Ausgabe, die es ab sofort überall im Einzelhandel gibt,  lesen Sie von Wunderkindern aus dem Kocher- und Jagsttal, die mit Leidenschaft Dinge machen, die begeistern und dabei sehr erfolgreich sind. Der 16-jährige Justin Häussermann beispielsweise fährt, seit er sechs ist, Kart, und hat diverse Rennen gewonnen. Nun ist der Forchtenberger in die Tourenwagenklasse aufgestiegen (siehe Video links). Unsere Journalistin Nadja Fischer hat ihn interviewt. Der achtjährige Yannik Zoller wiederum kann besser Standardtanzen als manch ein Erwachsener. Er hat mit seiner Partnerin Valerie bereits zahlreiche Pokale auf nationalen Wettkämpfen gewonnen  Unsere Journalistin Isabell Kähny hat sie beim Tanztraining besucht.(Foto rechts).
29. April 2017

Zweistellige Millionenfinanzspritze für Künzelsau?

Es gibt zwei private Investoren, die sich unabhängig voneinander für das Krankenhaus Künzelsau interessieren und derzeit die Rahmenbedingungen prüfen. Ein zweistelliger Milltionenbetrag soll in Künzelsau investiert werden, wenn alles passt. Sie schätzen Künzelsau als strategisch wichtiges "Mittelzentrum" zwischen Öhringen, Bad Mergentheim und Schwäbisch Hall ein, das zwar ländlich gesprägt sei, aber durch die hohe Dichte an Weltmarktführerfirmen eine starke Wirtschaftskraft habe. Diese Kombination sei in dieser Konzentration "einzigartig".

Mehr dazu in unserer neuen Mai-Ausgabe, ab sofort überall im Einzelhandel.
27. April 2017

Wieder gestartet: Mittwochsdemos

Nach der Osterpause veranstaltet die Bürgerinitiative wieder jeden Mittwoch um 18.30 Uhr vor dem Krankenhauseingang Künzelsau eine Demo zum Erhalt der beiden Krankenhaussttandorte Künzelsau und Öhringen. Gestern sang der Projektchor Dörrenzimmern. Zudem gab es mehrere Reden. Wir veröffentlichen  Ausschnitte daraus. Im Juni wollen die Kreisräte darüber abstimmen, ob der Krankenhausstrukturfonds angenommen und damit Künzelsau geschlossen wird.


"Neubau in Öhringen pure Geldverschwendung"



Robert Beck aus Künzelsau liest auf der gestrigen Mittwochsdemo der Bürgerinitiative zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen seinen Leserbrief vor, den er an die Hohenloher Zeitung geschickt hat. Der Künzelsauer ist sich sicher, dass "Öhringen keine Chance für eine Auslastung ihrer Betten" habe, wenn Künzelsau geschlossen werde, da die Kochertäler eher nach Schwäbisch Hall ins DIAK abwandern würden und die Jagsttäler ins Caritas-Krankenhaus nach Bad Mergentheim. Somit sei der "Neubau in Öhringen pure Geldverschwendung", zumal das Krankenhaus in Künzelsau mit "vielen Millionen saniert" wurde. Beck fragt zudem, warum man solch eine wichtige Entscheidung quasi übers Knie breche und im Juni schon darüber abstimmen müsse.

Neumann: "Wir können nicht so einfach kleinbeigeben"


// Neues Gutachten erarbeitet

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann hielt ebenfalls eine Rede an der gestrigen Mittwochsdemonstration der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden hohenloher Krankenhausstandorte. Er sagte: "Wir werden weiterhin für das Krankenhaus Künzelsau kämpfen."

Gemeinsam mit dem Kreis wurde laut Neumann ein neues Gutachten erarbeitet. Dabei sei auch mit Impulsgebern wie Dr. Andreas Eckle und niedergelassenen Ärzten gesprochen worden. Unterschiedliche Szenarien seien nun erarbeitet worden und zwar "Szenarien, die von einem Krankenhaus in Künzelsau ausgehen und nicht nur von einem ambulanten Versorgungszentrum". Mit diesen Szenarien im Gepäck wolle man nun gemeinsam mit Landrat Dr. Matthias Neth das Gespräch mit Sozialminister Manne Lucha suchen.

Neumann betonte: "Wir brauchen eine wohnortnahe Versorgung und können nicht so einfach kleinbeigeben."

Aber der Bürgermeister verwies auf auch die enge Zeitschiene. [Anm. d. Red.: Im Juni sollen die Kreisräte über die Annahme oder die Ablehnung des Krankenhausstrukturfonds abstimmen. Die Ablehnung bedeutet das Aus für Künzelsaus stationäres Krankenhaus. Dann könnte das Künzelsauer Krankenhaus auch kein privater Investor mehr retten.]

Dr. Eckle: "Fehlinformation über Presse und Rundfunk: Schließung Krankenhaus noch nicht beschlossen"


// private Investoren interessieren sich für Künzelsau

Gestern ging es nach der Osterpause weiter mit den Mittwochsdemonstrationen für den Erhalt der beiden Krankenhaus-Standorte in Künzelsau und Öhringen. Dr. Andreas Eckle verweist gleich zu Beginn seiner Rede auf "Fehlinformationen in Presse und Rundfunk", [Anm. D. Red.: Unter anderem ein regionaler Radiosender] meldete mehrfach, dasss beschlossen wurde, dass das Krankenhaus Künzelsau geschlossen werde. Dies sei falsch, betonte er. Eckle verwies darauf, dass demnächst das Bieterverfahren beginne.[Anmerkung der Redaktion: Hierbei können Interessenten Angebote abgeben für die 51-Prozent-Mehrheitsanteile an dem Hohenloher Krankenhaus. Mehr zu den Investoren und was ihnen Künzelsau wert ist, lesen Sie in der Mai-Ausgabe von GSCHWÄTZ, die es ab sofort zu kaufen gibt.]

Die Schließung  Künzelsaus soll wohl schon länger im Raum gestanden haben. Eckle berichtet in seiner Rede, dass 2013 wohl zwei Chefarzt-Stellen neu besetzt werden sollten. Eine Headhunterin hatte hierbei "anscheinend schon auf eine Schließung hingewiesen", so Eckle. Der ehemalige Geschäftsführer Dr. Andor Toth soll vor Jahren bereits gesagt haben: "Niemand braucht diese Krankenhäuser". Und: "Wenn 100 junge, motivierte Mitarbeiter gehen müssen, ist mir das auch wurscht."

Die Überlebenschancen des Öhringer Krankenhauses sieht Eckle nach den derzeitigen Plänen ebenso kritisch. So soll Landrat Dr. Matthias Neth bei einem Bürgerdialog in Mainhardt gesagt haben: "Ich weiß nicht, ob es das noch in 5 Jahren gibt." Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha schlug an diesem Treffen angeblich in dieselbe Kerbe. Er soll gesagt haben: "Das Krankenhaus muss man schließen. Das ist ein Verlustbringer." Eckle verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Hohenlohe Krankenhaus bis 2011 schwarze Zahlen schrieb, dass es aber hierfür einer "kompetenten Krankenhausleitung bedarf". Zudem verwies er darauf, dass es keine Frage der Krankenhausgröße sei, ob ein Haus schwarze Zahlen schreibe, denn diverse "große Krankenkäuser schreiben große Verluste".

"Wo sind die Kreisräte und der Landrat", fragt Eckle, blickt in die Runde und beantwortet seine Frage gleich selbst: "Die sind beleidigt, weil wir so über sie schimpfen. Aber eigentlich sind wir beleidigt, weil sie unsere Interessen nicht vertreten."

Zu den potenziellen privaten Investoren äußerte sich Eckle wie folgt: Es gäbe einen Interessenten aus dem benachbarten Ausland und einen potenziellen Investor aus Hessen, der für Künzelsau "großes Potenzial sieht".
23. April 2017

Europa atmet erstmal auf

23. April 2017
// Macron gewinnt Frankreichs Vorwahlen zum neuen Präsidenten
// Droht der Trump-Effekt?

So viel Polizeiaufgebot gab es noch nie bei einer Wahl in Frankreich. Trotz den IS-Attentaten in jüngster Vergangenheit im Nacken ließ es sich dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - eine überraschend starke Mehrheit der Franzosen (rund 70 Prozent) nicht nehmen, heute darüber zu entscheiden, wohin es gehen soll: Heraus aus dem europäischen Verbund oder drinbleiben und Europa zukunftsfähig machen. Die Franzosen wählten mit knapper Mehrheit (23,7%, laut den bisherigen Hochrechnungen) den pro-europäischen keiner Partei zugehörigen Emmanuel Macron in die Stichwahl am. Platz zwei belegt die gefürchtete Rechtspopulistin Marine Le Pen mit 21,9% der Stimmen. Nach einem Sieg will Le Pen Frankreichs Bürger über einen Verbleib in der EU abstimmen lassen.

Diverse Experten sehen bei der Stichwahl Macron weit vor Le Pen, da die Wähler, die Francois Fillon gewählt haben (mit 19,7% Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz und damit ausgeschieden) nun eher Macron wählen. Fillon hat nach seinem Ausscheiden seine Wähler aufgerufen, Macron die Stimme bei der Stichwahl zu geben.

Doch derartige Experten-Äusserungen lösen manchmal genau den gegenteiligen Effekt aus: Im Glauben daran, dass ihr Kandidat den Sieg sowieso schon sicher in der Tasche habe, gehen viele Bürger nicht wählen. Daher wäre eine ebenso hohe Wahlbeteiligung wie an diesem heutigen ersten Wahlgang wünschenswert.

Die Stichwahl ist am 07. Mai 2017.
18. April 2017
14. April 2017

Buchsschädlinge in der Region

// Buchs erst Mitte Mai schneiden

Klein, rund, grün - fast jeder zweite Garten im Kocher- und Jagsttal ist mit Buchs in allen Varianten bestückt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis warnt aktuell, dass Buchsbaumzünsler in der Region entdeckt worden seien. Die Raupen können Schäden an den Buchsbäumen verursachen.

In einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes heißt es: "Die ersten Raupen des Buchsbaumzünslers, einem ostasiatischen Kleinschmetterling, wurden in sonnigen Lagen bereits beobachtet. Der Buchsbaumzünsler verbreitet sich besonders schnell und kann während einer Saison bis zu vier Generationen hervorbringen. Die Raupen sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel.

Mitte der zweiten Aprilhälfte (20. bis 25.04.) ist mit dem Hauptflug des Zünslers zu rechnen. Die Raupen können große Schäden an Buchsbäumen verursachen. Sie fressen zunächst die Blätter, anschließend auch die grüne Zweigrinde.

Durch eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume kann ein Befall frühzeitig erkannt werden.
Mit einem Hochdruckstrahler (mit niedrigem Druck) und Auffangfolie können die Gelege und Raupen des Buchsbaumzünslers großflächig abgesprüht und über die Biotonne entsorgt werden. Zur chemischen Bekämpfung sollte das nützlingsschonende Mittel Dipel ES mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Es wirkt ausschließlich gegen Schmetterlingslarven.

Der Buchsbaumzünsler wird durch frisch geschnittene Bereiche im Buchs angelockt. Daher sollten formgebende Buchsbaumschnittmaßnahmen erst ab Mitte Mai erfolgen. Ab Mitte Juni sollten dann keine Schnittmaßnahmen mehr stattfinden, da bereits im Juli mit der nächsten Zünslerinvasion zu rechnen ist.

Weitere Informationen  beim Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, Tel.: 07940 18-621 erhältlich.

Bildunterschrift:
Bild 1: Raupe des Buchsbaumzünslers, Foto: Privat - Schrameyer
Bild 2: Kahlfraß eines Buchsbaumes, Foto: Privat - Dr. Merz

Vor einem Jahr kam die Flut
 Vor gut einem Jahr kam ein Hochwasser mit bis dato unvorstellbarem Ausmaß über unsere Region. Braunsbach als Epizentrum war am meisten vom Hochwasser betroffen. Aber auch in Künzelsau, Ingelfingen und Niedernhall flutete das Wasser viele Häuser und Keller. Wir möchten in unserer nächsten gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ an den Tag erinnern, der für viele ein Schock war.
Wir suchen: Fotos & Videos von den Fluten. Schickt uns Eure Fotos an:
                                                          info@gschwaetz.de
Ihr ward betroffen und möchtet uns Eure Geschichte erzählen? Wir freuen und auf Euren Anruf:                07940/93 555 7.
// Video von knochenfeder vom 29.05.2017, zu sehen auf youtube.de

11. April 2017
11. April 2017

Piraten entern Künzelsau

Piraten entern Künzelsau

Fast wie Peter Pan, das Kind, das nach Nimmerland flog, geht die Geschichte von Jim. Nur das der kleine Jim in seine Spielzeugtruhe gezogen wird und sich alsbald auf einem Piratenschiff wiederfindet.

Die Badische Landesbühne Bruchsal präsentiert am Mittwoch, den 3. Mai 2017, 10.30 Uhr, in der Stadthalle in Künzelsau das Theaterstück "Piraten" für Zuschauer ab sieben Jahren:

Karten für drei Euro gibt es bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Renate Kilb, E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de, Telefon 07940 129-119. 

Bild // Jim, Piratenanführerin Freely und deren größter Widersacher, Kapitän McGovern, begegnen sich auf der Bühne. Foto: Sonja Ramm.
10. April 2017

Jungs und Mädels für Fotoshoot gesucht

  • Die historische Innenstadt Forchtenbergs

    bietet sich für Fotoaufnahmen an

  • Was wäre ein Ländle-Kalender ohne

    Bilder in den Weinbergen?

  • Fliegendes Mädchen

    So könnte eine Aufnahme aus unserem GSCHWÄTZ-Kalender aussehen

  • Solche Muskeln braucht's gar nicht,

    um in unserem GSCHWÄTZ-Kalender mitwirken zu können

  • Die Wasserspiele in Künzelsau

    Das wird in jedem Fall ein feuchter Spaß

  • Die Ruine in Ingelfingen

    Eine Kulisse, die vor allem abends, wenn sie beleuchtet ist, fantastisch wirkt

  • Die Götz-Statue in Krautheim

    ist natürlich dabei in unserem GSCHWÄTZ-Kalender 2018. Wer möchte neben ihm possieren?

  • Das Salztor in Niedernhall

    als Hintergrund-Kulisse für ein Foto-Shooting im Kochertal

  • So schön ist unser Ländle

    Waldcamping am Hollenbacher See

  • Unter der Brücke in Hohebach, das Markenzeichen des beschaulichen Dorfes,

    lassen sich einzigartige Fotoaufnachmen machen

Für unseren GSCHWÄTZ-Kalender 2018 suchen wir Alltagshelden, Frauen und Männer aus dem Kocher- und Jagsttal, die sich von unserem Fotografen in coolen Posen vor prominenten Plätzen (siehe Fotos) in Künzelsau, Ingelfingen, Niedernhall, Weißbach, Forchtenberg, Schöntal, Krautheim, Dörzbach und Mulfingen natürlich kostenfrei ablichten lassen.

Den offiziellen Ländle-Kalender gibt es dann ab Herbst 2018 überall im Kocher- und Jagsttal zu kaufen.

Fotos // GSCHWÄTZ, doerzbach.de, hohenlohekreis.de, hohenlohe-schwaebisch-hall.de, ironbodies.de, fotoshoot.de, wikimedia.de, wikipedia.de

Bewerbungen bitte an:

Hartmann GbR
Schwalbenstr. 5
74653 Ingelfingen
07940/93 555 7
info@gschwaetz.de



06. April 2017

Kartenvorverkauf gestartet für Oktoberfest in Künzelsau

Wert-Wies`n im September in Künzelsau
// Karten ab sofort erhältlich

Oktoberfest-Stimmung in Künzelsau: Zum zweiten Mal lädt die Stadt Künzelsau zum Wert-Wies'n ein. Von Freitag, den 29. September 2017, bis Samstag, den 30. September 2017 sorgen zwei Partybands in einem Festzelt in Künzelsau für Stimmung.
In diesem Jahr dabei: Tollhaus und Wasenrocker.

Die Band „TOLLHAUS“ aus Bayern spielt Hits der 80er bis heute, Heavy Volksmusik, ultimative Feten- und Après-Ski-Hits. Drei Tage bevor sie in Künzelsau gastieren, spielen "die Wasenrocker“ noch auf dem Cannstatter Wasen.
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Programmübersicht
Freitag, 29. September 2017
Einlass um 18.00 Uhr
Fassanstich um 19.00 Uhr mit Bürgermeister Stefan Neumann
Auftritt „TOLLHAUS“ von 20.00 - 0.00 Uhr.
Samstag, 30. September 2017
Einlass um 19.00 Uhr
Auftritt „Wasenrocker“ von 20.00 - 0.00 Uhr
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Tischreservierungen
Tische für acht Personen können für beide Abendveranstaltungen vorab reserviert werden.
Ein Tisch für acht Personen kostet also 160 Euro, inklusive 80 Euro Verzehrgutschein (20€ pro Person, dabei inbegriffen: 10€ Verzehrgutschein). Das Essen kommt vom Panorama-Catering.
Reservierungen bitte telefonisch bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, 07940 129-119 oder per E-Mail marco.klappenecker@kuenzelsau.de.
// Foto: Stadtverwaltung Künzelsau
06. April 2017

Landratsamt heute geschlossen

Am Donnerstag, 6. April 2017, findet beim Landratsamt Hohenlohekreis eine Personalversammlung statt. Aus diesem Grund sind das Landratsamt sowie alle Außenstellen in Künzelsau und Öhringen vormittags geschlossen.
Das Kundencenter des Nahverkehrs Hohenlohekreis ist ebenfalls geschlossen. Ab 14 Uhr haben alle Dienststellen wieder geöffnet.




02. April 2017

La-La-Ländle: Unser neues GSCHWÄTZ ab sofort im Handel

Die Top-Themen in unserer April-Ausgabe:

  • So schaut's aus

    Unsere Titelseite im April

  • Wir stellen die besten Coverbands im Ländle vor

    PLUS: Exklusiv-Interview mit Sebastian "Buddy" Faber, Frontsänger von Gravity

  • Mit Vollgas gegen die Wand gefahren?

    Krankenhaus-Mitarbeiter berichten aus dem Inneren des Künzelsauer Krankenhauses.

  • Massive Kritik an seiner Geschäftsführung

    Dr. Andor Toth hat wieder eine neue Stelle und lässt das Künzelsauer Krankenhaus damit endgültig hinter sich

  • Nachwuchs gesucht

    Wir stellen Betriebe im Kocher- und Jasgttal vor, die Stellen zu vergeben haben (Foto: Claudia Mittermayer von der Fahrschule Plaha, Niedernhall)

  • Wie schaut die Zukunft der Supermärkte aus?

    Ilonka Hess möchte ihren Laden Um's Eck in Weißbach anders aufstellen

und viele weitere Themen.

// Wir lieben unser Ländle //
31. März 2017

Bald Engpass in der medizinischen Versorgung?

Das SWR Fernsehen berichtete gestern in Zur Sache Baden-Württemberg über das Kliniksterben im Land. Auch das Krankenhaus Künzelsau  wurde dabei portraitiert. Wer den sechsminütigen Beitrag verpasst hat, kann ihn unter diesem Link anschauen:

http://www.swr.de/…/did=1902…/nid=3477354/1lb239w/index.html
30. März 2017

Schließung Krankenhaus "nicht plausibel"

// "Sind wir noch in einem demokratischen Rechtsstaat oder in einer türkischen Provinz"?

// große Klinikverbände nicht unbedingt wirtschaftlicher

Das SWR Fernsehen war bei der gestrigen 25. Demonstration für das Künzelsauer Krankenhaus vor Ort und interviewte Krankenhausmitarbeiter und Bürger.

Auf der Demo las Dr. Andreas Eckle einen Brief von Matthias Lauterer an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vor (siehe Video). Darin kritisiert Lauterer die grüne Landesregierung für ihre Krankenhauspolitik [Anm. d. Red.: diverse kleine Krankenhäuser wurden oder werden in diesem Zuge geschlossen]. Sie verstoße "gegen die elementarsten Lebensinteressen der Bürger". Für die ansässigen Firmen hätte eine Schließung des Krankenhauses Künzelsau eine "Abwanderung der Arbeitskräfte" zur Folge.

300 bis 400 Menschen waren zur Demo gekommen. Dr. Andreas Eckle, Vorsitzender Der Bürgerinitiative pro Krankenhaus Künzelsau, betonte, dass die Schließung des Künzelsauer Standorts "nicht plausibel" sei. Er verwies dabei auf eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger, wonach die größten Krankenhausverbände in Baden-Württemberg 2015 245 Millionen Verlust "erwirtschaftet" haben, allein das Defizit des Stuttgarter Klinikverbundes sei bei 50 Millionen gelegen. Die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH (HK) hingegen habe 2011 noch 600.000 Euro Gewinn eingefahren. Sei Größe wirklich wirtschaftlicher, fragte Eckle und erntet viel Beifall von den Demonstranten.

Eckle stellte grundsätzlich das momentan von Landrat Dr. Matthias Neth und den Kreisräten favorisierte Konzept in Frage, nach den SLK-Kliniken nun wieder einen neuen Mehrheitspartner mit an Bord zu nehmen. Eckle sähe die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH lieber unabhängig, aber mit starken Kooperationspartnern an der Seite. Als positives Beispiel für dieses Modell nannte er das Kreiskrankenhaus Crailsheim und das Diak in Schwäbisch Hall.

Eckle kritisierte in seiner Rede das Verhalten des Landratsamtes hinter den Kulissen. Unter anderem hätten Mitarbeiter des Landratsamtes die Anweisung erhalten, nicht auf die Demo für das Krankenhaus zu gehen. "Sind wir noch in einem demokratischen Rechtsstaat oder in einer türkischen Provinz?", fragte Eckle. Auch eine kleine Spitze gegen Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann konnte sich der Vorsitzende der BI nicht verkneifen. Dieser müsse sich aufgrund der zurückliegenden anstrengenden Wochen nun beim Skiurlaub erholen und könne daher heute nicht anwesend sein.
Dr. Krist: "Wir befinden uns in einer unfassbaren Balla-Balla-Situation"

In seiner Rede an der 25. Demo zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses am Mittwoch, den 29. März 2017, attestierte Dr. Matthias Krist, praktizierender Arzt in Künzelsau, dem Krankenhaus Künzelsau, dass es "gut ausgerüstet und leistungsfähig" sei (siehe Video). Es ist für ihn daher "zutiefst befremdlich", dass der Landrat Dr. Matthias Neth dieses Krankenhaus aus ihm "seltsam anmutenden Gründen" schließen möchte. Für die Rede gab es von den 300 bis 400 Demonstranten viel Applaus.



"So viel Arroganz ist untragbar"

// Künzelsauer Patient wird nicht ins Künzelsauer Krankenhaus gefahren
// Juni Entscheidung über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses

Reinhard Bodynek, ehemaliger Betriebsleiter von MUSTANG, berichtet auf der gestrigen Demo (siehe Video) zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses am 30.03.2017 von einem Fall in seinem Bekanntenkreis, der aufhorchen lässt: Ein 90-Jähriger musste vergangenen Samstag vom Altenheim in Künzelsau in ein Krankenhaus gebracht werden. Der ärztliche Notdienst aus Forchtenberg wurde bestellt. Der 90-Jährige wurde aber anstatt ins nahegelene Krankenhaus Künzelsau nach Öhringen ins dortige Krankenhaus gebracht. Begründung: Das Künzelsauer Krankenhaus nehme am Wochenende keine Patienten auf.
Die Demonstranten, darunter einige Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter des Krankenhauses, schütteln ungläubig den Kopf, da das Krankenhaus in Künzelsau am Wochenende selbstverständlich Patienten aufnehme. Für die Frau des 90-Jährigen, so Bodynek, sei es nun wesentlich schwieriger, ihren Mann zu besuchen, da Öhringen viel weiter weg sei. Indirekt wurde damit die Frage in den Raum geworfen, obdie Krankenwägen das Krankenhaus Künzelsau bewusst nicht mehr ansteuern.

Bodynek berichtet weiterhin, dass keine Gespräche mehr zwischen Landrat und Bürgerinitiative stattgefunden haben. "Das Landrat ist doch ein gewählter Volksvertreter (...) Man könnte aber glauben, er ist Hohenloher König."

Drei Beratungsfirmen hätten indes hohe Summen bekommen, um die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH zukunftsfit zu machen. Bodynek: "Dieses Geld fehlt dem Krankenhaus jetzt".

Die nächste Mittwochsdemonstration ist nach der Osterpause am 26. April 2017.

Der Countdown für Künzelsau hat indes begonnen: Im Juni entscheiden die Kreisräte über die Zukunft des Krankenhauses.

// Mehr dazu in unserer neuen April-Ausgabe von GSCHWÄTZ. Ab heute überall im Einzelhandel.
27. März 2017

Schlager machen glücklich

"Schlager machen glücklich." Das findet die Schlagerband Wirtschaftswunder und sorgt mit gecoverten Schlagersongs am Samstag, den 08. April 2017, ab 19.30 Uhr, in der Stadthalle in Künzelsau für gute Laune. Karten für das Schlagerkonzert gibt‘s für 20 Euro, ermäßigt für 16 Euro bei Tabakwaren Brückbauer und der Stadtverwaltung Künzelsau,  Telefon 07940/ 129 119.

Foto: Wirtschaftswunder
26. März 2017

Bürgerdialog mit Minister Manne Lucha am 04. April 2017

// Möglichkeit, über die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses zu sprechen

Am Dienstag, den 04. April 2017, lädt Peter Hauk, Minister für ländlichen Raum in Baden-Württemberg, Bürger ein, mit ihm und Manne Lucha, Minister für Soziales in Baden-Württemberg, in der Waldhalle in Mainhardt in Dialog zu treten.

Im Rahmen des neuen „Kabinettsausschuss Ländlicher Raum“ "wollen wir möglichst viele Menschen einbinden, die sich auf den verschiedensten Ebenen für den Ländlichen Raum interessieren und engagieren. Im Rahmen von regionalen Bürgerdialogen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ideen sammeln, wie das Leben auf dem Land attraktiv bleiben kann."

Viele Bürger im beschäftigt derzeit die Zukunft des Krankenhaus-Standorts in Künzelsau. Manne Lucha setzt die von der Bundesregierung vorgegebene Krankenhausstrukturreform in Baden-Württemberg um. In Gesprächen mit hiesigen lokalen Politikern äußerte Lucha schon vor geraumer Zeit, dass nur Krankenhaus-Standorte mit mehr als 1.000 Betten zukunftsfährig seien.

Nun haben die Bürger die Möglichkeit, direkt mit dem Minister für Soziales darüber zu sprechen.

Das Programm startet um 19.30 Uhr.

Um Anmeldung wird geben. Anmelden kann man sich noch bis Dienstag auf:

http://www.lel-bw.de/…/Akade…/170404_Buergerdialog_Mainhardt

Foto: Manne Lucha. Ministerium für Soziales in Baden-Württemberg.
25. März 2017

Hohenlohe macht's Licht aus

Hohenlohe beteiligt sich an der heutigen Earth hour, ins Leben gerufen vom WWF. Dabei werden alle Städte und Gemeinden sowie alle Menschen, alle öffentlichen Einrichtungen und alle Unternehmen unserer Region aufgerufen, am 25. März 2017  zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Ihre Beleuchtung abzuschalten und damit ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Diverse Städte und Gemeinden haben diesen Aufruf bereits in ihren Amtsblättern veröffentlicht. Auch zahlreiche Firmen im Kocher- und Jagsttal beteiligen sich an der Aktion und schalten ihre Aussenbeleuchtung in dieser Zeit ab.

Wir werden dabei nicht alleine sein. Denkmale aus aller Welt wie etwa das Colloseum in Rom, Fußballstadien und städtische Wahrzeichen wurden in der Vergagenheit bei dieser Aktion schon  "ausgeknipst".

Die Firma Geff - Generation efficieny in Waldenburg koordiniert die Aktion in Hohenlohe. "Wir möchten sensibilisieren und Denkanstöße geben. Energie zu sparen ist im Grunde sehr einfach, die Werkzeuge sind vorhanden, wir müssen es nur tun", heißt es auf der Internetseite.

Mehr Informationen:
https://hohenlohe-licht-aus.de
21. März 2017

Krankenhaus Künzelsau: SPD-Kreisrätin
zeigt sich alles andere als volksnah

Nach unserem Beitrag "Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde" vom 14. März 2017 bekam das GSCHWÄTZ-Redaktionsteam eine E-Mail von der Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzenden Irmgard Kircher-Wieland. Sie wehrte sich darin gegen den Vorwurf, dass sie weder telefonisch noch auf unsere E-Mailanfrage zum Thema Künzelsauer Krankenhaus reagiert habe. Kircher-Wieland schreibt: "Da sage ich Ihnen ganz schlicht: Des isch Gschwätz ! Koa Gschwätz vunn mir isch:
Mich erreichten werder Anrufe von Ihnen, noch fragten Sie per E-Mail an! Aber Tatsache wäre: Ich würde mich nicht an irgendwelchem Gschwätz beteiligen! Zum Wort Gschwätz: Dieses Wort ist negativ besetzt! Einem Gschwätz kann und darf man kein Vertrauen schenken, und ein Gschwätz kann in keinster Weise den Anspruch erheben, daß die Wahrheit vermittelt wird. Sie werden doch als Hohenloher Bürgerinnen und Bürger doch den Ausspruch kennen: Sou e Gschwätz! ??? Oder: Sou enn Schwätzer mit seim Gschwätz? Fazit: An Gschwätz beteilige ich mich nicht. Deshalb werde ich weder auf Anrufe oder E-Mails von Gschwätz reagieren."

In unserer Antwort verweisen wir darauf, dass "wir Sie mehrfach angerufen und nicht erreicht haben sowie eine E-Mail mit unseren Fragen an die E-Mail-Kontakt-Adresse auf der SPD-Internetseite geschickt haben". Dies "belegen unsere Rufnummernlisten sowie unser Outlook-E-Mail-Account. Das ist auch gerne nachprüfbar. GSCHWÄTZ ist der Titel eines Magazins. Nicht mehr und nicht weniger. Die Fragen, die wir Ihnen bezüglich des Künzelsauer Krankenhauses gestellt haben, interessieren hier sehr viele Bürger. Diese Fragen als „GSCHWÄTZ“ abzutun, ist heikel. Sie haben als Volksvertreterin nicht nur gegenüber uns, sondern auch gegenüber jedem Bürger die Pflicht, diese Fragen zu beantworten. Es liegt hier ein allgemeines Interesse vor.

Wir haben Frau Kircher-Wieland daher nochmals unsere Fragen geschickt mit der Bitte um Beantwortung bis 20.03.2017. Dies ist der Inhalt: "Uns hat ein Schreiben erreicht, das Sie als Fraktionsvorsitzende der SPD ebenfalls erreicht hat und zwar schon am 12.07.2016. Darin wird das Vorgehen des Landrats hinterfragt und kritisiert. Nun ist unsere Frage: Wie sind Sie mit diesem Schreiben verfahren? Gab es einen Austausch zwischen Ihnen und dem Landrat Matthias Neth? Haben Sie diesen Brief Ihrer Fraktion zur Kenntnis weitergeleitet? Hat man über den Inhalt gesprochen und wenn ja, was war das Resultat?"

Frau Kircher-Wieland hat darauf wie folgt reagiert: "Eine rechtliche Verpflichtung, Ihnen Fragen zu beantworten gibt nicht. Allenfalls eine moralische meinen Wählern gegenüber. Das muß aber nicht im Gschwätz passieren. Schon gar nicht, wenn ich feststelle, daß von Ihnen Artikel geschrieben werden, die inhaltlich nicht den Fakten entsprechen. Sie sind verpflichtet vor Veröffentlichung irgendwelcher Beschuldigungen sauber zu recherchieren. Dieser Eindruck besteht leider nicht. Zu Ihrer Frage noch, ob ich Ihr Magazin Gschwätz kenne: Ja, von Anfang an. Ich werde mich trotzdem mit Ihren Fragen befassen, und dann meine Entscheidung treffen, ob eine Antwort an Ihr Magazin Gschwätz sinnvoll ist."

Wir haben bis heute leider keine Antwort zu unseren Fragen von Frau Kircher-Wieland erhalten. Wir möchten an dieser Stelle allerdings zwei Dinge richtigstellen:

1. Natürlich hat Frau Kircher-Wieland als Kreistagsvorsitzende, anders als von ihr dargestellt, eine Auskunftspflicht gegenüber uns und allen Bürgern dieses Landkreises, da sie die Bürger im Kreis vertritt. So steht es zumindest in der Ratsinfo des Hohenlohekreises (Kreistag als "die Vertretung der Einwohner"). Des Weiteren ist es ihre Pflicht als Entscheidungsträgerin, sich über "alle wichtigen Angelegenheiten des Hohenlohekreises", auch bezüglich des Krankenhauses, umfassend zu informieren. Daher unsere berechtigten Fragen an Frau Kircher-Wieland: Waren Sie über den Brief und die darin enthaltenene Vorwürfe informiert, und wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

2. Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ sehen uns stets zu sorgsamem Journalismus verpflichtet. Dieser Journalismus ist allerdings kein Verlautbarungsjournalismus. Das heißt, wir drucken nicht einfach ab, was man uns serviert, sondern wir fragen kritisch nach und nicht nur bei der einen Seite, sondern bei allen Seiten und lassen auch alle Seiten zu Wort kommen. Das mag für manche Lokalpoltiker nun Neuland sein. Aber das ist Journalismus: recherchieren, hinterfragen, analysieren, manchmal auch kritisch und unbequem sein. Und am Ende dieses Prozesses steht ein Ergebnis. Und je mehr wir recherchieren, insbesondere hinsichtlich des Krankenhauses, ist es uns unverständlich, dass so gemauert wird, dass mehr Zeit damit verschwendet wird, uns den Begriff GSCHWÄTZ in all seiner Breite zu erklären, anstatt kurz unsere Fragen zu beantworten.

Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Lesern. Sie, liebe Lokalpolitiker, aber auch. Und dazu gehört: schwätze.

Foto: Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland. www.hohenlohekreis.de
21. März 2017

Heute: Welt-Down-Syndrom-Tag

Heute, am Welt-Down-Syndrom-Tag, wollen wir an alle Kinder denken, die mit dem Gendefekt Trisomie 21 zur Welt gekommen sind. Auf dem Plakat, das uns netterweise seine Mutter Katja geschickt hat, seht ihr den dreijährigen Emilian aus Hohebach, der von dem Gendefetk betroffen ist.

In den letzten Jahren haben sich die Fördermöglichkeiten für Kinder mit Trisomie 21 sehr verbessert. Doch noch immer stoßen Betroffene auf ein abwehrendes Umfeld, auf Unverständnis und Eingliederungsschwierigkeiten in das soziale Leben.

Der Welt-DownSyndrom-Tag will daran erinnern, dass es noch immer Verbesserungen in der Integration bedarf.Wie Kinder mit Down-Syndrom im Kocher- und Jagsttal unterstützt werden, lesen Sie daher in einer unserer nächsten Ausgaben.
19. März 2017

Bauen: Künzelsau hat Quadratmeterpreis auf 155 Euro/qm festgelegt

Wir veröffentlichen an dieser Stelle folgende Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

// Bauwoche vom 20. bis 25. März 2017 im Rathaus Künzelsau
 
Wer in absehbarer Zeit ein Wohnhaus bauen möchte, ist eingeladen, sich die Zeit für ein Gespräch mit dem Bauwochen-Team des Stadtbauamtes im Rathaus in Künzelsau zu nehmen. Nächste Woche, vom 20. bis 25. März 2017, bietet das Team auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten Gesprächstermine an. „Über Festlegungen der Landesbauordnung und der Bebauungspläne – aber vor allem über unsere Baugebiete und die herrlichen Grundstücke dort geben wir gerne Informationen und beraten Bauinteressenten“. Allerdings bittet Roswitha Deptner um eine vorherige Terminabstimmung. „Damit wir uns auch ausreichend Zeit für das Gespräch nehmen können“, erklärt die Mitarbeiterin des Stadtbauamtes. Auch Interessenten, die sich im geplanten Neubaugebiet in Amrichshausen ihren Eigenheimwunsch erfüllen möchten, können nun besser kalkulieren. Der Gemeinderat hat am vergangenen Dienstag den Grundstückspreis auf 155 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Im geplanten Baugebiet in Belsenberg kostet der Quadratmeter 145 Euro, in Kocherstetten 150 Euro, in Morsbach 140 oder 150 Euro – je nach Lage, Gaisbach voraussichtlich 200 bis 250 Euro, im Wohngebiet Taläcker 120 Euro. Allerdings sind in letzterem bereits alle Bauplätze reserviert oder verkauft. Dort gibt es eine Warteliste auf der man sich bei Interesse eintragen lassen kann. „Ich freue mich, mit allen Beteiligten, auch den Stadträten und natürlich mit Ortsvorsteher Gerhard Rudolph, dass wir in Amrichshausen nun einen akzeptablen Quadratmeterpreis anbieten können“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Dort fehlen jedoch noch vier von acht verbindlichen Bauplatzreservierungen, damit die Erschließung in Angriff genommen werden kann. Denn aufgrund der finanziellen Situation der Stadt, müssen mindestens vierzig Prozent der Baugrundstücke verkauft oder fix reserviert sein. So lautet die Vorgabe des Landratsamtes Hohenlohekreis. In Kocherstetten sind diese Voraussetzungen bereits erfüllt. Die Erschließungsarbeiten beginnen dort noch im Frühjahr. Das ist für den Ortsvorsteher Ernst Gruber aber kein Ruhekissen. Er wirbt weiter für das Baugebiet am Südhang in Kocherstetten und gibt auch gerne Interessierten vor Ort weitere Auskünfte. Dazu laden auch die Ortsvorsteher von Amrichshausen, Belsenberg, Gaisbach und Morsbach ein. Jedes der Baugebiete hat seinen speziellen Reiz und besondere Eigenschaften.
 
 
Belsenberg – Bauen am Südhang, umgeben von Streuobstwiesen
 
Belsenberg kann rund um das Baugebiet herrliche Natur mit Streuobstwiesen bieten. Die Lage der Baugrundstücke am Südhang garantiert viel Sonne mit Aussicht auf Belsenberg im Tal. Ortsvorsteher Jochen Jäger vereinbart gerne einen Termin im Baugebiet und zeigt Bauinteressenten, was Belsenberg zu bieten hat. Damit dort die Erschließung starten kann, sollten sich noch vier Bauherren melden und ihre Bauplätze reservieren. Einen weiten Blick über die Hohenloher Ebene hat man in Amrichshausen. In Morsbach sind sechs Grundstücke sofort bebaubar.
 

Zukünftige Bauherren sind herzlich eingeladen sich zu informieren, idealerweise nach vorheriger Terminabstimmung unter Telefon 07940 129-412, oder per E-Mail bauen@kuenzelsau.de . Detaillierte Informationen zu den Baugebieten gibt es auch online: http://www.kuenzelsau.de/bauen .
 
 
Wohngebiet Taläcker
Ansprechpartner: Stadtbauamt,
Telefon 07940 129-412, bauen@kuenzelsau.de
120 Euro /qm
36 Bauplätze reserviert bzw. verkauft. Es gibt eine Warteliste.

Amrichshausen
Ansprechpartner vor Ort:
Gerhard Rudolph, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51998    
155 Euro/qm

Belsenberg
Ansprechpartner vor Ort:
Jochen Jäger, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51162  
145 Euro/qm

Gaisbach, Haselhöhe I
Ansprechpartner vor Ort:
Robert Volpp, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4795   
200 bis 250 Euro/qm 
Zahlreiche Interessenten

Kocherstetten
Ansprechpartner vor Ort:
Ernst Gruber, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4370   
150 Euro/qm

Morsbach
Ansprechpartner vor Ort:
Emil Zeller, Ortsvorsteher
Telefon 07940 2420   
140 oder 150 Euro, je nach Lage
 
 
Zu den Fotos:
 
Am südwestlichen Ortsrand von Amrichshausen entsteht ein Neubaugebiet mit 19 Bauplätzen.
 
Belsenberg kann noch vier herrliche Bauplätze am Südhang bieten.
 
Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau
17.03.2017/Sm


18. Juni 2017

Die ersten Vorschläge: So schön könnte Alt-PEKA werden

Wir haben unsere Leser gefragt: Was liese sich aus dem alten PEKA-Areal im Herzen der Kreisstadt machen. Die ersten Vorschläge sind bei uns eingetroffen. Auf dem Foto seht ihr eine Martkhalle, gezeichnet von Wichtrud Haag, die sich Christiane Bürkert aus Ingelfingen vorstellen könnte: "Es könnten dort kleine Parzellen vermietet werden, etwa an Kunsthandwerker, Suppenküchen-Betreiber, kleine Restaurants."

Mehr dazu gibt es in unserer neuen Ausgabe.
17. März 2017

Dritter Künzelsauer TauschTag

Unter dem Motto „bringen-finden-freuen“ veranstaltet der Tauschkreis Schwäbisch Hall/Hohenlohe zum dritten Mal den Künzelsauer TauschTag. Die Besucher können dabei schöne und nützliche Dinge an andere weitergeben oder neu erwerben. Dabei ist „erwerben“ nicht ganz der richtige Ausdruck, denn Geld fließt keines:

Bringen und Mitnehmen sind komplett kostenlos. Getauscht werden etwa Bücher oder Kleidung. Termin ist Samstag, den 29. April 2017, in der Stadthalle Künzelsau von 9 bis 15 Uhr. 
17. März 2017

Altenpflegehelfer besuchen Bestattungsinstitut

 Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung, die wir vom Landratsamt mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten haben:

Im Rahmen des Seminars „Sterben, Tod und Trauer“ besuchte die Klasse der Altenpflegehelfer (BFAHT) der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau gemeinsam mit den Pflegefachlehrerinnen Aloisia Jauch und Ruth Gatzke das Bestattungsinstitut Dorn in Öhringen.
Die Leiterin des Bestattungsinstitutes, Martina Feuchter, informierte die Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Aufgaben eines Bestatters. Dreizehn Schülerinnen und ein Schüler konnten Fragen stellen, die Martina Feuchter sehr einfühlsam beantwortete. So interessierten die angehenden Altenpflegehelfer z.B. welche Kleidung ein Verstorbener anziehen darf oder welche Formen der Bestattung es gibt. Weiterhin erfuhren die Schüler einiges über verschiedene Erinnerungskulturen wie zum Beispiel das Anfertigen von Schmuckstücken. „Dass die Aufgaben eines Bestatters so vielseitig sind, habe ich mir bisher nicht vorstellen können“, so die anerkennende Aussage einer Schülerin.
Im Anschluss daran durfte die Klasse gemeinsam einen Sarg gestalten. Durch Bilder, kurze Texte oder Liedzeilen machten sie die Fülle eines Lebens sichtbar. Der Ausflug diente den Schülerinnen und Schülern als gute Vorbereitung auf das anschließende einwöchige Seminar zum Thema Sterben, das im „Haus der Musik und Begegnung“ in Rot am See/Brettheim durchgeführt wurde.

Bildunterschrift:
Beim Besuch des Bestattungsunternehmens Dorn durften die angehenden Altenpflegehelfer der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau einen Sarg gestalten. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
14. März 2017

Künzelsau: Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde

  • "Angeklagter Toth, klären Sie Ihren Fall bitte selbst auf"

    Landrat Dr. Matthias Neth macht den Bock zum Gärtner

  • Ärzte, Feuerwehr, Bürgermeister, Bürgerinitiative und nun auch noch die Krankenhaus-Mitarbeiter:

    Landrat Neth steht bei einigen in der Kritik

  • Der Mann, um den es geht und den anscheinend keiner im Zaum halten konnte oder wollte:

    Dr. Andor Toth soll das Krankenhaus fahrlässig oder vorsätzlich heruntergewirtschaftet haben

  • CDU-Fraktionsvorsitzender Börkel hat von der Kritik an Dr. Andor Toth gewusst

    Er sagt, jede Entscheidung, die er als Politiker getroffen habe, ist vereinbar mit seinem Gewissen

  • Thomas Föhl von der Freien Wählervereinigung

    Er verweist auf den Landrat bei der Klärung

  • FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Feiler

    möchte am liebsten gar nichts dazu sagen

  • SPD-Fraktionsvorsitzender Irmgard Kircher-Wieland

    hat bislang weder auf Anrufe noch auf E-Mail-Anfragen von GSCHWÄTZ reagiert

  • Grünen-Fraktionsvorsitzende Erika Bauer

    sagt, sie habe nie einen Brief von den Krankenhaus-Mitarbeitern bekommen

Hinweise, dass das Krankenhaus Künzelsau bewusst heruntergewirtschaftet wurde

// Nach Bürgermeister Neumann, der Bürgerinitiative, den Ärzten und der Feuerwehr üben nun auch die Mitarbeiter des Krankenhauses öffentlich Kritik an Landrat Dr. Matthias Neth

Wir wissen nicht, was unser Landrat Dr. Matthias Neth dachte, als er Mitte vergangenen Jahres folgenden Brief von den Mitarbeitern des Künzelsauer Krankenhauses erhalten hat, der dem GSCHWÄTZ-Redaktionsteam vorliegt und nun erstmals in die Öffentlichkeit gelangt.

Die Kernaussage: Über Jahre wurde der Krankenhaus-Standort Künzelsau entweder fahrlässig oder vorsätzlich von dem damaligen Geschäftsführer Dr. Andor Toth geschwächt. Die Mitarbeiter baten Landrat Dr. Matthias Neth in dem Schreiben, einzuschreiten. Die Reaktion des Landrats auf dieses Schreiben ist kaum nachvollziehbar. Eine Rekonstruktion der Ereignisse.

Im dem mehr als drei Seiten langen Brief heißt es unter anderem: Den „Mitarbeiten der HK [Anm. d. Red.: Hohenlohe Krankenhaus gGmbH]“ ist es „ein sehr wichtiges Anliegen, Ihnen […] verschiedene Themen aufzuzeigen, die wir derzeit mehr als kritisch sehen und die auch Ihre Aussagen für uns nicht mehr glaubhaft aussehen lassen.“ Zu Beginn der Umstrukturierungsdebatte im März 2017 etwa habe Neth offiziell noch von zwei starken stationären Krankenhaus-Standorten gesprochen. Aber die Mitarbeiter bekamen immer mehr das Gefühl, dass der Stilllegungsplan für Künzelsau schon lange feststand und Toth der ausführende Geschäftsführer war, der nichts getan hat, um entgegenzusteuern, im Gegenteil. Nach Gesprächen mit Belegärzten soll Toth in interner Runde – und nicht zum letzten Mal - gesagt haben: „Ist doch egal, das Künzelsauer Krankenhaus wird doch sowieso bald zugemacht.“

Während das Landratsamt gegenüber GSCHWÄTZ das Ende der Belegarzttägigkeit der Praxis Drs. Mutschler, Tischler und Zugelder mit „stark gestiegenen Haftpflichtprämien“ für die Ärzte begründete, steht in dem Brief, dass Dr. Tischler in Gesprächen mit Dr. Andor Toth gehofft hatte, eine Lösung zu finden, diese seien jedoch enttäuschend verlaufen.

Auch ein Angebot des Diakonie-Klinikums in Schwäbisch Hall (Diak) über 50 Knie-Operationen jährlich habe Toth abgelehnt mit der Aussage, „das Diak würde uns doch nichts Gutes tun.“ Stimmt das, fragen die Mitarbeiter ihren Landrat und bitten ihn indirekt, der Sache nachzugehen: „Um die Wahrheit zu erfahren, wäre es interessant, nicht bei Herrn Toth, sondern im DIAK beim betreffenden Chefarzt nachzufragen.“ Von Seiten des Landratsamtes wird auf Nachfrage von GSCHWÄTZ darauf verwiesen, dass „Projektgruppensitzungen unter Einbindung des Diak gestartet“ wurden. „Seit Dezember 2016 erfolgen ambulante Operationen.“ Krankenhausintern heißt es widerum, Knieprothesen-Operationen, die einen stationären Aufenthalt nach sich ziehen, wurden abgelehnt.

Generell kritisieren die Mitarbeiter die Informationspolitik von Andor Toth scharf: „Fragen von Mitarbeitern, sofern sie überhaupt noch an die Geschäftsführung gestellt werden, werden mit zynischen und geringschätzigen Bemerkungen abgetan.“ Aber auch die Informationspolitik des Landrats steht in der Kritik: „Selbst Kollegen im Krankenhaus wissen oft nicht, was bei uns noch behandelt wird. Wie soll es dann die Bevölkerung wissen? […] Seit nunmehr zwölf Monaten wird der Strategieplan von Herrn Toth, welcher ja im Kreistag beschlossen wurde, intern diskutiert. Dies erfolgt leider nicht in klarem, vertrauensförderndem Stil, sondern mit diffusen, sich teilweise widersprechenden oder gar nicht gemachten Informationen, welche das letzte Vertrauen in die Geschäftsführung zerstören.“

Trotz allem haben die Mitarbeiter noch Hoffnung für den Standort Künzelsau, wenn sie etwa schreiben: „Wir sehen in den Strukturen sehr großes Potenzial. Nicht jedes Haus der Größe Künzelsaus könnte damit werben, dass eine Dialyseversorgung sichergestellt ist, ohne große Transportwege in Kauf zu nehmen.“

Der Brief der Krankenhaus-Mitarbeiter soll in Kopie zusätzlich noch an alle Fraktionsvorsitzenden gegangen sein. GSCHWÄTZ hat bei den einzelnen Vorsitzenden nachgefragt. Grünen-Fraktionsvorsitzende Erika Bauer meinte, sie habe keinen Brief bekommen, SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland reagierte weder auf unsere Anrufe noch auf unsere E-Mail. FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Feiler war kurz angebunden: „Wir können keine Transparenz durchblicken lassen, Wir sind aktuell in einem Bieterverfahren. Und alles, was dann veröffentlicht wird, stört.“

Die einzigen, die bislang bereit waren, ihr Verhalten bezüglich dem Brief zu erklären, waren der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Börkel und Thomas Föhl von der Freiwilligen Wählervereinigung (FWV). Beide verweisen darauf, dass der Brief ohne Angabe eines Absenders in ihren Briefkästen lag. „Selbst wenn ich wollte, wie hätte ich antworten sollen?“, fragt Föhl. Da der Brief an den Landrat adressiert war, sei es darüber hinaus Aufgabe des Landrats, zu reagieren. Föhl und Börkel haben jedoch laut eigener Aussage, den Brief mit ihren Fraktionsmitgliedern besprochen und auch mit Landrat Dr. Matthias Neth darüber gesprochen. Zu den Inhalten solle man den Landrat fragen, aber Börkel betont: „Alle meine Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe, habe ich reinen Gewissens getroffen, auch im Hinblick auf das Krankenhaus Künzelsau. Es tut mir zwar auch persönlich sehr leid, aber es geht einfach nicht anders.“

In einer offiziellen Pressemitteilung von Landrat Dr. Matthias Neth an GSCHWÄTZ heißt es:

„ Feedback und Anregungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nehme ich sehr ernst. […] Eine direkte Beantwortung war nicht möglich, da der Brief ohne Absender an mich adressiert war und unklar war, ob und um welche Mitarbeiter es sich gehandelt hat.
Grundsätzlich können anonyme Briefe vom Landratsamt Hohenlohekreis nicht beantwortet werden.“

Die Redaktion GSCHWÄTZ fragte daraufhin nach, ob der Landrat die in dem Brief erwähnten Personen angesprochen hatte, die scharfe Kritik an Andor Toth geäußert hatten, wie etwa die Praxisgemeinschaft Mutschler, Zugelder und Tischer, Dr. Grups oder das Diak, um nachfragen, inwieweit die Kritik berechtigt ist. Die Antwort des Landrats: „Da die Kommunikation mit den Belegärzten sowie den niedergelassenen Ärzten Sache des Geschäftsführers und der Chefärzte des ist, haben diese die Gespräche geführt. Dr. Andor Toth stand mit den genannten Belegärzten sowie dem Diak in regelmäßigen Austausch.“

Landrat Dr. Matthias Neth, überlies es demnach Dr. Andor Toth, der Sache nachzugehen, ob die massive Kritik an Dr. Andor Toth berechtigt ist, nämlich dass das Krankenhaus über Jahre von Toth heruntergewirtschaftet wurde.

Die Frage ist nun: Warum ist keiner eingeschritten?






10. März 2017

Krankenhaus "wurde vorsätzlich gegen die Wand gefahren"



Dr. Matthias Krist aus Künzelsau findet bei der 22. Mittwochsdemonstration am 08. März 2017 gegen die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses deutliche Worte und verspricht: Die Ärzte werden für das Krankenhaus kämpfen "wie eine Wildkatze für ihre Jungen".

[Anm. d. Red.: Wegen technischer Probleme steht das Video halb über Kopf, bitte entschuldigt dies. Vorenthalten wollten wir es euch aber deswegen nicht]
09. März 2017

Erinnerung an eine furchtbare Zeit und an mutige junge Menschen

Hans Scholl Rose an Landrat Dr. Matthias Neth übergeben
// Zur Erinnerung an die „Weiße Rose“, Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus

Am heutigen Mittwoch wurde Landrat Dr. Matthias Neth von Hans-Jürgen Deck ein Hans Scholl Rosenstock übergeben. Im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss, Bürgermeister a.D. Uwe Gysin und Stadtarchivar Stefan Kraut wurde sie im Eingangsbereich des Landratsamtes Hohenlohekreis eingepflanzt.
„Die Rose ist eine Rose gegen das Vergessen. Sie wird uns immer an den Widerstandskämpfer Hans Scholl erinnern“, so Landrat Dr. Neth. Hans Scholl war Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die gegen den Nationalsozialismus kämpfte. Zusammen mit seiner Schwester Sophie Scholl und seiner Familie verbrachte Hans Scholl seine Kindheit in Forchtenberg. Sein Vater Robert Scholl war dort von 1919 bis 1930 Bürgermeister.
Hans-Jürgen Deck überbrachte stellvertretend für Renate S. Deck den Rosenstock. Sie leitet seit 2004 die Gedenkstätte im Stadttor „Würzburger Tor“ Weiße Rose in Forchtenberg, welche vielfältige Erinnerungsarbeiten an den Geburtsorten der Geschwister Scholl leistete.
Bürgermeister Michael Foss war bei der Rosen Taufe auf der Landesgartenschau 2016 in Öhringen damals Taufpate. „Das Taufwasser der weißen Rose entstammte aus der Jagst bei Ingersheim, wo Hans Scholl am 22. September 1918 geboren wurde“, so Forchtenbergs Bürgermeister Foss. Hans Scholl wurde am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten wegen seines Engagements in der Weißen Rose durch ein Schafott hingerichtet.


// Bilder (Landratsamt Hohenlohekreis): Landrat Dr. Matthias Neth (1. v.r.) wurde im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss (2. v.r.) und des Altbürgermeisters Uwe Gysin (1. v.l.), von Hans-Jürgen Deck (2. v.l.) ein Hans Scholl Rosenstock übergeben, welcher gleich im Eingangsbereich des Landratsamtes eingepflanzt wurde.


09. März 2017

Busfahrer lässt Kind stehen

von Nadja Fischer

Ein Busfahrer weigert sich ein Kind mit einem Tretroller mitzunehmen. Der Tretroller ist zusammenklappbar, somit würde er keinen Platz wegnehmen. Pure Schikane, Willkür oder ein schlechter Tag?
Am 06.März 2017 lud der Hohenlohekreis zu einer Bürgerveranstaltung in die Stadthalle ein. Der Bürger soll zu Wort kommen und helfen, den Nahverkehr attraktiver zu gestalten.

In der Diskussionsrunde wurden die Anregungen der Bürger angehört und man versuchte Lösungen zu finden.
Eine besorgte Mutter erzählt, wie ihr Sohn regelmäßig von bestimmten Busfahrern mit den Worten: "Dich nehmen wir mit deinem Roller nicht mit!" stehen gelassen wird. Das mehrfache Beschweren beim Busunternehmen hat bisher nichts geändert.
Es wurde auch thematisiert, dass einige Busfahrer an ihrer Freundlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft arbeiten sollten. 

Falls Beschwerden über Busfahrer in Zukunft ohne Wirkung bleiben, könne man sich direkt bei Herrn Roland Braun beschweren. Roland Braun ist für den Nahverkehr Hohenlohekreis zuständig. Telefon: 07940/91440
Email: info@nvh.de
 
Ein Bürger sprach den Wunsch nach Informationssysteme aus. Damit der Fahrgast an der Haltestelle weiß, ob der Bus Verspätung hat oder gar ausfällt. Roland Braun erklärt, dass man in längstens zwei Jahren ein "landesweites Auskunftssystem in Echtzeit" auf die Beine stellen möchte.

Weiteres Top-Thema: Busverbindung zur Schule nach Neuenstein
Schüler der Schule Neuenstein müssen zum Teil 40 Minuten auf den Schulbeginn warten. Andere Optionen wären, dass die Eltern die Schüler fahren oder man nimmt ein tägliches zu spät kommen in Kauf. Auf das Anliegen, die Busverbindungen anzupassen, sagte Landrat Dr. Matthias Neth, man solle auch mit der Schule sprechen. Vielleicht wäre es möglich den Schulbeginn zu ändern.

Auf die Bitte hin, die Haltestellen barrierefrei zu gestalten erfuhr der Bürger, dass 2016 zehn Bushaltestellen barrierefrei umgebaut wurden. Dieses Jahr sind zehn weitere dran. Natürlich ist dies ein finanzieller Aspekt und ist Aufgabe von Städten und Gemeinden. Bei derzeit 800 vorhanden Bushaltestellen und dem konstanten Tempo von zehn Haltestellen pro Jahr, wären im Jahre 2096 alle Haltestellen barrierefrei.

„Wir haben einen Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2011, der allen Vorgaben entspricht. Aber wir möchte den Nahverkehrsplan in die Zukunft führe.“, betonte Neth. Aber:
"Wie kann man das vorhandene System mit den vorhandenen finanziellen Mitteln verbessern?"

Der Landkreis Hohenlohe hat sich jemanden von „außen“ geholt um den ÖPNV attraktiver zu gestalten und Innovative Gedanken einzubringen. Herrn Rimbert Schürmann von PTV Transport Consult in Karlsruhe.

Rimbert Schürmann hat 5 verschiedene Konzepte erarbeitet:

1. Keine Bedienung von Teilorten unter 200 Einwohner. Hierbei handelt es sich um 3000-4000 Gesamteinwohner, welche betroffen wären. „Das sieht sehr verheerend aus und kann nicht umgesetzt werden“, so Rimbert Schürmann.

2. Streichung aller Fahrten nach 15 Uhr an Schultagen, diese werden durch andere Fahrten ersetzten z.B.: Rufbus. Einzelne Ortschaften würden in Form eines Rufbuses befahren und man hätte Umsteigemöglichkeiten auf die Hauptverkehrslinien. „Das System wäre aber zu komplex für eine so geringe Anzahl an Fahrgästen“ erklärt Rimbert Schürmann.

3. Streichung aller Fahrten nach der Betriebsruhe am Ferientag. Rimbert Schürmann ergänzt, dass das Rufbussystem hier schwierig wäre. Da man jede Stunde einen Bus bereitstellen müsse, dies ist momentan im normalen Fahrplan nicht einmal der Fall. Somit ein zu hoher Kostenfaktor.

4. Zusätzliche Angebote am Abend und Wochenende. Wie teuer wäre das? Rimbert Schürmann: „Mindestens 900.000 Euro und das nur, wenn der Rufbus zu 25% genutzt wird.“

5. Innovative Konzepte wie
Bürgerbus, Flinc (Mitfahrgelegenheit), Elektromobilität für PKW und Car-Sharing. Jedoch ist dies kein Ersatz für den ÖPNV, klärt Rimbert Schürmann auf.

Was von all den erarbeiteten Vorschlägen von Rimbert Schürmann und Ideen der Bürger also überhaupt umgesetzt werden kann, ist fraglich. Jedoch werden laut Landrat Dr.Matthias Neth die Anregungen der Bürger berücksichtigt. Neth betonte am Ende der Veranstaltung, dass diese Veranstaltung sehr wichtig sei, damit man das Besprochene berücksichtigen kann, bevor es in den offiziellen Part geht. An Stellwänden haben denn auch einige der rund 50 anwesenden Bürger ihre Anregungen, grafen und Kritik hingeschrieben, etwa: "Linie KÜN - Bad M. gut, aber Ausweitung nach Schöntal / Mulfingen". Oder: "Hohebach mehr Direktverbindungen".

Termin verpasst aber einen Vorschlag? Kein Problem. Über die Homepage des Nahverkehr Hohenlohekreis kann man noch Vorschläge abgeben.
http://www.nvh.de -> Aktuelles -> Bürgerbeteiligung -> Entwicklung des ÖPNV im Hohenlohekreis
05. März 2017

Neumann unter Beschuss und jeder übersieht den
eigentlichen Skandal

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann deutet erstmals an, warum er aus dem Aufsichtsrat der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH ausgetreten ist und er wird dafür getoastet von allen Seiten. Die eigentliche Frage lautet doch aber: Was läuft hinter den Kulissen akut falsch, dass ein Bürgermeister öffentlich so scharfe Kritik am Landrat übt?

Die Künzelsauer wurden vergangene Woche Zeuge eines Kammerspiels in drei Akten:

Akt 1: Bei der Einwohnerversammlung am Mittwoch, den 01. März 2017, gab Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann auf Drängen seiner Bürger erstmals Einblicke, warum er 2015 aus dem Aufsichtsrat der Hohenlohe Krankenhaus GmbH ausgetreten ist – nicht aus Desinteresse oder weil ihm die Ränkeleien zu unbequem wurden, wie oft gemunkelt wurde, sondern es gab wohl sehr viel gewichtigere Gründe. Für viele Bürger war sein Austreten bis dato völlig unverständlich. 

Akt 2: Am Freitag, den 02. März 2017, erscheint ein großer Artikel über diese Einwohnversammlung und den Anschuldigungen Neumanns in der Hohenloher Zeitung (HZ), geschrieben von Thomas Zimmermann. Neumann wird darin unter anderem mit den Worten zitiert:„ Was mit den Künzelsauer Krankenhaus unter der Führung von Geschäftsführer und Landrat gemacht wurde, war unverantwortlich.“ Konkreter darf Neumann wegen einer Verschwiegenheitsklausel während seines damaligen Aufsichtsrats-Daseins nicht werden.

3. Akt: Am Samstag, den 03. März 2017, wurde prompt ein Dementi von Landrat Dr. Matthias Neth in der HZ veröffentlicht, der in diesem halbseitigen Artikel alle Anschuldigungen von sich weist. Weiterhin heißt es in dem Artikel der HZ: „Kritik an den Neumann-Äußerungen kam auch von den Kreisräten. Wie die HZ erfuhr, seien einige regelrecht schockiert gewesen.“

Die Kreisräte sind also schockiert gewesen von Neumanns Äußerungen und haben diese kritisiert? Das ist schon seltsam. Warum kritisieren die Kreisräte derartige Anschuldigungen sofort, ohne überhaupt nachzuhaken, was Neumann genau gemeint hat mit seinen Anschuldigungen? Dasselbe im Fall Neth: Das Dementi erfolgte prompt. Nur worauf eigentlich? Die Antwort: Landrat Neth und die Kreisräte wissen vermutlich sehr wohl, worauf Neumann angespielt hat. Die Öffentlichmachung dessen ist es, was sie alle nun um Fassung ringen lässt.

Die Bürger tappen indes noch halb im Dunkeln. Das etwas oder vielmehr einiges vorgefallen und schief gelaufen ist, wissen sie nun. Aber was genau? Wurde das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet? Will man es bewusst gegen die Wand fahren lassen? Bürgermeister Neumann und Landrat Neth sind momentan noch gemeinsam aktiv in der Projektgruppe um die Zukunft des Krankenhauses. Auch in diesem Gremium geht es nicht wirklich um Transparenz, die Treffen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mit den hiesigen Ärzten und der Bürgerinitiative (BI), die Landrat Neth ursprünglich noch mit ins Boot holen wollte, spricht Neth nicht direkt, sondern sendet Berater, die sich in Drittgesprächen mit der BI und den Ärzten austauschen sollen.

Will Neumann die Transparenz, die er nun angefangen hat, zu Ende bringen, gilt: Das Gremium aufbrechen, die Ärzte und die BI mit ins Boot holen durch direkte Dialoge, ohne dazwischengeschaltete Mittelsmänner. Und wenn Neumann diese direkte Kommunikation nicht durchsetzen kann, muss er öffentlich sagen, woran es liegt. Wer ist dagegen? Aber auch ein Landrat sollte sich die Zeit nehmen für direkte Dialoge mit den Bürgern. Immerhin bezahlen diese Bürger sein Gehalt.
01. März 2017                                    Unsere neue Ausgabe: Ab sofort an allen unseren Verkaufsstellen erhältlich:
Unsere Themen in unserer neuen Ausgabe von GSCHWÄTZ:

// Schul-Check: Unser Autor Jürgen Bitsching hat unsere Schulen im Kocher- und Jagsttal unter die Lupe genommen und herausgefeilt, worin sie sich unterscheiden und was die Schulen an Besonderheiten bieten

// Gerüchte gehen um und wir haben nachgefragt: Verlässt der Landrat - zumindest beruflich - den Hohenlohekreis, um in Heilbronn zu arbeiten? Die Antworten von Dr. Matthias Neth und von Landrat Piepenburg aus Heilbronn lesen Sie nur bei uns im GSCHWÄTZ

// Eine Leserin hat uns einen Auftrag gegeben: Überall heißt es: Lebt bio, kauft fair trade Produkte, verschwendet kein Wasser, keinen Strom, kauft Lebensmittel von der Region. Unsere Autorin Nadja Fischer hat sich an all dem eine Woche lang versucht. Sehr engagiert. Sehr interessiert. Mit erstaunlichen Ergebnissen rund um den Künzelsauer Wochenmarkt, die Kleiderläden in der Kreisstadt, den NVH und vielem mehr.

// Wiederbelebung einer Künzelsauer Traditionsmarke: Lange war es ruhig um Künzelsaus Jeanshersteller Mustang. Aber hinter den Kulissen hat sich die Marke grundlegend geändert. Wir haben den Chef, Dietmar Axt, dazu befragt. Die aufschlussreichen Antworten zu Themen wie Jeans-Herstellung und Personalabbau lesen Sie in unserer neuen März-Ausgabe von GSCHWÄTZ.

// Die Self-Mader: Selber zimmern, basteln, stricken, nähen, bauen ist im Trend. Manche der Hobby-Künstler werden zu Profis. Einige von ihnen leben im Kocher- und Jagsttal. Sie haben ein regelrechtes Künstler-Netzwerk gestrickt. Wir haben diese Kreativen um Christiane Bürkert ins Visier genommen: Was können sie, was andere nicht können.

// Der Künzelsauer Erzieher Falk Sulek hat unsere Sprache im GSCHWÄTZ kritisiert. Wir haben ihn daraufhin um ein Interview gebeten. Es ging um Transsexuelle, Intersexuelle, um Menschen, auf die die Begriffe weiblich oder männlich nicht mehr passen.
(ACHTUNG: In unserer gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Bei dem Interview mit dem Künzelsauer Erzieher Falk Sulek über Intersexuelle, Transsexuelle und andere Gender-Formen wurde neben dem Foto von Falk Sulek eine falsche Bildunterzeile gesetzt. Darin ist von einem Schäfer Ebert die Rede. Also bitte nicht verwirren lassen, liebe Leser. Sie sehen auf Seite 6 Falk Sulek und nicht den Schäfer Kurt Ebert. Die verkehrte Bildunterzeile ist noch ein überbleibsel der vorangegangenen Ausgabe. Wir bitten dies zu entschuldigen.)

// Um Zahlen geht es schon lange nicht mehr: Bauernopfer Künzelsau: Warum das Krankenhaus Künzelsau wirklich geschlossen werden soll.

// Wenn Politiker nicht mehr direkt mit betroffenen Bürgern sprechen: Was hinter dem Brandbrief steckt, den die Kochertaler Ärzteschaft und die Bürgerinitiative an Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Landrat Dr. Matthias Neth geschrieben haben
28. Februar 2017

Rosenmontagsumzug in Assamstadt - Die Höhepunkte

Am 27. Februar 2017, platzte Assamstadt wieder aus allen Nähten, denn zahlreiche Besucher von nah und fern wollten den mehrstündigen Rosenmontagsumzug sehen. Sehr aufwändige Wagen, aktuelle Themen. Wie zeigen Ihnen an dieser Stelle die besten Ausschnitte, gefilmt von unseren Leserreportern Nicole Vogt und Florian Hertweck.






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27. Februar 2017

20. Demo zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses

Am Mittwoch, den 22. Februar 2017 gab es die 20. Demonstration zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses vor dem Krankenhaus-Gebäude. Organisiert von der Bürgerinitiative kamen 400-500 Menschen. Wir haben für Sie die wichtigsten Redebeiträge gefilmt. Das erste Video zeigt den Hauptredner des Abends, Dr. Joachim Wahlig. Er war Chefarzt im Luisenkrankenhaus in Lindenfels, das 2016 geschlossen wurde und berichtet über die Folgen dieser Schließung für eine ganze Region.
Im zweiten Videoclip sehen Sie die Rede von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Er verspricht den Dialog mit dem Ärzteverband und der Bürgerinitiative und weiß: Es bleibt nicht mehr viel Zeit.


Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative zum Erhalt des Krankenhauses, spricht nach Bürgermeister Neumann. Er appelliert an den Landrat um die Notwendigkeit eines Krankenhauses vor Ort.


Musiker Michael Breitschopf aus Niedernhall sorgt für Gänsehaut-Stimmung auf der Demo.





27. Februar 2017
Mit einer Show der Extraklasse zeigte sich der Verein Lemia Krautheim an seiner Prunksitzung am 24. Februar 2017. Wir zeigen Ihnen hier die Höhepunkte der Show. Im ersten Video sehen Sie einen beeindruckenden Gastauftritt von den Dancing Moskitos Königshofen. Die sportliche Antwort des Krautheimer Männerballetts, den Jagsttal Casanovas, sehen Sie im zweiten Video.




22. Februar 2017

Brief mit hoch explosivem Inhalt


Offenes Schreiben von  Ärzten und Bürgerinitiative an Neth und Neumann
// Harsche Kritik an Krankenhauspolitik und Kommunikation
// Neumann nimmt Stellung und sieht „akutstationäre Betten“ als mögliche Variante

Die niedergelassenen Ärzte aus dem Kochertal und die Bürgerinitiative (BI) sind sauer: Aus der Zeitung erfuhren sie von der Projektgruppe „medizinische Versorgung“. Ursprünglich hieß es von Seiten des Bürgermeisters Stefan Neumann und des Landrats Dr. Matthias Neth, man wolle die Ärzte und die BI mit ins Boot nehmen bei der weiteren Planung Krankenhaus Künzelsau. Die Frage ist nur: Wann?

 Laut einem  offenen Brief von der BI und 35 niedergelassenen Ärzten aus dem Kochertal, der heute die Redaktion GSCHWÄTZ erreicht hat (den kompletten Brief sehen Sie unterhalb von diesem Artikel), habe „Die Bürgerinitiative in der Vergangenheit mehrfach Terminanfragen an Landrat Dr. Neth gestellt“. Ohne Erfolg, auch die Ärzte seien bislang von allen Gesprächen außen vor geblieben. Das stößt bei der BI und den Ärzten auf Unverständnis, „da die beste Beratung, die Kreis und Stadt nutzen können, direkt vor ihnen“ sitze.

Des Weiteren sei für die Ärzte und der BI „völlig unklar“, dass in dieser neuen Projektgruppe nur noch über „ambulante Notfallversorgung“ gesprochen werde, da die „Sicherstellung des ambulanten Versorgung nicht Sache des Landkreises“ sei, sondern alleine Sache der kassenärztlichen Vereinigung. Und diese sei gewährleistet. „Allen Beteiligten und der Bevölkerung geht es um die Sicherstellung der akutstationären Versorgung.“ Sprich:  Ein Krankenhaus mit Betten für einen stationären Aufenthalt über mehrere Tage.

Laut dem Brief hatte die Hohenloher Krankenhaus GmbH bis 2011 „positive Betriebsergebnisse zu verzeichnen“. Dabei war „die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Belegärzten wesentlich am Erfolg beteiligt. Danach folgten „Managementprobleme, die bis heute anhalten“.

Einen Ausweg aus dieser „derzeit angeblich schwierigen Situation“ sehen die Ärzte und die BI durch „Managementverbesserung, der Wiederherstellung des Vertrauens zu den niedergelassenen Ärzten sowie durch die Verbesserung der Kooperation und Abstimmung zwischen den beiden zu erhaltenden Betriebsteilen [Öhringen und Künzelsau]. So wäre es sinnvoll, dass etwa Patienten aus Öhringen die Stroke Unit (Anm. der Redaktion: Schlaganfalleinheit) in Künzelsau mitnutzen würden. „Die Einbindung weiterer niedergelassener Ärzte als Belegärzte würde ebenfalls schnell die Auslastung und damit das Ergebnis verbessern. Hier rechnen alle Beteiligten mit der Professionalität des neuen HK-Geschäftsführers Schopf.“

Die von der vom Landratsamt und der Stadt Künzelsau initiierte Projektgruppe favorisierte Lösung für Künzelsau, eine, so Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ nach der damals ersten Sitzung,  eine „Praxisklinik für ambulante Operationen“ ist für die BI und die Ärzte für keine Lösung, da es für niedergelassenen Ärzte notwendig sei, „auch in Zukunft am Krankenhaus Künzelsau nicht nur ambulante, „sondern auch stationäre Operationen durchführen zu können“. Andernfalls werde es für die Fachärzte noch schwieriger, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Somit drohe auch der ambulanten Versorgung in Künzelsau langfristig das Aus.

Die Ärzteschaft und die BI hoffen daher auf zeitnahe Gespräche mit dem Landratsamt und der Stadt Künzelsau, so dass nicht noch länger „wertvolle Zeit verstreicht“ und am Ende nur „Strohhalm der Abwrackprämie“ bleibt. Ungewöhnlich deutlich ziehen sie auch die Konsequenzen: Ohne eine akutstationäre Versorgung werden die „niedergelassenen Ärzte heute und in Zukunft alle anderen Modelle NICHT unterstützen“.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann äußerte sich auf Anfrage von GSCHWÄTZ wie folgt zu dem Vorwurf, dass bislang die Bi und die Ärzte nicht in die Planungen mit einbezogen wurden: „Wir mussten jetzt erstmal den politischen Prozess starten und dafür haben wir unsere Gemeinderats- und Kreistagsvertreter zusammengebracht. Es war erstmal wichtig, sagen zu können: Welche Prozesse werden beleuchtet? Welche Gruppen werden mit einbezogen?“ Man wolle die BI ins Boot holen, die Belegärzte und die Kreisärzteschaft. Neumann: „Das läuft aber dann nicht im Rahmen der Projektgruppe ab, sondern in gesonderten Gesprächen“.

Zum Thema akutstationäre Versorgung als für die Ärzte als einzig mögliche Option für die Zukunft meinte Bürgermeister Neumann auf Anfrage von GSCHWÄTZ: „Einer der Varianten wird schon sein, dass es akutstationäre Betten gibt.“

Landrat Dr. Matthias Neth hingegen verwies in seiner Stellungnahme an GSCHWÄTZ zu dem offenen Brief:
"Vergangene Woche habe ich der BI mitgeteilt, dass ein Fachunternehmen, welches die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützt, sich bezüglich weiterer Gespräche und Terminabstimmung mit der BI und den niedergelassenen Ärzten in Verbindung setzen wird. Eine Reaktion auf diese E-Mail ist seitens der BI bislang nicht erfolgt."

Die Bürgerinitiative reagierte prompt auf Neths Aussage und verwies auf ein Schreiben, dass der Landrat an Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, geschickt hat., nachdem Eckle wegen einem Treffen nachgefragt hatte. Darin heißt es: "Lieber Herr Eckle,
besten Dank für Ihre Mail. Wie Sie sicherlich wissen, hat sich eine Projektgruppe gegründet, die aus Vertretern der Stadt und dem Kreis besteht. Wir wollen in dieser Projektgruppe auch Ideen von Impuslgebern einfließen lassen. Dazu wird unser Beraterbüro mit Impulsgebern sprechen und sich natürlich auch mit der BI bzw. Ihnen persönlich auszutauschen. Somit werden sich die Berater bei Ihnen melden, dies wird zeitnah erfolgen." Aus diesem Schreiben Neths war für die BI nicht ersichtlich, dass der Landrat noch auf eine Antwort gewartet hatte.





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