// Wir lieben unser Ländle //


13. August 2017

Bauarbeiten auf unserer Internetseite GSCHWÄTZ

Was? Erst zehn Monate auf dem Markt und schon Bauarbeiten auf der Internetseite von GSCHWÄTZ? Wir freuen uns sehr über den Besucheransturm, den unsere Internetseite erlebt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Gerade deshalb ist es uns ein Anliegen, die Seite noch attraktiver für unsere Leser zu machen. Haben Sie nur etwas Geduld. In der Zwischenzeit lesen Sie unsere gedruckten Ausgaben - mit exklusiven Geschichten aus Hohenlohe. Nur bei uns. Erhältlich überall wo es Zeitschriften gibt. Oder als Abo. Direkt in Ihren Briefkasten Schwätz mer drüber.

Umjubelter Alexander Gerst in Gaisbach

Umjubelt wie ein Popstar wurde Alexander Gerst, als der Astronaut seiner Geburtsstadt Künzelsau am vergangenen Freitag, den 11. August 2017, einen Besuch abstattete. Im  voll besetzen Carmen Würth Forum in Gaisbach interviewte Shary Reeves den 41-Jährigen (siehe Video). Dieser erzählte unter anderem, warum er keine Angst hat, ins Weltall zu fliegen. Der Hintergrundbericht mit exklusiven Bildern und Geschichten über Alexander Gerst und wie er als Kind war, lesen Sie in unserer gedruckten September-Ausgabe von GSCHWÄTZ. 
In einer Talkrunde spricht Moderatorin Shary Reeves mit dem Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten, dem Planetengeologen Professor Ralf Jaumann, dem DLR-Missionsmanager Volker Schmid und seinem DLR-Kollegen Urlich Köhler unter anderem darüber, welche Experimente Alexander Gerst bei seiner neuen Mission Horizons im Weltall machen wird. Christian von Stetten betonte, wie wichtig die Raumfahrt als gemeinsames Projekt zwischen den Nationen gerade in krisenbehafteten Zeiten wie den heutigen ist. Für Sie vor Ort: Das Magazin GSCHWÄTZ. Neues an Kocher und Jagst. Alle Hintergrundinformationen lesen Sie in unserer neuen Ausgabe. Überall im Einzelhandel zu kaufen. Oder als Abo direkt in den Briefkasten // Wir lieben unser Ländle // www.gschwaetz.de
13. August 2017

Intensivstation Öhringen erfüllt Standards nicht

  • Aktuelle August-Ausgabe von GSCHWÄTZ

  • Platzmangel auf der Intensivstation

    das Krankenhaus Öhringen

// Kritik an Plänen, aus Einbett- Zweibettzimmer zu machen

Nachdem die Schlaganfalleinheit nahezu sang- und klanglos am 04. Juli 2017 von Künzelsau nach Öhringen verlegt wurde (die Mitarbeiter wurden erst am Tag des Umzugs in einem offiziellen Schreiben informiert), gibt es wohl schon seit Monaten Überlegungen, die Intensivstation in Öhringen zu verändern - aus Einbettzimmern sollen Zweibettzimmer gemacht werden. In einem internen Protokoll wurden diese Pläne kritisiert: „Aus Sicht von Dr. Maria Martin ist eine Umnutzung der Ein- zu Zwei-Bettzimmer auf der Intensivstation aus hygienischer Sicht nicht zu vertreten.“ Es gelte, die Mindestabstände sowie eine Mindestgröße zu beachten. Weiter heißt es sogar: „Die bisher als Einzelzimmer genutzten Zimmer erfüllen bereits die Empfehlungen zur Nutzung als Einzelzimmer nicht.“

Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, äusserte sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie folgt: „Bauliche Veränderungen oder Änderungen in der Nutzung unserer Intensivstation am Krankenhaus Öhringen sind derzeit nicht geplant.“

Mehr dazu in unserer aktuellen Ausgabe von GSCHWÄTZ // jetzt überall im Zeitschriftenhandel

// Foto 2: Krankenhaus Öhringen

// Foto 3: aktuelle Ausgabe von GSCHWÄTZ
11. August 2017

Neue Gesundheitskurse ab Herbst in der Sportschule Waldenburg

  • Mit Qigong soll die körpereigene Abwehr aktiviert werden

  • Krafttraining für junge Männer und Frauen

  • Entspannungsübungen

  • Tanzen und auspowern

Das Institut für Präventive Gesundheitsförderung am Berufskolleg Waldenburg gem. e.V.  (IPG) bietet ab Herbst 2017 in der Sportschule Waldenburg folgende Kurse an:

1. Einladung zu mehr Langsamkeit – lernen zu entschleunigen

Inhalt: Bewusstwerdung von Verhaltenmustern, innehalten, Stille
wahrnehmen, Ruhe und das glückhafte Flow-Erleben
genießen, bei uns ankommen und zwar ohne das
Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Wann: 1x; Samstag, den 25. November 2017, 10 bis 16 Uhr, für jedes Alter
Preis: 65,00 Euro (im Preis enthalten: Wasser, Tee, Obst)
[59,00 Euro für BWZ TeilnehmerInnen]
Ort: Sportschule Waldenburg Gebäude C, Raum C1
Kursleiterin: Dr. Katrin Schneider (Diplom-Sportwissenschaftlerin)
Bitte mitbringen: Bequeme Kleidung, evtl. dicke Socken

2. Let's dance people!

Inhalt: Hier werden Bewegungsabläufe vorgegeben oder Bewegungsimpulse gesetzt, doch in diesem Kurs geht es
nicht um Perfektion und Choreographie, sondern um Spaß und Energie! Tanz und Musik muss gefühlt und
erleben werden und man entwickelt ganz von selbst seinen eigenen Stil. Nebenbei wird an Körperhaltung,
Ausdruck, Rhythmus und Hüftschwung gefeilt. Die tanzbare Mischung aus Allerwelt ergibt eine exotische
sowie fröhliche Kombi.

Wann: 8 x montags, 18 bis 19 Uhr, für jeden und für jedes Alter
Termine: 25.09.2017, 02.10.2017, 09.10.2017, 16.10.2017,
23.10.2017, 30.10.2017, 06.11.2017, 13.11.2017
Preis: 72,00 Euro [65,00 Euro für BWZ Teilnehmer]
Kursleiterin: Mira Singh

3. Rückengesundheit

Inhalt: Rückenstärkung mit Rückentraining, Wahrnehmungsübungen und Entspannung
Wann: 8 x dienstags, 8.30 bis 09.30 Uhr, für jedes Alter
Termine: 19.09.2017, 26.09.2017, 10.10.2017, 17.10.2017,
24.10.2017, 07.11.2017, 14.11.2017, 21.11.2017
Preis: 72,00 Euro [65,00 Euro für BWZ Teilnehmer]
Kursleiterin: Mira Singh

4. Fatburner -Wir sagen den überflüssigen Pfunden den Kampf an
Wann: 10x dienstags, 18 bis 19 Uhr, für Frauen jeden Alters
Termine: 10.10.2017, 17.10.2017, 24.10.2017, 07.11.2017, 14.11.2017,
21.11.2017, 28.11.2017, 05.12.2017, 12.12.2017, 19.12.2017
Preis: 79,00 Euro [69,00 Euro für BWZ Teilnehmer]
Kursleiterin: Franziska Stöhr

5. Qigong
Qigong ist eine chinesische Bewegungsmeditation, die auf eine über 2000-
jährige Tradition zurückblickt. Der Erhalt der Gesundheit und die Aktivierung von körpereigenen Heilungsmechanismen im
Vordergrund. Qigong wirkt positiv auf Psyche, Immun- und Nervensystem
und trägt so zur Selbstregulation und Selbstheilung bei.
Wann: 10 x je 1,5 Stunden je am Donnerstag, 19 bis 20.30 Uhr, für jedes Alter
Termine: 21.09.2017, 28.09.2017, 05.10.201, 12.10.2017, 19.10.2017
26.10.2071, 09.11.2017, 16.11.2017, 23.11.2017, 30.11.2017
Ort: Sportschule Waldenburg, H1
Preis: 125,00 Euro [110,00 Euro für BWZ Teilnehmer]
Kursleiter: Jonathan Luigart

6. Pump it up
Training mit Gewichten für junge Männer zwischen 15 und 19 Jahren
Wann: 4 x freitags, 17.15 bis 18.15 Uhr, für junge Männer im Alter von 15- 19 Jahre
Termine: 06.10.2017, 13.10.2017, 20.10.2017, 27.10.2017
Ort: Sportschule Waldenburg, E4
Preis: 29,00 Euro
Kursleiter: Daniel Jeter

7. Body pump-shaping it up
Kraftkurs für junge Frauen zwischen 15 und 19 Jahren
Wann: 4x donnerstags, 17 bis 18 Uhr
Termine: 05.10.2017, 12.10.2017, 19.10.2017, 26.10.2017
Ort: Sportschule Waldenburg, E4
Preis: 29,00 Euro
Kursleiterin: Cora Stithem

 Anmeldung unter:  http://www.bk-waldenburg.de/ipg/gesundheitskurse/
oder telefonisch: 07942-91 21 34. Ihr Ansprechpartner ist Jörg Palmer
10. August 2017

Note 1,9 für Wirtschaft, Note 3,9 für öffentlichen Nahverkehr

  • Weißbach hat laut der Studie keine Apotheke,

    dafür aber einen kleinen Supermarkt

  • Ein Theater gibt es in Dörzbach (hier Stefanie Goes mit dem inzwischen verstorbenen Peter Härtling)

    Handlungsbedarf gibt es aber bei der Gesundheitsversorgung

  • Schöne Seen, wie hier der Hollenbacher See, gibt es

    Aber der Tourismus wäre noch ausbaubar

  • Bildung sehen die kommunalen Verantwortlichen

    gut verankert (hier zu sehen: Der naturwissenschaftliche Raum des Ganerben Gymasiums Künzelsau)

// Bürgermeister, Gemeinderäte und Ortsvorsteher bewerten Hohenlohekreis
// Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen, Künzelsau und Kupferzell sehen Probleme bei Gesundheitsversorgung
// Handlungsbedarf beim öffentlicher Nahverkehr
// in vielen Teilorten keine Lebensmittelversorgung mehr
// im September/Oktober Befragung ausgewählter Bürger

Die Folie des Beamers zeigt eine Tabelle, die in drei unterschiedliche Farben aufgeteilt ist: Grün, gelb und orange. Grün bedeutet: gute Qualität. Grün hinterlegt sind: Arbeitsplätze (Platz 1), Wirtschaft (Platz 2), Vereine (Platz 3), Lebensqualität, Kinderbetreuung, Bildung und Zusammenleben und Gemeinschaft.

Das bedeutet: der Hohenlohekreis steht insgesamt in diesen Feldern gut da. Wer sagt das? Bürgermeister, Ortsvorsteher und Gemeinderäte des Hohenlohekreises, die an einer aktuellen Umfrage des Beratungsbüros Plan_N teilgenommen haben.

Während Wirtschaft im Durchschnitt mit der Note 1,9 bewertet wurde, liegt der öffentliche Nahverkehr mit der Note 3,9 auf dem letzten Platz. Im unteren Drittel mit der Note 3,1 bewegt sich das Thema Gesundheitsversorgung sowie Tourismus (Note 3,2), Naturschutz liegt mit der Note 2,7 im Mittelfeld.

Das Landratsamt hat die Studie in Auftrag gegeben. Unter dem Titel "Zukunft HOK" soll bis Herbst 2018 aufgezeigt werden: Wie steht der Hohenlohekreis insgesamt da? Was sind die Stärken des Kreises, wo sind Defizite? Am Auswertungsende sollen bestenfalls, so Gotthard Wirth, erster Landesbeamter des Landratsamtes Hohenlohekreis, schon konkrete Projekte stehen, mit welchen man den Defiziten entgegensteuern könne. Ein großes Problem sei der Fachkräftemangel und damit verbunden "Menschen von ausserhalb generell in den Hohenlohekreis zum leben und arbeiten zu locken".

In der ersten Befragungsrunde nun kamen kommunale Vertreter, also Bürgermeister, Gemeinderäte und Ortsvorsteher aller 16 Gesamtgemeinden mit ihren 117 Teilorten zu Wort - (wobei die Befragung und Auswertung noch läuft; 300 von insgesamt 785 befragten Personen haben Stand heute an der Umfrage teilgenommen), zudem wurden die Städte und Gemeinden sowie die Teilorte auf eine detaillierte Bestandsaufnahme abgeklopft (was gibt es vor Ort, was fehlt?).

Die ersten Ergebnisse zeigen: 61 Prozent der Befragten sehen einen großen Handlungsbedarf in der Gesundheitsversorgung (wobei Wirth beim heutigen Pressegespräch betonte, dass vor allem im Jagsttal wohl nicht so sehr das wegfallende Krankenhaus in Künzelsau eine Rolle spiele, sondern der drohende Ärztemangel). Gemeinden, die besonders Probleme in der Gesundheitsversorgung sehen, sind laut Dr. Barbara Malburg-Graf von Plan_N:

Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen, Künzelsau und Kupferzell. 39 Prozent der Befragten sehen beim Thema Wohnen Handlungsbedarf. Iinwiefern - ob zu wenig Wohnraum und/oder zu teure Wohnangebote etc. - lies sich aus den ersten Ergebnissen noch nicht ableiten. Aber unter anderem zeigt die Bestandsaufnahme, dass es beispielsweise in rund Zwei Dritteln von 35 Teilorten unter 1000 Einwohner keine Lebensmittelversorgung mehr gibt. Immer mehr Tante-Emma-Läden verschwinden etwa. Bei der Gesundheitsversorgung sieht es ähnlich mau aus: In 41 Orten unter 1450 Einwohner gäbe es keinen Allgemeinarzt und/oder keine Apotheke. Weißbach etwa habe laut Malburg-Graf keine Apotheke.

Das größte Defizit in den Teilorten sehen die befragten kommunalen Vetreter beim Thema öffentlicher Nahverkehr.

Rund 100.000 Euro sind laut Wirth für die Erarbeitung eines Zukunftskonzepts für den Hohenlohekreis im Haushalt eingeplant. Die Projekte und Maßnahmen, die sich daran bestenfalls anschließen, sind dabei noch nicht mit eingerechnet.

Wie geht es nun weiter?

In einzelnen Arbeitsgremien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erarbeiten unter anderem Kreisräte und Experten zu den jeweiligen Sachgebieten (etwa das staatliche Schulamt beim Thema Bildung) die weiteren Schritte. Laut Martin Hellermann-Brenner von der Stabsstelle Kreisentwicklung im Landratsamt sind für September/Oktober Bürgerbeteiligungen geplant mit jeweils zwölf Bürgern aus vier Gebietskulissen, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Die vier Gebietskulissen teilen sich wie folgt auf:

Gebiet 1: Jagsttal
Gebiet 2: Kochertal (Künzelsau, Kupferzell, Waldenburg, Neuenstein)
Gebiet 3: Forchtenberg, Niedernhall, Weißbach Ingelfingen
Gebiet 4: Öhringen, Bretzfeld, Zweiflingen, Pfedelbach

Zusätzlich sei im Februar 2018 eine Bürgerforum für alle Kreisbewohner geplant, eine Veranstaltung, bei der Einwohner ihre Interessen bekunden können.

Bild 1 // In Weissbach gibt es zwar einen kleinen Supermarkt, aber keine Apotheke

Bild 2 // Ein Theater gibt es in Dörzbach (hier zu sehen: Stefanie Goes und Christoph Soldan mit dem erst kürzlich verstorbenen Peter Härtling. Foto: privat). Aber in der Geswundheitsversorgung sehen kommunale Vertreter Handlungsbedarf

Bild 3 // Der Tourismus könnte mehr angekurbelt werden. Hier zu sehen: Der Hollenbacher See, der in unserer aktuellen GSCHWÄTZ-Ausgabe auf dem 1. Platz bei unserem Badeseen-Ranking landet. Foto: GSCHWÄTZ

Bidl 4 // Der naturwissenschaftliche Raum im Ganerben-Gymnasium. Foto: Ganerben-Gymnasium
09. August 2017

Wespenalarm an Kocher- und Jagst

// Was am besten hilft
// Sie fliegen auf helle Farben

Sie sind wieder hier - in unserm Revier...Westernhagens Lied tritt in diesem Sommer versteckt auf Wespen zu, die zu ungebetenen Gästen in den Häusern und auf den Terassen an Kocher und Jagst geworden sind.

Wespen sind - man soll es kaum glauben - ängstliche Tiere, die, wenn man sie vertreibt (abwehrende Handbewegungen) zustechen können - und das nicht nur einmal. Auch anpusten ist keine gute Idee, denn der CO2-Gehalt unseres Atems wirkt für Wespen wie ein Alarmstoff, der diese zum Stechen animieren kann. Was also tun?

Klar ist:
Nahrungsmittel, besonders Süßes und Eiweißhaltiges nicht offen herumstehen lassen. Essensreste und Fallobst im Garten sofort wegräumen. Mülleimerdeckel schließen.

ACHTUNG: Die Farben weiß, gelb und blau sowie süße Parfüms meiden - sie sind für Wespen unwiderstehlich.

Entweder man versucht es mit der Anlockmethode:
Man lockt die Wespen an einem Ort, der einen nicht stört mit überreifem Obst, einer Flasche Apfelsaft oder mit rohem Fleisch oder Lachs an. Allerdings ertrinken die Wespen im Apfelsaft, daher eine eher ungeeignete Methode für Tierfreunde. Die Anlockmethode hat zudem den Nachteil, dass es durchaus sein kann, dass dadurch noch mehr Wespen angeflogen kommen.

Die Abschreckungsmethode:
Der Duft von Salmiak, frischem Basilikum und Lavendel soll Wespen fernhalten. Hat nicht jeder zu Hause oder im Garten? Kein Problem. Für Wespen besonders unangenehm soll ebenso der gemischte Geruch von Zitrone und Nelke sein: Einfach ein paar Zitronen aufschneiden, mit getrockneten Nelkenblüten (gibt es im Supermarkt ) spicken und überall aufstellen.
 


08. August 2017

30 Jahre Torpedo - Dörrenzimmern feiert

  • Keller Elite, Lokomotive Bierdurscht, Schuppen Nizza...

    originelle Mannschaftsnamen und gut gelaunte Spieler

  • Alles geben

  • Stimmungsmusiker "Wolle" am Sonntag im Festzelt

  • Na, wer gewinnt?

    Die Zimmerner hatten Glück mit dem Wettergott

  • Tradition: Einlagespiel der Bambinis

    Dörrenzimmern gegen Hermuthausen

  • Hübsch, hübsch - dieser Anblick

    gemeinsam helfen und gemeinsam feiern lautete das Credo der Einwohner

  • Schon fertig?

    Die Jugend des TSV Hohebach beobachtet die Spiele vom Boden aus

  • Sehnlichst erwartet

    Die Pokalübergabe an die Kinder- und Jugendspieler

  • Rolf Hübel überreichte jedem der jungen Teilnehmer

    einen Pokal

  • Zum Wohl!

  • Die Keller Elite wartet auf ihren Einsatz

  • Die Spielleitung

    verfolgt hochkonzentriert das Geschehen

// Erste Eindrücke und Schnapschüsse vom Sportplatzfest

In diesem Jahr hatten sich die Dörrenzimmerner verkünstelt: In XXL-Graffiti-Buchstaben in den Dörrenzimmerner Nationalfarben blau-gelb stand "30 Jahre Torpedo" am Spielfeldrand beim Sportplatzfest. So einige Zimmerer, wie Karl Käpplinger, erinnern sich zurück, wie das war, so ganz am Anfang: Quasi eine Hocketse an einem Tag, an dem sich hauptsächlich die Einwohner des 550-Seelen-Dorfes trafen.

Beim dreißigjährigen Jubiläum am vergangenen Wochenende nun kickten bei den Fußballturnieren (Freitag Firmenturnier, Samstag Kinder- und Jugendturnier, Samstag und Sonntag Gerümpelturnier mit Mannschaften der umliegenden Ortschaften) über 30 Teams mit. Gewinner des Gerümptelturniers waren: Wohnwagen Amrichshausen, gefolgt von Oberginsbach und Dörrenzimmern. Die Gewinner des Firmenturniers lauteten: Ziehl Abegg 1, gefoglt von Gemü und Bürkert.

Musikalisch sorgten am Freitagabend Make my day für Stimmung im Festzelt, am Samstagabend fanden sich Ed's Café ein, am Sonntag Wolgang Wolle Heieck.

Neu in diesem Jahr: Zimmern weitete sein Cocktailangebot aus auf Jambosala, ein Maracujalikör, der besonders bei Frauen gut ankam.

// Mehr dazu in unserer nächsten gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ
07. August 2017

Mühlenbeck verkauft seine Filialen und erfindet sich komplett neu

// Neuer Arbeitgeber übernimmt Mitarbeiter
// Mühlenbeck geht mit Low-Carb-Produkten in die Supermärkte

Mühlenbeck nimmt Abschied von seinen Bäckereifilialen. Zum  01. September 2017 übernimmt die LBV Raiffeisen eG Schrozberg die Mühlenbeck GmbH in Sindeldorf.

Mühlenbeck ist mit seinen zwölf Filialen in Öhringen, Gaisbach, Künzelsau, Ingelfingen, Forchtenberg, Dörzbach und Bad Mergentheim vertreten. Zehn Filialen übernimmt die LBV. Mühlenbeck verändert sich und erfindet sich völlig neu. Im Hauptsitz in Sindeldorf beginnt der bisherige Mühlenbeck-Geschäftsführer Matthias Hofmann ab Herbst mit der Produktion der noch jungen, aber bereits sehr erfolgreichen Eigenmarke Panifactum.

„Wir sind mit Panifactum so erfolgreich, dass wir nicht mehr beides, sowohl die Filialen als auch Panifactum, gleich gut hätten bewältigen könnten. Daher haben wir uns entschieden, Panifactum  weiterzuführen und unsere Bäckerei-Filialen in gute Hände abzugeben“, erklärt Matthias Hofmann.

Dazu sagt Geschäftsführer Wilhelm Brenner von der modern eingerichteten LBV-Bäckerei in Schrozberg: „Das Bäckerhandwerk ist und bleibt unser Kerngeschäft. Wir freuen uns auf unsere neuen Mitarbeiter, die wir bestmöglichst in unser bestehendes Team integrieren möchten.
Die nun hinzukommenden Standorte werden das Verkaufsgebiet der LBV abrunden“.

„Die Mitarbeiter der Mühlenbeck GmbH werden von LBV  übernommen“, sagt Hofmann. Für die im Verkauf arbeitenden Mitarbeiter ändert sich somit nicht viel mit der Übernahme. Die Produktion der Brot- und Backwaren wandert von Sindeldorf nach Schrozberg.

„Dieser Umbruch war für uns kein leichter Schritt“, sagt Matthias Hofmann. „Aber wir sind uns sicher, den richtigen Weg zu gehen.“
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Mühlenbeck:
Mühlenbeck ist mit seinen zwölf Filialen und derzeit rund 250 Mitarbeitern einer der größten Bäckereien im Kocher- und Jagsttal. Der Ursprung des Betriebes geht zurück auf das Jahr 1878, als Valentin Hofmann die Mühle Hofmann in Sindeldorf gegründet hat. Seit 1979 gibt es die von Hilde und Wilfried Hofmann gegründete Bäckerei Mühlenbeck. Die regionale Nähe ihrer Lieferanten sowie qualitativ hochwertige Zutaten ist der Familie Hofmann bei der Produktion ihrer Waren stets ein wichtiges Anliegen.
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Low-Carb-Produkte der Marke Panifactum:
Panifactum ist eine noch relativ junge Marke. Panifactum-Produkte sind Produkte, die ohne Mehl hergestellt werden. Die Brote sind frei von Getreide, Zucker und Gluten, so genannte Low-Carb-Produkte, und damit auch gut verträglich für Allergiker. Matthias Hofmann hat die verschiedenen Rezepte zusammen mit seiner Frau Alexandra selbst entwickelt. Es gibt mittlerweile aber nicht nur Brot, sondern auch Spätzle, Reis und Müsli im PANIFACTUM-Sortiment. Seit Juni gibt es die PANIFACTUM-Produkte nicht nur in den Mühlenbeck-Filialen zu kaufen, sondern auch in diversen REWE-Supermärkten und online: www.panifactum.de. Produziert werden die Produkte bislang in Krautheim, ab Herbst in Sindeldorf von der Firma Hofmann Lowcarb Food GmbH.
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LBV Schrozberg:
Die  LBV Raiffeisen eG  ist eine Genossenschaft mit über 320 Mitarbeitern in den Geschäfts-feldern Bäckereiproduktion mit 18 Verkaufsstellen und Cafes, Agrarhandel, Edekamärkten, Raiffeisenmärkte, Baustoffhandel und wird von zirka 1.000 Mitgliedern getragen.  Die LBV verfügt über eine 94- jährige Erfahrung in der Bäckereiproduktion sowie im Bäckerei-verkauf. Im Jahre 2016 wurde eine neue Produktionsstätte am Stammsitz in Schrozberg errichtet. Auf über 2.500 m² werden handwerkliche Backwaren mit Unterstützung modernster Technik nach fein abgestimmten Produktionsprozessen hergestellt.

Großes Foto: Matthias Hofmann, Geschäftsführer von Mühlenbeck, am großen Mühlenrad in Sindeldorf. Bild: GSCHWÄTZ

Kleines Foto unten links: Panifactum-Produkte. Bild: Panifactum



07. August 2017

Großes Sommerfest mit Alexander Gerst in Gaisbach

  • Alexander Gerst und Bürgermeister Stefan Neumann

    bei der Eröffnung der Weltraumausstellung im Rathaus im September 2016

  • Im Carmen Würth Forum können Besucher

    mit 3-D-Brillen die Marsausstellung erkunden

  • Zum zweiten Mal im Weltall

    Der gebürtige Künzelsauer Alexander Gerst

  • Auf dem Open Air Gelände vor dem Carmen Würth Forum

    ist das Sommerfest mit Astro-Alex

  • Shary Reeves modertiert die Veranstaltung

  • Für musikalische Einlagen sorgen

    Gonzo'N'Friends

// vermutlich letzter öffentlicher Aufritt in Süddeutschland vor seiner neuen Weltraum-Mission
// Sommerfest für die ganze Familie
// Eintritt frei

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Am kommenden Freitag, den 11. August 2017, eröffnet der ESA-Astronaut und gebürtige Künzelsauer Alexander Gerst die Ausstellung „Das neue Bild vom Nachbarn Mars“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Carmen Würth Forum in Künzelsau-Gaisbach - obwohl er nur noch wenige Wochen vor seinem nächsten Aufenthalt im All in Deutschland ist. „Wir können uns glücklich schätzen, dass er sein Training unterbricht“, freut sich Bürgermeister Stefan Neumann auf den voraussichtlich letzten öffentlichen Auftritt von Alexander Gerst in Süddeutschland vor dem Start zu seiner neuen Mission „Horizons“ im nächsten Jahr.

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG und die Stadtverwaltung Künzelsau laden gemeinsam zu einem Sommerfest anlässlich der Ausstellungseröffnung ein. Los geht es um 15.30 Uhr auf der Open-Air-Fläche vor dem Carmen Würth Forum.

Neben der Ausstellung können Besucher das Open-Air-Programm mit guter Musik, Experimenten und Open-Air-Kino genießen - und natürlich Alexander Gerst live erleben. Der Eintritt ist frei.
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3D-Fotos von der kargen aber faszinierenden Marslandschaft sind ab 18 Uhr im Carmen-Würth-Forum zu sehen. Die Besucher erhalten spezielle 3D-Brillen kostenfrei, um die Bilder auch in ihrer ganzen Pracht und Dimension betrachten zu können. Aufgenommen wurden diese Bilder von der DLR-Hochleistungskamera (HRSC) an Bord der Sonde Mars Express. Bis 27. August 2017 präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Schau über unseren roten Nachbarplaneten.
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Alexander Gerst wird um 17 Uhr neben dem Mars als mögliches Ziel astronautischer Raumfahrt auch über seine neue Mission „Horizons“ sprechen. Professor Ralf Jaumann, Planetengeologe am Institut für Planetenforschung des DLR und ausgewiesener Experte für den Mars, wird nicht nur in der Ausstellung vor Ort sein. Auch auf der Bühne werden er und sein Team von Wissenschaftlern dem Publikum auf unterhaltsame Weise Planeten und Weltraum näher bringen. Das Publikum kann an einem virtuellen Flug über den Mars teilnehmen und dabei eine dreitägige Reise nach Köln für vier Personen gewinnen. Anreise, Übernachtung und ein Besuch mit Führung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik sind inklusive.

Gonzo’N’Friends sorgen für musikalische Einlagen.
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Shary Reeves führt durchs Sommerfest

Shary Reeves moderiert das Bühnenprogramm des Nachmittags und Abends. Sie bespielt seit 1996 die TV- und Event-Bühnen als Moderatorin, Schauspielerin oder ehemalige Bundesliga-Fußballerin. Von 1989 bis 1995 gehörte sie mit ihren Geschwistern und der Band „4 Reeves“ zu den Wegbereitern des Deutsch-Rap. Sie moderierte den Maus Club – WDR, das Sportmagazin „Samstag LIVE! – Sky“, die Fußballweltmeisterschaft für die ARD – und 2014 das Bürgerfest im Auftrag der Bundesregierung „25 Jahre Mauerfall“ in Berlin. Seit 2011 moderiert sie mit Ralph Caspers das vielfach ausgezeichnete WDR TV-Format „Wissen macht Ah!“.
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Einlasskontrollen & Verkehrsbehinderungen

Obwohl kein Eintritt verlangt wird, wird es aus Sicherheitsgründen Einlasskontrollen geben. Das Mitbringen von Rucksäcken, großen Taschen und Glasflaschen ist nicht erlaubt. Das Panorama-Catering sorgt für die Bewirtung. Parkplätze sind beim CARMEN WÜRTH FORUM vorhanden. Aufgrund von Baustellen sind die Auf- und Abfahrt Kupferzell der Autobahn (A 6) und die Bundesstraße 19 zwischen den Abzweigungen nach Westernach und dem Gewerbepark Hohenlohe gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert. Besuchern, die über die A 6 anfahren wird empfohlen, die Autobahn-Ausfahrt Neuenstein zu verwenden.
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Übersicht Programm Sommerfest

15.30 Uhr: Einlass und Programm mit Musik und Unterhaltung.
17.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung: Talkrunde mit Alexander Gerst.
Ab 18.00 Uhr: Offener Rundgang durch die Ausstellung, parallel buntes Bühnenprogramm.
21.00 Uhr: Einführung und Open Air Kino "Der Marsianer“.
Eintritt frei.

Fotos:

Bild 1: Alexander Gerst und Stefan Neumann bei der Eröffnung der Weltraumausstellung Rathaus in Künzelsau im September 2016. Foto: Stadt Künzelsau

Bild 2: 3-D-Brillen bei der Marsausstellung. Foto: DLR

Bild 3: Alexander Gerst. Foto: ESA

Bild 4: Das Sommerfest ist auf dem Open-Air-Gelände vor dem Carmen Würth Forum. Foto: GSCHWÄTZ

Bild 5: Shary Reeves moderiert die Veranstaltung. Foto: Jochen Manz

Bild 6: Für musikalische Einlagen sorgen Gonzo'N'Friends. Foto: Gonzo
07. August 2017

Lions spenden zwölf Notebooks

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

Mit großer Freude nahmen Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit beim Landratsamt Hohenlohekreis und Jugendamtsleiter Josef Grochla zwölf neue Laptops vom Lions-Vorstand Johannes Graf von Zeppelin und seinen Clubkollegen Dr. Manfred Römer und Horst Bertsch entgegen. Bereits zum neunten Mal unterstützt der Lions Club Hohenlohe-Künzelsau durch diese Spende Jugendliche aus Hohenlohe auf dem Weg der Schul- und Berufsausbildung.

Im Namen des Landkreises dankte Ursula Mühleck dem Lions Club Hohenlohe-Künzelsau für die großzügige Spende. Die Laptops erhalten ausgesuchte Jugendliche, die sich keinen PC leisten können, jedoch aufgrund ihrer schulischen Leistungen und ihres Ehrgeizes auffallen.

// Bildunterschrift:
Sozialdezernentin Ursula Mühleck (2.v.l.) freute sich mit den Mitgliedern des Lions Club Hohenlohe-Künzelsau (v.l.n.r.) Johannes Graf von Zeppelin, Horst Bertsch, Dr. Manfred Römer und Jugendamtsleiter Josef Grochla über zwölf neue Laptops für Jugendliche aus dem Hohenlohekreis. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis



06. August 2017

Extrem viel PS in Künzelsau

  • Wertwiesen am Kocherfreibad von oben

    über 700 Biker waren in Künzelsau am Start

// 8. Hohenloher Harly Run mit über 700 Motorradfahrern
von Tommy Weinz

Rechtzeitig zum 8. Hohenloher Harley Run am vergangenen Wochenende drehte sich der Zeiger des Barometers in Richtung Sonne. Das klassische Vorhersagewerkzeug sollte recht behalten und die Natur bescherte den V-Twin Enthusiasten ein perfektes Bikerwochenende in Künzelsau.

Über 700 Motorradfahrer folgten dem Ruf des Initiators Joachim Schmidt und fuhren gemeinsam eine Runde entlang der Flüsse Kocher und Jagst. Am Rand der Paradestrecke verfolgten etliche Passanten das donnernde Treiben und quittierten dieses Spektakel mit Applaus, Winken und breitem Grinsen. Wieder an der Basis angekommen, lockten die Aussteller mit kulinarischen, bikertypischen Leckereien. Pulled Pork Burger aus dem Smoker mit einem erfrischendem kühlen Blonden waren die Topseller.

Auf der diesjährigen Flaniermeile am Kocherfreibad / Wertwiesen hatte sich einiges getan und die Austellerzahl hat sich zum Vorjahr nahrezu verdoppelt. Motorräder, Quads, Schmuck, Reisen und sogar ein Tattoo-Shop rundeten das erlebnisreiche Angebot perfekt ab. Ein Wochenende in Albumqualität.

// Einen ausführlichen Bericht mit beeindruckenden Fotos gibt es in unserer neuen GSCHWÄTZ-Ausgabe. Überall im Einzelhandel.
04. August 2017

"Kruscht kauf mer' net" - Alois Gscheidle in Niedernhall

Am vergangenen Mittwoch, den 02. August 2017, trat der Kabarettist und Comedian Alois Gscheidle (im wahren Leben Marcus Neuweiler) im Rahmen der Niedernhaller Kulturwoche in Niedernhall auf. Unsere Journalistin Isabell Kähny hat sich den Schöntaler Kabarettisten geschnappt und interviewt. Dabei kam heraus, was Alois Gscheidle in Niedernhall besonders gefällt: die Innenstadt. Und er schlägt vor: Warum sperrt man sie nicht für den Verkehr und macht eine Fußgängerzone draus? Ja, warum eigentlich nicht, Herr Bürgermeister Beck?

Und was macht für Alois Gscheidle einen echten Schwaben aus? "Ein echter Schwabe ist klug, clever, hat schon alles erlebt oder meint zumindest, schon alles erlebt zu haben, ist schaffig, sparig. Aber wenn er Geld ausgibt, dann a für was Gscheits. Also: Kruscht kauf' mer net."

Wo gangr mr no - Die Sache mit der Urlaubsplanung
// Auszüge aus dem Auftritt Alois Gscheidles

"Mei Weib hat nicht grad die Figur einer Sanduhr - eher die Figur eines Eierbechers", bemerkt Alois Gscheidle bei seinem Auftritt. Daher wil der echte Schwobe eher weniger mit seiner Frau wellnessen gehen. Seine Tochter Soja-Annabelle zieht es an den Strand. Aber "da koscht' ja die Liege und de Sonneschirm extra". Sohn Kai Rüdiger will kraxle. "Aber egal, wo de nougehsch, au im Urlaub bisch nie alloi. Denn es gibt ein Volksstamm, die immer scho vor oim da is: die Holländer."

Von einem Volksstamm weiß Gscheidle auch viel zu berichten: Von Frauen. Alois Gscheidle weiß: Wenn sei Frau im Ikea verschwindet, hat er eine Stunde Freiheit. Vorher findet die do eh net raus. Denn "der Orientierungssinn von Frauen is oifach net so ausgeprägt". Und de Anhänger musch dort nou a immer mitnehme. "Mit einem Mini isch es bei Ikea nämlich net getan."

"Hasch Du auch de Fernseher ausgschteckt?", frogt des Weib von Alois Gscheidle in der Check-In-Schlange am Flughafen, bevor es in den lang ersehnten Urlaub geht. "Hasch du a die Fenschter zugmacht?" Auf alle Fragen antwortet unser Herr Gscheidle mit einem genervten: Ja. Hasch du a die Rolläde runterglasse?" - "Jaaaa." - "Ja, bisch du bescheuert? Dann weiß doch jeder, dass mir im Urlaub sind!". Und dann kommt der schlimmste Satz für jeden Mann: "I glaub, mir ham was vergesse."

Bei dem Bühnenprogramm rund um den Urlaub wird sich jeder Zuschauer bei dem ein oder anderen Satz wiedererkennen, denn sind wir nicht alle ä bissle Schwabe?

Mehr Informationen über Alois Gscheidle auf: www.alois-gscheidle.de
03. August 2017

Sie nennen es Unterhaltung, dabei ist es nur "ohne Haltung"



Kabarettist und Musiker Michael Krebs aus Neu-Kupfer rockte am vergangenen Wochenende am Samstag, den 29. Juli 2017, in Öhringen die Bühne, watschte dabei die Großen und die Gutmenschen ab und erinnerte sich an seine Kindheit in Neukupfer - mit dem Busfahrer Abele.

Schon als wir vor ein paar Wochen Michael Krebs zu einem Milchshake ins EMMAs nach Künzelsau gebeten haben haben (Interview in unserer gedruckten Ausgabe des vergangenen Monats), war es sehr entspannt mit dem Multi- und Ausnahmetalent (Musiker und Kabarettist in einem). Nun legte er am vergangenen Samstag in Öhringen einen ebenso entspannt-rockigen Auftritt hin - mit kritisch-ironischen Texten. Auch die Rolle der Medien sieht der gebürtige Neu-Kupferer kritisch, wenn er rapt: "Sie nennen es Unterhaltung, dabei ist es nur "ohne Haltung".

Lobbyisten, Großkonzerne und Beratungsfirmen bestimmen, wo es langgehe in Deutschland, heißt es in seinem Refrain: "Solange wir glauben, dass die Politiker regieren, solange die Medien das als die Wahrheit inszenieren. Solange McKinsey und Co. unsere Gesetze schreiben, wird alles so bleiben."

Wir sagen: Ein Mann mit Haltung.

Mehr von Michael Krebs auf: https://www.facebook.com/michaelkrebslive/
01. August 2017

Es schlug 30

// Drei Jahrzehnte Glockenfest Ohrenbach - mit der Schweineschule und den "Rouder Schnäpsle"
// Wir erinnern an die Anfänge
// Torpedo Dörrenzimmern Sieger Gerümpelturnier
// Teilorte helfen zusammen

Wir erinnern uns an die Anfänge vor 30 Jahren. Die ersten Feste zu Ehren des neuen Glockenturms in dem damals etwas über 100 Einwohner zählenden Dorf Ohrenbach (heute sind es unwesentlich mehr) waren überschaubar: Am heutigen Spielplatz, unterhalb des daran angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus, war eine kleine Bühne aufgebaut. Die Einwohner feierten, tanzten und sangen auch damals schon - nur nicht in dem Ausmaß wie heute.

Heute, drei Jahrzehnte später, ist das Glockenfest zu einem Spektakel geworden.Ohrenbach ist im Kocher- und Jagsttal bekannt - gerade wegen seinem Glockenfest. Von Freitag bis Samstag parken viele Autos das kleine Örtchen zu. In diesem Jahr eröffnete Bürgermeister Stefan Neumann am Freitagabend das Fest. DJ Fox sorgte am Freitagabend für Unterhaltung. Am Samstag war - wie im vergangenen Jahr - die Coverrockband TETs am Start. TETs ist derzeit mehr als beliebt. Sie sind bereits am Straßenfest in Künzelsau aufgetreten und wurden auch zum Brückenfest in Hohebach gebucht.

Aber auch der Sonntag soff nich ab nach zwei Tagen feiern. Zuerst sang sich das Duo Iwwerzwerch durch die Biertischreihen, danach (zum ersten Mal mit von der Partie) und ebenfalls sehr gut angekommen bei den Besuchern: die Rouder Schnäpsle. Ebenfalls zum ersten Mal dabei und ein Highlight bei der jedes Mal mit vielen verschiedenen Stationen relativ großen Spielestraße (am Festrand auf einer großen übersichtlichen Wiese): die Schweineschule. Die Kinder konnten in das kleine Gehege zu den schäbisch-hällischen Ferkeln und diese streicheln. Anschließend durften sie ein XXL-Schweinepuzzle auf der Wiese zusammenbasteln.

Jonas Schönbauer, erster Vorsitzender der Hüttenfreunde Ohrenbach, betonte gegenüber GSCHWÄTZ, dass dieses Drei-Tages-Spektakel zwar viele Ohrenbacher als Helfer stemmen, "aber darüber hinaus haben wir auch viele Vereinsmitglieder, ehrenamtliche Helfer und Vorsitzende aus anderen Ortschaften wie Amrichshausen, Mäusdorf und Stachenhausen". Schönbauer kommt ebenfalls nicht aus Ohrenbach, sondern wohnt in Amrichshausen. Es ist ein Geben und ein Nehmen - wie auch beim Fußball-Gerümpelturnier. So sagte Jonas Schönbauer mit einem Augenzwinkern bei der Siegerehrung zu den diesjährigen Gewinnern, dem Torpedo Dörrenzimmern: "Ihr gewinnt bei uns und wir gewinnen dann bei euch" - in Anspielung an das Fußballgerümpelturnier am kommenden Wochenende beim Sportplatzfest in Dörrenzimmern.

Video // Auftritt Duo Iwwerzwech am Sonntag am diesjährigen Glockenfest im Bereich Cocktailbar / Kaffee und Kuchen
01. August 2017

Wurde Künzelsau schlechter gerechnet?

Wurde Künzelsau schlechter gerechnet?
// Offenbar falsch geführte Statistik über Bettenbelegung

Mit einer mageren Auslastung von 50 Prozent sei das Krankenhaus Künzelsau schlicht nicht profitabel. So lautete das das Fazit der Kreisräte und des Landrates nach der Entscheidung zur Schließung des Krankenhauses.

Nun sind Dokumente aufgetaucht, die Zweifel an der Belegungsstatistik aufkommen lassen. Darin wird unter anderem die Intensivstation mit zwölf Betten aufgeführt. Mitarbeiter des Krankenhauses wiederum betonen, dass es schon seit Jahren nur sechs Betten sowie ein Notbett in der Intensivstation gebe. Das würde jedoch bedeuten: Wenn alle sechs Intensivbetten in Künzelsau belegt sind, zeigt die Statistik eine Belegungsquote von lediglich 50 Prozent an - obwohl 100 Prozent richtig wäre.

Anscheinend haben Mitarbeiter mehrfach Betriebsleiter Helmut Munz darauf angesprochen. Geändert hat sich bislang nichts, wie die aktuelle Juli-Statistik (siehe Foto-Ausschnitt) zeigt.  Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, antwortete schriftlich auf unsere Nachfrage: „Die Belegungsquote wird ermittelt, indem die tatsächlichen Patientenzahlen ins Verhältnis gesetzt werden zur Zahl der Planbetten. Unsere Angaben (nicht nur) zur Belegungssituation sind stets richtig.“ Das sehen Mitarbeiter offenbar anders.

Brisant dabei ist: Wenn die Statistik falsch ist, hätten die Kreisräte eine Entscheidung auf falschen Tatsachen beruhend getroffen. Deshalb gilt es für die Verantwortlichen, bald Licht ins Dunkel zu bringen.

// Mehr dazu in unserer neuen Ausgabe von GSCHWÄTZ. Ab heute überall im Handel.
31.07.2017

"Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen"

// Staatssekretär Jäger zu Besuch in Gaisbach
// Landrat Neth: Hohenloher Integrationszentrum: "Bildung mit zahlreichen Angeboten"

„Wer schutzberechtigt ist, den wollen wir schnell und gut integrieren. Ohne die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Kommunen und viele ehrenamtliche Helfer wäre das nicht möglich. Wir können allerdings nicht alle Flüchtlinge bei uns aufnehmen, das würde unsere Kräfte übersteigen. Deshalb werden wir unsere Integrationsbemühungen auf diejenigen konzentrieren, die gute Bleibeperspektiven haben. Wer ausreisepflichtig ist, soll dagegen möglichst rasch in seine Heimat zurückkehren.“

Das war die Botschaft von Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg, bei seinem Vortrag am vergangenen Freitag, den 27. Juli 20017, im Hohenloher Integrationszentrum in Gaisbach zum Thema: „Einwanderung, Asyl und Sicherheit – politische Aufgaben“.

Der Abend war Teil der Veranstaltungsreihe rund um Thema Flucht und Willkommenskultur des Landratsamtes Hohenlohekreis. „Es ist uns wichtig zu zeigen, dass der Hohenlohekreis bunt, weltoffen und friedlich ist und dass Gewalt, Rassismus und Extremismus hier keinen Platz haben“, so Landrat Dr. Matthias Neth. Der Landrat zog eine positive Zwischenbilanz zur Flüchtlingsintegration im Hohenlohekreis. So sei im Hohenloher Integrationszentrum ein lebendiges Zentrum der Bildung und der Begegnung mit zahlreichen Angeboten entstanden. „Die Themen Einwanderung, Asyl und Sicherheit werden uns noch eine ganze Weile beschäftigen, deshalb hat die Arbeit hier im Integrationszentrum eine wichtige gesellschaftliche Funktion“, betonte Landrat Neth.

Staatssekretär Jäger, der in seiner Karriere unter anderem Sprecher des Auswärtigen Amts und deutscher Botschafter in Afghanistan gewesen ist, brachte anschließend Erkenntnisse aus der Perspektive der Landesregierung und aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung mit.

Unter den Zuhören waren diverse Vertreter politischer Parteien.

// Bild 1:
Staatssekretär Jäger. Landratsamt Hohenlohekreis

// Bild 2:
Landrat Dr. Matthias Neth begrüßte zahlreiche interessierte Gäste, darunter auch Abgeordnete und weitere Politikvertreter. Landratsamt Hohenlohekreis.



28. Juli 2017

Verdienstkreuz erster Klasse an ehemaligen Landrat Helmut M. Jahn

Verdienstkreuz erster Klasse für langjährigen Landrat Helmut M. Jahn
// besonderes Engagement für den Naturschutz

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

Minister Franz Untersteller hat dem langjährigen ehemaligen Landrat des Hohenlohekreises, Helmut M. Jahn, im Beisein von Kreisräten, Bürgermeistern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Bei der Ordensverleihung im Rahmen einer Feierstunde in der Sparkasse Hohenlohekreis in Künzelsau würdigte Umweltminister Franz Untersteller das beispielhafte Engagement im politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich, mit dem sich Helmut M. Jahn stets dafür eingesetzt hat, den Hohenlohekreis weiterzuentwickeln: „In seiner 24-jährigen Amtszeit hat Helmut M. Jahn den Landkreis wesentlich geformt und gestaltet. Seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass aus einer ländlich geprägten Region ein starker Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Weltmarktführern entstanden ist.“

Besonders dankte der Minister dem ehemaligen Landrat für dessen Verdienste für den Natur- und Umweltschutz. „Mit unermüdlichem Tatendrang hat sich Helmut M. Jahn in seiner Amtszeit dafür engagiert, die wunderschöne Hohenloher Landschaft mit ihrer reichen geschichtlichen und kulturellen Vielfalt zu erhalten und zu fördern.“ Als nahezu revolutionär bezeichnete Untersteller die Einrichtung der ersten Recyclinghöfe im Kreis vor rund 30 Jahren.

Landrat Dr. Matthias Neth gratulierte seinem Vorgänger zu dieser hohen Auszeichnung und dankte ihm für seinen großen Einsatz für den Hohenlohekreis:
„Du hast im Hohenlohekreis, in Deiner Zeit als Landrat, viele Spuren hinterlassen. Spuren, auf denen wir heute aufbauen können. Dein Name steht für die so hervorragende und erfolgreiche Entwicklung unseres Landkreises. Viele wichtige Weichen wurden gestellt und zahlreiche für den Hohenlohekreis bedeutsame Projekte und Maßnahmen wurden während Deiner Amtszeit in die Wege geleitet und umgesetzt“, so Landrat Dr. Matthias Neth in seinem Grußwort.

Helmut M. Jahn dankte seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern aus dem Hohenlohekreis und darüber hinaus für die Unterstützung, die er stets erhalten hat. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und nehme sie zugleich als Ansporn, mich weiterhin vielfältig zu engagieren", so Jahn.

Die Jugendmusikschule Künzelsau begleitete die Verleihungsfeier musikalisch.

// Bildunterschrift:
Minister Franz Untersteller MdL übergab das Verdienstkreuz erster  Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Helmut M. Jahn. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
28. Juli 2017

90 Prozent weniger Fische in der Jagst

// Ausserdem: Fischsterben im Sindelbach
// FischHegeGemeinschaft Jagst lädt zu einer Infoveranstaltung nach Langenburg-Bächlingen ein

Die FischHegegemeinschaft Jagst (FHGJ) schlägt Alarm: Fischtbestanduntersuchungen (E-Befischungen) aus den Jahren 2007 und 2013 zeigen: Im Vergleich zu den 1990er Jahren schwimmen 90 Prozent weniger Fische in der Jagst.

Gefrässige Vögel, die Jagst-Katastrophe, (unerlaubte) Wasserentnahmen, Medikamentenrückstände und Pestizidrückstände: Gründe dafür gibt es ganz unterschiedliche. Auch der Mensch trägt einen nicht ganz unwesentlichen Anteil dazu bei. Was wir tun können, um eine Wiederbelebung der Jagst zu fördern, lesen Sie in der aktuellen sowie in der kommenden GSCHWÄTZ-Ausgabe.

Am kommenden Sonntag lädt die FHGJ gemeinsam mit dem Angelsportclub Langenburg e.V. zum Gewässererlebnistag in Langenburg-Bächlingen ein, um diese und andere Themen mit interessierten Bürgen zu besprechen.

Der Landesfischereiverband ist ebenso vor Ort, um unter anderem über das Fischsterben im Sindelbach zu sprechen.

Weiteres Programm:

// Gewässerführungen Jagst an der Herrenmühle: 13.13 bis 15.30 Uhr (jeweils 30 Minuten)
// Fischartenschutz an der Jagst
// Fischmobil mit Präparaten und Lebendfischen
// Artenschutzprojekte

Foto rechts // Jagst-Katastrophe vor zwei Jahren. Tote Fische Wehr Hessenau. Foto: FHGJ

Foto links // E-Befischung. Vorführung in Mulfingen im Juli 2017. Foto: FHGJ
26. Juli 2017

Papierkunst im Landratsamt

40 Schüler der Hauptstufe der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau stellen ab heute bis zum 15. September 2017 im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis ihre Objekte zum Thema „Papierkunst“ aus.

Die Werke sind während des Zisch-Projekts der Hohenloher Zeitung entstanden. Dabei wurden die gesammelten Zeitungen nicht entsorgt, sondern kreativ weiterverwendet. Die unterschiedlichen Kunstwerke können zu folgenden Öffnungszeiten im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17 in 74653 Künzelsau besichtigt werden:

Montagg bis Mittwoch: 7.30 bis 17 Uhr, Donnerstag 7.30 bis 18 Uhr sowie Freitag 7.30 bis 12 Uhr.

Über zahlreiche Besucher und über ein Feedback via Gästebuch freuen sich die Schüler der Papier-Kunst AG der Geschwister-Scholl-Schule in Künzelsau.

Bildunterschrift:
Schülerinnen und Schüler der Hauptstufe der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau zusammen mit ihren Lehrerinnen Sabine Haussler (hinten rechts) und Karin Pfister (hinten links) vor der Alexander Gerst Papierkunst-Skulptur. Landratsamt Hohenlohekreis
26. Juli 2017

40 Jahre im öffentlichen Dienst

Im Rahmen einer Feierrunde ehrte Landrat Dr. Matthias Neth gestern im Sitzungssaal des Landratsamts eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter der Kreisverwaltung für ihre langjährige Treue zum Hohenlohekreis. Ein Beschäftigter konnte auf 25 Jahre und eine Beschäftigte auf 40 Jahre Dienstzeit im öffentlichen Dienst zurückblicken.
Gleichzeitig verabschiedete der Hohenloher Landrat drei Mitarbeiter in den Ruhestand. Sie waren über Jahrzehnte beim Hohenlohekreis beschäftigt.

Den aus dem Dienst ausgeschiedenen Mitarbeitern wünschte Landrat Dr. Neth alles Gute, Gesundheit und persönliches Wohlergehen. Als Dankeschön für die Arbeit beim Hohenlohekreis und als Erinnerung erhielten sie eine Armbanduhr und ein Blumenpräsent.

Es feierten das

25-jähriges Dienstjubiläum:
Zimmermann, Hartmut, Straßenmeisterei Öhringen

40-jähriges Dienstjubiläum:
Trinkbauer, Gudrun, Büro des Landrats

In den Ruhestand traten:
Deigner-Tiemann, Käthe, Jugendamt – Rechtliche Jugendhilfe
Nubile-Lutz, Alexandra, Umwelt- und Baurechtsamt
Fischer, Klaus, Personal- und Organisationsamt, Fachdienstleiter Fachdienst Organisation

Bildunterschrift:
Landrat Dr. Matthias Neth (1. v. hinten re.) , Personalratsvorsitzender Mark Dürr (2. v. hinten re.) zusammen mit der Jubilarin und dem Jubilar sowie den in den Ruhestand getretenen Mitarbeitern. Landratsamt Hohenlohekreis
26. Juli 2017

Staatssekretär von Stuttgart kommt morgen nach Gaisbach

Am Donnerstag, den 27. Juli 2017, spricht Martin Jäger, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg und ehemaliger Deutscher Botschafter in Afghanistan, im Hohenloher Integrationszentrum, Schliffenstraße 24, in 74653 Künzelsau-Gaisbach um 18 Uhr zu den Themen „Einwanderung, Asyl und Sicherheit - politische Aufgaben“.

Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Matthias Neth und im Anschluss an den Vortrag von Staatssekretär Jäger besteht die Möglichkeit sich über dieses hochaktuelle Thema zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Um eine vorheriger Anmeldung beim Landratsamt wird gebeten. Tel.: 07940 93769-10, per Fax 07940 93769-44 oder per E-Mail an HIB2025@Hohenlohekreis.de

Hintergrund:
Der Hohenlohekreis begleitet und fördert die öffentliche Diskussion rund um die Themen Flucht und Willkommenskultur. Am 31. März 2017 fand der erste Fachtag für Demokratie und Weltoffenheit statt. Am 12. Juli 2017 hatten die Jugendreferate des Hohenlohekreises, des Main-Tauber-Kreises, des Neckar-Odenwald-Kreises und des Landkreises Schwäbisch Hall zu einem weiteren Fachtag gegen Rassismus eingeladen.

Foto: Martin Jäger. Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg
25. Juli 2017

Gregor Meyle: Wir verlosen zwei handsignierte Alben

Gregor Meyle in Jagsthausen
// GSCHWÄTZ verlost zwei handsignierte Alben des Forchtenberger Musikers: "Meylensteine 2"

Der Forchtenberger Musiker Gregor Meyle kommt in seine Heimat. Mit zwei Sommerkonzerten tritt er am 16. und 17. August 2017 in Jagsthausen auf.

Meyle wurde 2007 durch Stefans Raabs damaliger Castingshow auf ProSieben berühmt. 2014 sang er in dem von Xavier Naidoo angestoßenen und auf VOX ausgestrahltem Showprojekt „Sing meinen Sing“ mit.

Karten für die Konzerte gibt es auf www.burgfestspiele-jagsthausen.de

// Wir verlosen zwei handsignierte aktuelle Alben von Gregor Meyle mit dem Titel "Meylensteine 2". Mit Beiträgen unter anderem von Helene Fischer, Höhner und Sportfreunde Stiller.

Sagen Sie uns, warum Sie ein Fan von Gregor Meyle sind und Sie nehmen automatisch an unserer Verlosung teil.

Unsere Kontaktdaten:

Tel.: 07940/93 555 7.
E-Mail: info@gschwaetz.de
oder per Post:

GSCHWÄTZ; Schwalbenstr. 5; 74653 Ingelfingen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

Fotos:
1 // Cover des Albums "Meylensteine 2
2 // Gregor Meyle
3 & 4 // Auftritt Gregor Meyle

Alle Fotos von Gregor Meyle.
21. Juli 2017

AIH zieht von Künzelsau nach Neuenstein

// Annahmestelle für Sperrmüll und Elektro-Großgeräte in der Hofratsmühle in Künzelsau schließt zum 24. Juli 2017

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung vom Landratsamt Hohenlohekreis:

Die Arbeitsinitiative Hohenlohekreis gGmbH (AIH) und deren Tochterunternehmen MH Mobil Hohenlohe GmbH (MH) verlegen zum 1. August 2017 ihren Geschäftssitz von Künzelsau nach Neuenstein in die Max-Eyth-Str. 36.

Annette Wolf, Geschäftsführerin der AIH und der MH freut sich mit ihrem Team auf den Bezug des neuen Standortes. Der neue Firmensitz im Gewerbegebiet Neuenstein wurde genau auf die Anforderungen der AIH zugeschnitten. Dadurch können die Betriebsabläufe entsprechend optimiert werden. „Wie bisher in Künzelsau werden wir auch am neuen Standort bedarfsgerechte Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für (Langzeit-)Arbeitslose und Asylbewerber durchführen“, erklärt die Geschäftsführerin.

Wolf sieht im Standort Neuenstein viele Vorteile: „Durch die Lage zentral im Hohenlohekreis sind wir für ein noch breiteres Spektrum an Menschen, die unsere Unterstützung in Anspruch nehmen, gut erreichbar. Ich denke hier insbesondere auch an die Gebiete rund um Öhringen, Bretzfeld und Pfedelbach.“

Die AIH-Angebote an den Berufsschulen des Landkreises zur Unterstützung junger Menschen am Übergang Schule-Beruf sind vom Umzug nicht tangiert, denn sie finden vor Ort an den Schulen in Öhringen und Künzelsau statt.

Durch den Umzug der AIH wird die Annahmestelle für Sperrmüll und Elektro-Großgeräte in der Hofratsmühle in Künzelsau bereits ab dem 24. Juli 2017 geschlossen. Nach Abschluss aller Umzugsarbeiten wird in Neuenstein eine neue Annahmestelle eingerichtet. Der genaue Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Die AIH und MH sind bis auf weiteres weiterhin unter der Telefonnummer 07940 98789 0 oder den jeweiligen Durchwahlnummern erreichbar.

Der AIH-Shop in der Würzburger Straße 46 in Künzelsau bleibt bestehen. Auskünfte zu Sperrmüllkarten und Sachspenden erteilen die Mitarbeiter des AIH-Shop unter Tel. 07940 985232.

Bild // Der AIH-Shop in der Würzburgerstraße, neben dem MUSTANG OUTLET und Fench, bleibt bestehen. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
21. Juli 2017

Vollsperrung Mangoldsall am kommenden Dienstag

Am Dienstag, den 25. Juli 2017, wird laut dem Landratsamt Hohenlohekreis die Kreisstraße 2386 zwischen Mangoldsall und der Abzweigung K 2371 Richtung Füssbach wegen Asphaltarbeiten für den Verkehr voll gesperrt. Die Umleitungsstrecken sind ausgeschildert.

Das Straßenbauamt des Landratsamtes Hohenlohekreis bittet um Verständnis und um Beachtung der Umleitung.
19. Juli 2017

"Die Bauarbeiter haben geschafft wie die Brunnenputzer"

  • Vom Carmen Würth Forum hat man die Firmenzentrale immer im Blick

  • Diese Bühne steht bereit für das Open Air am Wochenende

  • Das Panorama Catering sorgte für das leibliche Wohl

    Wok-Gerichte, Sekt und viele Servicekräfte

  • Schlichte Eleganz

    Der Eingang des Carmen Würth Forums

  • Riesige "Mädchengruppe" von Reinhold Würths viel geschätztem Georg Baselitz am Eingang

    Weitere Skulpturen gibt es im weitläufigen Skulpturengarten um das Gelände herum

  • Würth: "Eines der besten zehn Symphonieorchester der Welt"

    Das Symphonieorchester des bayerischen Rundfunks, München spielte im Großen Saal

  • Fast bis auf den letzten Platz belegt

    Im großen Saal hielten Reinhold Würth und Winfried Kretschmann ihre Reden

  • Star-Architekt Sir David Chipperfield (rechts) im Gespräch mit

    Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

  • Carmen und Reinhold Würth unmittelbar vor Beginn

  • Christian von Stetten sitzt in der ersten Reihe

  • Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck

    ist ebenfalls unter den geladenen Gästen

  • Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel

  • Prominenz von nah und fern ist angereist

  • Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann

    mitten im Getümmel

  • Immer eine viel gefragte Person:

    Reinhold Würth

  • Der Kammermusiksaal wurde nach Reinhold Würth benannt

  • Vor dem offiziellen Programmteil

    konnten sich die vielen Besucher stärken

  • Der Würth Chor - Menschen mit und ohne Behinderung singen gemeinsam

    Carmen Würth gartuliert nach dem gelungenen Auftritt

  • 80 Jahre?

    Man mag es kaum glauben

  • Reinold Würth sieht seiner Frau auf der Bühne zu

  • Der Würth Chor mit Menschen mit und ohne Behinderung

  • Ein Meer an Blumen als Wandschmuck im Foyer

  • Der große Saal vor dem Gästeansturm

  • Das Foyer des Carmen Würth Forums

  • Ein Flair wie in Nizza - das geht auch in Hohenlohe

  • Verpackungskünstler Christo war ebenfalls unter den geladenen Gästen

// Eröffnung des Carmen Würth Forums mit lokaler und nationaler Prominenz

Es sind über 30 Grad im Schatten, als Carmen Würth in einem weißen Dirndl auf die Bühne geht und sich bedankt. Ihr Mann Reinhold schaut von unten zu. „Es wird Zeit, euch danke zu sagen für den Geist, den ihr mittragt zu den Gästen“, sagte Carmen Würth zu dem Würth Chor, in dem Menschen mit und ohne Behinderung singen und der gerade seinen großen Auftritt auf der kleinen Bühne hatte.

Die Unternehmergattin sah an dem Festakt zu ihrem 80. Geburtstag und gleichzeitigen Einweihung des Carmen Würth Forums bei weitem nicht aus wie 80. Man könnte sie ohne Weiteres 20 Jahre jünger schätzen. Sie nimmt Glückwünsche entgegen, strahlt, hat ein so bescheidenes Auftreten, das fast vergessen lässt, dass ihr Mann in den vergangenen Jahrzehnten einen Weltkonzern errichtet hat – stets mit ihr an seiner Seite. Er sorgte für die wirtschaftliche Rentabilität, ihr lag und liegt das Soziale am Herzen.

Was wünscht sich eine Frau, die schon alles zu haben scheint an so einem Tag? Tochter Bettina Würth verrät es den anwesenden Gästen: „Dass in 80 Jahren noch so viel Energie in dem Haus [Anm. d. Redaktion: dem Carmen Würth Forum] steckt wie am Tag der Eröffnung.“

Die Vorzeichen stehen gut, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Denn wenn Reinhold Würth etwas plant, dann plant er auch für die Zukunft und bis ins kleinste Detail. Die ersten Veranstaltungen sind bereits gebucht.

- - - Kommende Veranstaltungen - - -
Heute feiern die Mitarbeiter mit Gonzo'N'Friends auf dem neuen Areal, bei dem Würth Open Air am Wochenende treten Cro und Sting auf. Am 03. September gibt das Concertino Ensemble ein Konzert im Forum, im November 2018 tritt Bauchredner Sascha Grammel auf in dem von dem Stararchitekten Sir David Chipperfield entworfenen Bau.

- - - Warum das Forum jetzt erst gebaut wurde - - -

Das Carmen-Würth-Forum schmiegt sich so harmonisch in die Gaisbacher Landschaft, als ob es schon immer da gestanden hätte. Es ist alles andere als protzig, sondern, so Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, von „wohltuender Eleganz und Würde“. Star-Architekt Chipperfield sagte auf Englisch zu Carmen: "Ich bin sehr stolz, Dein Geburtsgsgeschenk entworfen zu haben. Du kannst es nicht umtauschen.“ Er lobte den weltweiten Erfolg des Unternehmens Würth und die soziale Verantwortung, die die Familie Würth übernehme. Das Carmen Würth Forum solle nicht nur ein Platz zum Arbeiten sein, sondern „ein Ort der Gemeinschaft, an dem man sich trifft, miteinander spricht und Musik hört.“

Das Forum sollte schon vor einigen Jahren gebaut werden, aber dann sei, so Bettina Würth, die Wirtschaftskrise dazwischengekommen. Nun wurde quasi der Turbo eingelegt und in weniger als zwei Jahren wurde das Gebäude für knapp 60 Millionen errichtet. „Die Bauarbeiter haben alle geschafft wie die Brunnenputzer“, lobte Robert Friedmann, Sprecher der Würth-Gruppe.

- - - Prominenz vor Ort - - -

Unter den anwesenden geladenen rund 1.400 Gästen befanden sich unter anderem Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der frühere Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Erwin Teufel, Verpackungskünstler Christo, der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten, Landrat Dr. Matthias Neth, der ehemalige Landrat Helmut M. Jahn, Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann, Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck und Unternehmerin Kerstin Berner-Göbel.

- - - Planung bis ins kleinste Detail - - -

Der Festakt, der um 15.30 Uhr mit Führungen durch das Forum startete, war bis ins kleinste Detail geplant. Jeder der Anwesenden erhielt am Eingang ein Namensschild und eine Platzkarte. Im Eingangsbereich waren Pavillions mit Essen und Getränken errichtet. Das Panorama Catering sorgte für die Bewirtung. Ein Security Service war anwesend. Um 17 Uhr war der Große Saal des Forums fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Es spielte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, München unter der Leitung von Manfred Honeck, das laut Reinhold Würth, „zu den zehn besten Symphonieorchestern der Welt zählt“. Bettina Würth begrüßte gemeinsam mit Friedmann und Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung, die Gäste. Danach folgten die Reden von Stararchitekt David Chipperfield, Winfried Kretschmann und Reinhold Würth (wir berichteten).

In einem gesonderten Beitrag nehmen wir Euch mit in das Innere des Carmen Würth Forums
19. Juli 2017

„Hier sagen sich Hase und Fuchs nicht gute Nacht“

// Winfried Kretschmann lobt Carmen Würths herausragendes soziales Engagement

Zur gestrigen Einweihung des Kongress- und Kulturzentrums, dem Carmen Würth Forum in Gaisbach, und dem zugleich 80. Geburtstag von Carmen Würth hielt Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ebenfalls eine Rede.

Kretschmann war mit seiner Frau Gerlinde angereist und brachte als Geschenk an Carmen Würth einen bereits relativ großen Apfelbaum mit (in unserem Video rechts zu sehen): „Sie [Carmen Würth, Anm. d. Red.] sind in der Region verwurzelt und ich hoffe, dass auch dieser Baum Wurzeln schlägt“, sagte Kretschmann.
Kretschmann lobte Carmen Würths soziales Engagement, das „immer mit Zuwendung und Wertschätzung verbunden“ sei: „Sie schauen genau hin und hören aufmerksam zu. Sie reden nicht lange, sondern handeln.“

In Bezug auf ihr herausragendes Engagement, was Menschen mit Behinderung betrifft, betonte der Landesvater: „Sie sorgen für einen Abbau der Barrieren in den Köpfen der Menschen, kämpfen gegen Vorurteile und bringen dabei Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.“

Hinsichtlich des Baus des Carmen Würth Forums leiste die Familie Würth, so Kretschmann, einen „hervorragenden Beitrag für die Attraktivität des Standortes Hohenlohe“. Unter anderem durch die Förderung junger Musiker oder des Hohenloher Kultursommers zeige sich: Wirtschaft/Würthschaft und Kultur passen gut zusammen. Durch Familien wie Würth sagen sich “Hase und Fuchs hier eben nicht gute Nacht, sondern dadurch ist es lebenswert überall bei uns im Land“.
19. Juli 2017

"Meine liebe Frau und ich kommen von ganz unten"

Bei dem Festakt zum 80. Geburtstag von Carmen Würth und der Einweihung des Carmen Würth Forums am gestrigen Dienstag, den 18. Juli 2017, im Carmen Würth Forum in Gaisbach, hielt Reinhold Würth eine humorvoll-emotionale Rede. Er erinnert darin auch an die Anfänge: "Meine liebe Frau und ich kommen von ganz unten. Wir haben gelernt, was es heißt zu sparen. Wenn ich den Berg heruntergefahren bin, habe ich den Motor ausgeschaltet, um zehn oder 20 Pfennig zu sparen", erinnert sich der heute 82-Jährige Multimilliardär.

Viele Lacher von den anwesenden über 1.400 geladenen Gästen (darunter Winfried Kretschmann, Erwin Teufel, Verpackungskünstler Christo, aber auch hiesige Unternehmer und Bürgermeister mit Ehegatten) hatte Würth auf seiner Seite, als er von seinen bislang 68 Betriebsjahren erzählte, in welchen er in "unterschiedlichen Positionen für das Unternehmen tätig" war. "Das waren keine 68 Jahre nach Gewerkschaftstarifvertrag", fügte er schmunzelnd hinzu. Die Firma sei wie ein Kind für ihn. Von zwei auf nunmehr 72.000 Mitarbeiter sei die Zahl angewachsen. Ein wichtiger Grundsatz, den er schon sehr früh gelernt habe, sei:"Wachstum ohne Gewinn ist tödlich". Auch ein Würth wisse, wie es ist, das Konto überzogen zu haben.

Das Carmen-Würth-Forum soll zum einen dienen für größere Mitarbeitertreffen, wenn Angestellte von im wahrsten Sinne aller Herren Länder anreisen, um sich den Betrieb anzuschauen und gemeinsam zwei Tage zu feiern ("da wird es dann sehr schnell lustig", bemerkte Würth mit einem Augenzwinkern). Zum anderen möchte er das Forum der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Damit beginnen sie auch sogleich. Am Wochenende ist das Würth Open Air, unter anderem mit Sting und Cro. Sting ist bereits ausverkauft.

Eine ausführliche Berichterstattung zum gestrigen Festakt folgt in Kürze.
17. Juli 2017

Christian Berner zu Besuch auf dem Stadtfest in Künzelsau

// 6.000-Euro-Spende für Ehrenamtsbörse
// Ehrenamtliche gesucht

Zum Auftakt des Stadtfestes am Freitag, den 14. Juli 2017, war ein seltener Gast zu Besuch in Künzelsau: Christian Berner, Chef der in Garnberg und Köln ansässigen Firma Berner.

Berner überreichte beim Fassanstich an Bürgermeister Stefan Neumann einen Scheck über 6.000 Euro für die neue Ehrenamtsbörse. Die Ehrenamtsbörse ist eine Online-Plattform, mit der, so die Stadt Künzelsau in einer Pressemitteilung, "Künzelsauer Vereine und Institutionen, die Helfer suchen, und Künzelsauer, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, zusammengebracht werden" sollen. Neumann: "Die Ehrenamtsbörse soll Künzelsauer, die sich engagieren möchten, motivieren und dabei helfen, die richtige Tätigkeit zu finden. Ob im sozialen Bereich, Kultur, Sport oder Rettungswesen – es gibt viele verschiedene Einsatzbereiche.“

Der Link zur Ehrenamtsbörse: www.kuenzelsau.de/ehrenamtsboerse
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AKTIVierer gesucht

Die Stadt Künzelsau sucht ehrenamtliche AKTIVler, die die Ehrenamtsbörse betreuen. Die Idee sei, so die Stadt Künzelsau, "ein Team aus fünf bis zehn AKTIVierern zu finden – idealerweise aus unterschiedlichen Teilorten und Altersgruppen sowie mit verschiedenen Interessen (Soziales, Kultur, Sport, Rettungswesen, etc.)." Diese beraten und unterstützen zum einen Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, zum anderen beraten sie Personen mit Hilfs- und Unterstützungsbedarf und vermitteln zu entsprechenden Einrichtungen. Interessierte können sich bis 17. September 2017 bei der Stadtverwaltung Künzelsau melden. Im Herbst findet eine Schulung statt.
Weitere Informationen bei Rafaela van Dorp, E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de, Telefon 07940 129 102.

Foto (von links): Bürgermeister Stefan Neumann, Pia (Ehefrau von Christian Berner) und Christian Berner. Stadtverwaltung Künzelsau







15. Juli 2017

Es geht um Liebe, Sex und die ganz große Show

// GSCHWÄTZ durfte exklusive Videoaufnahmen von dem Musical Backbeat in Jagsthausen machen
                                                                                                                                                               von Nadja Fischer

Wie haben die berühmtesten Pilzköpfe der Welt ihre Karriere begonnen? Wer darauf eine Antwort haben möchte, der sollte das Musical Backbeat anschauen, das in diesem Jahr im Rahmen der Burgfestspiele Jagsthausen aufgeführt wird. Die Anfänge der Beatles werden vom professionellen Schauspielern aufgeführt. Es handelt von der Zeit als Stuart, Paul, John, George und Pete in Hamburg ihr Glück als Musiker versuchen bis zu ihrem Durchbruch. Falls man sich jetzt als Beatle-Laie fragt: Fünf Namen? Aber es waren doch immer nur vier Beatles? Diese Frage wird während des Musicals aufgeklärt und man findet seine Antwort.

Es geht richtig zur Sache in dem Musical - im wahrsten Sinne. Und die Jungs sieht man auch mal in einem anderen Fokus - und nicht immer schön brav mit Zahnpastalächeln und einem Liebeslied auf den Lippen, frei nach dem Motto: Wer will schon Liebe, wenn er Sex haben kann?

Die Schauspieler haben Spaß an dem Musical und das macht sich während des kompletten Stücks bemerkbar. Sie sind voller Engagement, Herzblut und Leidenschaft dabei. Sie können mit ihrem musikalischen Talent mitreißen. Kein Fuß auf der Tribüne wird da stillhalten können.

Noch ein Tipp: Falls es doch mal regnen sollte, empfielt es sich, ein Regencape mitzunehmen.„Bei ein bisschen Sommerregen, ist es ein ganz anderes Erlebnis und solange es nur ein leichter Sommerregen ist, wird auch gespielt", sagt Ann-Kathrin Halter von den Burgfestspielen.

Tickets gibt es ab 34 Euro auf http://burgfestspiele-jagsthausen.de.
Die letzte Vorstellung von "Backbeat - die Beatles in Hamburg" von Lain Soffley und Stephen Jeffreys ist am 25. August 2017.

Die Kunst, einen asozialen Pöbler zu spielen

Der Schauspieler Marwin Funck spielt im aktuellen Backbeat-Musical in Jagsthausen nicht nur den Ringo Starr, sondern auch einen, wie er selbst sagt, "asozialen Pöbler". Das Schwierige an dieser Rolle: Er ist zunächst Teil des Publikums und pöbelt herum. Dann könne es schon mal passieren, dass ihn manche Zuschauer rausbefördern möchten, weil sie ihn nicht als Schauspieler erkennen.

Eigentlich wohnt der 22-Jährige in Hamburg. Bezogen auf die G-20-Ausschreitungen ist er froh, dass er momentan im ruhigen Jagsttal schauspielert. In unserem Kurzinterview, geführt von unserer Autorin Nadja Fischer, erzählt uns der Burgfestspiele-Schauspieler, was er besonders schön an unserer Gegend hier findet.
15. Juli 2017

Kreistag tagt am kommenden Montag

// Prüfung Jahresabschluss 2016 der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH
// Neugestaltung des öffentlichen Nahverkehrs
// Jahresabschluss 2016 der Abfallwirtschaft

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes:

Der Kreistag des Hohenlohekreises tagt am kommenden Montag um 14 Uhr im Bürgerzentrum Langenbachtal, Kelterstraße 28, 74679 Weißbach. Die Sitzung hat folgende
öffentliche Tagesordnung:

1. Hohenloher Krankenhaus gGmbH: Vorbereitung des Beschlusses der Gesellschafterversammlung
a) Prüfung des Jahresabschlusses 2016 der Hohenloher Krankenhaus gGmbH und der Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH
b) Feststellung des Jahresabschlusses 2016 der Hohenloher Krankenhaus gGmbH
c) Feststellung des Jahresabschlusses 2016 der Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH
d) Entlastung des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2016
e) Bestellung der Abschlussprüfer 2017 für die Hohenloher Krankenhaus gGmbH und die Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH
2. Regionale Gesundheitsholding Heilbronn-Franken GmbH (RGHF) Vorbereitung des Beschlusses der Gesellschafterversammlung
a) Jahresabschluss und Jahresabschlussprüfung 2016 der Regionalen Gesundheitsholding Heilbronn-Franken GmbH (RGHF)
b) Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016
c) Wahl des Abschlussprüfers 2017
3. Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke im Hohenlohekreis (PSB)
a) Erhöhung des Stellenanteils in der Substitutionsbegleitung von derzeit 0,6 auf 1,0 ab 1. September 2017
b) Abschluss einer neuen Vereinbarung zum 1. Januar 2018
4. Förderung zum Radwegausbau zwischen Öhringen und Unterohrn
5. Neugestaltung des ÖPNV im Hohenlohekreis Eckpunkte des betrieblichen Konzepts und des Nahverkehrsplanes
6. Aufhebung der Satzung über die Erhebung der Jagdsteuer
7. Beteiligungsrichtlinie des Hohenlohekreises
8. Haushaltszwischenbericht 2017
9. Jahresabschluss 2016 und Rechenschaftsbericht
10. Arbeitsinitiative Hohenlohekreis gGmbH
a) Jahresabschluss 2016 – Feststellung und Ermächtigung
b) Zuschuss des Hohenlohekreises für das Jahr 2016
c) Änderung / Anpassung des Gesellschaftsvertrags der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis gGmbH
d) Änderung/Anpassung des Gesellschaftsvertrages der Tochterfirma MH Mobil Hohenlohe GmbH
11. Jahresabschluss 2016 des Nahverkehr Hohenlohekreis
12. Jahresabschluss 2016 der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis
13. Verschiedenes

Die Bevölkerung ist zur Sitzung eingeladen.

Fotos // Kreistagssitzung am 01. Juni 2017 in der Mehrzweckhalle in Waldenburg. GSCHWÄTZ
12. Juli 2017

Buchsbaumzünsler treiben Unwesen in Schöntal

// Landwirtschaftsamt ruft zur Kontrolle der Buchsbäume auf
// Buchsbäume ab sofort nicht mehr schneiden

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes:

In den letzten zwei Wochen wurden in der Nähe des Klosters Schöntal verschiedene Buchsbaumzünslerfalter in Pheromonfallen entdeckt. Das Landwirtschaftsamt des
Hohenlohekreises ruft daher zur Kontrolle der Buchsbäume auf möglichen Raupenbefall auf. Die Raupen sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel.

Falls Raupen oder Fraßschäden vorhanden sind, sollten Maßnahmen ergriffen werden. Zur chemischen Bekämpfung sollte das nützlingsschonende Mittel Dipel ES mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Es wirkt ausschließlich gegen Schmetterlingslarven.

Ab jetzt sollen Buchsbäume nicht mehr geschnitten werden,  da bereits im August mit der nächsten Zünslerinvasion zu rechnen ist. Die Zünsler befallen bevorzugt frisch geschnittene Buchsbäume.

Zu beachten ist, dass der Buchs in sauren Böden nicht gesund aufwachsen kann, die Versorgung mit reichlich Düngekalk wird empfohlen.

Weitere Informationen beim Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, Tel: 07940 18-621.

Bild 1 // Klosterapotheke in Schöntal. Foto: GSCHWÄTZ

Bild 2 // Raupe Buchsbaumzünsler. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis.

Bild 3 // Von der Larve des Buchsbaumzünslers befallener Buchsbaum. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis


12. Juli 2017

Kinderflohmarkt in Künzelsau

10. Juli 2017

Entscheidungsträger geben Verantwortungszepter an Ärzte ab

// Ein Kommentar zum Krankenhaus Künzelsau von Dr. Sandra Hartmann

Der Bürgerdialog wurde endlich in Angriff genommen, eine Umfrage des Landratsamtes läuft: Was will der Bürger in dem geplanten Medizinzentrum haben. Bitter nur, dass dies alles nach der eigentlichen Entscheidung kommt. Das Krankenhaus Künzelsau wird geschlossen. Noch bitterer: Es gibt bislang noch keinen Plan für Künzelsau. Mehrfach betont Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, am Bürgerdialog in der Stadthalle: Wir könen jeztzt jetzt für euch, liebe Künzelsauer, nichts mehr tun: "Wir können jetzt nur noch mitorganiseren". Mitorganisieren. Mehr nicht. Denn: Der Kreistag hat die stationäre Versorgung gestrichen. Und für die ambulante Versorgung seien die niedergelassenen Ärzte zuständig. Die Ärzte reiben sich bei solchen Worten verwundert die Augen, waren es nicht viele von ihnen, die in den vergangenen Monaten die Entscheidungsträger mehrfach darauf hingewiesen haben, dass ein Krankenhaus für eine Grund- und Regelversorgung dringend nötig sei. Die Entscheidungsträger sagen: Wir sind jetzt nicht mehr für euch zuständig. Die Ärzte müssen es nun richten. Das wäre fast so, wie wenn jemand eine Vase zerschlägt und der Scherbenhaufen jemand anderes zusammenkehren muss. Jürgen Schopfs Worte mögen juristisch korrekt sein, moralisch sind sie es nicht.
10. Juni 2017

Landratsamt am Freitag geschlossen & 30 Jahre Glockenfest

Landratsamt Hohenlohekreis am 14. Juli 2017 geschlossen

Wegen eines Betriebsausflugs bleiben am Freitag, 14. Juli 2017, sämtliche Dienststellen des Landratsamts Hohenlohekreis in Künzelsau und Öhringen einschließlich der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis und der Deponie Stäffelesrain in Beltersrot ganztägig geschlossen.
Das Kundencenter des Nahverkehrs Hohenlohekreis in Künzelsau und das MOBIZ Öhringen sind an diesem Tag ebenfalls geschlossen.

08. Juni 2017

Die Populisten-Pistole kommt

Die Bürgerinitiative (HK) zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhausstandortes hat ein zweites Kasperle-Theater- Video veröffentlicht. In der zweiten Folge der Satire muss Landrat Dr. Matthias Neth zum Rapport bei dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha antreten. Lucha zückt eine Populisten-Pistole. Diese  sei das Allheilmittel gegen alle Kritiker, sprich: Wer Kritik äussere - in dem Fall die Bürger - solle man einfach als Populisten betiteln und schon herrsche Ruhe.

Für die HK scheint damit das Thema Schließung Krankenhaus Künzelsau damit nicht vom Tisch. Das Landratsamt indes macht derzeit eine Bürgerbefragung. Landrat Dr. Matthias Neth möchte wissen, so die Pressemitteilung, "welche möglichen Angebote ihnen [den Bürgern] im geplanten Medizin- und Gesundheitszentrum [in Künzelsau] besonders wichtig sind und welche weitergehenden Angebote die Befragten als notwendig erachten".

Spielraum für das, was tatsächlich in diesem neuen Gesundheitszentrum angeboten wird, hat die Politik indes nur wenig, wie Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH betont hat, da die ambulante Versorgung Sache der niedergelassenen Ärzte sei.

Den Fragebogen gibt es online unter https://www.surveymonkey.de/r/mgz-kuenzelsau
Noch bis Montag, 17. Juli 2017, können die Bürger den Fragebogen abgeben. Er liegt ebenfalls an der Bürgertheke im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17, 74653 Künzelsau aus.






07. Juni 2017

Termine, Termine, Termine

Michael Schellmann seit 1. Juli neuer Kreiskämmerer
// Nachfolgerin Sabine Klotz neue Leiterin Kämmereiamt

Anbei der veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis:
Seit 1. Juli 2017 ist Michael Schellmann Dezernent für Finanzen und Service und Sabine Klotz Leiterin des Kämmereiamtes im Landratsamt Hohenlohekreis.

Michael Schellmann wurde Mitte März 2017 vom Kreistag zum Kreiskämmerer und Leiter des Dezernats für Finanzen und Service gewählt. Er tritt die Nachfolge von Helmut Kercher an, der in den Ruhestand geht. „Sie sind jetzt der neue Herr über die Finanzen im Landratsamt Hohenlohekreis. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in Ihr neues Amt“, so Landrat Dr. Matthias Neth.

Michael Schellmann hat 1993 sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen und 1994 seine Karriere im Hohenlohekreis begonnen. Im Laufe seiner Dienstzeit beim Landratsamt Hohenlohekreis war er in verschiedenen Aufgabengebieten tätig. Im Jahr 2001 wechselte er ins Sachgebiet Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen beim Kämmereiamt und hat im September 2012 die Leitung des Fachdienstes Allgemeine Finanzwirtschaft übernommen. Im Mai 2016 wurde ihm in Nachfolge von Hariolf Rettenmaier die Leitung des Kämmereiamtes übertragen.

Mit dem Wechsel von Michael Schellmann an die Spitze des Dezernats für Finanzen und Service wird auch seine bisherige Stelle als Leiter des Kämmereiamtes frei und mit Sabine Klotz neu besetzt. Sabine Klotz schloss ihr Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin (FH) im September 2006 ab und ist seit Mai 2009 im Kämmereiamt tätig. Im April 2016 übernahm sie die Leitung des Fachdiensts allgemeine Finanzwirtschaft.

Bildunterschrift:

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) wünscht Michael Schellmann (links) und Sabine Klotz (rechts) im Beisein von Mark Dürr, Personalratsvorsitzender (hinten links), und Ralf Gutöhrlein, Personalamt (hinten rechts), einen guten Start und alles Gute für die bevorstehenden Aufgaben. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
Planetenwegwanderung vom Taubertal nach Weikersheim
// mit Experimenten
// Anmeldung ab sofort

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Im städtischen Rahmenprogramm zur Weltraumausstellung im Rathaus gibt es am Freitag, 4. August 2017, wieder eine Exkursion, die Raumfahrt und Sterne zum Gegenstand hat. Es geht zur Sternwarte in Weikersheim, wobei dieses Mal einige Strecken zu Fuß zurückgelegt werden müssen.

Gestartet wird im Taubertal, am ältesten Planetenwanderweg Europas. Auf der Wanderung erfahren die Exkursionsteilnehmer mehr über die Planeten und erhalten eine Vorstellung von Entfernungs- und Größenverhältnissen im Sonnensystem. Die Wander-Mission geht bis zur Sternwarte Weikersheim am Karlsberg.

Zwischendurch werden mit ein paar Experimenten Phänomene der Astronomie verdeutlicht. Eine Essenspause ist mit eingeplant. Feste Kleidung und die Verpflegung sollte jeder Teilnehmer selbst mitbringen. Bei klarem Himmel besteht im Anschluss an die Planetenwegwanderung die Möglichkeit, einen Blick auf den Erdmond zu werfen.

Abfahrt und Treffpunkt zur Exkursion nach Weikersheim ist am Freitag, den 4. August, 17 Uhr, auf dem Wertwiesenparkplatz. Mit der Rückkehr ist nach 21 Uhr zu rechnen. Die Fahrt mit dem Bus kostet 20 Euro und ist vor Ort zu bezahlen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – daher bittet die Stadtverwaltung um Anmeldung bei Stefan Kraut, Telefon 07940 129 117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de.

Zu dem Foto:
Auf großes Interesse stieß die Fahrt zum Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum nach Lampoldshausen, wo Vakuum-Experimente gemacht wurden.
Tag der offenen Tür an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell am kommenden Sonntag
// Ausserdem: Erlebnistag auf dem Versuchsfeld ür Getreide

Am Sonntag, den 9. Juli 2017, findet an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell, Schlossstraße 1, der diesjährige Tag der offenen Tür statt. Von 11 bis 17 Uhr können sich Besucher über die Bildungsangebote in den beiden Fachbereichen Hauswirtschaft und Landwirtschaft informieren, etwa durch Einblicken in das Unterrichtsgeschehen sowie durch Auskünfte von Schülern und Lehrern.

// Erlebnistag auf dem Versuchsfeld für Getreide in Kupferzell

Das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises lädt Familien und interessierte Verbraucher nahezu parallel, von 12 bis 17 Uhr zu einem Erlebnistag auf dem Zentralen Versuchsfeld in Kupferzell-Schafhof ein.

Bei stündlichen Führungen durch das Versuchsfeld werden die wichtigsten angebauten Getreidearten sowie deren Bedeutung in der Ernährung vorgestellt. Getreide vom Acker bis zum Teller wird erlebbar gemacht. Es besteht die Möglichkeit, selbst Getreide zu mahlen, Haferflocken zu quetschen, gemälztes Getreide zu verkosten und bei einem Getreidequiz mitzumachen. Darüber hinaus vermitteln Mitarbeiter des Landratsamts Hohenlohekreis Wissenswertes rund um das Thema Getreide sowie die ökologische Vielfalt in der Landwirtschaft.
Der Weg zum Versuchsfeld ist ab der Ortsdurchfahrt Kupferzell-Belzhag ausgeschildert.

Bild 1: Akademie für Landbau und Hauswirtschaft

Bild 2: Ernte auf dem Zentralen Versuchsfeld in Kupferzell. Landratsamt Hohenlohekreis
06. Juni 2017

"Ich weiß nicht, was das für ein Demokratieverständnis ist"

  • Fast 12000 Menschen brauchen länger als 30 Minuten in das nächste Krankenhaus

    sagt Hans-Jürgen Saknus (SPD)

  • Helmut Hermann findet:

    Die Kreisräte und der Landrat haben sich ein Denkmal gesetzt

    Button
  • Landrat Neth sagt:

    Manchmal muss etwas streng vertraulich gemacht werden

  • Landtagsabgeordneter Anton Baron fragt sich:

    Wer soll das bezahlen?

  • Martin Probst (SPD) fragt:

    Werden wir bem nächsten Mal auch wieder erst alles erfahren, wenn es entschieden wurde?

// Die besten Zitate vom Bürgerdialog vergangenen Montag in der Stadthalle Künzelsau zur zukünftigen Gesundheitsversorgung im Hohenlohekreis

„Der Landrat und die Kreisräte haben sich mit ihrer Entscheidung unsterblich gemacht.“
@ Helmut Hermann, (87), Künzelsau

„Ich weiß nicht, was das für ein Demokratieverständnis in diesem Gremium [Anm. d. Red.: Kreistag] ist.“
@ Wortmeldung eines Bürgers beim Bürgerdialog

„Wir haben über Jahre auf einen Teil unseres Gehalts verzichtet und jetzt sind wir die doppelt Gelackmeierten“
@ Mitarbeiterin des Krankenhauses Künzelsau

„Wie soll der Öhringer Neubau abbezahlt werden - zusammen mit dem Neubau des Landratsamtes?“
@ Anton Baron, Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg (AfD)

„Es ist ein perverses System. Es werden Entscheidungen in Bund und Land getroffen, die wir vollziehen müssen.“
@ Landrat Dr. Matthias Neth

„Wenn Künzelsau geschlossen wird, müssen über 11.900 Menschen länger als 30 Minuten ins nächste Krankenhaus fahren. Das widerspricht einer Grund- und Regelversorgung.“
@ Hans-Jürgen Saknus, Sprecher der BI (SPD)

"Zeit ist Hirn - gerade bei einem Schlaganfall"
@ Dr. Jürgen Lany reagiert auf die Ausführungen von Karl Heer, dass sich die Fahrwege für Rettungswagen verlängern, sobald ein Krankenhaus wegfällt.

"Erfährt man auch in Zukunft erst alles, wenn es entschieden wurde?"
@ Martin Probst, Gemeinderat in Künzelsau (SPD), hinsichtlich des Lenkungsausschusses des Kreistags, der auf der Suche nach einem neuen Partner für die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH laut Dr. Matthias Neth streng geheim tagen werde

„Das ist höchster Vertraulichkeit unterworfen“
@ Antwort Landrat Dr. Matthias Neth auf die Frage von Martin Probst

Fotos: GSCHWÄTZ; SPD; AfD






06. Juli 2017

Auch Öhringen wackelt

// Alles zum Krankenhaus-Neubau in in der großen Kreisstadt
// Bürgerdialogs über die Zukunft der Gesundheitsversorgung - 2. Teil

Beim Bürgerdialog am vergangenen Montag, den 03. Juli 2017, in der Stadthalle in Künzelsau, organisiert vom Landratsamt Hohenlohekreis, kritisierten Bürger auch den bevorstehenden Neubau in Öhringen scharf. Rund 100 Millionen soll der Bau kosten, so Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH. Er versicherte: Teurer wirds bestimmt nicht und erntete dafür einige Lacher aus dem Publikum. Rund 50 Millionen zahlt davon das Land Baden-Württemberg aus Mitteln des Krankenhausstrukturfonds. Aber wie soll man die 50 Millionen Differenz, die sich daraus ergebe, finanzieren?, fragten mehrere Bürger skeptisch. "Das wird ein 50-Millionen-Grab in unmittelbarer Reichweite zu Heilbronn", prophezeite ein Besucher.

"Wie bringen Sie genügend Patienten nach Öhringen?", fragte ein weiterer Bürger. Schopfs Antwort: "Wir haben dann ein großes zentrales Haus in Öhringen. Das wird eine große Attraktivitär haben. Wir können künftig an einem Standort alles anbieten.

Der Neubau soll sich direkt neben dem Altbau befinden.
Aber wenn auch hier die Patienten ausbleiben etwa die Schlaganfalleinheit die benötigten 250 Fälle pro Jahr nicht vorweisen kann, "wird Öhringen nicht zertifiziert, sondern zugemacht", sagte Landrat Dr. Matthias Neth mit überraschend deutlichen Worten. Aber er fügte auch hinzu: "Die Einhäusigkeit kann funktionieren." Öhringen werde alleinstehend in der Lage sein, seine Kosten zu tragen.

Fotos: Krankenhaus Öhringen und Geschäftsführer Jürgen Schopf. Hohenlohe Krankenhaus gGmbH; Krankenhaus Künzelsau, Bürger bei der Kreistagsentscheidung in Krautheim am 09. Juni 2017
04. Juli 2017

Belogen und betrogen?

// Hitzige Debatte beim gestrigen Bürgerdialog
// Künzelsau soll sich künftig mehr um die Alten kümmern
// auch Hospiz in Künzelsau vorstellbar
// ambulante Versorgung nun Sache der hiesigen Ärzteschaft

Schon am Eingang debattierten Bürger mit den eintreffenden Kreisräten wie Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler und Karlheinz Börkel, ob ihrer Entscheidung am 09. Juni 2017, das Krankenhaus Künzelsau zu schließen. Landrat Dr. Matthias Neth hatte zum Bürgerdialog zum Thema Gesundheitsversorgung in Künzelsau in die Stadthalle geladen.

Dort konnte man die angestauten Emotionen förmlich fühlen. Auf der einen Seite die Bürger, Krankenhausmitarbeiter und Ärzte, auf der anderen Seite die Kreisräte und der Landrat. Landrat Dr. Matthias Neth versuchte in seiner Rede zu erklären, warum das Krankenhaus Künzelsau geschlossen wird und wollte mit den Bürgern darüber sprechen, welche Möglichkeiten es nun für Künzelsau gebe.

Was stimmt und was stimmt nicht?

Die Bürger indes wollten Tacheles reden. Sie haben das Gefühl, für den Neubau in Öhringen um ihr Krankenhaus in Künzelsau betrogen worden zu sein. Viele Vorwürfe lagen im Raum. „Es geht uns um die Qualität, die wir anbieten können“, sagte Neth und erntete sofort Rufe aus dem Publikum: „Ums Geld geht es, um mehr nicht.“ Eine Krankenschwester aus dem Publikum meldet sich zu Wort: "Künzelsau wäre der bessere Standort. Es gibt hier eine wunderbare Kombination aus Chirurgie und neuem Ärztehaus." Auch von der Bausubstanz sei Künzelsau besser als Öhringen. Neth begründete die Entscheidung für Öhringen damit, dass Öhringen mehr Einwohner habe, ergo, eine automatisch höhere Bettenauslastung. "Die Landeszuschüsse, die wir jetzt bekommen, lagen „deutlich über dem, was erwartbar war." Neth wiederholte immer wieder: "Wir haben keine Alternative."

"Wir haben eine derzeitige Belegung von unter 50 Prozent in Künzelsau. Mitarbeiter wundern sich und entgegnen gegenüber GSCHWÄTZ, dass die aktuelle Belegung deutlich höher sei. Zudem sei es kein Wunder, dass immer weniger Patienten eingeliefert würden, da nicht nur die Bürger, selbst die niedergelassenen Ärzte nicht mehr genau gewusst haben, was in Künzelsau alles behandelt werde und was nicht, monieren Bürger, darunter auch Ärzte selbst, auf der Veranstaltung. Es wurde nur noch unzureichend oder überhaupt nicht kommuniziert.

Altersmedizin, Hospiz und Psychatrie für Künzelsau

„Wir werden alles tun, um in Künzelsau eine bestmögliche ambulante Versorgung mitzuorganisieren." Das war das Mantra des Abends von Jürgen Schopf, dem Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH. Mehr könne man nun nicht mehr tun für Künzelsau, betonte er. Da die ambulante Versorgung den niedergelassenen Ärzten vorbehalten sei. Die kassenärztliche Vereinigung sei wiederum die Interessenvertretung der niedergelassenen Ärzte. Die Ärzte wiederum betonen in ihren zahlreichen Wortmeldungen immer wieder, wie dringend erforderlich ein Krankenhaus für Künzelsau sei - gerade, so Dr. Jürgen Lany, im Hinblick auf eine immer älter werdende Bevölkerung.

"Wir wollen Räume für ambulantes Operieren anbieten", gesteht Schopf den Künzelsauer Bürgern zu. Weiterhin seien vorstellbar: ambulante Pflegedienste, Kurzzeitpflege, ein Hospiz sowie Reha-Plätze und eine weitere, wenn nicht sogar eine erweiterte, Zusammenarbeit mit dem psychatrischen Klinikum am Weissenhof in Weinsberg.

Mehr Rettungswägen oder eine Rettungswache in Mulfingen

Karl Heer, ehemaliger Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, führte in seinem Kurzvortrag aus, dass es nun Überlegungen gebe, mehr Rettungswägen oder einen zweiten Notfallstandort in Künzelsau aufzumachen, auch von einer vierten Rettungswache in Mulfingen ist die Rede. Aber "was wirtschaftlich umsetzbar ist", sei ungewiss. Zudem plagen den Rettungsdienst Nachwuchssorgen.

Fazit: „Wir haben keine klare Empfehlung“, wie es für Künzelsau weitergeht, so Neth. Angesichts der steigenden Zahl an Alten und Pflegebedürftigen sagte er: "Wir wollen, dass die multimorbiden Alten versorgt sind und werden."

Für Künzelsau scheint damit der Weg, wohin es gehen soll, vorgezeichnet.

Foto 1: Die Stadthalle war voll.

Foto 2: Die Bürgerinitiative (BI) hat vor der Stadthalle zum Boykott des Bürgerdialogs aufgerufen.

Foto 3: Die Polizei verweist die BI darauf, dass dieser Boykott hätte anmeldet werden müssen

Foto 4: Die Lichter des Krankenhauses Künzelsau gehen aus.



04. Juli 2017

Schlaganfalleinheit ab heute nicht mehr in Künzelsau
// Mitarbeiter wurden nicht offiziell informiert

Ab heute zieht die Schlaganfalleinheit Stroke Unit von Künzelsau um ins Krankenhaus Öhringen. Der Abbau des Krankenhauses Künzelsau hat damit begonnen. Mehrere Mitarbeiter aus allen Ebenen haben kritisiert, dass es keine offizielle Information der Geschäftsleitung hierüber gab.

GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann sprach Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH, nach dem gestrigen Bürgerdialog über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses in der Stadthalle Künzelsau, auf die Vorwürfe an. Schopf betonte: "Chefarzt Dr. Ackermann hat alle Mitarbeiter informiert, die von dem Wechsel betroffen sind."

Diverse Mitarbeiter entgegnen indes, dass es weder offizielle Gespräche, noch ein Rundbrief, eine Rundmail oder eine Mitteilung in dem Kommunikationsblatt für Mitarbeiter "HK intern" gegeben habe.

Bei dem gestrigen, vom Landratsamt Hohenlohekreis veranstalteten, Bürgerdialog kritisierten Bürger und Mitarbeiter in mehreren Wortmeldungen unter anderem die Vorgehensweise der "Nicht-Kommunikation", die in den letzten Monaten und Jahren bezüglich dem Krankenhaus-Thema stattgefunden und Frust ausgelöst habe.
03. Juli 2017

Ingelfingen: Schlosspark wird zum großen Spielplatz

  • Drittklässler Moritz Roll schafft es, 20 Kisten zu erklimmen

    Bierkastenklettern vom TSV Ingelfingen war der Renner bei den Kindern

  • Conny Kocher und Conny Sperling zeigen sich mit schicker Kopfbedeckung

    Hüte basteln war bei den Erzieherinnen der Kindergärten Sternschnuppe und Am Breter angesagt

  • Emilia Küffner (5) hat sich ein Schmetterlingsgesicht gewünscht

    Beim Stand des Kindergartens Hälden ging der Wunsch in Erfüllung

  • Die Teilorte Dörrenzimmern und Stachenhausen sorgten für Speis' und Trank

  • Tennis spielen bot der Tennisclub Ingelfingen (TCI) an

  • Nicole Marks vom TCI zeigt den jungen Schützlingen, wie man den Ball richtig schlägt

  • Pia Federolf von der Jugendfeuerwehr zeigte den Kindern,

    wie man Brände löscht

  • Extra aus Frankreich angereist:

    Schüler der Partnerstadt Saint-Etienne

  • Der Auftritt der Jazztanzgruppen sorgte für Begeisterung

  • Die Stadtkapelle unter Leitung von Matthias Fick spielte ebenfalls

  • Auf dem Schulhof der Georg-Fahrbachschule begann das Kinderfest Ingelfingen

// Kinderfest in Ingelfingen
// nur alle vier Jahre

Am vergangenen Samstag, 01. Juli 2017, verwandelte sich "unser Schulgelände und unser Schlosspark in einen großen Spielplatz", so Tanja Truetsch, Conrektorin der Georg-Fahrbach-Gemeinschaftsschule bei der Eröffnungsrede des Kinderfestes in Ingelfingen.

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer begrüßte auf dem Schulgelände - sogar mit ein paar französischen Worten - Schüler aus Ingelfingens französischer Partnergemeinde Saint-Etienne, die ein Lied sangen. Der hiesige Schulchor der Georg-Fahrbach-Schule sowie Ingelfingens Kindergärten traten ebenfalls mit zwei Liedern auf. Ingelfingens Jazztanzgruppen präsentierten ihre Tänze und auch Ingelfingens Stadtkapelle unter Leitung von Matthias Fick spielte.

Im Schlosspark boten an vielen Stationen Ingelfingens Vereine ein buntes Programm an: Pia Federolf zeigte den Kindern, wie man bei der Feuerwehr Brände löscht, bei Nicole Marks und Oli Heide vom Tennisclub Ingelfingen durften die Kinder Tennis spielen ausprobieren. Sehr begehrt war auch das Bierkistenklettern, das Bernd Rohrbach vom TSV Ingelfingen angeboten hat. Der neunjährige Moritz Roll schaffte es, 20 Kisten zu erklimmern und war dadurch in ungeahnte Höhen geklettert. "Das war schwer, mir wurde schon ein bischen schwindelig", gesteht der Drittklässler. Weniger Wagemutige konnten beim Stand der Kindergärten am Breter und Dörrenzimmern einen Papierhut basteln oder sich beim Kindergarten Hälden schminken lassen. Beim SC Ingelfingen flogen Mohrenköpfe um die Wette, bei Heffner Outdoor Events durften die Kinder Segway fahren. Für Essen und Trinken sorgten der Förderverein der Georg-Fahrbachschule, Dörrenzimmerns Verein Torpedo sowie die Yankees von Stachenhausen. Der Tag klang aus mit einer Baustellenparty auf dem Schulhof.

Dieses Fest war ein Gemeinschaftsprojekt von den Vereinen in Ingelfingen und den Teilorten. (Fast) jeder Verein machte mit, dadurch wurde dieses Fest ein tolles Spektakel für Kinder und Familien. Die Stadt Ingelfingen spendierte jedem Kind Verzehrgutscheine. Gut vorstellen konnten sich einige Besucher, dass man die Schlosspark-Kulisse auch für ein anschließendes Open-Air-Konzert mit regionalen Bands nutzen könnte.

Das Kinderfest gibt es nur alle vier Jahre. Das nächste kommt 2021.
02. Juli 2017

Bürgerinitiative dreht Satire auf morgigen Bürgerdialog

Die Bürgerinitiative (BI) zm Erhalt des Krankenhauses Künzelsau hat ein satirisches Kasperletheater inszeniert. Der Inhalt: Wie der morgige Bürgerdialog zur Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses ablaufen könnte.

Der Bürgerdialog ist morgen in der Stadthalle in Künzelsau. Beginn: 19 Uhr. Einlass: 18.30 Uhr. Landrat Dr. Neth möchte mit den Bürgern über die medizinische Versorgung in Künzelsau sprechen und wie diese ausschauen kann, nachdem das Krankenhaus geschlossen wird.

Hintergrund: Die BI bemängelt, dass der Bürgerdialog erst stattfindet, nachdem die Entscheidung gefallen ist, das Krankenhaus zu schließen. Für eine optimale Basisversorgung benötige man ein Krankenhaus, so ein Sprecher der BI.

01. Juli 2017

Unsere Juli-Ausgabe: ab heute überall im Handel

// TITELTHEMA: Gewogen, gemessen und für nicht gut befunden: Wiederbelebung der Jagst.
90 Prozent weniger Fische gebe es in den Jagst, verglichen mit den 90er Jahren, schätzt Markus Hannemann von der FischHegegemeinschaft Jagst (FHGJ). Jagst-Katastrophe, Kanufahrer, gefräßige Kormorane - es gibt viele Gründe für den drastischen Rückgang der Lebewesen. Aber es gibt auch Lösungsideen.

Weitere Themen:
// "Verdient der au ä Geld?"
22 Kleinkunstpreise hat er bislang eingeheimst. Nun wurde es aber wirklich Zeit, dass wir uns mit Michael Krebs aus Neu-Kupfer auf einen Erdbeershake im EMMA in Künzelsau getroffen haben. Er erzählte uns von seinen "Pommesgabeln des Teufels" und warum "Verdient der au ä Geld?" die wichtigste Frage in Hohenlohe ist.

Das ganze Interview in unserer neuen Ausgabe.

Am 29. Juli 2017 gastiert Michael Krebs mit seinem Jubiläumskonzert in Öhringen. Los geht es um 19 Uhr. Karten gibt es für 15 Euro an der Abendkasse.

// Wo sind all die Millionen hin?
Mit Oberender & Partner, Aktiva und PricewaterhouseCoopers haben drei Beratungsfirmen die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH auf ihrem Weg begleitet. Dem Künzelsauer Standort hat das nichts genutzt - obwohl ihm attestiert wurde, sehr gut ausgestattet zu sein und ein Krankenhaus light vorstellbar sei.

Warum Künzelsau wirklich zugemacht wurde und wohin die ganzen Gelder geflossen sind - wir haben es recherchiert. In unserer neuen Ausgabe. Ab heute überall im Kocher- und Jagsttal zu kaufen.

Jetzt lesen. Mehr wissen.

// Wir lieben unser Ländle //

Foto unten rechts: Männer von der FischHegegemeinschaft Jagst (FHGJ) führen im Mai in Mulfingen die E-Befischung in der Jagst vor. Foto: FHGJ

Video unten Mitte: In Anspielung auf unser aktuelles Thema " Wo sind all die Millionen hin": Die Prinzen: Ich wär' so gerne Milionär. Auf: youtube

Video unten rechts: Auftritt Kabarettist Michael Krebs aus Neu-Kupfer: Das Mädchen von der jungen Union. Auf: youtube

29. Juni 2017

Lokale Politik als "Gutsherren-Show"

// Künzelsau erlangt deutschlandweite Bekanntheit
// Bericht im Ostfriesischen Journal über Krankenhaus-Entscheidung

Künzelsau wird auf der Internetseite des Ostfriesischen Klinikjournals erwähnt.

Unter dem Titel "Kommunalpolitik als Gutsherren-Show" berichtet das Ostfriesische Journal:

"Monika Sonnenberg vom Bündnis pro Krankenhäuser wohnortnah berichtet, das bundesweit Kommunalpolitik die Bürger bei der Entscheidung Krankenhäuser schließen wollen, nicht einbeziehen. Das beträfe unter anderem das Krankenhaus in der Stadt Künzelsau im Nordosten Baden-Würtembergs.

Erst nachdem beschlossen wurde dieses Krankenhaus zu schließen, wollte man mit den Bürgern sprechen. „Die sind da auf den Barrikaden“, sagte Sonnenberg. GfE-Vorsitzender Hinderikus Broer erklärte, auch Kommunalpolitik müsse lernen, dass die Zeiten vorbei seien, wo man noch Politik nach Gutsherrenart betreiben konnte."

Der Artikel ist unter folgender Adresse abrufbar:
http://ostfriesisches-klinik-journal.org/2017/06/zentralklinik-aerger-mit-den-dummen-buergern/

Foto: Gutsherr auf: wordpress.com

Veranstaltungshinweis: Bauen im ländlichen Raum

// Veranstaltung Donnerstag, 29. Juni 2017, 14 Uhr, Stadthalle Künzelsau
// Anmeldung erforderlich

Anbei veröffentlichen wir einen Veranstaltungshinweis der Architektenkammer Baden-Württemberg:
Am 29. Juni veranstaltet die Architektenkammer Baden-Württemberg in der Stadthalle Künzelsau ab 14 Uhr die Veranstaltung „Wie geWOHNT?
Wohnungsbau abseits der großen Städte“.
Sie richtet sich an Entscheidungsträger aus der Politik, Wohnungsbaugesellschaften, Architektinnen
und Architekten, Bauträger, aber auch an interessierte Bürger.
Der Wohnraum in Deutschland ist knapp, das ist mittlerweile in Politik und Bevölkerung angekommen.
Doch allzu oft wird dabei nur an die Städte gedacht. Was aber ist mit dem ländlichen
Raum? Gerade in Baden-Württemberg gibt es Regionen, die zwar ländlich geprägt, aber
durchaus sehr wirtschafts- und damit einwohnerstark sind. So verzeichnet beispielsweise der
Hohenlohekreis nach eigenen Angaben gemessen an der Einwohnerzahl die höchste Dichte an
weltmarktführenden Unternehmen in ganz Deutschland. Auch die Angestellten dieser Firmen
sind auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum, der mitnichten nur aus Einfamilienhäusern
besteht.
Anmeldung bei anita.nager@akbw.de

Weitere Informationen: www.akbw.de/berufspolitik/wohnungsbau/wie-gewohnt.html
28. Juni 2017

Neumann fordert Hubschrauberstandort in Gaisbach

// Hubschrauberstandort in Gaisbach & Notarztstandort für Nitzenhausen

In einem offziellen Schreiben an Landrat Dr. Matthias Neth fordert Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann einen Hubschrauberstandort in Gaisbach sowie einen Standort mit Rettungswagen und Notarzt in Nitzenhausen.

Hintergrund ist die am 09. Juni 2017 von den Kreisräten beschlossene Schließung des Künzelsauer Krankenhausstandorts. Mit den von Stefan Neumann nun vorgeschlagenen Maßnahmen soll die drohende "Versorgungslücke" verhindert werden.

Des Weiteren schlägt Neumann vor, alle drei Monate einen Bürgerdialog zu veranstalten, "um zerstörtes Vertrauen wieder aufzubauen".

Anbei veröffentlichen wir das vollständige Schreiben von Stefan Neumann.


28. Juni 2017

Kreisverkehr bei MUSTANG wird umgebaut ab Donnerstag

Umbau des Kreisverkehrs Würzburger Straße/Mergentheimer Straße in Künzelsau ab kommenden Donnerstag
// Bauarbeiten dauern voraussichtlich zwei Wochen

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart führt das Straßenbauamt des Hohenlohekreises am Kreisverkehr Würzburger Straße/Mergentheimer Straße in Künzelsau ab kommenden Donnerstag, den 29. Juni 2017, Umbaumaßnahmen durch. Die Bauarbeiten sollen den Verkehrsfluss verbessern sowie dem Schwerverkehr die Durchfahrt durch den Kreisverkehr erleichtern und Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge minimieren. Hierzu wird die Kreisinsel in eine Ellipsenform umgebaut. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich zwei Wochen.
Der über die B 19/Mergentheimer Straße stadtein- und stadtauswärtsfließende Verkehr kann während der Bauzeit annähernd ohne Beeinträchtigung erfolgen. Die Ein- und Ausfahrt Würzburger Straße zum Gewerbegebiet „Kocherwiesen“ ist gesperrt.

Die Würzburger Straße ist in diesem Zeitraum dann ausschließlich über die Bahnhofstraße zu befahren. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen. Hierfür werden alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis gebeten.

Foto: Das MUSTANG Outlet befindet sich direkt an dem Kreisel, der sich in eine Ellipse verwandeln soll. Foto: GSCHWÄTZ

Foto 2: Form einer Ellipse
Bei unserem jährlichen Journalistentreffen am 24. Juni 2017, dieses Mal im Heuhotel in Dörzbach, haben wir über die Grundsätze gesprochen, die unsere journalistische Arbeit ausmachen. Unser Anspruch:

// unabhängige, kritische Hintergrundberichte für die Bürger zu schreiben

// lokale Geschichten ins Blatt zu bringen, die ansonsten unbeachtet blieben

// möglichst alle Seiten zu einem kritischen Thema zu hören, zu analysieren und für die Leser ein Fazit zu ziehen

// Wir sind weder ein Sprachrohr der Deutschen Presseagentur (dpa), noch ein Amtsblatt für die Politik

// Wenn wir Pressemitteilungen von der hiesigen Politik veröffentlichen, kennzeichnen wir diese als solche

// Uns geht es stets um die Sache, nicht um persönliche Belange oder um andere Seilschaften

// Wir haben immer ein offenes Ohr, für jeden

// Wir sind fair

// Wir recherchieren und schreiben Artikel nach bestem Wissen und Gewissen

// komplexe Sachverhalte verständlich schreiben

// Guter Journalismus kostet Geld

Foto (hintere Reihe von links): Sonja Bossert, Nadja Fischer, Isabell Kähny
(vordere Reihe von links): S. Lennert, Dr. Sandra Hartmann, Nadine Cwik.
Es fehlen: Jürgen Bitsching, Timo Hermann, Kristina Dorn, Judith Stoll
28. Juni 2017

Unser Anspruch an Journalismus heute

27. Juni 2017

Neues Bürogebäude für das Landratsamt

// Umzug des Umwelt- und Baurechtsamts diese Woche
// Kosten: 1,93 Millionen Euro

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

Das Bürointerimsgebäude auf dem Flurstück 1675 in Künzelsau ist fertiggestellt. Nach nur vier Monaten Bauzeit freut sich das Landratsamt Hohenlohekreis über dringend benötigte zusätzliche Büroflächen für 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Es sind freundliche und lichtdurchflutete Büroräume entstanden. Das barrierefreie Erdgeschoss ist sowohl für Besucher als auch für Mitarbeiter mit Handicap nutzbar. Die Module des Gebäudes wurden entsprechend der aktuellen Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit einem zusätzlichen Kaltdach versehen. Durch die gewählte Wärmepumpentechnik mit Wärmerückgewinnung konnte eine wirtschaftliche und moderne Technologie gewählt werden, die das Erneuerbare Energien Wärme Gesetz (EEWärmeG) erfüllt.

Gesamtkosten liegen bei 1,93 Millionen.
Der Kreistag hat diese Kosten in seiner Sitzung am 18.07.2016 genehmigt.

Die Mitarbeiter des Umwelt- und Baurechtsamtes ziehen in der Woche von Montag, 26.06.2017 bis Freitag, 30.06.2017 in das neue Verwaltungsgebäude um. Telefonnummern, Öffnungszeiten und die postalische Anschrift ändern sich dadurch nicht. Die Erreichbarkeit an den Umzugstagen ist eingeschränkt. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Durch den Umzug des Umwelt- und Baurechtsamtes aus dem Haupthaus stehen auch in den Gebäuden A und B Umzüge an, welche in den nächsten Monaten durchgeführt werden.

Hintergrundinformationen:

Aufgrund der dringend benötigten Büroflächen und des Interimsgedankens wurde eine Modulbauweise gewählt. Die Baugenehmigung wurde am 19.12.2016 erteilt. Eine Auftragsvergabe konnte nach einem öffentlichen Teilnahmewettbewerb am 04.01.2017 erfolgen. Im Anschluss an eine intensive Planungs- und Ausführungsphase wurden vom 19. April bis 24. April 2017 die Container gestellt. Die Ausbauphase betrug dann sechs Wochen.

Nutzfläche: ca. 715 m²

// Bild: Das neue Bürointerimsgebäude. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
26. Juni 2017
  • Sven Reichardt gab ebenfalls Einblicke in seine neue Schreinerei

  • 39 Flohmarkt-Verkäufer haben ihre Waren verkauft

  • Sammlerstücke wie diese Emaille-Schilder fanden sich unter den zum Verkauf stehenden Artikeln

  • Magdalena Bytnar hatte eine kurze Anreise

  • An Heide Streckers Stand konnten Besucher selbst gemachte Einzelstücke kaufen, wie etwa individuelle Fotos auf Holzbrettchen

"Trödeln macht glücklich"

Unter dem Motto "Trödeln macht glücklich" lud Christiane Bürkert am vergangenen Samstag, den 24. Juni 2017, von 17 bis 24 Uhr, zum ersten Nachtflohmarkt zu ihrer Kreativwerkstatt nach Ingelfingen-Dörrenzimmern in die Eberstaler Straße ein.
 
Moderne Kittelschürzen, Porzellantassen, alte Email-Werbeschilder oder Weidenkörbe - die Besucher konnten an 39 Ständen zwischen allerlei Trödel auswählen.Für Flohmarkt-Fan Magdalena Bytnar aus Ingelfingen war es im wahrsten Sinne naheliegend, bei einem Flohmarkt im Teilort Dörrenzimmern als Verkäuferin mitzumachen. Heide Strecker verkauft an ihrem Stand kreative, selbst gemachte Handwerksarbeit, individuelle Fotos auf Holzbrettern oder Gartendeko aus Paletten.

Im Nebengebäude konnten die Besucher zugleich einen Einblick bekommen in die neu eröffnete Schreinerei von Sven Reichardt.

Organisatorin Christiane Bürkert ist zufrieden. Mit so vielen Flohmarkt-Ständen hätte sie nicht gerechnet.
24. Juni 2017

DRK: Rettungswagen bei uns in 9 Minuten da


Nachdem der SWR über die Problematik berichtet hat, dass Rettungswagen in manchen Teilen Baden-Württembergs zu spät am Unfallort eintreffen, haben wir beim Landratsamt nachgefragt, wie schnell im Durchschnitt ein Rettungswagen bei uns vor Ort ist.

Das Deutsche Rote Kreuz teilte dem Landratsamt auf Nachfrage mit, dass 2016 die durchschnittliche Eintreffzeit im Rettungsdienstbereich des DRK Kreisverbands Hohenlohe 9 Minuten und 34 Sekunden betragen hat.
23. Juni 2017

Bürgerveranstaltung zum Thema Krankenhaus am 03. Juli 2017

Landrat Dr. Matthias Neth lädt zur Bürgerveranstaltung am 03.07.2017 zum Thema Krankenhaus Künzelsau ein

Am 09. Juni 2017 entschied sich die überwiegende Mehrheit der Kreisräte dafür, den Krankenhausstandort Öhringen mit einem Neubau auszubauen und Künzelsau zu einem noch nicht näher definierten Medizinzentrum ohne stationäre Versorgung umzubauen.

Am Montag, den 03. Juli 2017 lädt Dr. Matthias Neth zu einer Bürgerveranstaltung in die Stadthalle Künzelsau ein, um, so die aktuelle Pressemitteilung des Landratsamtes, "mit der Bevölkerung über die weitere Ausgestaltung des Medizin-Zentrums ins Gespräch zu kommen. Zentrales Thema des Abends wird die Zukunft des Standortes Künzelsau sein. Wie geht es weiter? Wie kann diese aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es?"

Beginn ist um 19:00 Uhr, die Stadthalle ist ab 18:30 Uhr geöffnet.

Fotos (von links): Krankenhaus Künzelsau, Demonstranten bei der Entscheidung in Krautheim am 09. Juni 2017, Landrat Neth, Mittwochsdemo. Fotos: GSCHWÄTZ
22. Juni 2017

Über Sucht, Rückenwind für Schüler und Dörzbachs Antrag für Quartier 2020

Die nächste Sitzung des Sozial-, Kultur- und Bildungsausschusses ist am Montag, 26. Juni 2017, um 13:30 Uhr im Landratsamt Hohenlohekreis in Künzelsau, Sitzungssaal Nr. 401, 4. OG.

Die Sitzung hat folgende öffentliche Tagesordnung:

1. Erweiterung und Sanierung der Gewerblichen Schule Öhringen - Vergabe von Bauleistungen

2. Projekt „Netzwerk Rückenwind“ (Förderung von Schülern) an den Hauswirtschaftlichen Schulen in Künzelsau und Öhringen - Weiterführung des Projekts im Jahr 2018

3. Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke im Hohenlohekreis (PSB) - Bericht über die Arbeit

4. Vorstellung des Integrationskonzepts für den Hohenlohekreis

5. Pflegestützpunkt im Hohenlohekreis - Bericht über die Arbeit

6. Ideenwettbewerb zur Strategie „Quartier 2020-Gemeinsam.Gestalten“ Gemeinsame Antragstellung des Hohenlohekreises in Kooperation mit der Gemeinde Dörzbach

7. Arbeitsinitiative Hohenlohekreis gGmbH
a) Jahresabschluss 2016 – Feststellung und Ermächtigung
b) Zuschuss des Hohenlohekreises für das Jahr 2016
c) Änderung / Anpassung des Gesellschaftsvertrags
der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis gGmbH
- Vorberatung

8. Verschiedenes

Die Bevölkerung ist zur Sitzung herzlich eingeladen

Bild 1: Alkoholsucht.

Bild 2: Netzwerk Rückenwind. Foto: Hohenlohekreis

Bild 3: Dörzbachs Bürgermeister A. Kümmerle. Foto: Gemeinde Dörzbach
20. Juni 2017

Waldkindergarten für Künzelsau

// Öffentliche Sitzung des Gemeinderats heute 18 Uhr
Weitere Themen:
// Servicepoint für ältere Menschen im Alten Rathaus
// Was tun beim nächsten Hochwasser?

Heute um 18 Uhr ist eine öffentliche Sitzung des Gemeinderats ab 18 Uhr im großen Saal im Rathaus. Die Programmpunkte:
                
// Bürgerfragestunde    
           
// Einrichtung eines Waldkindergartens am Standort Ballenwasen - Baubeschluss
    
// Ideenwettbewerb: Neue Nutzung Altes Rathaus

// Was tun beim nächsten Hochwasser? Starkregenrisikomanagement der Stadt Künzelsau

// Neubau eines Kleinspielfeldes im Prübling - Zustimmung zu außerplanmäßigen Ausgaben    
           
// Annahme von Spenden    

// Anfragen des Gemeinderates    
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 Hintergrund Waldkindergarten:

Am 11. April 2017 hat der Gemeinderat einstimmig der Einrichtung eines Waldkindergartens am Standort Ballenwasen (Wald zwischen Gaisbach und Taläcker) zugestimmt. Die Verwaltung schlägt vor, den Betrieb des Waldkindergartens „Die kleinen Molche“ zum 1. März 2018 aufzunehmen.Die Kosten für die Umgestaltung und Ausstattung der Waldarbeiter- beziehungsweise Schutzhütte belaufen sich laut der Stadt Künzelsau auf zirka 95.000 Euro. Die Finanzierung sei über den Haushalt möglich.

Die Schutzhütte bietet Platz für max. 1,5 Gruppen. Die Verwaltung der Stadt Künzelsau schlägt vor, vorerst mit einer Kindergartengruppe zu starten. Das wären maximal 20 Kinder. Es werden Kinder ab drei Jahren aufgenommen. Betreuung täglich von 8 bis 14.00 Uhr. Es sollen 2,5 Mitarbeiter hierfür eingestellt werden. Der Kindergarten soll ab
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Hintergrund Ideenwettbewerb Altes Rathaus:

Das Ministerium für Soziales und Integration schreibt derzeit einen Ideenwettbewerb „Quartier 2020“ aus. Mit dem Programm sollen Quartiersentwicklungsprozesse angestoßen und besonders gelungene Konzeptideen honoriert werden. Das Preisgeld beträgt maximal 100.000 Euro pro Bewerbung (Verwendunn). Projekte sollen Anfang 2018 begonnen werden. Die Themen „Pflege und Unterstützung im Alter“ und „Bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung“ sollen dabei zwingend enthalten sein.
 
Die Stadtverwaltung Künzelsau möchte sich an diesem Ideenwettbewerb mit folgender Projektidee beteiligen:

Das alte Rathaus ist Wahrzeichen von Künzelsau und Mittelpunkt der Innenstadt. Im Zuge der Sanierung soll diese zentrale Bedeutung mit der Einrichtung von Bürgerräumen gestärkt werden. Der Projektantrag knüpft daran und an das aktuelle Spendenprojekt an und soll die Frage klären, wie die Bürgerräume im alten Rathaus gestaltet und genutzt werden sollen, damit diese für die (ältere) Bevölkerung, für die Vereine und Einrichtungen ein Gewinn sind.

Folgende Fragestellungen sollen u.a. in den Prozess mit einbezogen werden:

    Wie wird das alte Rathaus zum gelebten Mittelpunkt aller in Künzelsau?
    Wie können die Bürgerräume im alten Rathaus gestaltet werden, damit diese auch für die ältere Bevölkerung ein Gewinn sind?
    Welche Ausstattung muss vorhanden sein?
    Welche Angebote sind sinnvoll und möglich?

Konkret soll zudem die Idee mit aufgenommen werden, im alten Rathaus einen „Service Point“ einzurichten, der gezielt Beratung auch für ältere Personen oder Angehörige bietet.

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Hintergrund Hochwasser:

Nach dem Hochwasser am 29./30. Mai 2016 wurde in der Gemeinderatssitzung am 5. Juli 2016 festgelegt, ein Konzept zum Thema „Starkregenrisikomanagement“ für das gesamte Künzelsauer Stadtgebiet durch ein geeignetes Ingenieurbüro erarbeiten zu lassen.

Das Ingenieurbüro soll eine Gefährdungs- und Risikoanalyse in Bezug auf lokal begrenzte Regenereignisse mit großer Niederschlagsmenge und hoher Intensität durchführen.

Nach Fertigstellung des Starkregenmanagementplans werden konkret Vorschläge zur Vermeidung von Schäden bei Starkregenereignissen erarbeitet, die wiederum bauliche Maßnahmen im Bereich Regenrückhaltung/Hochwasserschutz nach sich ziehen können. Der Stadt Künzelsau wird dann ein Handlungskonzept vorliegen, das Schritt für Schritt baulich umgesetzt werden kann.

Das Büro Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH aus Stuttgart wurde beauftragt, die Ausschreibung für die Auswahl eines geeigneten Ingenieurbüros vorzubereiten. Folgende Ingenieurbüros wurden im Ausschreibungsverfahren berücksichtigt:

    Ing.-Büro Winkler und Partner, Stuttgart,
    Ing.-Büro Heberle, Rottenburg a. Neckar
    BIT Ingenieure, Heilbronn

Im Rathaus der Stadt Künzelsau wurden zwei Angebote abgegeben:

// BIT Ingenieure, Heilbronn  94.129,00 €
// Ing.-Büro Heberle, Rottenburg a. N.297.169,83 €

Das Ingenieurbüro Winkler und Partner aufgrund der hohen Auslastung Ihres Büros abgesagt.

// Foto 1: Beispiel Waldkindergarten. privat
// Foto 2: Hochwasser in Künzelsau im vergangenen Jahr. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau



20. Juni 2017

Änderungen für Macher von Veranstaltungen

// Genehmigung von Veranstaltungen auf öffentlichen Verkehrsflächen
// Änderungen im Hohenlohekreis ab 1. Juli 2017

An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Hohenlohekreises:

Die Genehmigung von Veranstaltungen, die auf öffentlichen Straßen stattfinden, wird aufgrund einer Änderung der Straßenverkehrsordnung neu gestaltet. Die neue Regelung findet im Hohenlohekreis ab 1. Juli 2017 Anwendung.
Die Genehmigung ist weiterhin beim Straßenverkehrsamt des Hohenlohekreises beziehungsweise für die Verwaltungsgemeinschaft Öhringen/Pfedelbach/Zweiflingen bei der Stadtverwaltung Öhringen zu beantragen.

In der Vergangenheit erhielt der Veranstalter bei der Durchführung einer Veranstaltung auf öffentlichen Verkehrsflächen sowohl die Erlaubnis als auch die Vorgaben, wie die Beschilderung durchzuführen ist.
In Zukunft bekommt der Veranstalter nur noch die Erlaubnis, die Veranstaltung auf öffentlichen Verkehrsflächen abzuhalten. Die verkehrsrechtliche Anordnung bezüglich der Beschilderung richtet sich je nach Straße an die Gemeinde oder an das Straßenbauamt des Hohenlohekreises.

Die entstehenden Kosten für die Beschilderungsmaßnahmen auf einer Kreis-, Landes- oder Bundesstraße im Zuständigkeitsbereich des Landratsamts Hohenlohekreis sind dem Straßenbauamt durch den Veranstalter zu ersetzen. In einigen Gemeinden und Städten werden die Beschilderungsmaßnahmen auf Kreis-, Landes- oder Bundesstraße durch diese, angelehnt an die bisherige Praxis ohne Kostenersatz gegenüber dem Straßenbauamt, vorgenommen. Die Kosten für die Beschilderung auf Gemeindestraßen richten sich nach den Regelungen der jeweiligen Städte und Gemeinden.

Weitere Informationen zur Genehmigung von Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen gibt es beim Straßenverkehrsamt des Hohenlohekreises, Klaus Gasafi, Tel. 07940 18210 und Heike Schmidt, Tel. 07940 18226.


14. Juni 2017

8. Harley Run mit großem Rahmenprogramm

8. Hohenloher Harley Run am 28. & 29. Juli in Künzelsau
// mit Open-Air-Musikauftritten & Airbrush, Schmuck und mehr
// Eintritt frei
// Spenden gehen an einen guten Zweck

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

In wenigen Wochen ist es soweit und die Motoren der amerikanischen Kultmarke Harley Davidson werden wieder in Künzelsau gestartet. Im vergangenen Jahr haben über 500 Fahrer daran teilgenommen. Das Programm auf den Wertwiesen am Biergarten am Kocher bietet für die ganze Familie etwas:
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Das Programm:

Am Freitag, 28. Juli 2017, steigt eine Warm-Up-Party mit bekannten Musikern aus der Region. Bereits um 19.30 Uhr spielt „Razzmattazz“, danach folgt die  Band „Velvet Soul Street“ abgelöst.

Am Samstag, den 29. Juli 2017, ab 11 Uhr, werden die Teilnehmer auf dem Eventgelände auf den Künzelsauer Wertwiesen erwartet und von dem Duo „Stage“ musikalisch begrüßt. Ab 13 Uhr stellen sich die Harley-
Fahrer zum 8. Hohenloher Harley Run auf. Die Zuschauer könnenn hier vielfältige Motorräder bestaunen.
Um 14 Uhr ist der Start des Harley Run. Es geht durchs
Hohenloher Land mit einer Streckenlänge von circa 80 Kilometer. Ein Zwischenstopp ist dieses Jahr in Öhringen in der neuen Location Filiae eingeplant, wo für die am Run teilnehmenden Biker für Speis und Trank gesorgt ist.

Nach der Rückkehr ab 17 Uhr spielt die Band „Solid Spruce“. Gegen 20 Uhr folgt die Band „7 more
days.
Für das leibliche Wohl sorgen Pimpl´s Biergarten, Barbeque Crew, Langos Wagner und Lou´s Maultäschle.

Der Harley Run ist mittlerweile eine Veranstaltung für die ganze
Familie. Der Eintritt ist frei.

Wer übernachten möchte, kann den
Campingplatz direkt am Kocher benutzen oder nutzt eine der
Übernachtungsmöglichkeiten in den Hotels und Pensionen.
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Durch die großzügigen Spenden und einer Umsatzabgabe der
Caterer in Höhe von dreißig Prozent kann dieses Event am Biergarten in Künzelsau ohne Eintritt angeboten werden. Der Erlös geht direkt an
den Verein Christliche Humanitäre Hilfe Gambia e.V. von Ingo Roth. Ingo auf: www.gambiahilfe-hohenlohe.com. 2016 wurde ein Rekordspendenbetrag von 16.000 Euro übergeben.

Mit mehr Ausstellern, neben Würzburg Village, der
Firma Kreiselmeyer aus Feuchtwangen, Künstler wie Wild Jack
Kustoms, Airbrush von Göbel-Art, einem Tattoo Stand, dem
Zweiradmuseum Neckarsulm, Schmuck von Rockstyle - Markus
Wenger, Biker-Fee und viele mehr, wollen die Organisatoren die Veranstaltung für die Teilnehmer und Besucher noch interessanter machen.

Weitere Informationen:
 www.hohenlohe-harley-run.com

Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau
12. Juni 2017
11. Juni 2017

Überragende Vorstellung ohne Requisiten

// Theater im Fluss am Kocherfreibad in Künzelsau: Angst essen Seele auf
// aktuelles Thema: Flüchtling Ali spielt die Hauptrolle, den Gastarbeiter Ali
// schwere Thematik mit Witz und unter Einbeziehung des Kocher- und Jagsttals gespielt

                                                                                                                                                                                                    Videos und Text: Nadja Fischer

45 Minuten vor der Aufführung laufe ich in Richtung Bühne und sichere mir einen Platz ganz außen, damit ich mich alleine auf das Stück konzentrieren kann und damit mir niemand in meine imaginäre Wohlfühlblase zu nahekommt. Etwas verwundert über die Tatsache, dass die ‚Liege-Badetuch-Reservierung’ hier zu einer ‚Jacken-Sitzwürfel-Reservierung’ umfunktioniert wurde. 19:50 Uhr. Meine imaginäre Wohlfühlblase ist geplatzt. Eine ausverkaufte Vorstellung. Mein Platz direkt an der Treppe ist zu einem Platz mittendrin geworden. Wo man sich hinsetzten und die Bühne sehen kann wird sich hingesetzt. ‚If it fits, i sits’. Über mich selbst erstaunt, finde ich die Situation nicht schlimm. Man wird direkt in Gespräche verwickelt. Die Stimmung ist super. Etwas Verwunderung raunt aber durch die Zuschauer. Eine Bühne und sie ist leer. Keine Requisiten. Nichts. Sehr spartanisch, denke ich mir.

Der Regisseur Franz Bäck erklärt: „Keine Requisiten schafft Schnelligkeit und Tempo. Man muss den Fluss der Erzählung durch das Umbauen nicht unterbrechen.“ Somit wird alles auf die Sprache und das schauspielerische Talent des Ensembles gesetzt, welches aus Laienschauspielern besteht. „Die richtige Betonung ist sehr wichtig. Da übt man schon mal 15 Minuten an einem simplen Satz wie ‚Hol mir mal ein Bier’ um ihn perfekt hinzubekommen“ sagt Ulrich Lauterbach, der den Krämer spielt. Das besondere an der diesjährigen Aufführung: Der Flüchtling Ali Ghamar Helalat spielt Ali im Stück. Einen Gastarbeiter. Ali Ghamar Helalat spricht und versteht die Deutsche Sprache noch nicht gut. „Man musste Ali erklären, was für eine Bedeutung seine gesprochenen Worte im Stück haben, damit er sie auch spielen kann", so Franz Bäck.

Alle Schauspieler haben eine überragend gute Leistung erbracht. Sie haben mit so vielen Emotionen und der perfekten Sprache eine unvergessliche Inszenierung gezeigt. Sie haben das Publikum miteinbezogen. Immer mal wieder etwas aus dem Kocher- und Jagsttal eingebracht, was im Publikum für etliche Lacher, sorgte trotz der ernsten und schweren Thematik des Stückes. Eine Inszenierung voller Charme und schauspielerischem Talent. Absolut sehenswert.

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Ich habe nachgefragt bei den Zuschauern nachgefragt: Wie fanden Sie das Stück?

„Sehr gut. Zumal es sehr Beeindruckend ist, dass es Laien sind.“ Heide Schulz und Hanne Birk

„Super. Charaktere sind wirklich gut. Auch wenn man dieses Jahr nicht von Bühne zu Bühne laufen kann, ist es auch so gut. Das Thema ist sehr treffend“ Corina und Ralf Hub

„Sehr gut gespielt. Aktuelles Thema. Auch die Schauspieler sind lobenswert.“ Anonym

„Ganz großes Lob. Es ist zwar sehr spartanisch. Kein einziges Möbelstück als Requisite. Aber die Sprache ist dafür sehr präzise. Sehr beeindruckend.“ Heide Ruopp

PS: Jacke oder Pullover mitnehmen. Sobald die Sonne untergeht wird es frisch. Für Empfindliche: vielleicht auch ein Sitzkissen einpacken.
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Die nächste Vorstellung ist am Mittwoch, den 14. Juni, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen: 16., 17., 23., 24., 29., 30. Juni 2017, jeweils 20 Uhr. 01., 05., 07., 08. Juli 2017, ebenfalls jeweils 20 Uhr. Karten bei Presse Turber, Tabak Brückbauer oder auf: https://www.theater-im-fluss.com/site/kartenverkauf.php

Das Video links und in der Mitte zeigen Ausschnitte aus der Aufführung am 10. Juni 2017. Video ganz rechts: Blick hinter die Kulissen und kurzes Gespräch mit den Darstellern in der Maske - kurz vor ihrem Auftritt am 10. Juni 2017.
Videos untere Reihe: Weitere Ausschnitte aus dem Stück, u.a. Polonaise mit den Zuschauern
10. Juni 2017

Aus für Krankenhaus Künzelsau - Kreisräte attackieren Neumann scharf

  • Bürger demonstrieren in Krautheim für den Erhalt des Krankenhauses

// Mit Mühe erkämpfen sich Bürgermeister Platz in Beratungsgremium, wie es nun weitergeht
// Prof. Dr. Karle: "Das Allerletzte", einzelne Personen anzugreifen
                                                                                                                                                                                        Text und Fotos von Sabine Lennert

Bei der Kreistagssitzung in Krautheim am 09. Juni 2017 fiel die Entscheidung über die Zukunft des Hohenloher Krankenhauses. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Kreisräte dem Krankenhausstrukturfonds zu, was das Aus für das Krankenhaus in Künzelsau bedeutet.

Als hätte der Himmel schon geahnt, wie die Sitzung des Kreisrats verlaufen würde, zogen sich kurz vor deren Beginn dunkle Wolken zusammen. Trotz Wind und pünktlich einsetzendem Regen hatten sich viele Menschen mit Plakaten vor dem Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim versammelt, um für den Erhalt des Krankenhauses zu demonstrieren. Der Sitzungssaal war dann auch mit über 100 Bürgern voll besetzt.

Im Sitzungssaal bat Landrat Dr. Matthias Neth bei der Eröffnung der Sitzung dann zuerst darum, die Banner und Plakate abzunehmen. Gastgeber Andreas Köhler (CDU) begrüßte die Anwesenden zu dieser „historischen und weichenstellenden Entscheidung für den Hohenlohekreis“ und ließ gleich zu Beginn keinen Zweifel am Ausgang der Sitzung: „Kreisräte sind keine Ja-Sager und müssen auch schmerzhafte Entscheidungen treffen“. Neth unterbrach daraufhin die Eingangsworte und rief die Buhrufer in den Reihen der Öffentlichkeit zur Ordnung.

Nach dem Motto „Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ wurden auch heute keine wirklich neuen Argumente präsentiert. Aus strukturellen, fachlichen, personellen und finanziellen Gründen sei es unwirtschaftlich, das Krankenhaus in Künzelsau weiterhin zu betreiben. Das habe nichts mit Missmanagement zu tun, wie oft behauptet würde. Das Krankenhaus habe bisher nur aufgrund hoher Zuschüsse und Gehaltsverzicht von Seiten des Personals, das unter Tarif bezahlt würde, möglich gewesen. Für eine Vollprivatisierung müssten Bieter überzeugende Argumente vorlegen, die Suche würde mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. Der Zeitplan des Landes lasse aber keinen weiteren Aufschub zu – die Entscheidung müsse heute fallen. Zudem habe der Rettungsdienst sogar schriftlich bestätigt, dass eine Fahrt zum nächstgelegenen Krankenhaus maximal 30 Minuten dauern würde, auch wenn es in Künzelsau kein Krankenhaus mehr gäbe.

Nach dem gescheiterten Versuch, ein Großkrankenhaus an der Landkreisgrenze in Untermünkheim zu errichten, sieht Neth in dem Förderangebot eine „zweite Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten“.
Jürgen Schopf, Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhauses gGmbH, legte nochmals die Zusammensetzung der Fördergelder dar. Da es sich um eine Festbetragsförderung handle, könne der Förderbetrag nicht reduziert werden, auch wenn jetzt noch Kosten eingespart würden. Sparpotenzial sei an verschiedenen Stellen identifiziert worden und werde auch genutzt. Die veranschlagten 99,6 Millionen Euro würden für den Neubau in Öhringen ausreichen.
Bei den anschließenden Wortmeldungen war man sich größtenteils einig. Die Schließung eines Krankenhauses gehe immer an die Nieren, zwei Standorte in einer Entfernung von nur 16 km Luftlinie seien nicht finanzierbar, die aktive Mitgestaltung der Zukunft sei bei einem privaten Investor nicht möglich.

Einzig Stefan Neumann gab das Versagen des Kreisrats in zwei Punkten zu. Zum einen sei es nicht möglich gewesen, ein zukunftsfähiges Konzept für beide Standorte zu erstellen. So gebe es nun für einen Teil des Kreises ein Krankenhaus, für den anderen Teil nur einen Fingerzeig. Zum anderen wies er auf das Versagen im Umgang mit den Bürgern hin, die man nicht mitgenommen habe. An den daraus resultierenden Fronten hätten alle Anteil. Neumann erntete dafür Applaus von den Zuhörern.

Auch Christian von Stetten (CDU) und Prof. Dr. Karle (FWV) äußerten sich kritisch und kündigten an, den Antrag nicht in allen Punkten zu unterstützen. „Ich bin der BI gegenüber immer neutral geblieben, aber vieles, was dort gesagt wurde, war so falsch nicht“, so Karle. Ein Gutachten sei Theorie, die Hohenloher aber Praktiker. So habe man praktisch nichts versucht, sondern theoretisch abgelehnt.
Thomas Dubowy (FWV) sah durch die zunehmende Spezialisierung personelle Schwierigkeiten bei der Besetzung aller nötigen Arztstellen. Der Wegfall des Krankenhauses in Künzelsau ziehe aber keinen Fachärztemangel nach sich, denn es sei auch heute mit Krankenhaus schon schwierig, neue Fachärzte zu finden, die sich auf dem Land niederlassen. Einen hohen Stellenwert haben für ihn auch die Senioreneinrichtungen, die ebenfalls zur Hohenloher Krankenhaus gGmbH gehören.

Über vier Punkte stimmten die Kreisräte in dieser Sitzung ab. Punkt 1: Festhalten an den am 30. September 2016 und 23. Januar 2017 getroffenen Beschlüssen: 28 Kreisräte stimmten dafür. Drei Gegenstimmen kamen von Stefan Neumann, Christian von Stetten und Prof. Dr. Christoph Karle. Dem Antrag, die Fürdermittel anzunehmen, stimmten 29 Kreisräte zu, Gegenstimmen kamen von Stefan Neumann und Prof. Dr. Christoph Karle. Der Neubau in Öhringen wurde mit 30 Stimmen angenommen, nur Stefan Neumann stimmte dagegen. Dem Bettenabbau der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH von 283 auf 205 Betten stimmten alle Kreisräte bis auf Stefan Neumann, Christian von Stetten und Prof. Dr. Christoph Karle zu.

Danach wurde über das Markterkundungsverfahren gesprochen und abgestimmt. Stefan Neumann hatte den Antrag gestellt, in das beratende Gremium auch die Bürgermeister von Künzelsau und Öhringen aufzunehmen. Dies führte zu heftigen Diskussionen, in denen Neumann von verschiedenen Seiten vorgeworfen wurde, man könne sich nicht auf seine Vertraulichkeit verlassen. Für von Stetten dagegen war es unverständlich, warum Neumann nicht in das beratende Gremium aufgenommen werden solle, wo für Öhringen schon ganz genau feststünde, was passieren wird, nicht jedoch für Künzelsau. Professor Karle bezeichnete es als „das Allerletzte“, einzelne Personen anzugreifen, das sei nicht das richtige Verhalten für einen Kreisrat. „Seid ihr noch zu retten? Wenn das so weitergeht, melde ich mich an meinem Zweitwohnsitz an!“

Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung empfahl Neth, dem Antrag von Neumann zuzustimmen, da es politisch gesehen sinnvoll sei, die Bürgermeister in das Gremium aufzunehmen. Gerhard Feiler (FDP) beantragte „für Ruhe und Gelassenheit“ eine geheime Abstimmung zu diesem Thema. In der folgenden Abstimmung stimmten die anwesenden Kreisräte einstimmig dem Ablauf des Markterkundungsverfahrens zu. Die geheime Abstimmung wurde mit 28 zu 3 Stimmen abgelehnt und es sprachen sich 24 Kreisräte für die Aufnahme von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Öhringens Bürgermeister Thilo Michler in das Gremium aus. Lediglich drei Räte waren dagegen, vier enthielten sich.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes dankte Torsten Kunkel (CDU) Landrat Neth und mahnte „Ein Landrat ist ein Mensch, der Gefühle hat, die er nicht abends mit der Jacke ausziehen kann“. Er bat deshalb die Anwesenden um Mäßigung für die Zukunft.

Abschließend bat Landrat Neth, die demokratisch getroffene Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn die Sitzung für die Öffentlichkeit schwierig, für manche sogar eine Zumutung gewesen sei. Die Verantwortung würde von allen Kreisräten ernst genommen, dies sei keine leichtfertige Entscheidung sondern mit Sorge um alle Hohenloher getroffen.


08. Juni 2017

"Ein sehr riskanter und ungewisser Weg"

// AfD-Landtagsabgeordneter Anton Baron wendet sich in einem Schreiben an Kreisräte

AfD-Landtagsagbeordneter Anton Baron wendet sich einen Tag vor der Entscheidung über das Krankenhaus Künzelsau mit einem Schreiben am 08. Juni 2017 an den Landrat und die Kreisräte. Baron warnt darin vor den bevorstehenden finanziellen Belastungen: "Darüber hinaus wird diese Entscheidung auch dazu führen, dass der Landkreis voraussichtlich einen riesigen Schuldenberg von über 60 Millionen Euro für den Neubau in Öhringen vor sich hertragen
wird."

Weiter heißt es: "Das Künzelsauer Krankenhaus wurde nach meinem Kenntnisstand erst durch gravierende betriebswirtschaftliche Fehlentscheidungen des Managements in diese missliche Lage gebracht, nicht umsonst wurde damals der Anbau und die Sanierung aus Eigenkapital
des Krankenhauses finanziert. Ebenso trägt die Bundespolitik in Teilen dafür Verantwortung, dass über 5o Prozent aller Krankenhäuser in Baden-Württemberg inzwischen
rote Zahlen schreiben und unterfinanziert sind." (...) "Mit dem Schritt zum Neubau in Öhringen gehen Sie einen sehr riskanten und ungewissen Weg, der nicht nur zum Zusammenbruch der
Gesundheitsversorgung in Künzelsau sondern auch das Krankenhaus in Öhringen in eine prekäre Lage führen kann. Aus Erfahrungen aus anderen Landkreisen hat sich gezeigt,
dass Teile der Kosten vom geschlossenen Krankenhaus auf einen erhöhten Bedarf an Fahrzeugen und Rettungshubschraubern für die Notfallversorgung verschoben wurden."

"Auch die Besetzung des angedachten Medizinzentrums mit Ärztestellen in Künzelsau ist noch völlig offen, da Künzelsau nach Bundesvorgaben eigentlich eine „Überversorgung“
an Arztstellen hat."
08. Juni 2017

Bürger "verlieren das Vertrauen in die Demokratie"

Krankenschwester Gabriele Diether: "Das Vertrauen in die Demokratie geht verloren"
// emotionale Rede auf der 32. Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch
// heute entscheiden die Kreisräte über das Krankenhaus Künzelsau

Auf der 32. Mittwochsdemo am 07. Juni 2017 sprach Gabriele Diether, Krankenschwester in der Tagesklinik in Künzelsau, die vom Weissenhof in Weinsberg betrieben wird, deutliche Worte gegenüber den Kreisräten, die heute die Entscheidung fällen über den Krankenhausstandort Künzelsau.

Durch den Öhringer Neubau kämen "massive finanzielle Belastungen auf den Hohenlohekreis" zu, da der Neubau "mindestens das Doppelte koste", von dem, was an Geld vom Krankenhausstrukturfonds hereinkäme.

"Letzten Endes", so die Krankenschwester, tragen sie [Anm. d. Red.: die Kreisräte], einen Beitrag dazu bei, dass die Leute die Schnauze voll von Politik haben und dass sie das Vertrauen in die Demokratie verlieren."

Die Kreisräte entscheiden heute in Krautheim über die Annahme der Gelder aus dem Krankenhausstrukturfonds, was zugleich das Aus für den Krankenhausstandort Künzelsau bedeuten würde.

Die Kreistagssitzung ist um 14 Uhr im Eugen-Seitz-Bürgerhaus, Götzstraße 49, 74238 Krautheim

08. Juni 2017

Lehrgang Motorsäge in Altkrautheim

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes:

Das Forstamt des Hohenlohekreises bietet im September 2017 drei Grundlehrgänge für den Umgang mit der Motorsäge an. Die jeweils zweitägigen Lehrgänge finden am 18./19. September, 20./21. September und 25./26. September im Walddistrikt Keller, Gemarkung Altkrautheim statt.

Die Ausbildungsinhalte erfolgen nach den Standards der Unfallversicherungsträger. Das angebotene Modul A “Grundlagen der Motorsägenarbeit“ umfasst 16 Unterrichtseinheiten mit dem praktischen Schwerpunkt der Bearbeitung von liegendem Holz. Die Lehrgänge beinhalten Grundlagen zu Motorsäge und Werkzeug sowie den Bereich Arbeitsschutz und Unfallverhütung, Arbeitsvorbereitung und Arbeitstechniken, Wartung und Pflege der Motorsäge und der Holzerntewerkzeuge. Im praktischen Teil wird das Schärfen der Sägekette, das Schneiden am liegenden Holz, das Fällen von Schwachholz, die Aufarbeitung von Brennholz und der Einsatz von Hilfswerkzeugen erlernt.
Neu ist die Durchführung einer Erfolgskontrolle sowohl im theoretischen, als auch im praktischen Teil. Eine erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für die Ausstellung einer Bescheinigung.

Am Lehrgang teilnehmen können alle Privatwaldbesitzer, Brennholzaufarbeiter, Mitglieder der Feuerwehren sowie Mitarbeiter von Bauhöfen. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und müssen eine persönliche Schutzausrüstung mitbringen.

Der Vordruck für die Anmeldung kann beim Forstamt unter Tel. 07940 18/567, per Fax 07940 18-574 oder per E-Mail: Christina.Schmid@hohenlohekreis.de angefordert werden. Er ist ebenfalls auf der Homepage des Landratsamts Hohenlohekreis, www.hohenlohekreis.de unter Aktuelles sowie unter Landratsamt/Ämter und Organisation/Forstamt/Forstamt aktuell, abrufbar. Eine Anmeldung bis 6. Juli 2017 ist erforderlich. Die Belegung der Lehrgänge erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Der Lehrgang kostet je Teilnehmer 180,00 €.
04. Juni 2017

700 Jahre Amrichshausen - Ein Dorf gibt Vollgas

von Isabell Kähny

// Aus Amelungshausen wurde Amrichshausen: 700 Jahre Zeitgeschichte gebührend gefeiert

Stolz schauten am vergangenen Pfingstwochenende nicht nur die Einwohner auf die letzten sieben Jahrhunderte zurück. Es kamen viele Besucher aus den Nachbargemeinden sowie ehemalige Amrichshäuser oder Personen, die Verwandtschaft im Künzelsauer Teilort haben: unter anderem aus München, aus Hamm, aus Untertürkheim oder aus Zürich. Immer wieder fielen sich Männer und Frauen verschiedener Generationen in die Arme. Jutta Ruck schwärmte: „Mir hat das Wiedersehen mit ehemaligen Amrichshäusern am besten gefallen.“ Los ging es bereits am Samstagnachmittag mit einer Busrundfahrt zu markanten Punkten rund um Amrichshausen. Beim Festakt am Abend war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt. Ortsvorsteher Gerhard Rudolph sagte in seiner Begrüßung, dass 700 Jahre für die Weltgeschichte eine kurze Zeit, aber für die Bürger von Amrichshausen etwas ganz Besonderes seien. Dieser ganz besondere Charme war auch in der Halle zu spüren, denn die Anwesenden lauschten gespannt den Grußworten der Ehrengäste. Stefan Neumann, Bürgermeister von Künzelsau, gratulierte herzlich und überreichte einen Scheck in Höhe von 1.400 Euro ( zwei mal 700 Euro), ehe er „viel Spaß beim Feiern“ wünschte.

Landrat Dr. Matthias Neth stellte den Zusammenhalt und das sehr gut funktionierende Dorfleben in den Fokus seiner Laudatio. „Amrichshausen hat eine gute Zukunft“, sagte er voraus. Stadtarchivar Stefan Kraut erläuterte die 700-jährige Geschichte, bevor  Christian Freiherr von Stetten zusammenfasste: „In Amrichshausen lohnt es sich zu leben.“ Abgerundet wurde der gelungene Abend mit einem lustigen Sketch, in dem der neue Künzelsauer Bürgermeister Neumann den beschaulichen Ort Amrichshausen kennen und lieben lernte. Diana Rudolph aus Kemmeten amüsierte sich prächtig: „Den Sketch fand ich prima – genau so, wie es halt in Amrichshausen ist.“

Am Sonntag gab es einen riesigen Besucheransturm - kein Wunder, war doch einiges geboten: Schleppertreff mit Ausstellung alter landwirtschaftlicher Geräte, ökumenischer Festgottesdienst in der Kirche Mariä Geburt sowie Kirchenführungen. Im Mittelpunkt aber stand der Rundweg unter dem Motto „Amrichshausen – früher und heute“. An verschiedenen Stationen wurde über das Ort verteilt alte Handwerkskunst präsentiert: Korbflechter, Drexler, Jäger und mehr. Tina Max aus Ohrenbach fand den Moststand von Paul Kaiser sehr interessant. „Ich hatte vorher noch nie so eine alte Presse gehen. Und der Apfelsaft war auch lecker.“ Pferde, Hasen und Co in der Ortsmitte faszinierten vor allem das junge Publikum. „Die Kids waren total begeistert“, so Julia Morschel. Auch das gesellige Miteinander kam während der beiden Tage nicht zu kurz. „Es war eine tolle Stimmung“, meinte Katrin Knorr aus Schnaihof und Manuala Knittel-Völkner aus Ohrenbach fügte hinzu: „Einfach ein rundum gelungenes Fest!“ Bis in die frühen Morgenstunden wurde in der Scheunenbar gefeiert und auf die nächsten 700 Jahre angestoßen.

  • Bei einem Rundgang durchs Dorf

    wurden alte Handwerkzeuge vorgeführt

  • Christian von Stetten: "Hier lohnt es sich zu leben"

  • Am Festwochenende gab es viele Besucher und Lokalprominenz

  • Lustiger Sketch

    Die Darsteller mit Bürgermeister Stefan Neumann

  • Stefan Neumann übergab einen Scheck

  • Die Besucher konnten beim Rundgang einen Lanz-Bulldog aus alten Zeiten sehen

03. Juni 2017

Mund halten

  • Kreistagssitzung in der Mehrzweckhalle in Waldenburg

  • SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

„Ja, wo sind sie denn, die Bürger?“, fragt SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland, bevor die öffentliche Kreistagssitzung beginnt und zeigt mit dem Finger auf leere Stuhlreihen. Tatsächlich sind an dem vergangenen Donnerstagnachmittag, den 01. Juni 2017, nicht viele Bürger, vielleicht 30 in die Mehrzweckhalle nach Waldenburg gekommen, um zu hören, was die Kreisräte zur Zukunft der beiden Krankenhaus-Standorte Öhringen und Künzelsau zu sagen haben. Aber manche Bürger haben zu dieser Zeit vielleicht auch anderes zu tun: arbeiten zum Beispiel.

Kreistagssitzungen würden generell sicherlich mehr besucht werden, wenn sie abends und (siehe manche nicht mobilen Rentner) mit Nahverkehrsmitteln einfacher zu erreichen wären.
Warum habe man denn nicht eine offizielle Bürgerinformationsveranstaltung gemacht, die im Februar vom Landratsamt angekündigt und versprochen wurde? der Niedernhaller Christian König (SPD) winkt ab: Wir haben schon `zig öffentliche Kreistagssitzungen über dieses Thema gehabt, da kann jeder Bürger gern kommen.“ Aber das ist doch etwas völlig anderes als eine Bürgerinformationsveranstaltung?, hake ich nach. Das finde er nicht, so König. Ach nein?

Betrachten wir doch mal die Fakten: Die Bürger sitzen an den öffentlichen Kreistagssitzungen in den hinteren Reihen und lauschen den Vorträgen und Wortmeldungen der Kreisräte. Die Bürger, auch die Pressevertreter, dürfen keine Fragen stellen, geschweige denn, Wortmeldungen vorbringen. Filmen sei laut Landrat Dr. Matthias Neth auch nicht erlaubt. Bei der Bürgerinformationsveranstaltung wiederum, die angekündigt wurde, wollte man die Bürger bei dem Prozess mit ins Boot nehmen und einen offenen Austausch und Dialog suchen. Bürger dürften dabei auch eigene Vorschläge einbringen. Und jetzt: Alles Pustekuchen. Wer braucht das schon? Wir machen das Ding alleine.

Der Kurs war klar: Künzelsaus Krankenhaus werde geschlossen. Der Grund: Das Geldsäckchen, vom Sozialministerium Stuttgart gefüllt mit 51,5 Millionen Euro, das scheinbar über der ganzen Sitzung an der Decke zu hängen schien. Immer wieder verwiesen Kreistagsmitglieder auf dieses Geld, das man in jedem Fall nehmen müsse. Kein Wort davon, dass der Neubau vermutlich mehr als das Doppelte kosten wird. Kann der Öhringer Krankenhausneubau diese Verschuldung in der Zukunft überhaupt wieder hereinwirtschaften? Die Kreisräte sind guter Dinge, offizielle Zahlen hierzu gibt es aber bislang nicht. Dafür wurde der Standort Künzelsau eingehend von der Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) ob seiner wirtschaftlichen Zukunftstauglichkeit geprüft. Und so ganz durchgefallen ist der Standort –Überraschung – nicht. Sehr gut ausgestattet, sei er. Mit einem breiten Angebot. Es wäre durchaus möglich, den Standort weiter zu betreiben – in kleinerem Umfang als bisher, aber immerhin. Vorstellbar wären 30 stationäre und 30 Reha-Betten.

Auch Künzelsau Bürgermeister Stefan Neumann hätte gerne diese Umsetzung gehabt für seine Stadt. Aber da gibt es dieses Säckchen, das von der Decke baumelt.Und fast alle Kreisräte schauen wie hypnotisiert auf dieses Säckchen.

Da kann man doch die Frage stellen: Warum lässt man den Standort Künzelsau überhaupt so aufwändig und – vermutlich sehr teuer - prüfen, wenn das Ergebnis schon vorher klar ist: Die Mehrheit der Kreisräte will das Säckchen, das gibt es aber nur, wenn der Krankenhausstandort Künzelsau geschlossen wird. Ergo wird Künzelsau so oder so geschlossen. Wesentlich sinnvoller wäre es daher gewesen, zu prüfen, wie wirtschaftlich zukunftsfit Öhringen ist. Denn in diesen Standort soll nun hauptsächlich der Inhalt des Säckchens fließen. Jetzt – vor den Millionen-Neubau wäre der richtige Zeitpunkt hierfür und nicht wieder erst Jahre später.
02. Juni 2017
Themen unter anderem:

// Der große Krankenhausreport: Was passiert, wenn Künzelsau geschlossen wird? Bekommen wir dann ein Versorgungsproblem? Zahlen, Daten und Fakten nicht nur vom Hohenlohe Krankenhaus, sondern auch von´m Diak in Schwäbisch Hall und dem Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim

// Das große Fische-Sterben: Erst die Jagst, dann der Sindelbach. Fischwasserpächter erwägen Klage gegen Verunreinigung (Foto links unten: E-Befischung Ende Mai in der Jagst. privat))

// Das große Brot backen ohne Mehl: Mühlenbeck aus Sindeldorf richtet sich vollkommen neu aus (Foto unten Mitte: Mühlenbeck-Chef Hofmann. GSCHWÄTZ/Isabell Kähny)

// 60 Jahre Berner-Festakt. Aber wo waren die Mitarbeiter? (Karikatur unten rechts/Natalis Lorenz für GSCHWÄTZ)


Das große Sterben -  unsere Juni-Ausgabe ab sofort überall im Kocher- und Jagsttal erhältlich

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02. Juni 2017

„Es gibt eben nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen“

// Schließung Künzelsau ist so gut wie besiegelt
// Neumann appelliert an Kreisräte
// Neth: „Ein Krankenhaus muss sich betriebswirtschaftlich rechnen“

„Ich darf alle Protagonisten in einer Mäßigung im Ton bitten“, mit diesen Worten läutete Landrat Dr. Matthias Neth die gestrige Kreistagssitzung in der Mehrzweckhalle in Waldenburg ein. Es gab an der Sitzung mehr als nur Formalitäten zu klären.

Das Hauptthema aber war: Die anstehende Entscheidung, die der Kreistag nächste Woche am Freitag, den 9. Juni 2017, in Krautheim bei seiner nächsten Sitzung trifft. In der gestrigen Sitzung nun wurde aufgezeigt, warum die Kreisräte nächste Woche den Krankenhausstrukturfonds höchstwahrscheinlich annehmen und damit zugleich den Krankenhausstandort Künzelsau schließen werden.

Neth betonte, Ziel sei, auch für Künzelsau „eine gute Versorgungsqualität“ sicherzustellen. Die vom Landratsamt Hohenlohekreis und der Stadt Künzelsau beauftragte Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) hat  verschiedene Szenarien für den Standort Künzelsau ausgerechnet, welche Lösung für den Hohenlohekreis – unter rein  wirtschaftlichen Prämissen – die beste wäre. Fabian Schülke von PwC: Künzelsau hat ein „umfassendes, sehr breit gefächertes Angebot“. Aber: „Der Betrieb ist alles andere als wirtschaftlich.“ PwC hat daher mehrere Szenarien, wann Künzelsau wieder wirtschaftlich wäre und kommt zu dem Schluss: Szenario A würde bedeuten, das alles so bleibt wie es ist, wäre aber nicht wirtschaftlich,. Das von PwC und auch von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann präferierte Szenario B beinhaltet noch 30 Planbetten und 30 Reha-Betten wird,so Schülke, vom Sozialministerium Baden-Württemberg abgelehnt.

Unterm Strich bleiben, so PwC, nur Szenarien übrig ohne stationäre Betten – unter Beachtung dessen, dass die Gelder des Krankenhausstrukturfonds von Stuttgart nur ausbezahlt werden, wenn der stationäre Standort Künzelsau geschlossen werde.

Einige Kreisräte wie Ute Oettinger Griese (FDP) haben genau dieses Argument auch betont: Man dürfe die [vom Sozialministerium]  angebotenen 51,5 Millionen Euro nicht in den Wind schlagen, ansonsten „stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da“. Erika Bauer (Grüne) sieht das ähnlich: „Nur weil es für Künzelsau nicht den gewünschten Weg gibt, solle man auf über 50 Millionen Euro verzichten?“ Das ist für sie nicht vertretbar, da man die „besmtögliche Lösung für den Landkreis“ suchen müsse.
Kupferzells Bürgermeister Joachim Schaaf sagte im Bezug auf die reine Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit: „Selten sind Krankenhäuser mit schwarzen Zahlen zu führen.“ Landrath Neth erwiderte darauf: „Unsere Vorgehensweise war immer: Ein Krankenhaus muss sich betriebswirtschaftlich rechnen.“

Eines der beiden möglichen Szenarien beinhaltet eine geriatrische Tages-/Rehaklinik für Künzelsau [Anm. d. Red.: Geriatrie bedeutet so viel wie Altersmedizin]. Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neuman stellte fest: „De facto haben wir  damit überhaupt keine Perspektive für Künzelsau.“ Es seien nur „vage Ideen“ im Raum. Er appellierte daher an die Kreisräte, den Krankenhausstrukturfonds nicht anzunehmen. Landrat Nett: „Ich verstehe, dass Sie das Thema kommentieren möchten. Aber die Kreisräte dürfen immer noch selbst entscheiden.“

Irmgard Kircher-Wieland (SPD) lag am Ende der Kreistagssitzung noch etwas am Herzen: „Die Beschuldigungen der Bürgerinitiative [Anm. d. Red.: zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen] sind härter geworden. Wir Kreisräte müssen viel ertragen." Aber was man nicht tolerieren dürfe: „Dass die berufliche Existenz von Dr. Andor Toth [ehemaliger Geschäftsführer der Hohenlohe Krankenhaus]  in einem anderen Landkreis massiv beschädigt worden ist. Das ist nicht tolerierbar.“ Neth stimmte zu: „Das ist für mich niederträchtig.Wo ist der Zusammenhalt im Hohenlohekreis geblieben?, fragte er.
Thomas Föhl (FWV) bedankte sich bei Landrat Dr. Matthias Neth am Ende der Sitzung unter anderem dafür, dass er „immer ein Ansprechpartner für die Bürger“ gewesen sei und dass „Sie als Landrat so unglaublich viel Zeit investieren bei diesem Thema, um den Bürgern eine ordentliche Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.“

Stefan Neumann betonte an dieser Stelle: „Es gibt Konflikte im Kreis, die wir momentan austragen. Aber es gibt eben nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Wir reden viel zu viel übereinander [Anm. der Kreisräte: Kreisräte und BI]. Aber darüber geht die Sache verloren. Wir müssen mehr auf die Sorgen, Ängste und Nöte der Bürger hören, zum Beispiel in Form von Bürgerdialogen, damit wir die Bevölkerung bei derartigen Themen auch mitnehmen.“

Landrath Neth erwiderte: „Wir können nur die Dinge kommunizieren, die wir auch halten können.“
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// Der weitere Ablauf:
Nächste Woche trifft der Kreistag die endgültige Entscheidung. Höchstwahrscheinlich werden die Kreisräte mit überwältigender Mehrheit die Gelder aus dem Krankenhausstrukturfonds und den stationären Standort Künzelsau schließen.
Der Kreisrat richtet einen Lenkungsausschuss unter Vorsitz von Landrat Dr. Matthias Neth unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein. Die daran Beteiligten sind zur Verschwiegenheit verpflichtet) zum weiteren Vorgehen ein.
Bieter, auch private, wie Neth betonte, können ihre Angebote für die Mehrheitsanteile der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH bis Ende Juli abgeben. Die private Ameos-Gruppe, die an beiden Standorten Interesse bekundet hat, wird aber von einigen Kreisräten als kein geeigneter Partner gesehen. Bis Ende des Jahres soll entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt. Letzten Endes müsse aber kein Angebot angenommen werden, wenn keines richtig passe.
Ab 2019 sollen die Räume in Künzelsau zu einer geriatrischen Tagesklinik umgebaut werden. Die ersten stationären Betten würden nach Öhringen kommen. Bis 2022 soll die Schließung des stationären Krankenhausstandortes Künzelsau abgeschlossen sein.
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// Bild: Grafik, die wir in unserer aktuellen gedruckten Juni-Ausgabe von GSCHWÄTZ veröffentlicht haben. Auf der gestrigen Kreistagssitzung haben uns Kreisräte auf Fehler angesprochen, die uns bei dieser Grafik unterlaufen sind. Daher veröffentlichen wir an dieser Stelle die Grafik nochmals möglichst fehlerfrei und entschuldigen uns hierfür. Wir haben zudem das Datum für die Entscheidung aktualisiert, da die Entscheidung den Krankenhausstandort Künzelsau betreffend vom 01. Auf den 09. Juni 2017 vertagt wurde.
01. Juni 2017

Entscheidung Krankenhaus am 09. Juni 2017 in Krautheim

An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises:

Die nächste Sitzung des Kreistags des Hohenlohekreises ist am Freitag, den 9. Juni 2017 um 14:00 Uhr im Eugen-Seitz-Bürgerhaus, Götzstraße 49, 74238 Krautheim. Die Sitzung hat folgende

ÖFFENTLICHE TAGESORDNUNG:

1. Hohenloher Krankenhaus gGmbH

a) Zukünftige strukturelle Veränderungen und Förderung nach
der Krankenhausstrukturfonds-Verordnung (KHSFV)

[Anm. d. Red. GSCHWÄTZ: Annahme oder Ablehnung des Krankenhausstrukturfonds. Die Annahme ist gekoppelt mit einer Schließung des Krankenhausstandortes Künzelsau]

b) Änderung Feststellungsbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart
vom 28.12.2010
c) Ablauf Markterkundungsverfahren und Einrichtung Lenkungsausschuss

2. Verschiedenes

Die Bevölkerung ist zur Sitzung herzlich eingeladen.

Foto: GSCHWÄTZ
31. Mai 2017

Stefan Neumann: "Ich werde nicht dafür stimmen"

// Vor der Krankenhaus-Entscheidung redet Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann Klartext
// Kreistag vertagt Entscheidung zur möglichen Schließung auf kommende Woche
// privater Betreiber, Schweizer Ameos-Gruppe, hat heute die Standorte Öhringen und Künzelsau besichtigt

An der 31. Demo am 31. Mai 2017 zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte Künzelsau und Öhringen hat Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann sehr deutliche Worte gefunden und kritisiert die Entscheidungsprozesse hinter den Kulissen.

"Wir haben die Zusage für Öhringen. Aber was mit dem Standort Künzelsau passieren soll, ist unbekannt und das ist nicht akzeptabel", sagt Neumann in seiner Rede.Mit einem privaten Interessenten, der Ameos-Gruppe aus der Schweiz, die deutschlandweit Krankenhäuser privat betreibt, sei nun "ein Silberstreif am Horizont" erkennbar. Dieser private Investor habe Interesse an beiden Krankenhausstandorten. Mitarbeiter der Ameos-Gruppe waren heute vor Ort und haben die Häuser Öhringen und Künzelsau besichtigt. Warum ihnen nicht schon früher hierfür die Möglichkeit eingeräumt wurde, nachdem Ameos schon länger Interesse bekundet habe, sei für Neumann nicht nachvollziehbar. Denn: "Wenn es Interessenten gibt, dann muss man die auch ernstnehmen."

Aber auch andere Kompromissoptionen lägen auf dem Tisch, aber das "Sozialministerium geht nicht darauf ein". Neumann: "Ich habe Minister Lucha gebeten, mich persönlich zurückzurufen, um zu klären, warum das Land sich so querstellt. Ich habe bis heute keinen Anruf erhalten."

Aus formalen Gründen hat der Kreistag nun die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung des Krankenhausstrukturfonds von 01. auf 09. Juni 2017 vertagt.

Neumann betont die große Bedeutung dieser Entscheidung: "Wenn die Entscheidung gefallen ist [Anm. d. Red.: wenn die Kreisräte für den Krankenhausstrukturfonds stimmen, wird im Gegenzug der Standort Künzelsau geschlossen], dann gibt es am Standort Künzelsau nichts mehr."

Deshalb "werde ich nicht  dafür stimmen, dass man die Mittel des Strukturfonds annimmt, wenn es andere Möglichkeiten gibt. Und die gibt es."

Er hoffe, dass "viele Mitglieder des Kreistags noch umdenken", denn der Hohenlohekreis sei stärker mit zwei Krankenhaus-Standorten.

// Die morgige öffentliche Sitzung des Kreistags ist in Waldenburg in der Mehrzweckhalle um 15 Uhr. Die Kreisräte werden hier nochmal über die aktuelle Sachlage bezüglich der Krankenhaus-Entscheidung sprechen. Die Bevölkerung ist hierzu herzlich eingeladen.

31. Mai 2017

Dr. Eckle: "Diese Art der Vorbereitung ist dilettantisch"

// "Landrat und Kreisräte sind nicht unsere Herrscher"
// Landrat Neth: Riesenpotenzial bei "Menschen, die länger gesund alt werden"
 
Bei der 31. Demo zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte Künzelsau und Öhringen sprach Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative (BI), am 31. Mai 2017 vor rund 300 Demonstranten von einer "dilettantischen Vorbereitung".

Er spielte damit auf den geplanten Krankenhausneubau in der Kastellstraße in Öhringen an und verwies darauf, dass sich unter der Erdoberfläche des geplanten Neubaus ein altes Kastell befinde. "Wenn man da ein bischen gräbt, hat man über Nacht das Landesdenkmalamt da. Diese Art der Vorbereitung ist dilettantisch. Reinhold Würth wäre das nicht passiert", sagte Eckle augenzwinkernd. Nicht nur bei der Planung des Neubaus in Öhringen und bei der Nichtplanung des Künzelsauer Standorts geht Eckle mit den Kreisräten hart ins Gericht, sondern auch mit ihrem Amtsverständnis.

Eckle: "Wir sind in einer Demokratie. Der Landrat und der Kreisrat sind nicht unsere Herrscher, sondern von uns beauftragt. Wir erwarten, dass sie ihre Aufgaben erledigen und sich uns stellen."

Eckle zitierte unter anderem auch Dr. Matthias Neths Aussage, die in unserer neuen Juni-Ausgabe von GSCHWÄTZ zu finden ist und die Neth bei enerm Treffen mit dem Sozialverband Vdk-Ortsverband Künzelsau  Ende April geäußert hat: Riesenpotenzial sehe Neth "bei den Menschen, die länger gesund alt werden". Diese Ressource werde heute noch nicht genutzt. Weiter sagte er: "Die Entwicklungsachse des Kreises liegt entlang der A6. Öhringen wird die Einwohnerzahlk von 25.000 überschreiten, während Künzelsau bei 15.000 Einwohnern stagnieren und massiv älter werden wird."

// Mehr dazu und was es für die Einwohner des Kochertals bedeutet, wenn der Krankenhausstandort Künzelsau schließt, lesen Sie in unserer neuen Ausgabe von GSCHWÄTZ. Ab sofort im Einzelhandel.
27. Mai 2017

Entscheidung Krankenhaus Künzelsau am 01. Juni 2017

An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Pressemitteilung vom Landratsamt Hohenlohekreis, die uns soeben erreicht hat:

Die nächste Sitzung des Kreistags des Hohenlohekreises ist am kommenden Donnerstag, den 1. Juni 2017 um 15:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Waldenburg, Hauptstraße 109, 74638 Waldenburg. Die Sitzung hat folgende

ÖFFENTLICHE
TAGESORDNUNG:

1. Hohenloher Krankenhaus gGmbH
a) Konzeptionelle Überlegungen für den Standort Künzelsau
b) zukünftige strukturelle Veränderungen und Förderung nach der Krankenhausstrukturfonds-Verordnung (KHSFV)
c) Änderung Feststellungsbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 28.12.2010
d) Ablauf Markterkundungsverfahrens und Einrichtung Lenkungsausschuss
2. Verschiedenes

Die Bevölkerung ist zur Sitzung herzlich eingeladen.

Foto // Die Demonstranten lassen an der 30. Mittwochsdemo Luftballons für das Krankenhaus Künzelsau fliegen.
26. Mai 2017

97 Personen erhalten deutsche Staatsbürgerschaft

Fotowettbewerb: So schön ist Europa


// Einbürgerungsfeier des Hohenlohekreises
// Großteil aus Griechenland
// "klares Bekenntnis zu Deutschland"

Es folgt eine Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

In einer Feierstunde im Landratsamt Hohenlohekreis ehrte Erster Landesbeamter Gotthard Wirth am Dienstag, den 23. Mai 2017, die neuen deutschen Staatsbürger. Seit der letzten Einbürgerungsfeier im Mai 2016 sind im Hohenlohekreis insgesamt 97 Personen aus 31 Nationen eingebürgert worden. Den größten Anteil hatten griechische Mitbürger, gefolgt von Mitbürgern aus Kroatien und Vietnam. Aber auch Personen aus Tschechien, Tunesien oder Amerika erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit.

In seiner Ansprache hob Wirth die Bedeutung der Einbürgerung hervor. „Ihr klares Bekenntnis zu Deutschland, Deutsche beziehungsweise Deutscher sein zu wollen, ist eine Bereicherung für unser Land und für unseren Landkreis."
Er ermunterte die Neueingebürgerten, sich für das gesellschaftliche und politische Leben in Deutschland zu interessieren und sich auch durch ehrenamtliches Engagement daran zu beteiligen.

// Bild: Erster Landesbeamter Gotthard Wirth und die Leiterin des Amtes für Ordnung und Zuwanderung Catharina Allerborn (hintere Reihe) zusammen mit den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern bei der Einbürgerungsfeier im Landratsamt Hohenlohekreis.
// Bis 31. Juli 2017 können Hobbyfotografen Reisebilder von landestypischen europäischen Baustilen, Brauchtümern und Landschaften einreichen

Das baden-württembergische Ministerium der Justiz und für Europa und die Vertretung der Europäischen Kommission in München laden alle Hobby-Fotografinnen und Fotografen dazu ein, ihre schönsten Reisebilder aus den 28 Mitgliedstaaten der EU für einen Fotowettbewerb einzureichen. Die besten Bilder werden von einer Jury ausgewählt und in einem Europakalender veröffentlicht. Zu gewinnen gibt es eine Reise nach Straßburg.

Zugelassen werden alle Bilder, die in einem der Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgenommen wurden. Jeder Teilnehmer kann bis zu drei Digitalbilder einsenden. Mitmachen kann jeder, der in Baden-Württemberg lebt, egal welchen Alters. Unter allen Einsendungen, die bis zum 31. Juli 2017 unter europa@jum.bwl.de eingehen, ermittelt eine unabhängige Jury die 13 besten Fotos. Die Bilder müssen im Querformat aufgenommen sein und eine Bildmindestauflösung von 300dpi aufweisen. Zulässig sind ausschließlich Bilder im JPEG-Format. Der E-Mail sind die Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefon, E-Mail), das Geburtsdatums sowie eine kurze Motiverläuterung (Ort, Baustil oder Brauchtum) beizufügen.

Weitere Informationen gibt es unter www.facebook.com/BadenWuerttembergInEuropa oder im Landratsamt Hohenlohekreis bei der Stabsstelle Kreisentwicklung und Europa unter Tel: 07940 18-272 oder per E-Mail: Hellemann-Brenner@Hohenlohekreis.de.
26. Mai 2017

Buddy: "Dieser Weg wird kein leichter sein"

Auf der 30. Mittwochsdemo für den Erhalt des Krankenhauses Künzelsau am 25. Mai 2017 hat Sebastian "Buddy" Faber die Demonstranten mit zwei Liedern begeistert. Das erste Lied, das der Gravity-Frontsänger sang: Dieser Weg wird kein leichter sein von Xavier Naidoo.
26. Mai 2017

"Das Kochertal wird der große Verlierer sein"


// GSCHWäTZ-Chefredakteurin spricht bei der Mittwochsdemo über neueste Recherche-Ergebnisse hinsichtlich des Krankenhauses
// Wo bleibt die von Landratsamt und Stadt Künzelsau versprochene Bürgerinformationsveranstaltung?

Immer mehr Bürger berichten von Wartezeiten bis zu sechs Stunden in den Notfallambulanzen, von Rettungswägen, die erst nach 1,5 Stunden eintreffen. Handelt es sich hierbei um Einzelfälle oder haben wir bereits jetzt ein Versorgungsproblem?- Und: wie würde es ausschauen, wenn ein Krankenhaus wegfällt?

Die GSCHWÄTZ-Chefredakteurin hat die Zahlen und Daten der hiesigen Krankenhäuser ausgewertet und hat die Presseabteilungen des Caritas-Krankenhauses in Bad Mergentheim, des Diak in Schwäbsich Hall und des Hohenlohe Krankenhauses hierzu befragt. Das Fazit: In den vergangenen fünf Jahren wächst der Versorgungsbedarf kontinuierlich im stationären und siginifkant im ambulanten Bereich. Im Krankenhaus Öhringen könne es in der Notfallambulanz laut einer Sprecherin durchaus zu Wartezeiten kommen. Diese werden, so Hartmann, nicht geringer, wenn ein Krankenhaus geschlossen werde - zumal die Patientenzahlen allein durch eine alternde Gesellschaft auch und vor allem auf dem Land ohnehin immer weiter ansteigen werden.

Hier sind auch die Krankenhaus-Neubauten in Schwäbisch Hall und Öhringen keine Alternative für die Kochertäler, da die B19 Richtung Schwäbisch Hall und die A6 nach Öhringen ständig überlastet seien und man häufig länger als 30 Minuten zu einem der Krankenhäuser brauche.

Ein weiteres Problem: Auch die hausärztliche Versorgung ist ab 2020 nicht mehr sichergestellt, da viele Ärzte in Rente gehen und Nachfolger nicht so einfach zu bekommen sind. Während der Landes-Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Besuch beim VdK-Sozialverband in Künzelsau Ende April betont, dass für eine gute Daseinsvorsorge im ländlichen Raum "Geld in die Hand genommen" werden müsse, äusserte sich Landrat Dr. Matthias Neth bei diesem Treffen laut einer Pressemitteilung des VdK dahingehend, dass er großes Potenzial sehe bei "Menschen, die länger gesund alt werden". Werden die Bürger im ländlichen Raum damit immer mehr auf sich allein gestellt?

Man habe die Hoffnung gehabt, so Sandra Hartmann, dass eventuell die Anzahl der Rettungswägen erhöht werde, wenn ein Krankenhaus geschlossen werde. Derlei Pläne gebe es jedoch nicht, so Landrat Dr. Neth in einem persönlichen Gespräch vor einigen Monaten. Der Kreis-Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes allerdings sieht durchaus Erhöhungsbedarf, sollte ein Krankenhaus geschlossen werden, da man dann längere Fahrtwege habe. Das Problem sei jedoch, dass es bereits jetzt schwierig sei, Personal zu bekommen.

FAZIT: Es steht eine Schließung im Raum, ohne dass Lösungen angeboten werden, wie diese Schließung sinnvoll kompensiert werden kann. Bedauernswert findet es die Journalistin an dieser Stelle, dass die von Landratsamt und Stadt Künzelsau im Februar angekündigte Bürgerinformationsveranstaltung, um mit den Bürgern über die Zukunft des Künzelsauer KRankenhauses offen zu sprechen, bis heute nicht stattgefunden hat.

Nächste Woche, am 01. Juni 2017, um 14 Uhr, entscheiden die Kreisräte einer öffentlichen Sitzung in Waldenburg über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes.

Alle Einzelheiten hierzu in der neuen Juni-Ausgabe. Ab Anfang nächster Woche überall im Einzelhandel.
25. Mai 2017

Hoch emotionale Rede von 87-Jährigem

Hoch emotionale Rede von 87-Jährigem auf der 30. Mittwochsdemo
// Kritik an Arnulf von Eyb
// wurde getrickst beim SWR-Fernsehbeitrag über das Krankenhaus Künzelsau?

Ein ehemaliger Mitarbeiter, Helmut Hermann, meldete sich bei der gestrigen Mitwochsdemo am 24. Mai 2017 mit einer hochemotionalen Rede zu Wort, die von den Demonstranten sehr bejubelt wurde.

Der 87-Jährige kritisiert in seiner Rede Arnulf von Eyb (CDU). Der Landtagsabgeordnete sei bislang auf keine der 30 Demos gekommen, obwohl er bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr noch betont habe, er werde sich um die Sorgen und Nöte seiner Wähler kümmern. Hermann wird dabei sehr deutlich: "Finden Sie es nicht schäbig", fragt er, "wenn Sie hier nicht einmal herkommen, um uns zu sagen, was Sie für uns im Landtag getan haben?"

"Machen sich die Kreisräte Gedanken, wie das Kochertal in 20 Jahren aussieht? Glaubt ihr, dass wir so noch Familien hierher locken können?", fragt Hermann. "Auch von unseren Weltmarktführern hätte ich mehr Engagement erwartet."

Der ehemalige Krankenhaus-Mitarbeiter kritisiert zudem den SWR-Fernsehbeitrag in der Landesschau Baden-Württemberg, der unlängst über das Krankenhaus Künzelsau ausgestrahlt wurde.
Geschäftsführer Schopf habe die Bettenzentrale gezeigt hat und nicht die Zimmer, während der Sprecher des Beitrags sagte, dass viele Zimmer des Krankenhauses leer stünden. [Anm. d. Red.: In der Bettenzentrale werden die Betten gerichtet für die nächsten Patienten].

25. Mai 2017

Christian von Stetten: "Ein unmoralisches Angebot"

21. Mai 2017
 // Drei Interessenten für die Hohenlohe Krankenhaus GmbH
// Lucha fordert Entscheidung für oder gegen Künzelsau vor Pfingsten
// 01. Juni 2017 Entscheidung über die Zukunft

Auf der 30. Mittwochsdemo zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses hielt Christian von Stetten (CDU) eine Rede.

Der Bundestagsabgeordente, der auch Kreistagsmitglied ist und damit mitentscheidet über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses, erklärte den weiteren Entscheidungsverlauf und was das große Problem sei.

Es gibt laut von Stetten derzeit drei "seriöse Interessenten" für Mehrheitsanteile der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH [Bislang hatte die Mehrheitsanteile von 51 Prozent die Heilbronner SLK-Kliniken, von denen sich die HK zum 01. Juli 2017 trennt]: das Diak in Schwäbisch Hall, das Caritas in Bad Mergentheim sowie ein privater Betreiber, der, laut von Stetten, "bundesweit über 20 Krankenhäuser erfolgreich führt".

Bis Ende Juli können laut von Stetten die drei Interessenten ihre Angebote abgeben. Im Herbst entscheide der Kreistag, wer der neue Mehrheitseigner der HK werde. Die Krux: Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha erwarte anscheinend von den Kreisräten, dass sie bereits vor Pfingsten über die Annahme des Krankenhausstrukturfonds entscheiden. Der Kreistag hat hierfür eine Sitzung am 01. Juni 2017, also bereits nächsten Donnerstag einberufen, indem es darum gehen wird, ob die Kreisräte die vom Land bereitsgestellten Fördermittel von rund 51 Millionen annehmen. "Die Mittel gibt es für den Hohenlohekreis aber nur, wenn am Standort Künzelsau alle Betten abgebaut werden", so von Stetten.

Sprich: Die Kreisräte sollen noch bevor die Interessenten ihre Angebote abgegeben haben, über den Strukturfonds abstimmen, der bei Annahme das sofortige Aus für Künzelsau bedeutet. Das grenze für von Stetten an ein "unmoralisches Angebot".

Er betonte aber: "Wir möchten keine Vorentscheidung über eine Krankenhaus-Schließung haben, bevor die drei potenziellen Bieter ihre Angebote abgegeben haben."

Nächste Woche am Donnerstag, den 01. Juni 2017, ist die anberaumte öffentliche Kreistagssitzung in Waldenburg um 14 Uhr. Es bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, wie sich der Kreistag aus dieser Schlinge winden wird.

// Christian von Stetten betonte in seiner Rede darüber hinaus, dass es "Menschen gibt, die den Standort Künzelsau so schnell wie möglich schließen wollen. Hierzu gehören aber sicherlich nicht Bürgermeister Stefan Neumann und Landrat Dr. Matthias Neth."



Als die Flut kam - das Hochwasser vor einem Jahr und die Folgen

// Wir erinnern an die Opfer und an die vielen ehrenamtlichen Helfer
// Was kostete uns das Hochwasser?

Es war ein Sonntag, es regnete, regnete und hörte nicht mehr auf zu regnen. Wir schreiben den 29. Mai 2016. Erinnern Sie sich? Es ist der Tag, der sich für viele Kochertäler bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat.

Allmählich waren die ersten Nebenstraßen nicht mehr befahrbar, weil die Äcker das Wasser nicht mehr schlucken konnten, viele kleine Bäche traten über ihre Ufer. Das Epizentrum des Hochwassers: Braunsbach, das an diesem Tag von den Wassermassen überrollt wurde und einen so verherrenden Schaden hinterlies, als wenn ein Tornado durch das Dorf gefegt wäre.

Aber auch viele andere Städte, Gemeinden, kleine Dörfer hatten mit dem Hochwasser zu kämpfen.Die Aufräumarbeiten dauerten tagelang an. Die Schäden gingen in Millionenhöhe. Familien in Gaisbach, Niedernhall und Stachenhausen pumpten tagelang ihre Keller aus. Das Wasser bahnte sich seinen Weg zur Schule in Ingelfingen. Frisör- und Schuhgeschäfte in Künzelsau haben bis heute mit den enormen Renovierungskosten und teilweise auch mit den Versicherungen zu kämpfen. Das Schuhgeschäft Setzer hat bislang nicht wieder geöffnet. Die Pizzeria Da Massimo in Künzelsau wird geschlossen bleiben.

Wir haben in unserer aktuellen Mai-Ausgabe von dem Unwetter betroffene Familien gefragt: Wie sieht es ein Jahr danach aus? Wieviel hat euch die Flut gekostet? Wir führen auf, welche Kosten die Städte Niedernhall und Künzelsau durch das Unwetter zu tragen hatten und was sie auch die Zukunft planen, um gut gerüstet zu sein, falls es wieder einen solchen Ernstfall geben sollte.

// An dieser Stelle möchten wir unsere Hochachtung ausdrücken an alle ehrenamtlichen Helfer, allen voran den Feuerwehren, die teilweise tagelang unter Einsatz ihres Lebens halfen, die Wassermassen unter Kontrolle zu bringen.

Auf das Video, das wir an dieser Stelle zeigen, hat uns unser Leser Werner Hügel hingewiesen. Vielen Dank dafür. Es zeigt das vom Hochwasser gebeutelte Amrichshausen. Weitere Videos folgen.

Videos oben, von links: Amrichshausen gezeigt vom SC Amrichshausen; Niedernhall gefilmt von knochenfeder; Forchtenberg gedreht von Landesschau Baden-Württemberg, SWR, alle Videos zu sehen auf youtube

Videos unten, von links: Schöntal und Teilgemeinden gezeigt von Schöntal TV; Künzelsa und Braunsbach, gezeigt von Lolli Lollis;  Braunsbach veröffentlicht vom Haller Tagblatt [Elena Coras hat aus ihrem Fenster ihrer Wohnung in der Braunsbacher Instelstraße gefilmt]. Alle Videos zu sehen auf youtube


19. Mai 2017

Kleines Dorf ganz groß: 700 Jahre Amrichshausen

//  Am 3. & 4. Juni große Feier mit zweitägigem Festprogramm
// ursprünglicher Name: Amelungshausen

Anbei veröffentlichen wir eine Ankündigung der Stadtverwaltung Künzelsau zum 700-jährigen Bestehen von dem Künzelsauer Teilort Amrichshausen:

Im Jahr 1317 wurde Amrichshausen, damals noch Amelungshausen, das erste Mal urkundlich erwähnt. 2017 kann Amrichshausen somit auf eine 700-jährige Geschichte zurückblicken.

Dieses geschichtsträchtige Ereignis wird am Pfingstwochenende vom 3. bis 4. Juni mit einem Jubiläumsfest in der zur Festhalle umgestalteten Maschinenhalle von Familie Wilhelm in Amrichshausen gefeiert.

Am Samstagnachmittag sind alle Besucher eingeladen, mit einem Bus markante geschichtliche Punkte anzufahren.
// Ab 19.30 Uhr gibt es ein von Mark Sigmeth gestaltetes musikalisches Programm in der Festhalle.
// Ab 21 Uhr ist die Scheunenbar und eine Shotsbar im Rahmen einer 90er Party geöffnet.

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Schleppertreffen und einem Weißwurstfrühstück. Dabei werden vom Allgaier bis zum edlen Porsche bis zu 200 Schlepper erwartet. Um 13 Uhr wird stündlich ein edler Lanz Bulldog aus dem Baujahr 1953 angeheizt.
// Um 9.30 Uhr findet in der Pfarrkirche Mariä Geburt ein Ökumenischer Festgottesdienst mit anschließendem Totengedenken am Gefallenendenkmal statt.
// Ab 13.30 Uhr werden rund 30 verschiedeneMB Unimog durch einen Fachmann vorgestellt. Weiterhin werden alte Geräte wie eine Transmission angetrieben und es wird eine alte Dreschmaschine laufen.
// ab 11.30 Uhr Mittagstisch. Dazu spielt die Stadtkapelle Künzelsau
// Ab 13.30 Uhr startet ein Rundweg „Amrichshausen – Früher und Heute“ mit 14 Stationen. Dabei können Besucher unter anderem einen Drexler, Schmied und Seiler bei der Arbeit bestauen und es gibt weiteres altes Handwerk sowie alte Haustierrassen zu sehen. Bildtafeln mit Bildern von Früher zieren die Straßenzüge und erinnern an die Vergangenheit.
// Um 14 und 16 Uhr gibt es eine Kirchenführung
// Ab 19 Uhr tritt in der Festhalle der bekannte Alleinunterhalter Rolf Rüdenauer auf. In der Scheunenbar geht es ab 21 Uhr nochmal rund mit Dj Fox.

Der Arbeitskreis hat in mühevoller Arbeit ein über 200-seitiges Festbuch mit zahlreichen Bildern von früher und heute erstellt, welches die Besucher am Festwochenende kaufen können.

Fotos und Flyer: Stadt Künzelsau
19. Mai 2017

Entscheidung Krankenhaus Künzelsau am 01. Juni 2017

  • An der 30. Mittwochsdemo am 24. Mai 2017 singt Gravity-Frontsänger Buddy

  • Hermann Lorenz und Rudolf Landwehr spielen seit der ersten Demo mit

  • Dr. Andreas Eckle richtet Appell an die Kreisräte am vergangenen Mittwoch

  • 29. Demo am 17. Mai 2017

  • Neth: "Land hat unsere Richtung bestärkt (...) letztendlich müssen aber die Kreisräte entscheiden."

  • Minister Manfred Lucha lobt die Pläne des Hohenlohekreises

  • Wo ist der versprochene Dialog mit den Bürgern geblieben, Herr Neumann?

// Land Baden-Württemberg hat Gelder für Neubau in Öhringen bewilligt
// Bürgerinitiative richtet Appell an die Kreisräte
// angekündigte Veranstaltung, um Bürger mit ins Boot zu holen, bislang nicht erfolgt
// Auftritt von Gravity-Frontsänger Buddy bei nächster Mittwochsdemo

Am Donnerstag, den 01. Juni 2917, entscheiden die Kreisräte in einer ausserordentlichen Sitzung über die Annahme des Krankenhausstrukturfonds.

Die beantragten Gelder aus diesem Fonds hat das Ministerium für Soziales in Stuttgart nun bewilligt. In einer offiziellen Pressemitteilung heißt es: "Insgesamt sollen 51,5 Millionen Euro in den Hohenlohekreis fließen." Sozialminister Manfred Lucha hierzu am gestrigen Donnerstag: "Der Landkreis Hohenlohe erhält mit dieser Förderung die einmalige Möglichkeit, seine Krankenhausstruktur zukunftsfähig zu machen und seinen Bürgern eine qualitativ hochwertige
und bedarfsgerechte medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen." Für das Land Baden-Württemberg sei die Strukturmaßnahme der Hohenloher Krankenhaus gGmbH ein
Vorzeigeprojekt. "Das Fundament für die Zukunft kann nun gelegt und das Antragsverfahren beim Bundesversicherungsamt eingeleitet werden, sobald der Kreistag endlich grünes Licht gibt."

Landrat Dr. Matthias Neth: "Das Ministerium für Soziales und Integration hat unsere Richtung bestärkt. Mit den Mitteln
von Bund und Land können wir für die Menschen im Hohenlohekreis langfristig eine hochwertige, zukunftsfähige medizinische Versorgung sicherstellen und die damit verbundenen, dringend erforderlichen Umstrukturierungen vornehmen. Davon wird der
gesamte Hohenlohekreis profitieren. Wir werden eine Sondersitzung des Kreistags einberufen, denn letztendlich muss
der Kreistag entscheiden, ob wir diesen Weg jetzt gehen wollen. Klar ist, dass wir für den Standort Künzelsau die bestmögliche Lösung finden müssen. Dafür befinden wir uns gemeinsam mit der Stadt Künzelsau in einem Prozess, der sich mit der möglichen Ausgestaltung in Künzelsau beschäftigt.“

Der Kreisräte entscheiden nun in einer ausserordentlichen Sitzung am 01. Juni 2017, ob sie die Gelder annehmen. Das Geld soll hauptsächlich in einen Krankenhaus-Neubau in Öhringen fließen. Künzelsau als staionärer Krankenhausstandort soll zugemacht und zu einem "Medizinzentrum" umgebaut werden. Was das genau bedeutet, ist bislang noch unklar.

Die Bürgerinitiative hat in ihrer 29. Mittwochsdemonstration am 17. Mai 2017 an die Kreisräte appelliert. Dr. Andreas Eckle verweist in seiner Rede auf den Neckar-Odenwald-Kreis. Das Krankenhaus habe 2015 einen Fehlbetrag von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftet, das Krankenhaus werde dennoch nicht geschlossen. Eckle: "Wie sagte ein Kreisrat dort: Man dürfe sich weder von Ministern noch vom AOK-Landeschef einreden lassen, dass  Wald- und Wiesenkrankenhäuser keine Chance hätten und die Zukunft nur in Größen Zentren läge." Auch das Hohenlohe Krankenhaus sei vor nicht allzu langer Zeit profitabel gewesen. Nicht ohne Grund seien vor einigen Jahren Millionen in die Sanierung in den Künzelsauer Standort geflossen. "War der Ausbau, die Sanierung sinnlos? War das Verschwendung öffentlicher Mittel ?  Wieso hat der Kreistag dem zugestimmt? Wieso stimmt der Kreistag der Schließung dieses spezialisierten Standortes zu? Heute so, morgen so!?". fragt Eckle.

Landrat Dr. Matthias Neth und Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann wollten eigentlich noch die Bürger mit einbeziehen in den Entscheidungsprozess um das örtliche Krankenhaus. In einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 16. Februar 2017 hieß es: "Information, Transparenz und das Miteinbeziehen der Bevölkerung sind dabei ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit unter Berücksichtigung der Vorgaben des KHSFV im Rahmen einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 Anregungen zum Konzept für das Hohenloher Krankenhaus, insbesondere für Künzelsau, einzubringen." Diese Veranstaltung gab es bislang nicht.

// An der 30. Mittwochsdemo am 24. Mai 2017 wird Gravity-Frontsänger Buddy auf der Mittwochsdemo auftreten. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Krankenhauses Künzelsau.
19. Mai 2017

Neue Foto zur Sindelbach-Verschmutzung

// Landratsamt: "gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten"

Wir veröffentlichen an dieser Stelle neue Fotos, die wir von der FischHegeGemeinschaft Jagst (FHG) zur Sindelbach-Verschmutzung erhalten haben.

Wir haben das Landratsamt um Stellungnahme gebeten, inwieweit das Wasser für Kinder durch das Ammonium gefährlich ist, wenn man es beispielsweise in den Mund bekommt, da bei dem warmen Wetter immer viele Kinder am Sindelbach spielen. Wir warten derzeit allerdings noch auf eine Stellungnahme. Die Antwort des Landratsamtes: "Bei den hier durch Beprobung festgestellten Ammoniumwerten ist eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zu erwarten. Da Oberflächenwasser regelmäßig keine Trinkwasserqualität besitzt, wird grundsätzlich von einer Aufnahme abgeraten.“

Markus Hannemann, Sprecher der FHG, macht sich indes Sorgen um den Fischbestand des Sindelbachs, der weitgehend erloschen ist. Wie geht es weiter?, haben wir von GSCHWÄTZ gefragt. Hannemann: "Man muss den Fischbestand im Sindelbach nun wieder aufbauen. Aber dieser Fischstamm, den es im Sindelbach gab, gibt es nun nicht mehr."
// Ammoniumwerte gehen deutlich zurück
// keine Gefahr für die Lebewesen in der Jagst

Es folgt eine aktuelle Pressemitteilung des Landratsamtes zur Verschmutzung des Sindelbachs vom 17. Mai 2017:

Durch den technischen Defekt einer Biogasanlage in Stachenhausen gelangte vergangener Tage Gärsubstrat bzw. Gärsaft in den Sindelbach. Die Kreisverwaltung führte am heutigen Vormittag nochmals Beprobungen durch. Hierbei wurde bestätigt, dass aufgrund der hohen Verdünnung durch die starke Wasserführung der Jagst weiter keine Gefährdung für die Lebewesen der Jagst besteht. Auch sind die Ammoniumwerte im Sindelbach erneut deutlich zurückgegangen.

Ergebnisse der Beprobung am17.05.2017:

Sindelbach Brücke Dörrenzimmern:                0,46 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach oberhalb Fischteich Marlach:            0,13 mg/l Ammoniumstickstoff
Sindelbach Einmündung in die Jagst:             0,15 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/200 m unterhalb der Einmündung des Sindelbaches:    0,07 mg/l Ammoniumstickstoff
Jagst/Winzenhofen:                         0,05 mg/l Ammoniumstickstoff

Zur Ermittlung des genauen Schadensausmaßes im Sindelbach wurde am 16. Mai 2017 eine Elektrobefischung durchgeführt. Nach derzeitiger Einschätzung ist zwischen Stachenhausen und Sindeldorf von einem Totalausfall des Fischbestandes auszugehen. In Marlach ist noch ein Restbestand einiger Arten erhalten.

Die Kleinlebewesen, die als Nahrungsgrundlage für den Fischbestand dienen, haben nach derzeitigem Stand unterhalb Dörrenzimmern bis zur Mündung Sindelbach in die Jagst weitgehend überlebt, sodass eine gute Grundlage für den Wiederaufbau des Fischbestandes gegeben ist.

Fotos: Fischhegegemeinschaft
16. Mai 2017

W-Lan Hot Spots, originelle Spendenfinanzierung & Souvenir gesucht

Künzelsau: ab sofort öffentliche WLAN-Spots
// von Isabell Kähny

Seit Montag gibt es in der Künzelsau einen öffentlichen Internet-Zugang. Kostenloses Surfen ist fortan in drei Hotspotbereichen möglich. Diese befinden sich am Ganerben-Platz am Alten Rathaus, am Biergarten und im Kocherfreibad. Bürgermeister Stefan Neumann gab gemeinsam mit EnBW-Kommunalberaterin Brigitte Bayer den Startschuss. Er erklärt: „Es ist nicht flächendeckend, aber an sozialen Punkten.“ Außerdem beteuert er: „Es ist relativ einfach, sich einzuwählen.“ Dies bestätigt auch Bayer, die zudem eine Reichweite von durchschnittlich 50 Metern in jede Richtung angibt. Je nach Bebauung reicht das Netz sogar bis zu 200 Meter weit. Eine Besonderheit ist die Anbringung in einer Straßenlaterne am Ganerben-Platz. Stolz ist die Stadt zudem auf den Namen, der im Rahmen einer Online-Umfrage ausgewählt wurde: KiauNet WifiSpot.
Wer möchte sich auf einer Stele vor dem Alten Rathaus verewigen?

// Sanierung des Alten Rathauses in Künzelsau

„Jeder kennt das Alte Rathaus“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Es gilt als Aushängeschild der Stadt. Beim Unwetter im letzten Jahr nahm das Gebäude großen Schaden. Da eine umfassende Sanierung von Nöten ist, wird das Alte Rathaus im Ganzen neu konzipiert und modernisiert. Um die Kosten zu stemmen, wurde ein besonderes Spendenprojekt entwickelt: Im Jahr 2022 feiert die Stadt Künzelsau ihr 500-jähriges Jubiläum. Für jedes der 500 Jahre wird nun ein Pate gesucht. Dieser verewigt sich mit einem Widmungstext auf einer vor dem Gebäude aufgestellten Stele. Mitmachen können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen und Vereine. Auch mehrere Familien dürfen sich zusammenschließen. Auf jede Jahreszahl kann bis zum 4. Oktober 2017 geboten werden. Das Mindestgebot liegt bei 20 Euro. Jeder andere Bieter kann um zehn Euro überbieten. „Man soll sich gegenseitig anstiften“, wünscht sich Neumann. Für das etwas andere Spendenprojekt wurde eine Webseite eingerichtet: www.altes-rathaus-kuenzelsau.de. Wem kein Internetzugang zur Verfügung steht, der darf ins Rathaus kommen.

// Tag der Städtebauförderung am 20.Mai 2017

Am kommenden Samstag findet von zehn bis 15 Uhr der Tag der Städtebauförderung im Alten Rathaus in Künzelsau statt. Pläne für die Neukonzeption der Stadtbücherei werden ebenso wie das Spendenprojekt vorgestellt.
Bild könnte enthalten: im Freien
Wettbewerb: Fossiles Souvenir aus Hohenlohe für Alexander Gerst gesucht

Voraussichtlich Ende April 2018 geht es für Alexander Gerst wieder zur ISS. Auch dieses Mal soll ein ausgefallenes Souvenir aus Künzelsau mit dabei sein: Gesucht wird ein fossiles Fundstück, beispielsweise aus Muschelkalk. „Wichtig ist, dass es aus Hohenlohe kommt“, betont Neumann.

Der Wettbewerb startet am 19. Mai und läuft bis zum 16. Juni 2017. Eine Jury wird den Gewinner-Stein küren. Dieser muss in eine Verpackung mit den Maßen 8 x 8 x 6 Zentimeter passen und darf maximal 150 Gramm wiegen. Der Gewinner wird im Rahmen des Künzelsauer Stadtfestes bekanntgegeben. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind unter www.kuenzelsau.de/gerst nachzulesen

Foto: Alexander Gerst. www.esa.int
15. Mai 2017

Karten für KÜNightLife mit Gonzo Anfang am 07. Juni 2017

// After-Work einmal anders

Bei der nächsten von der Stadtverwaltung Künzelsau organisierten KÜNightLive am 07. Juni 2017 um 19 Uhr im  Foyer des Künzelsauer Rathauses ist Josip ,Gonzo' Krolo mit seiner Band zu Gast. Einlass ist um 18 Uhr. Die Besucher erwartet ein Musik-Mix aus den letzten Jahrzehnten.
Das Epylog - Golden Bar sorgt für kühle Getränke und kleine Köstlichkeiten zum Essen.

// Gruppenrabatt ab fünf Personen
Konzertkarten für den Juni-Termin gibt es für acht Euro im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, telefonisch zur Reservierung bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, Telefon 07940 129-119 oder an der Abendkasse. Gruppen ab fünf Personen zahlen nur sechs Euro pro Person.

Das Konzert geht rund drei Stunden

// Sommerpause

KÜNightLive 2017 hat im Juli und August Sommerpause.

Im September geht die KÜNightLive mit der Band Noisepollution weiter.

Foto: www.gonzoandfriends.de
13. Mai 2017

Hoppla, was steht denn da mitten im Weg?

Bei der gestrigen Radwegeinweihung Dörrenzimmern-Eberstal haben bislang Unbekannte ein Schild mitten auf dem Radweg aufgestellt. Der Inhalt: "Vorsicht: H. Dr. Neth! Fahren Sie langsam, das nächste Krankenhaus ist 30 km entfernt. Abs.: 1.500 Bürger vom Sindelbachtal."

Das Schild war so aufgestellt, dass jeder, der den Radweg bei der gestrigen Einweihung abgefahren ist, unter ihm hindurchfahren musste - auch Landrat Dr. Matthias Neth und Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer sowie die Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD). Das Schild wurde angeblich umgehend von einem städtischen Mitarbeiter entfernt.

Hinweise, wer das Schild aufgestellt hat, bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ: 07940/93 555 7 oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Fotos: privat
13. Mai 2017

So zeigen sich lokale Politiker nur selten

In die Pedale, fertig, los: Am Freitag, den 12. Mai 2017, wurde der neue Radweg zwischen Dörrenzimmern und Eberstal eingeweiht. Landrat Dr. Matthias Neth schneidet mit Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer und den Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) nicht nur das Band durch, sondern sie fuhren den neuen etwas über einen Kilometer langen Radweg auch gleich mit ihren eigens dafür hergebrachten Fahrrädern selbst ab. Einwohner begleiteten sie bei ihrer Tour.  Mit dabei waren auch Oldtimer-Fahrräder. Die Kinder des Kindergartens Stenschnuppe sangen ein Begrüßungslied.

13. Mai 2017

Öhringen werde wachsen, Künzelsau stagnieren

2020 werde das Jahr sein, an dem die Spirale nach unten komme: Die Hälfte der Hausärzte seien dann über 60 Jahre alt, verabschieden sich in die Rente und das „klassische Hausarztmodell wird dann nicht mehr funktionieren“. So jedenfalls prognostiziert es der Ende Januar 2017 ins Amt berufene Landes -Demografie-Beauftragte Thaddäus Kunzmann (CDU) bei einem Treffen mit dem VdK-Vorsitzenden des OV Künzelsau, Berthold Krist im Max-Richard und Renate Hofmann-Haus, Zentrum für Demenz, in Künzelsau Ende April.

In einer anschließenden Gesprächsrunde bewertet Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, die hausärztliche Versorgung ähnlich wie der Demografiebeauftragte. Auch Neth glaubt, dass es in zehn bis 15 Jahren den klassischen Hausarzt nicht mehr geben werde. Und was dann? Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Dr. Hermann Kern forderte: „Die Rahmenbedingungen für die Hausärzte im ländlichen Raum müssen verbessert werden.“ Es gäbe durchaus Möglichkeiten, die Niederlassung auf dem Land zu verbessern. Vorschläge dazu liegen vor, man müsse diese nur ernsthaft angehen. Vorweg „sollte die bestehende Zulassungssperre für den Altkreis aufgehoben werden“ [Anm. d. Red.: Mit Zulassungssperre ist gemeint, dass es staatliche Vorgaben gibt, wieviel Ärzte, zum Beispiel praktizierende Kinderärzte, es im Hohenlohekreis geben darf. Die Grundlage hierfür bilden die Einwohnerzahlen). In einer Zeit, in der über einen Ärztemangel diskutiert werde, sei dies längst überfällig.

Der VdK setze sich, so die Pressemitteilung des VdK hierzu, „für eine dezentrale und künftig veränderte hausärztliche Versorgung ein in Form von Praxisgemeinschaften mit angestellten Ärzten und medizinischen Versorgungszentren. Dabei muss der benachteiligte ländliche Raum besonders gefördert werden.“ Kunzmann betont: „Der ländliche Raum braucht eine spezielle Daseinsvorsorge, damit die Leute nicht abwandern. Dies kostet Geld.“ Er verweist dabei auf den Wettbewerb „ Quartier 2020“ an dem die Gemeinden teilnehmen sollten, um die Mammutaufgabe zu schultern. [Anm. d. Red.: Bei dem Sozialministerium Baden-Württemberg ausgerufenen Programm Quartier 2020 können Gemeinden Konzepte zur „Quartiersentwicklung“ zum Thema „Pflege und Unterstützung im Alter“ einreichen und eventuell finanzielle Unterstützung vom Land bekommen.]

Auch Landrat Neth unterstützt das Programm Quartier 2020. Damit „könnten die Kommunen gezielt ihre Wohninfrastruktur verbessern“. Er ermutigt die Gemeinden hier mitzumachen. Ein Riesenpotential sieht er auch „bei den Menschen, die länger gesund alt werden“. Diese Ressource werde heute noch nicht genutzt.

Neth betonte, dass der Landkreis nicht kleiner, aber die Siedlungspolitik sich völlig verändern werde: „Die Entwicklungsachse des Kreises liegt entlang der Autobahn A6 . Öhringen wird die Einwohnerzahl von 25.000 überschreiten, während Künzelsau, trotz Fachhochschule bei 15.000 Einwohnern stagnieren und massiv älter werden wird.“

Landesbeauftrage Kunzmann: „Im Pflegebereich werden bis 2030 etwa 50.000 neue Plätze in der stationären Pflege gebraucht bei einer Investition von 110.000 € je Platz und einem Gesamtvolumen von 5.5 Milliarden Euro. Größte Probleme werden ab 2040 entstehen , wenn die geburtenstarken Jahrgänge verstärkt pflegebedürftig werden und die Menschen fehlen , die sie pflegen.“
Was ist zu tun?

Der Sozialverband VdK startete 2016 eine Kampagne „ Weg mit den Barrieren“ für eine barrierefreie Gesellschaft. Der Fokus sollte laut dem VdK im barrierefreien Bauen, vor allem aber im barrierefreien Umbau von älteren Wohnungen liegen , damit die im Alltag eingeschränkten und pflegebedürftige Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung wohnen können. Ein Landeswohnbauförderprogramm soll dafür neu aufgelegt werden. Barrierefreie Bus- und Bahn- Nutzungsmöglichkeiten sowie E-Bikes seien laut dem VdK sinnvolle Ergänzungen.

Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Rolf Käpplinger und einigen Ortsvorsitzenden sowie VdK-Mitgliedern wurde an diesem Treffen noch das Max-Richard-und Renate-Hofmann-Haus in Künzelsau unter der Führung von Frau Muth und Frau Schiffer besichtigt, ein Demenzzentrum mit Tagespflege und offener Begegnungsstätte besichtigt. Das Haus steht unter dem Motto „ Gut alt werden“. Gerade durch die Kombination der stationären Einrichtung mit der laut Rolf Käpplinger voll belegten Tagespflege sowie der Begegnungsstätte für alle Altersgruppen erfüllt das Haus einen hohen integrativen Anspruch. Danach erfolgte noch ein Besuch des Waldorfkindergarten, der sich in einem umgebauten Bauernhaus in Morsbach befindet.

Der Sozialverband VdK Ortsgruppe Künzelsau feierte im vergangenen Jahr 70-jähriges Jubiläum. Er setzt sich für Belange der Menschen vor Ort ein. Der Verband hat laut eigener Aussage stark steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.
Alle Informationen in diesem Artikel wurden uns freundlicherweise vom VdK-Sozialverband zur Verfügung gestellt.

Foto: Ärztehaus Künzelsau

11. Mai 2017

Amrichshausen wiederauferstanden

Werner Hügel hat uns freundlicherweise ein Foto von dem neuen Ersatzmaibaum in Amrichshausen zukommen lassen. Der ursprüngliche Maibaum wurde von bislang unbekannten Tätern noch vor Errichtung am 01. Mai 201 7 in zwei Teile zersägt und mit einem markigen Spruch versehen worden. Nun haben die Amrichshäuser reagiert mit einer ebenso augenzwinkernden Antwort.
09. Mai 2017

Dr. Eckle kritisiert Berichterstattung in der HZ







In seiner Rede auf der Mittwochsdemo am vergangenen Mittwoch, den 03. Mai 2017, kritisiert Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen, die Berichterstattunng der Hohenloher Zeitung.

Morgen ist die 29. Demo zum Erhalt, organisiert von der BI. Los geht es um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.

Die Entscheidung, ob und wie es weitergehen wird mit dem Krankenhaus in Künzelsau fallen die Kreisräte in einer Kreistagssitzung im Juni.
An der Mittwochsdemo am 03. Mai 2017 hielt auch Hans-Jürgen Saknus (SPD) eine Rede. Er liest unter anderem das Antwortschreiben von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha an Annette Sawade vor. Darin lobe Lucha das Konzept des Kreistages mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhaus-Standortes: "Ich halte die vom Träger angedachten Änderungen für einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer zukunftsfähigen Krankenhausversorgung im Landkreis Hohenlohe. [...] Dadurch wird medizinisches Know-How an einem Standort konzentriert und so die Versorgungsqualität erheblich verbessert. [..] Den vom Landkreis eingelegten Wege finde ich richtig und werde ihn auch unterstützen." Damit macht Lucha deutlich: Der Antrag zur Schließung ging aktiv vom Landkreis und den Kreisräten aus und nicht vom Sozialministerium Baden-Württemberg. Aber er begrüßt und unterstützt diesen Weg und geht sogar noch weiter, wenn er schreibt: Auch das Öhringer Krankenhaus müsse sich erst am Markt beweisen. Gesundheitspolitik bemisst Lucha nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch Öhringens Zukunft wackelt damit. SPD-Politiker Saknus sagt dazu, das sei eine "staatlich subveionierte Marktbereinigung". Es werde künftig Landkreise ohne Krankenhäuser geben. Das stehe jedoch nicht im Einklang mit dem Grundgesetz wie Saknus betont. Wie werden seine SPD-Kollegen nächsten Monat im Kreistag entscheiden? Für oder gegen die Schließung des Künzelsauer Standorts? Sie haben es in der Hand. Alternative Konzepte liegen auf dem Tisch.

Schließungsplan ging vom Hohenlohekreis aus

07. Mai 2017

Zwei gefallene Helden

// Amrichshausens und Dörzbachs Maibäume wurde zu Fall gebracht bzw. gar nicht erst aufgestellt
// wer kennt die Täter?

Brauch ist es beim Maibaumstellen im Kocher- und Jagsttal, dass die Helfer nach dem Maibaumstellen ihren Baum die ganze Nacht über bewachen, damit das Nachbarort keinen üblen Scherz spielt und den Maibaum absägt. In Dörzbach wurde der Maibaum in der ersten Mainacht wohl nur unzureichend bewacht. Die Baum-Durchsäger leisteten indes ganze Arbeit, gleich zweimal sägten sie den Stamm durch, oben und unten, so dass das Holz nur noch zum Verbrennen dienlich war (siehe zwei Fotos untere Reihe)

Die Amrichshäuser traf es noch schlimmer. Der ursprünglich als Mai-Baum vorgesehene Baum konnte erst gar nicht aufgestellt werden, da er bereits vorher in einem Hof in Amrichshausen, wo er zwischengelagert wurde, von den Täten aufgespürt und sodenn durchsägt wurde (siehe zwei Fotos obere Reihe). Sachdienliche Hinweise zu den Tätern bitte an die Redaktion GSCHWÄTZ. Tel.: 07940/93 555 7. In Amrichshausen steht wohl schon wieder ein neuer Maibaum. Tamara  Deitigsmann von der Freiwilligen Feuerwehr Amrichshausen äusserte sich auf der GSCHWÄTZ-Seite in Facebook wie folgt zu der Baum-Zerstückelung: "Der Musterbaum ist weg, das ist uns schnurz, der war uns eh ... viel zu kurz!" Katja Hess berichtet dort, dass in Dörzbach mittlerweile wohl ebenfalls wieder ein neuer Maibaum steht.



07. Mai 2017

Künzelsau: Neuer Bauhhof für rund elf Millionen Euro

  • die neue Salzhalle

  • offizielle Einweihung

  • Gewächshaus für die Kübelpflanzen zum Überwintern

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  • die Fahrzeuge des Bauhofs in Reih und Glied

  • Rundgang

  • die neuen Dusch- und Umkleideräume angrenzend an das Sportgelände

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit ist das neue Bauhofareal im Hallstattweg in Künzelsau fertig. In den letzten Wochen haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und Wasserwerks ihre Gerätschaften vom Übergangsquartier in der Bahnhofstraße in die neuen Gebäude beim Sportgelände Prübling umgeräumt. „An manchen Stellen müssen Handwerker noch Restarbeiten durchführen“, erklärt Bauhofleiter Rolf Albrecht. Im Herbst wenn alles fertig ist, laden die Stadtverwaltung Künzelsau und die Bauhofmannschaft die Öffentlichkeit in das neue Domizil ein.

Ein Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 1. Oktober 2017 geplant.

„Ich freue mich insbesondere für unsere Mitarbeiter, die seit mehreren Jahren in Provisorium und Übergangslösungen untergebracht waren“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Bei einem Rundgang mit dem Gemeinderat und den Bauhofmitarbeitern präsentieren Rolf Albrecht und sein Stellvertreter Reinhard Klemisch die neuen Gebäude auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal: eine Salzhalle, eine Fahrzeughalle, Lager- und Geräteräume, Werkstattbereiche, ein Gewächshaus, den Verwaltungs- und Sozialbereich mit den Dusch- und Umkleideräumen im Untergeschoss für das Sportgelände Prübling.

Gebaut wurde genau nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros OHO-Architekten, die im städtebaulichen Wettbewerb 2012 den ersten Preis gewonnen haben. Eine Besonderheit der Planung ist die gefällige Abgrenzung des Bauhofareals hin zu der umgebenden Wohnbebauung durch die neuen Gebäude selbst, erklärt Architektin Ursula Hüfftlein-Otto. Durch die Anordnung der Gebäude waren keine besonderen Schutzwände oder –zäune erforderlich. Sie betont die zurückhaltende Fassadenfarbe des Verwaltungs- und Sozialtraktes, die sich auch in den anderen Gebäuden wiederfindet. „Ein Blick vom gegenüberliegenden Hang zeigt, dass sich das Bauensemble trotz seiner Größe wohlproportioniert in die kleinteilige städtebauliche Struktur einfügt“, so Bürgermeister Neumann. Mit der funktionalen Ausstattung stünden in Zukunft für die KünWerke mit Bauhof und Wasserwerk, erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen zur Verfügung.

Zeitgleich sind im Untergeschoss des Verwaltungs- und Sozialgebäudes des Bauhofes Dusch- und Umkleideräume entstanden. Diese stehen den Nutzern des Sportgeländes Prübling zur Verfügung. Die Kosten für die Dusch- und Umkleideräume betragen rund 1,4 Millionen Euro.

Rolf Albrecht bedankt sich bei Bürgermeister, Gemeinderat und den Architekten: „Wir sind alle sehr glücklich. Mit dem Neubau wird uns und unserer Arbeit eine gewisse Wertschätzung entgegen gebracht. Der Standort ist richtig. Die Nähe zur Innenstadt ist wichtig“, so der Bauhofleiter Albrecht. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Innenstadt. Dafür haben wir kurze Anfahrtswege und sparen Kosten. Manches ist sogar nur fußläufig zu erledigen.“ Jetzt gilt es das rund elf Millionen Euro kostende Projekt im Arbeitsalltag in Betrieb zu nehmen. „Es ist ein Gebäude für Generationen. Das ist uns bewusst und wir behandeln es pfleglich, halten Sauberkeit und Ordnung“, so Bauhofleiter Rolf Albrecht.

Wofür ist der Bauhof zuständig?

Rund 35 Mitarbeiter sind in den städtischen Eigenbetrieben KünWerke Bauhof und Wasserwerk beschäftigt. Sie sind zuständig unter anderem für die Pflege von Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen, Kinderspiel- und Bolzplätzen, Sportplätzen, Kindergärten und Schulen – außerdem für Gemeindestraßen, –verbindungswege und Feldwege. Auch der Winterdienst wird vom Bauhof organisiert und gemeinsam mit Lohnunternehmern durchgeführt. Tägliche Reinigungsarbeiten mit der Straßenkehrmaschine gehören ebenso zum Aufgabenbereich, wie auch die tägliche Reinigung mit den Stadtmüllsaugern. Das Wasserwerk ist für die Wasserversorgung zuständig.

Die neue Adresse der KünWerke Bauhof und Wasserwerk lautet Hallstattweg 38, 74653 Künzelsau, Telefon 07940 5460500.

Zu den Fotos (Stadt Künzelsau):

// Im Kalthaus mit rund 700 Quadratmetern kann Gärtnermeister Reinhard Klemisch die Kübelpflanzen überwintern, die im Sommer die Stadt schmücken.

// Eröffnung des neuen Bauhhofs v.l.n.r.: Architektin Ursula Hüfftlein-Otto, Stadtbaumeister Peter Blumhagen, Architekt Maximilian Otto, Bürgermeister Neumann, Bauhofleiter Rolf Albrecht, stellvertretender Bauhofleiter Reinhard Klemisch und der Dienstälteste Mitarbeiter des Bauhofes, Jürgen Eisenhut.

// Auf einer Ebene zum Sportgelände sind Dusch- und Umkleideräume für Sportler entstanden. Darüber befindet sich die Verwaltung und Mensa des Bauhofes.

// In der rund 300 Quadratmeter großen Salzhalle, kann der Streusalzbedarf für einen ganzen Winter gelagert werden.
Am vergangenen Samstag, den 29. April 2017, fanden sich rund 100 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus dem Kochertal für eine gemeinsame Großübung in Hermuthausen ein, um einen fiktiven Brand zu löschen.

Mit dabei waren die Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen, die Jugendfeuerwehren aus Niedernhall und Weißbach sowie die Jugend-THW-Gruppe des Ortsverbandes Künzelsau.
Als fiktive Lage wurde ein Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens angenommen. Dabei mussten die Kinder und Jugendlichen unter anderem mit Übungs-Atemschutzgeräten eine Person im Gebäude suchen, sie mussten Löscharbeiten vornehmen und eine Person von einem Dachboden retten. Außerdem mussten sie möglichst viele Schweine einfangend Rosa Luftballons stellten die Schweine dar. Zudem mussten die Kinder aus Leitern ein Gehege bauen, um die Schweine im wahrsten Sinn im Zaum zu halten.

Kathrin Ehrmann, Leiterin der Kinder- und Jugendfeuerwehr Ingelfingen: "Für die Kinder und Jugendlichen ist so eine Übung immer eine große Herausforderung und sehr spannend. Aber solche Übungen sind auch eine gute Vorbereitung auf den späteren Einsatzdienst - im Einsatzfall muss man häufig ja auch gemeindeübergreifend (oder wie beim Unwetter letztes Jahr im Mai auch organisationsübergreifend) zusammen arbeiten. Und so lernen die Kinder und Jugendlichen das von klein auf. Alle Aufgaben bei der Übung wurden sehr gut abgearbeitet und Spaß gemacht hat es hoffentlich auch allen gemacht."

Von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr gewechselt sind Maximilian Koch, Jonas Dörr und Theo Mastoras.

Fotos: Anika Küffner
07. Mai 2017

Großeinsatz der Kinderfeuerwehren in Hermuthausen

  • Einsatzbesprechung

  • Sie sollten einen fiktiven Brand löschen

  • Auch Schweine galt es zu retten, hier in Form von rosa Luftballons

    Button
  • Auch das Schweinegehege musste mit Leitern selbst gebaut werden

05. Mai 2017

"Es dürfen keine Mauern hochgezogen werden"

 Am Tag der Pressefreiheit vergangenen Mittwoch sprach GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann auf der Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhausstandorte Künzelsau und Öhringen über Meinungs- und Pressefreiheit und gab einen Einblick in die monatelangen Recherchen zum Künzelsauer Krankenhaus.

Die Journalistin betonte, dass aktive Demokratie nur durch eine aktive Bürgerschaft entstehe, indem man "öffentlich Farbe bekennt für das, was einem wichtig ist". Dieses Engagement, wie es die Demonstranten jeden Mittwochan den Tag legen, dürfen und müssen sie auch den lokalen Politikern einfordern. Hartmann erklärt, dass die Recherchen rund ums das Krankenhaus auch für die GSCHWÄTZ-Redaktion nicht immer einfach war und ist. Aber dass die Bürger ein Recht auf Antworten und Informationen haben, insbesondere bei Themen, die im öffentlichen Interesse liegen: "Es dürfen hier keine Mauern hochgezogen werden,"
Investoren, mit denen sie gesprochen habe, seien begeistert vom Standort Künzelsau gewesen. Diese wachstumsstarke Stadt verdiene ein Krankenhaus, habe es in den Gesprächen geheißen.
Dennoch oder gerade deshalb lautet Ihr vorläufiges Fazit bei den Krankenhaus-Recherchen: "Wir haben momentan nicht das Gefühl, dass alles getan wurde, um diesen Standort [Anm. d. Red.: Künzelsau] zu retten."

Mit einem Blick in die Zukunft vermutet Sandra Hartmann: "Wir werden ein Versorgungsproblem bekommen, wenn wir es nicht jetzt schon haben" im Gesundheitswesen und berichtet von Fällen in der Region, die Probleme bei der Versorgung hatten. "Die Schließung eines Krankenhauses wird diese Situation nicht verbessern."

Wichtig sei auch in Zukunft, für die lokale Presse, für die lokalen Politiker und die Bürger, alle Seiten zu hören, einen offenen Dialog anzustreben, ehrlich miteinander zu sprechen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden: "Wenn wir versuchen, das Beste zu machen, wird auch das Beste passieren."
03. Mai 2017

Mittwochsdemo: GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Gastrednerin

Unsere GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann wird an der heutigen Mittwochsdemo für den Erhalt der beiden Krankenhaus-Standorte in Künzelsau und Öhringen eine Gastrede zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit halten.

Die Demo startet um 18.30 Uhr vor dem Eingang des Künzelsauer Krankenhauses.


03. Mai 2017

Für Schüler: Einladung ins Luft- und Raumfahrtzentrum


Eine Fahrt zum Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen steht am Mittwoch, 14. Juni 2017, als nächste Exkursion im Rahmen der Weltraumausstellung auf dem Programm. Die Fahrt nach Lampoldshausen mit Arbeit im School_Lab richtet sich speziell an Schüler und Jugendliche. Die Abfahrt mit dem Bus ist auf dem Wertwiesenplatz um 8 Uhr, eine Rückkehr ist für 17 Uhr geplant. Teilnehmergebühr: 20 Euro.

Auf dem Testgelände für Raketenantriebe in Lampoldshausen ist ein High-Tech-Labor eigens für diese Zwecke entstanden. Hier haben die Institute des DLR Experimente aus aktueller Forschung auf den Gebieten der Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr und Energie zusammengestellt. Schüler und Jugendliche können unter fachkundiger Anleitung ihre experimentellen Fertigkeiten entdecken und wissenschaftlich Forschen.

Die Anmeldungen müssen bis Montag, 8. Mai 2017 bei der Stadtverwaltung eingegangen sein, denn aus Sicherheitsgründen sind alle Personalien der Teilnehmer mehrere Wochen vorher dem DLR zu melden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – die Stadtverwaltung bittet daher um Anmeldung, spätestens bis Montag, 8. Mai 2017, bei Stefan Kraut, Telefon 07940 129 117, E-Mail stefan.kraut@kuenzelsau.de. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Flyer zum Rahmenprogramm der Ausstellung, dieser ist auch im Rathaus zu haben.

Die Exkursion ist laut der Stadtverwaltung Künzelsau die ideale Gelegenheit, um Einblicke in die Experimente der Weltraumfahrt, deren Nutzen für unsere Gesellschaft sowie die Experimente auf der ISS unseres Ehrenbürgers und Künzelsauer Astronauten Alexander Gerst zu bekommen.

Foto: Schüler und Jugendliche können beim Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen unter Anleitung verschiedene Experimente ausprobieren. Stadt Künzelsau
01. Mai 2017

Unsere Wunderkinder

In unserer gedruckten GSCHWÄTZ-Mai-Ausgabe, die es ab sofort überall im Einzelhandel gibt,  lesen Sie von Wunderkindern aus dem Kocher- und Jagsttal, die mit Leidenschaft Dinge machen, die begeistern und dabei sehr erfolgreich sind. Der 16-jährige Justin Häussermann beispielsweise fährt, seit er sechs ist, Kart, und hat diverse Rennen gewonnen. Nun ist der Forchtenberger in die Tourenwagenklasse aufgestiegen (siehe Video links). Unsere Journalistin Nadja Fischer hat ihn interviewt. Der achtjährige Yannik Zoller wiederum kann besser Standardtanzen als manch ein Erwachsener. Er hat mit seiner Partnerin Valerie bereits zahlreiche Pokale auf nationalen Wettkämpfen gewonnen  Unsere Journalistin Isabell Kähny hat sie beim Tanztraining besucht.(Foto rechts).
29. April 2017

Zweistellige Millionenfinanzspritze für Künzelsau?

Es gibt zwei private Investoren, die sich unabhängig voneinander für das Krankenhaus Künzelsau interessieren und derzeit die Rahmenbedingungen prüfen. Ein zweistelliger Milltionenbetrag soll in Künzelsau investiert werden, wenn alles passt. Sie schätzen Künzelsau als strategisch wichtiges "Mittelzentrum" zwischen Öhringen, Bad Mergentheim und Schwäbisch Hall ein, das zwar ländlich gesprägt sei, aber durch die hohe Dichte an Weltmarktführerfirmen eine starke Wirtschaftskraft habe. Diese Kombination sei in dieser Konzentration "einzigartig".

Mehr dazu in unserer neuen Mai-Ausgabe, ab sofort überall im Einzelhandel.
27. April 2017

Wieder gestartet: Mittwochsdemos

Nach der Osterpause veranstaltet die Bürgerinitiative wieder jeden Mittwoch um 18.30 Uhr vor dem Krankenhauseingang Künzelsau eine Demo zum Erhalt der beiden Krankenhaussttandorte Künzelsau und Öhringen. Gestern sang der Projektchor Dörrenzimmern. Zudem gab es mehrere Reden. Wir veröffentlichen  Ausschnitte daraus. Im Juni wollen die Kreisräte darüber abstimmen, ob der Krankenhausstrukturfonds angenommen und damit Künzelsau geschlossen wird.


"Neubau in Öhringen pure Geldverschwendung"



Robert Beck aus Künzelsau liest auf der gestrigen Mittwochsdemo der Bürgerinitiative zum Erhalt der beiden Krankenhausstandorte in Künzelsau und Öhringen seinen Leserbrief vor, den er an die Hohenloher Zeitung geschickt hat. Der Künzelsauer ist sich sicher, dass "Öhringen keine Chance für eine Auslastung ihrer Betten" habe, wenn Künzelsau geschlossen werde, da die Kochertäler eher nach Schwäbisch Hall ins DIAK abwandern würden und die Jagsttäler ins Caritas-Krankenhaus nach Bad Mergentheim. Somit sei der "Neubau in Öhringen pure Geldverschwendung", zumal das Krankenhaus in Künzelsau mit "vielen Millionen saniert" wurde. Beck fragt zudem, warum man solch eine wichtige Entscheidung quasi übers Knie breche und im Juni schon darüber abstimmen müsse.

Neumann: "Wir können nicht so einfach kleinbeigeben"


// Neues Gutachten erarbeitet

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann hielt ebenfalls eine Rede an der gestrigen Mittwochsdemonstration der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der beiden hohenloher Krankenhausstandorte. Er sagte: "Wir werden weiterhin für das Krankenhaus Künzelsau kämpfen."

Gemeinsam mit dem Kreis wurde laut Neumann ein neues Gutachten erarbeitet. Dabei sei auch mit Impulsgebern wie Dr. Andreas Eckle und niedergelassenen Ärzten gesprochen worden. Unterschiedliche Szenarien seien nun erarbeitet worden und zwar "Szenarien, die von einem Krankenhaus in Künzelsau ausgehen und nicht nur von einem ambulanten Versorgungszentrum". Mit diesen Szenarien im Gepäck wolle man nun gemeinsam mit Landrat Dr. Matthias Neth das Gespräch mit Sozialminister Manne Lucha suchen.

Neumann betonte: "Wir brauchen eine wohnortnahe Versorgung und können nicht so einfach kleinbeigeben."

Aber der Bürgermeister verwies auf auch die enge Zeitschiene. [Anm. d. Red.: Im Juni sollen die Kreisräte über die Annahme oder die Ablehnung des Krankenhausstrukturfonds abstimmen. Die Ablehnung bedeutet das Aus für Künzelsaus stationäres Krankenhaus. Dann könnte das Künzelsauer Krankenhaus auch kein privater Investor mehr retten.]

Dr. Eckle: "Fehlinformation über Presse und Rundfunk: Schließung Krankenhaus noch nicht beschlossen"


// private Investoren interessieren sich für Künzelsau

Gestern ging es nach der Osterpause weiter mit den Mittwochsdemonstrationen für den Erhalt der beiden Krankenhaus-Standorte in Künzelsau und Öhringen. Dr. Andreas Eckle verweist gleich zu Beginn seiner Rede auf "Fehlinformationen in Presse und Rundfunk", [Anm. D. Red.: Unter anderem ein regionaler Radiosender] meldete mehrfach, dasss beschlossen wurde, dass das Krankenhaus Künzelsau geschlossen werde. Dies sei falsch, betonte er. Eckle verwies darauf, dass demnächst das Bieterverfahren beginne.[Anmerkung der Redaktion: Hierbei können Interessenten Angebote abgeben für die 51-Prozent-Mehrheitsanteile an dem Hohenloher Krankenhaus. Mehr zu den Investoren und was ihnen Künzelsau wert ist, lesen Sie in der Mai-Ausgabe von GSCHWÄTZ, die es ab sofort zu kaufen gibt.]

Die Schließung  Künzelsaus soll wohl schon länger im Raum gestanden haben. Eckle berichtet in seiner Rede, dass 2013 wohl zwei Chefarzt-Stellen neu besetzt werden sollten. Eine Headhunterin hatte hierbei "anscheinend schon auf eine Schließung hingewiesen", so Eckle. Der ehemalige Geschäftsführer Dr. Andor Toth soll vor Jahren bereits gesagt haben: "Niemand braucht diese Krankenhäuser". Und: "Wenn 100 junge, motivierte Mitarbeiter gehen müssen, ist mir das auch wurscht."

Die Überlebenschancen des Öhringer Krankenhauses sieht Eckle nach den derzeitigen Plänen ebenso kritisch. So soll Landrat Dr. Matthias Neth bei einem Bürgerdialog in Mainhardt gesagt haben: "Ich weiß nicht, ob es das noch in 5 Jahren gibt." Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha schlug an diesem Treffen angeblich in dieselbe Kerbe. Er soll gesagt haben: "Das Krankenhaus muss man schließen. Das ist ein Verlustbringer." Eckle verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Hohenlohe Krankenhaus bis 2011 schwarze Zahlen schrieb, dass es aber hierfür einer "kompetenten Krankenhausleitung bedarf". Zudem verwies er darauf, dass es keine Frage der Krankenhausgröße sei, ob ein Haus schwarze Zahlen schreibe, denn diverse "große Krankenkäuser schreiben große Verluste".

"Wo sind die Kreisräte und der Landrat", fragt Eckle, blickt in die Runde und beantwortet seine Frage gleich selbst: "Die sind beleidigt, weil wir so über sie schimpfen. Aber eigentlich sind wir beleidigt, weil sie unsere Interessen nicht vertreten."

Zu den potenziellen privaten Investoren äußerte sich Eckle wie folgt: Es gäbe einen Interessenten aus dem benachbarten Ausland und einen potenziellen Investor aus Hessen, der für Künzelsau "großes Potenzial sieht".
23. April 2017

Europa atmet erstmal auf

23. April 2017
// Macron gewinnt Frankreichs Vorwahlen zum neuen Präsidenten
// Droht der Trump-Effekt?

So viel Polizeiaufgebot gab es noch nie bei einer Wahl in Frankreich. Trotz den IS-Attentaten in jüngster Vergangenheit im Nacken ließ es sich dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - eine überraschend starke Mehrheit der Franzosen (rund 70 Prozent) nicht nehmen, heute darüber zu entscheiden, wohin es gehen soll: Heraus aus dem europäischen Verbund oder drinbleiben und Europa zukunftsfähig machen. Die Franzosen wählten mit knapper Mehrheit (23,7%, laut den bisherigen Hochrechnungen) den pro-europäischen keiner Partei zugehörigen Emmanuel Macron in die Stichwahl am. Platz zwei belegt die gefürchtete Rechtspopulistin Marine Le Pen mit 21,9% der Stimmen. Nach einem Sieg will Le Pen Frankreichs Bürger über einen Verbleib in der EU abstimmen lassen.

Diverse Experten sehen bei der Stichwahl Macron weit vor Le Pen, da die Wähler, die Francois Fillon gewählt haben (mit 19,7% Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz und damit ausgeschieden) nun eher Macron wählen. Fillon hat nach seinem Ausscheiden seine Wähler aufgerufen, Macron die Stimme bei der Stichwahl zu geben.

Doch derartige Experten-Äusserungen lösen manchmal genau den gegenteiligen Effekt aus: Im Glauben daran, dass ihr Kandidat den Sieg sowieso schon sicher in der Tasche habe, gehen viele Bürger nicht wählen. Daher wäre eine ebenso hohe Wahlbeteiligung wie an diesem heutigen ersten Wahlgang wünschenswert.

Die Stichwahl ist am 07. Mai 2017.
18. April 2017
14. April 2017

Buchsschädlinge in der Region

// Buchs erst Mitte Mai schneiden

Klein, rund, grün - fast jeder zweite Garten im Kocher- und Jagsttal ist mit Buchs in allen Varianten bestückt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis warnt aktuell, dass Buchsbaumzünsler in der Region entdeckt worden seien. Die Raupen können Schäden an den Buchsbäumen verursachen.

In einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamtes heißt es: "Die ersten Raupen des Buchsbaumzünslers, einem ostasiatischen Kleinschmetterling, wurden in sonnigen Lagen bereits beobachtet. Der Buchsbaumzünsler verbreitet sich besonders schnell und kann während einer Saison bis zu vier Generationen hervorbringen. Die Raupen sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel.

Mitte der zweiten Aprilhälfte (20. bis 25.04.) ist mit dem Hauptflug des Zünslers zu rechnen. Die Raupen können große Schäden an Buchsbäumen verursachen. Sie fressen zunächst die Blätter, anschließend auch die grüne Zweigrinde.

Durch eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume kann ein Befall frühzeitig erkannt werden.
Mit einem Hochdruckstrahler (mit niedrigem Druck) und Auffangfolie können die Gelege und Raupen des Buchsbaumzünslers großflächig abgesprüht und über die Biotonne entsorgt werden. Zur chemischen Bekämpfung sollte das nützlingsschonende Mittel Dipel ES mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Es wirkt ausschließlich gegen Schmetterlingslarven.

Der Buchsbaumzünsler wird durch frisch geschnittene Bereiche im Buchs angelockt. Daher sollten formgebende Buchsbaumschnittmaßnahmen erst ab Mitte Mai erfolgen. Ab Mitte Juni sollten dann keine Schnittmaßnahmen mehr stattfinden, da bereits im Juli mit der nächsten Zünslerinvasion zu rechnen ist.

Weitere Informationen  beim Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, Tel.: 07940 18-621 erhältlich.

Bildunterschrift:
Bild 1: Raupe des Buchsbaumzünslers, Foto: Privat - Schrameyer
Bild 2: Kahlfraß eines Buchsbaumes, Foto: Privat - Dr. Merz

Vor einem Jahr kam die Flut
 Vor gut einem Jahr kam ein Hochwasser mit bis dato unvorstellbarem Ausmaß über unsere Region. Braunsbach als Epizentrum war am meisten vom Hochwasser betroffen. Aber auch in Künzelsau, Ingelfingen und Niedernhall flutete das Wasser viele Häuser und Keller. Wir möchten in unserer nächsten gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ an den Tag erinnern, der für viele ein Schock war.
Wir suchen: Fotos & Videos von den Fluten. Schickt uns Eure Fotos an:
                                                          info@gschwaetz.de
Ihr ward betroffen und möchtet uns Eure Geschichte erzählen? Wir freuen und auf Euren Anruf:                07940/93 555 7.
// Video von knochenfeder vom 29.05.2017, zu sehen auf youtube.de

11. April 2017
11. April 2017

Piraten entern Künzelsau

Piraten entern Künzelsau

Fast wie Peter Pan, das Kind, das nach Nimmerland flog, geht die Geschichte von Jim. Nur das der kleine Jim in seine Spielzeugtruhe gezogen wird und sich alsbald auf einem Piratenschiff wiederfindet.

Die Badische Landesbühne Bruchsal präsentiert am Mittwoch, den 3. Mai 2017, 10.30 Uhr, in der Stadthalle in Künzelsau das Theaterstück "Piraten" für Zuschauer ab sieben Jahren:

Karten für drei Euro gibt es bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Renate Kilb, E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de, Telefon 07940 129-119. 

Bild // Jim, Piratenanführerin Freely und deren größter Widersacher, Kapitän McGovern, begegnen sich auf der Bühne. Foto: Sonja Ramm.
10. April 2017

Jungs und Mädels für Fotoshoot gesucht

  • Die historische Innenstadt Forchtenbergs

    bietet sich für Fotoaufnahmen an

  • Was wäre ein Ländle-Kalender ohne

    Bilder in den Weinbergen?

  • Fliegendes Mädchen

    So könnte eine Aufnahme aus unserem GSCHWÄTZ-Kalender aussehen

  • Solche Muskeln braucht's gar nicht,

    um in unserem GSCHWÄTZ-Kalender mitwirken zu können

  • Die Wasserspiele in Künzelsau

    Das wird in jedem Fall ein feuchter Spaß

  • Die Ruine in Ingelfingen

    Eine Kulisse, die vor allem abends, wenn sie beleuchtet ist, fantastisch wirkt

  • Die Götz-Statue in Krautheim

    ist natürlich dabei in unserem GSCHWÄTZ-Kalender 2018. Wer möchte neben ihm possieren?

  • Das Salztor in Niedernhall

    als Hintergrund-Kulisse für ein Foto-Shooting im Kochertal

  • So schön ist unser Ländle

    Waldcamping am Hollenbacher See

  • Unter der Brücke in Hohebach, das Markenzeichen des beschaulichen Dorfes,

    lassen sich einzigartige Fotoaufnachmen machen

Für unseren GSCHWÄTZ-Kalender 2018 suchen wir Alltagshelden, Frauen und Männer aus dem Kocher- und Jagsttal, die sich von unserem Fotografen in coolen Posen vor prominenten Plätzen (siehe Fotos) in Künzelsau, Ingelfingen, Niedernhall, Weißbach, Forchtenberg, Schöntal, Krautheim, Dörzbach und Mulfingen natürlich kostenfrei ablichten lassen.

Den offiziellen Ländle-Kalender gibt es dann ab Herbst 2018 überall im Kocher- und Jagsttal zu kaufen.

Fotos // GSCHWÄTZ, doerzbach.de, hohenlohekreis.de, hohenlohe-schwaebisch-hall.de, ironbodies.de, fotoshoot.de, wikimedia.de, wikipedia.de

Bewerbungen bitte an:

Hartmann GbR
Schwalbenstr. 5
74653 Ingelfingen
07940/93 555 7
info@gschwaetz.de



06. April 2017

Kartenvorverkauf gestartet für Oktoberfest in Künzelsau

Wert-Wies`n im September in Künzelsau
// Karten ab sofort erhältlich

Oktoberfest-Stimmung in Künzelsau: Zum zweiten Mal lädt die Stadt Künzelsau zum Wert-Wies'n ein. Von Freitag, den 29. September 2017, bis Samstag, den 30. September 2017 sorgen zwei Partybands in einem Festzelt in Künzelsau für Stimmung.
In diesem Jahr dabei: Tollhaus und Wasenrocker.

Die Band „TOLLHAUS“ aus Bayern spielt Hits der 80er bis heute, Heavy Volksmusik, ultimative Feten- und Après-Ski-Hits. Drei Tage bevor sie in Künzelsau gastieren, spielen "die Wasenrocker“ noch auf dem Cannstatter Wasen.
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Programmübersicht
Freitag, 29. September 2017
Einlass um 18.00 Uhr
Fassanstich um 19.00 Uhr mit Bürgermeister Stefan Neumann
Auftritt „TOLLHAUS“ von 20.00 - 0.00 Uhr.
Samstag, 30. September 2017
Einlass um 19.00 Uhr
Auftritt „Wasenrocker“ von 20.00 - 0.00 Uhr
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Tischreservierungen
Tische für acht Personen können für beide Abendveranstaltungen vorab reserviert werden.
Ein Tisch für acht Personen kostet also 160 Euro, inklusive 80 Euro Verzehrgutschein (20€ pro Person, dabei inbegriffen: 10€ Verzehrgutschein). Das Essen kommt vom Panorama-Catering.
Reservierungen bitte telefonisch bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Marco Klappenecker, 07940 129-119 oder per E-Mail marco.klappenecker@kuenzelsau.de.
// Foto: Stadtverwaltung Künzelsau
06. April 2017

Landratsamt heute geschlossen

Am Donnerstag, 6. April 2017, findet beim Landratsamt Hohenlohekreis eine Personalversammlung statt. Aus diesem Grund sind das Landratsamt sowie alle Außenstellen in Künzelsau und Öhringen vormittags geschlossen.
Das Kundencenter des Nahverkehrs Hohenlohekreis ist ebenfalls geschlossen. Ab 14 Uhr haben alle Dienststellen wieder geöffnet.




02. April 2017

La-La-Ländle: Unser neues GSCHWÄTZ ab sofort im Handel

Die Top-Themen in unserer April-Ausgabe:

  • So schaut's aus

    Unsere Titelseite im April

  • Wir stellen die besten Coverbands im Ländle vor

    PLUS: Exklusiv-Interview mit Sebastian "Buddy" Faber, Frontsänger von Gravity

  • Mit Vollgas gegen die Wand gefahren?

    Krankenhaus-Mitarbeiter berichten aus dem Inneren des Künzelsauer Krankenhauses.

  • Massive Kritik an seiner Geschäftsführung

    Dr. Andor Toth hat wieder eine neue Stelle und lässt das Künzelsauer Krankenhaus damit endgültig hinter sich

  • Nachwuchs gesucht

    Wir stellen Betriebe im Kocher- und Jasgttal vor, die Stellen zu vergeben haben (Foto: Claudia Mittermayer von der Fahrschule Plaha, Niedernhall)

  • Wie schaut die Zukunft der Supermärkte aus?

    Ilonka Hess möchte ihren Laden Um's Eck in Weißbach anders aufstellen

und viele weitere Themen.

// Wir lieben unser Ländle //
31. März 2017

Bald Engpass in der medizinischen Versorgung?

Das SWR Fernsehen berichtete gestern in Zur Sache Baden-Württemberg über das Kliniksterben im Land. Auch das Krankenhaus Künzelsau  wurde dabei portraitiert. Wer den sechsminütigen Beitrag verpasst hat, kann ihn unter diesem Link anschauen:

http://www.swr.de/…/did=1902…/nid=3477354/1lb239w/index.html
30. März 2017

Schließung Krankenhaus "nicht plausibel"

// "Sind wir noch in einem demokratischen Rechtsstaat oder in einer türkischen Provinz"?

// große Klinikverbände nicht unbedingt wirtschaftlicher

Das SWR Fernsehen war bei der gestrigen 25. Demonstration für das Künzelsauer Krankenhaus vor Ort und interviewte Krankenhausmitarbeiter und Bürger.

Auf der Demo las Dr. Andreas Eckle einen Brief von Matthias Lauterer an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vor (siehe Video). Darin kritisiert Lauterer die grüne Landesregierung für ihre Krankenhauspolitik [Anm. d. Red.: diverse kleine Krankenhäuser wurden oder werden in diesem Zuge geschlossen]. Sie verstoße "gegen die elementarsten Lebensinteressen der Bürger". Für die ansässigen Firmen hätte eine Schließung des Krankenhauses Künzelsau eine "Abwanderung der Arbeitskräfte" zur Folge.

300 bis 400 Menschen waren zur Demo gekommen. Dr. Andreas Eckle, Vorsitzender Der Bürgerinitiative pro Krankenhaus Künzelsau, betonte, dass die Schließung des Künzelsauer Standorts "nicht plausibel" sei. Er verwies dabei auf eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger, wonach die größten Krankenhausverbände in Baden-Württemberg 2015 245 Millionen Verlust "erwirtschaftet" haben, allein das Defizit des Stuttgarter Klinikverbundes sei bei 50 Millionen gelegen. Die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH (HK) hingegen habe 2011 noch 600.000 Euro Gewinn eingefahren. Sei Größe wirklich wirtschaftlicher, fragte Eckle und erntet viel Beifall von den Demonstranten.

Eckle stellte grundsätzlich das momentan von Landrat Dr. Matthias Neth und den Kreisräten favorisierte Konzept in Frage, nach den SLK-Kliniken nun wieder einen neuen Mehrheitspartner mit an Bord zu nehmen. Eckle sähe die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH lieber unabhängig, aber mit starken Kooperationspartnern an der Seite. Als positives Beispiel für dieses Modell nannte er das Kreiskrankenhaus Crailsheim und das Diak in Schwäbisch Hall.

Eckle kritisierte in seiner Rede das Verhalten des Landratsamtes hinter den Kulissen. Unter anderem hätten Mitarbeiter des Landratsamtes die Anweisung erhalten, nicht auf die Demo für das Krankenhaus zu gehen. "Sind wir noch in einem demokratischen Rechtsstaat oder in einer türkischen Provinz?", fragte Eckle. Auch eine kleine Spitze gegen Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann konnte sich der Vorsitzende der BI nicht verkneifen. Dieser müsse sich aufgrund der zurückliegenden anstrengenden Wochen nun beim Skiurlaub erholen und könne daher heute nicht anwesend sein.
Dr. Krist: "Wir befinden uns in einer unfassbaren Balla-Balla-Situation"

In seiner Rede an der 25. Demo zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses am Mittwoch, den 29. März 2017, attestierte Dr. Matthias Krist, praktizierender Arzt in Künzelsau, dem Krankenhaus Künzelsau, dass es "gut ausgerüstet und leistungsfähig" sei (siehe Video). Es ist für ihn daher "zutiefst befremdlich", dass der Landrat Dr. Matthias Neth dieses Krankenhaus aus ihm "seltsam anmutenden Gründen" schließen möchte. Für die Rede gab es von den 300 bis 400 Demonstranten viel Applaus.



"So viel Arroganz ist untragbar"

// Künzelsauer Patient wird nicht ins Künzelsauer Krankenhaus gefahren
// Juni Entscheidung über die Zukunft des Künzelsauer Krankenhauses

Reinhard Bodynek, ehemaliger Betriebsleiter von MUSTANG, berichtet auf der gestrigen Demo (siehe Video) zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses am 30.03.2017 von einem Fall in seinem Bekanntenkreis, der aufhorchen lässt: Ein 90-Jähriger musste vergangenen Samstag vom Altenheim in Künzelsau in ein Krankenhaus gebracht werden. Der ärztliche Notdienst aus Forchtenberg wurde bestellt. Der 90-Jährige wurde aber anstatt ins nahegelene Krankenhaus Künzelsau nach Öhringen ins dortige Krankenhaus gebracht. Begründung: Das Künzelsauer Krankenhaus nehme am Wochenende keine Patienten auf.
Die Demonstranten, darunter einige Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter des Krankenhauses, schütteln ungläubig den Kopf, da das Krankenhaus in Künzelsau am Wochenende selbstverständlich Patienten aufnehme. Für die Frau des 90-Jährigen, so Bodynek, sei es nun wesentlich schwieriger, ihren Mann zu besuchen, da Öhringen viel weiter weg sei. Indirekt wurde damit die Frage in den Raum geworfen, obdie Krankenwägen das Krankenhaus Künzelsau bewusst nicht mehr ansteuern.

Bodynek berichtet weiterhin, dass keine Gespräche mehr zwischen Landrat und Bürgerinitiative stattgefunden haben. "Das Landrat ist doch ein gewählter Volksvertreter (...) Man könnte aber glauben, er ist Hohenloher König."

Drei Beratungsfirmen hätten indes hohe Summen bekommen, um die Hohenlohe Krankenhaus gGmbH zukunftsfit zu machen. Bodynek: "Dieses Geld fehlt dem Krankenhaus jetzt".

Die nächste Mittwochsdemonstration ist nach der Osterpause am 26. April 2017.

Der Countdown für Künzelsau hat indes begonnen: Im Juni entscheiden die Kreisräte über die Zukunft des Krankenhauses.

// Mehr dazu in unserer neuen April-Ausgabe von GSCHWÄTZ. Ab heute überall im Einzelhandel.
27. März 2017

Schlager machen glücklich

"Schlager machen glücklich." Das findet die Schlagerband Wirtschaftswunder und sorgt mit gecoverten Schlagersongs am Samstag, den 08. April 2017, ab 19.30 Uhr, in der Stadthalle in Künzelsau für gute Laune. Karten für das Schlagerkonzert gibt‘s für 20 Euro, ermäßigt für 16 Euro bei Tabakwaren Brückbauer und der Stadtverwaltung Künzelsau,  Telefon 07940/ 129 119.

Foto: Wirtschaftswunder
26. März 2017

Bürgerdialog mit Minister Manne Lucha am 04. April 2017

// Möglichkeit, über die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses zu sprechen

Am Dienstag, den 04. April 2017, lädt Peter Hauk, Minister für ländlichen Raum in Baden-Württemberg, Bürger ein, mit ihm und Manne Lucha, Minister für Soziales in Baden-Württemberg, in der Waldhalle in Mainhardt in Dialog zu treten.

Im Rahmen des neuen „Kabinettsausschuss Ländlicher Raum“ "wollen wir möglichst viele Menschen einbinden, die sich auf den verschiedensten Ebenen für den Ländlichen Raum interessieren und engagieren. Im Rahmen von regionalen Bürgerdialogen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ideen sammeln, wie das Leben auf dem Land attraktiv bleiben kann."

Viele Bürger im beschäftigt derzeit die Zukunft des Krankenhaus-Standorts in Künzelsau. Manne Lucha setzt die von der Bundesregierung vorgegebene Krankenhausstrukturreform in Baden-Württemberg um. In Gesprächen mit hiesigen lokalen Politikern äußerte Lucha schon vor geraumer Zeit, dass nur Krankenhaus-Standorte mit mehr als 1.000 Betten zukunftsfährig seien.

Nun haben die Bürger die Möglichkeit, direkt mit dem Minister für Soziales darüber zu sprechen.

Das Programm startet um 19.30 Uhr.

Um Anmeldung wird geben. Anmelden kann man sich noch bis Dienstag auf:

http://www.lel-bw.de/…/Akade…/170404_Buergerdialog_Mainhardt

Foto: Manne Lucha. Ministerium für Soziales in Baden-Württemberg.
25. März 2017

Hohenlohe macht's Licht aus

Hohenlohe beteiligt sich an der heutigen Earth hour, ins Leben gerufen vom WWF. Dabei werden alle Städte und Gemeinden sowie alle Menschen, alle öffentlichen Einrichtungen und alle Unternehmen unserer Region aufgerufen, am 25. März 2017  zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Ihre Beleuchtung abzuschalten und damit ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Diverse Städte und Gemeinden haben diesen Aufruf bereits in ihren Amtsblättern veröffentlicht. Auch zahlreiche Firmen im Kocher- und Jagsttal beteiligen sich an der Aktion und schalten ihre Aussenbeleuchtung in dieser Zeit ab.

Wir werden dabei nicht alleine sein. Denkmale aus aller Welt wie etwa das Colloseum in Rom, Fußballstadien und städtische Wahrzeichen wurden in der Vergagenheit bei dieser Aktion schon  "ausgeknipst".

Die Firma Geff - Generation efficieny in Waldenburg koordiniert die Aktion in Hohenlohe. "Wir möchten sensibilisieren und Denkanstöße geben. Energie zu sparen ist im Grunde sehr einfach, die Werkzeuge sind vorhanden, wir müssen es nur tun", heißt es auf der Internetseite.

Mehr Informationen:
https://hohenlohe-licht-aus.de
21. März 2017

Krankenhaus Künzelsau: SPD-Kreisrätin
zeigt sich alles andere als volksnah

Nach unserem Beitrag "Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde" vom 14. März 2017 bekam das GSCHWÄTZ-Redaktionsteam eine E-Mail von der Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzenden Irmgard Kircher-Wieland. Sie wehrte sich darin gegen den Vorwurf, dass sie weder telefonisch noch auf unsere E-Mailanfrage zum Thema Künzelsauer Krankenhaus reagiert habe. Kircher-Wieland schreibt: "Da sage ich Ihnen ganz schlicht: Des isch Gschwätz ! Koa Gschwätz vunn mir isch:
Mich erreichten werder Anrufe von Ihnen, noch fragten Sie per E-Mail an! Aber Tatsache wäre: Ich würde mich nicht an irgendwelchem Gschwätz beteiligen! Zum Wort Gschwätz: Dieses Wort ist negativ besetzt! Einem Gschwätz kann und darf man kein Vertrauen schenken, und ein Gschwätz kann in keinster Weise den Anspruch erheben, daß die Wahrheit vermittelt wird. Sie werden doch als Hohenloher Bürgerinnen und Bürger doch den Ausspruch kennen: Sou e Gschwätz! ??? Oder: Sou enn Schwätzer mit seim Gschwätz? Fazit: An Gschwätz beteilige ich mich nicht. Deshalb werde ich weder auf Anrufe oder E-Mails von Gschwätz reagieren."

In unserer Antwort verweisen wir darauf, dass "wir Sie mehrfach angerufen und nicht erreicht haben sowie eine E-Mail mit unseren Fragen an die E-Mail-Kontakt-Adresse auf der SPD-Internetseite geschickt haben". Dies "belegen unsere Rufnummernlisten sowie unser Outlook-E-Mail-Account. Das ist auch gerne nachprüfbar. GSCHWÄTZ ist der Titel eines Magazins. Nicht mehr und nicht weniger. Die Fragen, die wir Ihnen bezüglich des Künzelsauer Krankenhauses gestellt haben, interessieren hier sehr viele Bürger. Diese Fragen als „GSCHWÄTZ“ abzutun, ist heikel. Sie haben als Volksvertreterin nicht nur gegenüber uns, sondern auch gegenüber jedem Bürger die Pflicht, diese Fragen zu beantworten. Es liegt hier ein allgemeines Interesse vor.

Wir haben Frau Kircher-Wieland daher nochmals unsere Fragen geschickt mit der Bitte um Beantwortung bis 20.03.2017. Dies ist der Inhalt: "Uns hat ein Schreiben erreicht, das Sie als Fraktionsvorsitzende der SPD ebenfalls erreicht hat und zwar schon am 12.07.2016. Darin wird das Vorgehen des Landrats hinterfragt und kritisiert. Nun ist unsere Frage: Wie sind Sie mit diesem Schreiben verfahren? Gab es einen Austausch zwischen Ihnen und dem Landrat Matthias Neth? Haben Sie diesen Brief Ihrer Fraktion zur Kenntnis weitergeleitet? Hat man über den Inhalt gesprochen und wenn ja, was war das Resultat?"

Frau Kircher-Wieland hat darauf wie folgt reagiert: "Eine rechtliche Verpflichtung, Ihnen Fragen zu beantworten gibt nicht. Allenfalls eine moralische meinen Wählern gegenüber. Das muß aber nicht im Gschwätz passieren. Schon gar nicht, wenn ich feststelle, daß von Ihnen Artikel geschrieben werden, die inhaltlich nicht den Fakten entsprechen. Sie sind verpflichtet vor Veröffentlichung irgendwelcher Beschuldigungen sauber zu recherchieren. Dieser Eindruck besteht leider nicht. Zu Ihrer Frage noch, ob ich Ihr Magazin Gschwätz kenne: Ja, von Anfang an. Ich werde mich trotzdem mit Ihren Fragen befassen, und dann meine Entscheidung treffen, ob eine Antwort an Ihr Magazin Gschwätz sinnvoll ist."

Wir haben bis heute leider keine Antwort zu unseren Fragen von Frau Kircher-Wieland erhalten. Wir möchten an dieser Stelle allerdings zwei Dinge richtigstellen:

1. Natürlich hat Frau Kircher-Wieland als Kreistagsvorsitzende, anders als von ihr dargestellt, eine Auskunftspflicht gegenüber uns und allen Bürgern dieses Landkreises, da sie die Bürger im Kreis vertritt. So steht es zumindest in der Ratsinfo des Hohenlohekreises (Kreistag als "die Vertretung der Einwohner"). Des Weiteren ist es ihre Pflicht als Entscheidungsträgerin, sich über "alle wichtigen Angelegenheiten des Hohenlohekreises", auch bezüglich des Krankenhauses, umfassend zu informieren. Daher unsere berechtigten Fragen an Frau Kircher-Wieland: Waren Sie über den Brief und die darin enthaltenene Vorwürfe informiert, und wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

2. Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ sehen uns stets zu sorgsamem Journalismus verpflichtet. Dieser Journalismus ist allerdings kein Verlautbarungsjournalismus. Das heißt, wir drucken nicht einfach ab, was man uns serviert, sondern wir fragen kritisch nach und nicht nur bei der einen Seite, sondern bei allen Seiten und lassen auch alle Seiten zu Wort kommen. Das mag für manche Lokalpoltiker nun Neuland sein. Aber das ist Journalismus: recherchieren, hinterfragen, analysieren, manchmal auch kritisch und unbequem sein. Und am Ende dieses Prozesses steht ein Ergebnis. Und je mehr wir recherchieren, insbesondere hinsichtlich des Krankenhauses, ist es uns unverständlich, dass so gemauert wird, dass mehr Zeit damit verschwendet wird, uns den Begriff GSCHWÄTZ in all seiner Breite zu erklären, anstatt kurz unsere Fragen zu beantworten.

Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Lesern. Sie, liebe Lokalpolitiker, aber auch. Und dazu gehört: schwätze.

Foto: Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland. www.hohenlohekreis.de
21. März 2017

Heute: Welt-Down-Syndrom-Tag

Heute, am Welt-Down-Syndrom-Tag, wollen wir an alle Kinder denken, die mit dem Gendefekt Trisomie 21 zur Welt gekommen sind. Auf dem Plakat, das uns netterweise seine Mutter Katja geschickt hat, seht ihr den dreijährigen Emilian aus Hohebach, der von dem Gendefetk betroffen ist.

In den letzten Jahren haben sich die Fördermöglichkeiten für Kinder mit Trisomie 21 sehr verbessert. Doch noch immer stoßen Betroffene auf ein abwehrendes Umfeld, auf Unverständnis und Eingliederungsschwierigkeiten in das soziale Leben.

Der Welt-DownSyndrom-Tag will daran erinnern, dass es noch immer Verbesserungen in der Integration bedarf.Wie Kinder mit Down-Syndrom im Kocher- und Jagsttal unterstützt werden, lesen Sie daher in einer unserer nächsten Ausgaben.
19. März 2017

Bauen: Künzelsau hat Quadratmeterpreis auf 155 Euro/qm festgelegt

Wir veröffentlichen an dieser Stelle folgende Pressemitteilung der Stadt Künzelsau:

// Bauwoche vom 20. bis 25. März 2017 im Rathaus Künzelsau
 
Wer in absehbarer Zeit ein Wohnhaus bauen möchte, ist eingeladen, sich die Zeit für ein Gespräch mit dem Bauwochen-Team des Stadtbauamtes im Rathaus in Künzelsau zu nehmen. Nächste Woche, vom 20. bis 25. März 2017, bietet das Team auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten Gesprächstermine an. „Über Festlegungen der Landesbauordnung und der Bebauungspläne – aber vor allem über unsere Baugebiete und die herrlichen Grundstücke dort geben wir gerne Informationen und beraten Bauinteressenten“. Allerdings bittet Roswitha Deptner um eine vorherige Terminabstimmung. „Damit wir uns auch ausreichend Zeit für das Gespräch nehmen können“, erklärt die Mitarbeiterin des Stadtbauamtes. Auch Interessenten, die sich im geplanten Neubaugebiet in Amrichshausen ihren Eigenheimwunsch erfüllen möchten, können nun besser kalkulieren. Der Gemeinderat hat am vergangenen Dienstag den Grundstückspreis auf 155 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Im geplanten Baugebiet in Belsenberg kostet der Quadratmeter 145 Euro, in Kocherstetten 150 Euro, in Morsbach 140 oder 150 Euro – je nach Lage, Gaisbach voraussichtlich 200 bis 250 Euro, im Wohngebiet Taläcker 120 Euro. Allerdings sind in letzterem bereits alle Bauplätze reserviert oder verkauft. Dort gibt es eine Warteliste auf der man sich bei Interesse eintragen lassen kann. „Ich freue mich, mit allen Beteiligten, auch den Stadträten und natürlich mit Ortsvorsteher Gerhard Rudolph, dass wir in Amrichshausen nun einen akzeptablen Quadratmeterpreis anbieten können“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Dort fehlen jedoch noch vier von acht verbindlichen Bauplatzreservierungen, damit die Erschließung in Angriff genommen werden kann. Denn aufgrund der finanziellen Situation der Stadt, müssen mindestens vierzig Prozent der Baugrundstücke verkauft oder fix reserviert sein. So lautet die Vorgabe des Landratsamtes Hohenlohekreis. In Kocherstetten sind diese Voraussetzungen bereits erfüllt. Die Erschließungsarbeiten beginnen dort noch im Frühjahr. Das ist für den Ortsvorsteher Ernst Gruber aber kein Ruhekissen. Er wirbt weiter für das Baugebiet am Südhang in Kocherstetten und gibt auch gerne Interessierten vor Ort weitere Auskünfte. Dazu laden auch die Ortsvorsteher von Amrichshausen, Belsenberg, Gaisbach und Morsbach ein. Jedes der Baugebiete hat seinen speziellen Reiz und besondere Eigenschaften.
 
 
Belsenberg – Bauen am Südhang, umgeben von Streuobstwiesen
 
Belsenberg kann rund um das Baugebiet herrliche Natur mit Streuobstwiesen bieten. Die Lage der Baugrundstücke am Südhang garantiert viel Sonne mit Aussicht auf Belsenberg im Tal. Ortsvorsteher Jochen Jäger vereinbart gerne einen Termin im Baugebiet und zeigt Bauinteressenten, was Belsenberg zu bieten hat. Damit dort die Erschließung starten kann, sollten sich noch vier Bauherren melden und ihre Bauplätze reservieren. Einen weiten Blick über die Hohenloher Ebene hat man in Amrichshausen. In Morsbach sind sechs Grundstücke sofort bebaubar.
 

Zukünftige Bauherren sind herzlich eingeladen sich zu informieren, idealerweise nach vorheriger Terminabstimmung unter Telefon 07940 129-412, oder per E-Mail bauen@kuenzelsau.de . Detaillierte Informationen zu den Baugebieten gibt es auch online: http://www.kuenzelsau.de/bauen .
 
 
Wohngebiet Taläcker
Ansprechpartner: Stadtbauamt,
Telefon 07940 129-412, bauen@kuenzelsau.de
120 Euro /qm
36 Bauplätze reserviert bzw. verkauft. Es gibt eine Warteliste.

Amrichshausen
Ansprechpartner vor Ort:
Gerhard Rudolph, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51998    
155 Euro/qm

Belsenberg
Ansprechpartner vor Ort:
Jochen Jäger, Ortsvorsteher
Telefon 07940 51162  
145 Euro/qm

Gaisbach, Haselhöhe I
Ansprechpartner vor Ort:
Robert Volpp, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4795   
200 bis 250 Euro/qm 
Zahlreiche Interessenten

Kocherstetten
Ansprechpartner vor Ort:
Ernst Gruber, Ortsvorsteher
Telefon 07940 4370   
150 Euro/qm

Morsbach
Ansprechpartner vor Ort:
Emil Zeller, Ortsvorsteher
Telefon 07940 2420   
140 oder 150 Euro, je nach Lage
 
 
Zu den Fotos:
 
Am südwestlichen Ortsrand von Amrichshausen entsteht ein Neubaugebiet mit 19 Bauplätzen.
 
Belsenberg kann noch vier herrliche Bauplätze am Südhang bieten.
 
Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau
17.03.2017/Sm


18. Juni 2017

Die ersten Vorschläge: So schön könnte Alt-PEKA werden

Wir haben unsere Leser gefragt: Was liese sich aus dem alten PEKA-Areal im Herzen der Kreisstadt machen. Die ersten Vorschläge sind bei uns eingetroffen. Auf dem Foto seht ihr eine Martkhalle, gezeichnet von Wichtrud Haag, die sich Christiane Bürkert aus Ingelfingen vorstellen könnte: "Es könnten dort kleine Parzellen vermietet werden, etwa an Kunsthandwerker, Suppenküchen-Betreiber, kleine Restaurants."

Mehr dazu gibt es in unserer neuen Ausgabe.
17. März 2017

Dritter Künzelsauer TauschTag

Unter dem Motto „bringen-finden-freuen“ veranstaltet der Tauschkreis Schwäbisch Hall/Hohenlohe zum dritten Mal den Künzelsauer TauschTag. Die Besucher können dabei schöne und nützliche Dinge an andere weitergeben oder neu erwerben. Dabei ist „erwerben“ nicht ganz der richtige Ausdruck, denn Geld fließt keines:

Bringen und Mitnehmen sind komplett kostenlos. Getauscht werden etwa Bücher oder Kleidung. Termin ist Samstag, den 29. April 2017, in der Stadthalle Künzelsau von 9 bis 15 Uhr. 
17. März 2017

Altenpflegehelfer besuchen Bestattungsinstitut

 Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung, die wir vom Landratsamt mit der Bitte um Veröffentlichung erhalten haben:

Im Rahmen des Seminars „Sterben, Tod und Trauer“ besuchte die Klasse der Altenpflegehelfer (BFAHT) der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau gemeinsam mit den Pflegefachlehrerinnen Aloisia Jauch und Ruth Gatzke das Bestattungsinstitut Dorn in Öhringen.
Die Leiterin des Bestattungsinstitutes, Martina Feuchter, informierte die Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Aufgaben eines Bestatters. Dreizehn Schülerinnen und ein Schüler konnten Fragen stellen, die Martina Feuchter sehr einfühlsam beantwortete. So interessierten die angehenden Altenpflegehelfer z.B. welche Kleidung ein Verstorbener anziehen darf oder welche Formen der Bestattung es gibt. Weiterhin erfuhren die Schüler einiges über verschiedene Erinnerungskulturen wie zum Beispiel das Anfertigen von Schmuckstücken. „Dass die Aufgaben eines Bestatters so vielseitig sind, habe ich mir bisher nicht vorstellen können“, so die anerkennende Aussage einer Schülerin.
Im Anschluss daran durfte die Klasse gemeinsam einen Sarg gestalten. Durch Bilder, kurze Texte oder Liedzeilen machten sie die Fülle eines Lebens sichtbar. Der Ausflug diente den Schülerinnen und Schülern als gute Vorbereitung auf das anschließende einwöchige Seminar zum Thema Sterben, das im „Haus der Musik und Begegnung“ in Rot am See/Brettheim durchgeführt wurde.

Bildunterschrift:
Beim Besuch des Bestattungsunternehmens Dorn durften die angehenden Altenpflegehelfer der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau einen Sarg gestalten. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis
14. März 2017

Künzelsau: Hinweise, dass das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet wurde

  • "Angeklagter Toth, klären Sie Ihren Fall bitte selbst auf"

    Landrat Dr. Matthias Neth macht den Bock zum Gärtner

  • Ärzte, Feuerwehr, Bürgermeister, Bürgerinitiative und nun auch noch die Krankenhaus-Mitarbeiter:

    Landrat Neth steht bei einigen in der Kritik

  • Der Mann, um den es geht und den anscheinend keiner im Zaum halten konnte oder wollte:

    Dr. Andor Toth soll das Krankenhaus fahrlässig oder vorsätzlich heruntergewirtschaftet haben

  • CDU-Fraktionsvorsitzender Börkel hat von der Kritik an Dr. Andor Toth gewusst

    Er sagt, jede Entscheidung, die er als Politiker getroffen habe, ist vereinbar mit seinem Gewissen

  • Thomas Föhl von der Freien Wählervereinigung

    Er verweist auf den Landrat bei der Klärung

  • FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Feiler

    möchte am liebsten gar nichts dazu sagen

  • SPD-Fraktionsvorsitzender Irmgard Kircher-Wieland

    hat bislang weder auf Anrufe noch auf E-Mail-Anfragen von GSCHWÄTZ reagiert

  • Grünen-Fraktionsvorsitzende Erika Bauer

    sagt, sie habe nie einen Brief von den Krankenhaus-Mitarbeitern bekommen

Hinweise, dass das Krankenhaus Künzelsau bewusst heruntergewirtschaftet wurde

// Nach Bürgermeister Neumann, der Bürgerinitiative, den Ärzten und der Feuerwehr üben nun auch die Mitarbeiter des Krankenhauses öffentlich Kritik an Landrat Dr. Matthias Neth

Wir wissen nicht, was unser Landrat Dr. Matthias Neth dachte, als er Mitte vergangenen Jahres folgenden Brief von den Mitarbeitern des Künzelsauer Krankenhauses erhalten hat, der dem GSCHWÄTZ-Redaktionsteam vorliegt und nun erstmals in die Öffentlichkeit gelangt.

Die Kernaussage: Über Jahre wurde der Krankenhaus-Standort Künzelsau entweder fahrlässig oder vorsätzlich von dem damaligen Geschäftsführer Dr. Andor Toth geschwächt. Die Mitarbeiter baten Landrat Dr. Matthias Neth in dem Schreiben, einzuschreiten. Die Reaktion des Landrats auf dieses Schreiben ist kaum nachvollziehbar. Eine Rekonstruktion der Ereignisse.

Im dem mehr als drei Seiten langen Brief heißt es unter anderem: Den „Mitarbeiten der HK [Anm. d. Red.: Hohenlohe Krankenhaus gGmbH]“ ist es „ein sehr wichtiges Anliegen, Ihnen […] verschiedene Themen aufzuzeigen, die wir derzeit mehr als kritisch sehen und die auch Ihre Aussagen für uns nicht mehr glaubhaft aussehen lassen.“ Zu Beginn der Umstrukturierungsdebatte im März 2017 etwa habe Neth offiziell noch von zwei starken stationären Krankenhaus-Standorten gesprochen. Aber die Mitarbeiter bekamen immer mehr das Gefühl, dass der Stilllegungsplan für Künzelsau schon lange feststand und Toth der ausführende Geschäftsführer war, der nichts getan hat, um entgegenzusteuern, im Gegenteil. Nach Gesprächen mit Belegärzten soll Toth in interner Runde – und nicht zum letzten Mal - gesagt haben: „Ist doch egal, das Künzelsauer Krankenhaus wird doch sowieso bald zugemacht.“

Während das Landratsamt gegenüber GSCHWÄTZ das Ende der Belegarzttägigkeit der Praxis Drs. Mutschler, Tischler und Zugelder mit „stark gestiegenen Haftpflichtprämien“ für die Ärzte begründete, steht in dem Brief, dass Dr. Tischler in Gesprächen mit Dr. Andor Toth gehofft hatte, eine Lösung zu finden, diese seien jedoch enttäuschend verlaufen.

Auch ein Angebot des Diakonie-Klinikums in Schwäbisch Hall (Diak) über 50 Knie-Operationen jährlich habe Toth abgelehnt mit der Aussage, „das Diak würde uns doch nichts Gutes tun.“ Stimmt das, fragen die Mitarbeiter ihren Landrat und bitten ihn indirekt, der Sache nachzugehen: „Um die Wahrheit zu erfahren, wäre es interessant, nicht bei Herrn Toth, sondern im DIAK beim betreffenden Chefarzt nachzufragen.“ Von Seiten des Landratsamtes wird auf Nachfrage von GSCHWÄTZ darauf verwiesen, dass „Projektgruppensitzungen unter Einbindung des Diak gestartet“ wurden. „Seit Dezember 2016 erfolgen ambulante Operationen.“ Krankenhausintern heißt es widerum, Knieprothesen-Operationen, die einen stationären Aufenthalt nach sich ziehen, wurden abgelehnt.

Generell kritisieren die Mitarbeiter die Informationspolitik von Andor Toth scharf: „Fragen von Mitarbeitern, sofern sie überhaupt noch an die Geschäftsführung gestellt werden, werden mit zynischen und geringschätzigen Bemerkungen abgetan.“ Aber auch die Informationspolitik des Landrats steht in der Kritik: „Selbst Kollegen im Krankenhaus wissen oft nicht, was bei uns noch behandelt wird. Wie soll es dann die Bevölkerung wissen? […] Seit nunmehr zwölf Monaten wird der Strategieplan von Herrn Toth, welcher ja im Kreistag beschlossen wurde, intern diskutiert. Dies erfolgt leider nicht in klarem, vertrauensförderndem Stil, sondern mit diffusen, sich teilweise widersprechenden oder gar nicht gemachten Informationen, welche das letzte Vertrauen in die Geschäftsführung zerstören.“

Trotz allem haben die Mitarbeiter noch Hoffnung für den Standort Künzelsau, wenn sie etwa schreiben: „Wir sehen in den Strukturen sehr großes Potenzial. Nicht jedes Haus der Größe Künzelsaus könnte damit werben, dass eine Dialyseversorgung sichergestellt ist, ohne große Transportwege in Kauf zu nehmen.“

Der Brief der Krankenhaus-Mitarbeiter soll in Kopie zusätzlich noch an alle Fraktionsvorsitzenden gegangen sein. GSCHWÄTZ hat bei den einzelnen Vorsitzenden nachgefragt. Grünen-Fraktionsvorsitzende Erika Bauer meinte, sie habe keinen Brief bekommen, SPD-Fraktionsvorsitzende Irmgard Kircher-Wieland reagierte weder auf unsere Anrufe noch auf unsere E-Mail. FDP-Fraktionsvorsitzender Gerhard Feiler war kurz angebunden: „Wir können keine Transparenz durchblicken lassen, Wir sind aktuell in einem Bieterverfahren. Und alles, was dann veröffentlicht wird, stört.“

Die einzigen, die bislang bereit waren, ihr Verhalten bezüglich dem Brief zu erklären, waren der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Börkel und Thomas Föhl von der Freiwilligen Wählervereinigung (FWV). Beide verweisen darauf, dass der Brief ohne Angabe eines Absenders in ihren Briefkästen lag. „Selbst wenn ich wollte, wie hätte ich antworten sollen?“, fragt Föhl. Da der Brief an den Landrat adressiert war, sei es darüber hinaus Aufgabe des Landrats, zu reagieren. Föhl und Börkel haben jedoch laut eigener Aussage, den Brief mit ihren Fraktionsmitgliedern besprochen und auch mit Landrat Dr. Matthias Neth darüber gesprochen. Zu den Inhalten solle man den Landrat fragen, aber Börkel betont: „Alle meine Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe, habe ich reinen Gewissens getroffen, auch im Hinblick auf das Krankenhaus Künzelsau. Es tut mir zwar auch persönlich sehr leid, aber es geht einfach nicht anders.“

In einer offiziellen Pressemitteilung von Landrat Dr. Matthias Neth an GSCHWÄTZ heißt es:

„ Feedback und Anregungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nehme ich sehr ernst. […] Eine direkte Beantwortung war nicht möglich, da der Brief ohne Absender an mich adressiert war und unklar war, ob und um welche Mitarbeiter es sich gehandelt hat.
Grundsätzlich können anonyme Briefe vom Landratsamt Hohenlohekreis nicht beantwortet werden.“

Die Redaktion GSCHWÄTZ fragte daraufhin nach, ob der Landrat die in dem Brief erwähnten Personen angesprochen hatte, die scharfe Kritik an Andor Toth geäußert hatten, wie etwa die Praxisgemeinschaft Mutschler, Zugelder und Tischer, Dr. Grups oder das Diak, um nachfragen, inwieweit die Kritik berechtigt ist. Die Antwort des Landrats: „Da die Kommunikation mit den Belegärzten sowie den niedergelassenen Ärzten Sache des Geschäftsführers und der Chefärzte des ist, haben diese die Gespräche geführt. Dr. Andor Toth stand mit den genannten Belegärzten sowie dem Diak in regelmäßigen Austausch.“

Landrat Dr. Matthias Neth, überlies es demnach Dr. Andor Toth, der Sache nachzugehen, ob die massive Kritik an Dr. Andor Toth berechtigt ist, nämlich dass das Krankenhaus über Jahre von Toth heruntergewirtschaftet wurde.

Die Frage ist nun: Warum ist keiner eingeschritten?






10. März 2017

Krankenhaus "wurde vorsätzlich gegen die Wand gefahren"



Dr. Matthias Krist aus Künzelsau findet bei der 22. Mittwochsdemonstration am 08. März 2017 gegen die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses deutliche Worte und verspricht: Die Ärzte werden für das Krankenhaus kämpfen "wie eine Wildkatze für ihre Jungen".

[Anm. d. Red.: Wegen technischer Probleme steht das Video halb über Kopf, bitte entschuldigt dies. Vorenthalten wollten wir es euch aber deswegen nicht]
09. März 2017

Erinnerung an eine furchtbare Zeit und an mutige junge Menschen

Hans Scholl Rose an Landrat Dr. Matthias Neth übergeben
// Zur Erinnerung an die „Weiße Rose“, Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus

Am heutigen Mittwoch wurde Landrat Dr. Matthias Neth von Hans-Jürgen Deck ein Hans Scholl Rosenstock übergeben. Im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss, Bürgermeister a.D. Uwe Gysin und Stadtarchivar Stefan Kraut wurde sie im Eingangsbereich des Landratsamtes Hohenlohekreis eingepflanzt.
„Die Rose ist eine Rose gegen das Vergessen. Sie wird uns immer an den Widerstandskämpfer Hans Scholl erinnern“, so Landrat Dr. Neth. Hans Scholl war Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die gegen den Nationalsozialismus kämpfte. Zusammen mit seiner Schwester Sophie Scholl und seiner Familie verbrachte Hans Scholl seine Kindheit in Forchtenberg. Sein Vater Robert Scholl war dort von 1919 bis 1930 Bürgermeister.
Hans-Jürgen Deck überbrachte stellvertretend für Renate S. Deck den Rosenstock. Sie leitet seit 2004 die Gedenkstätte im Stadttor „Würzburger Tor“ Weiße Rose in Forchtenberg, welche vielfältige Erinnerungsarbeiten an den Geburtsorten der Geschwister Scholl leistete.
Bürgermeister Michael Foss war bei der Rosen Taufe auf der Landesgartenschau 2016 in Öhringen damals Taufpate. „Das Taufwasser der weißen Rose entstammte aus der Jagst bei Ingersheim, wo Hans Scholl am 22. September 1918 geboren wurde“, so Forchtenbergs Bürgermeister Foss. Hans Scholl wurde am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten wegen seines Engagements in der Weißen Rose durch ein Schafott hingerichtet.


// Bilder (Landratsamt Hohenlohekreis): Landrat Dr. Matthias Neth (1. v.r.) wurde im Beisein des Forchtenberger Bürgermeisters Michael Foss (2. v.r.) und des Altbürgermeisters Uwe Gysin (1. v.l.), von Hans-Jürgen Deck (2. v.l.) ein Hans Scholl Rosenstock übergeben, welcher gleich im Eingangsbereich des Landratsamtes eingepflanzt wurde.


09. März 2017

Busfahrer lässt Kind stehen

von Nadja Fischer

Ein Busfahrer weigert sich ein Kind mit einem Tretroller mitzunehmen. Der Tretroller ist zusammenklappbar, somit würde er keinen Platz wegnehmen. Pure Schikane, Willkür oder ein schlechter Tag?
Am 06.März 2017 lud der Hohenlohekreis zu einer Bürgerveranstaltung in die Stadthalle ein. Der Bürger soll zu Wort kommen und helfen, den Nahverkehr attraktiver zu gestalten.

In der Diskussionsrunde wurden die Anregungen der Bürger angehört und man versuchte Lösungen zu finden.
Eine besorgte Mutter erzählt, wie ihr Sohn regelmäßig von bestimmten Busfahrern mit den Worten: "Dich nehmen wir mit deinem Roller nicht mit!" stehen gelassen wird. Das mehrfache Beschweren beim Busunternehmen hat bisher nichts geändert.
Es wurde auch thematisiert, dass einige Busfahrer an ihrer Freundlichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft arbeiten sollten. 

Falls Beschwerden über Busfahrer in Zukunft ohne Wirkung bleiben, könne man sich direkt bei Herrn Roland Braun beschweren. Roland Braun ist für den Nahverkehr Hohenlohekreis zuständig. Telefon: 07940/91440
Email: info@nvh.de
 
Ein Bürger sprach den Wunsch nach Informationssysteme aus. Damit der Fahrgast an der Haltestelle weiß, ob der Bus Verspätung hat oder gar ausfällt. Roland Braun erklärt, dass man in längstens zwei Jahren ein "landesweites Auskunftssystem in Echtzeit" auf die Beine stellen möchte.

Weiteres Top-Thema: Busverbindung zur Schule nach Neuenstein
Schüler der Schule Neuenstein müssen zum Teil 40 Minuten auf den Schulbeginn warten. Andere Optionen wären, dass die Eltern die Schüler fahren oder man nimmt ein tägliches zu spät kommen in Kauf. Auf das Anliegen, die Busverbindungen anzupassen, sagte Landrat Dr. Matthias Neth, man solle auch mit der Schule sprechen. Vielleicht wäre es möglich den Schulbeginn zu ändern.

Auf die Bitte hin, die Haltestellen barrierefrei zu gestalten erfuhr der Bürger, dass 2016 zehn Bushaltestellen barrierefrei umgebaut wurden. Dieses Jahr sind zehn weitere dran. Natürlich ist dies ein finanzieller Aspekt und ist Aufgabe von Städten und Gemeinden. Bei derzeit 800 vorhanden Bushaltestellen und dem konstanten Tempo von zehn Haltestellen pro Jahr, wären im Jahre 2096 alle Haltestellen barrierefrei.

„Wir haben einen Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2011, der allen Vorgaben entspricht. Aber wir möchte den Nahverkehrsplan in die Zukunft führe.“, betonte Neth. Aber:
"Wie kann man das vorhandene System mit den vorhandenen finanziellen Mitteln verbessern?"

Der Landkreis Hohenlohe hat sich jemanden von „außen“ geholt um den ÖPNV attraktiver zu gestalten und Innovative Gedanken einzubringen. Herrn Rimbert Schürmann von PTV Transport Consult in Karlsruhe.

Rimbert Schürmann hat 5 verschiedene Konzepte erarbeitet:

1. Keine Bedienung von Teilorten unter 200 Einwohner. Hierbei handelt es sich um 3000-4000 Gesamteinwohner, welche betroffen wären. „Das sieht sehr verheerend aus und kann nicht umgesetzt werden“, so Rimbert Schürmann.

2. Streichung aller Fahrten nach 15 Uhr an Schultagen, diese werden durch andere Fahrten ersetzten z.B.: Rufbus. Einzelne Ortschaften würden in Form eines Rufbuses befahren und man hätte Umsteigemöglichkeiten auf die Hauptverkehrslinien. „Das System wäre aber zu komplex für eine so geringe Anzahl an Fahrgästen“ erklärt Rimbert Schürmann.

3. Streichung aller Fahrten nach der Betriebsruhe am Ferientag. Rimbert Schürmann ergänzt, dass das Rufbussystem hier schwierig wäre. Da man jede Stunde einen Bus bereitstellen müsse, dies ist momentan im normalen Fahrplan nicht einmal der Fall. Somit ein zu hoher Kostenfaktor.

4. Zusätzliche Angebote am Abend und Wochenende. Wie teuer wäre das? Rimbert Schürmann: „Mindestens 900.000 Euro und das nur, wenn der Rufbus zu 25% genutzt wird.“

5. Innovative Konzepte wie
Bürgerbus, Flinc (Mitfahrgelegenheit), Elektromobilität für PKW und Car-Sharing. Jedoch ist dies kein Ersatz für den ÖPNV, klärt Rimbert Schürmann auf.

Was von all den erarbeiteten Vorschlägen von Rimbert Schürmann und Ideen der Bürger also überhaupt umgesetzt werden kann, ist fraglich. Jedoch werden laut Landrat Dr.Matthias Neth die Anregungen der Bürger berücksichtigt. Neth betonte am Ende der Veranstaltung, dass diese Veranstaltung sehr wichtig sei, damit man das Besprochene berücksichtigen kann, bevor es in den offiziellen Part geht. An Stellwänden haben denn auch einige der rund 50 anwesenden Bürger ihre Anregungen, grafen und Kritik hingeschrieben, etwa: "Linie KÜN - Bad M. gut, aber Ausweitung nach Schöntal / Mulfingen". Oder: "Hohebach mehr Direktverbindungen".

Termin verpasst aber einen Vorschlag? Kein Problem. Über die Homepage des Nahverkehr Hohenlohekreis kann man noch Vorschläge abgeben.
http://www.nvh.de -> Aktuelles -> Bürgerbeteiligung -> Entwicklung des ÖPNV im Hohenlohekreis
05. März 2017

Neumann unter Beschuss und jeder übersieht den
eigentlichen Skandal

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann deutet erstmals an, warum er aus dem Aufsichtsrat der Hohenlohe Krankenhaus gGmbH ausgetreten ist und er wird dafür getoastet von allen Seiten. Die eigentliche Frage lautet doch aber: Was läuft hinter den Kulissen akut falsch, dass ein Bürgermeister öffentlich so scharfe Kritik am Landrat übt?

Die Künzelsauer wurden vergangene Woche Zeuge eines Kammerspiels in drei Akten:

Akt 1: Bei der Einwohnerversammlung am Mittwoch, den 01. März 2017, gab Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann auf Drängen seiner Bürger erstmals Einblicke, warum er 2015 aus dem Aufsichtsrat der Hohenlohe Krankenhaus GmbH ausgetreten ist – nicht aus Desinteresse oder weil ihm die Ränkeleien zu unbequem wurden, wie oft gemunkelt wurde, sondern es gab wohl sehr viel gewichtigere Gründe. Für viele Bürger war sein Austreten bis dato völlig unverständlich. 

Akt 2: Am Freitag, den 02. März 2017, erscheint ein großer Artikel über diese Einwohnversammlung und den Anschuldigungen Neumanns in der Hohenloher Zeitung (HZ), geschrieben von Thomas Zimmermann. Neumann wird darin unter anderem mit den Worten zitiert:„ Was mit den Künzelsauer Krankenhaus unter der Führung von Geschäftsführer und Landrat gemacht wurde, war unverantwortlich.“ Konkreter darf Neumann wegen einer Verschwiegenheitsklausel während seines damaligen Aufsichtsrats-Daseins nicht werden.

3. Akt: Am Samstag, den 03. März 2017, wurde prompt ein Dementi von Landrat Dr. Matthias Neth in der HZ veröffentlicht, der in diesem halbseitigen Artikel alle Anschuldigungen von sich weist. Weiterhin heißt es in dem Artikel der HZ: „Kritik an den Neumann-Äußerungen kam auch von den Kreisräten. Wie die HZ erfuhr, seien einige regelrecht schockiert gewesen.“

Die Kreisräte sind also schockiert gewesen von Neumanns Äußerungen und haben diese kritisiert? Das ist schon seltsam. Warum kritisieren die Kreisräte derartige Anschuldigungen sofort, ohne überhaupt nachzuhaken, was Neumann genau gemeint hat mit seinen Anschuldigungen? Dasselbe im Fall Neth: Das Dementi erfolgte prompt. Nur worauf eigentlich? Die Antwort: Landrat Neth und die Kreisräte wissen vermutlich sehr wohl, worauf Neumann angespielt hat. Die Öffentlichmachung dessen ist es, was sie alle nun um Fassung ringen lässt.

Die Bürger tappen indes noch halb im Dunkeln. Das etwas oder vielmehr einiges vorgefallen und schief gelaufen ist, wissen sie nun. Aber was genau? Wurde das Krankenhaus bewusst heruntergewirtschaftet? Will man es bewusst gegen die Wand fahren lassen? Bürgermeister Neumann und Landrat Neth sind momentan noch gemeinsam aktiv in der Projektgruppe um die Zukunft des Krankenhauses. Auch in diesem Gremium geht es nicht wirklich um Transparenz, die Treffen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mit den hiesigen Ärzten und der Bürgerinitiative (BI), die Landrat Neth ursprünglich noch mit ins Boot holen wollte, spricht Neth nicht direkt, sondern sendet Berater, die sich in Drittgesprächen mit der BI und den Ärzten austauschen sollen.

Will Neumann die Transparenz, die er nun angefangen hat, zu Ende bringen, gilt: Das Gremium aufbrechen, die Ärzte und die BI mit ins Boot holen durch direkte Dialoge, ohne dazwischengeschaltete Mittelsmänner. Und wenn Neumann diese direkte Kommunikation nicht durchsetzen kann, muss er öffentlich sagen, woran es liegt. Wer ist dagegen? Aber auch ein Landrat sollte sich die Zeit nehmen für direkte Dialoge mit den Bürgern. Immerhin bezahlen diese Bürger sein Gehalt.
01. März 2017                                    Unsere neue Ausgabe: Ab sofort an allen unseren Verkaufsstellen erhältlich:
Unsere Themen in unserer neuen Ausgabe von GSCHWÄTZ:

// Schul-Check: Unser Autor Jürgen Bitsching hat unsere Schulen im Kocher- und Jagsttal unter die Lupe genommen und herausgefeilt, worin sie sich unterscheiden und was die Schulen an Besonderheiten bieten

// Gerüchte gehen um und wir haben nachgefragt: Verlässt der Landrat - zumindest beruflich - den Hohenlohekreis, um in Heilbronn zu arbeiten? Die Antworten von Dr. Matthias Neth und von Landrat Piepenburg aus Heilbronn lesen Sie nur bei uns im GSCHWÄTZ

// Eine Leserin hat uns einen Auftrag gegeben: Überall heißt es: Lebt bio, kauft fair trade Produkte, verschwendet kein Wasser, keinen Strom, kauft Lebensmittel von der Region. Unsere Autorin Nadja Fischer hat sich an all dem eine Woche lang versucht. Sehr engagiert. Sehr interessiert. Mit erstaunlichen Ergebnissen rund um den Künzelsauer Wochenmarkt, die Kleiderläden in der Kreisstadt, den NVH und vielem mehr.

// Wiederbelebung einer Künzelsauer Traditionsmarke: Lange war es ruhig um Künzelsaus Jeanshersteller Mustang. Aber hinter den Kulissen hat sich die Marke grundlegend geändert. Wir haben den Chef, Dietmar Axt, dazu befragt. Die aufschlussreichen Antworten zu Themen wie Jeans-Herstellung und Personalabbau lesen Sie in unserer neuen März-Ausgabe von GSCHWÄTZ.

// Die Self-Mader: Selber zimmern, basteln, stricken, nähen, bauen ist im Trend. Manche der Hobby-Künstler werden zu Profis. Einige von ihnen leben im Kocher- und Jagsttal. Sie haben ein regelrechtes Künstler-Netzwerk gestrickt. Wir haben diese Kreativen um Christiane Bürkert ins Visier genommen: Was können sie, was andere nicht können.

// Der Künzelsauer Erzieher Falk Sulek hat unsere Sprache im GSCHWÄTZ kritisiert. Wir haben ihn daraufhin um ein Interview gebeten. Es ging um Transsexuelle, Intersexuelle, um Menschen, auf die die Begriffe weiblich oder männlich nicht mehr passen.
(ACHTUNG: In unserer gedruckten Ausgabe von GSCHWÄTZ hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Bei dem Interview mit dem Künzelsauer Erzieher Falk Sulek über Intersexuelle, Transsexuelle und andere Gender-Formen wurde neben dem Foto von Falk Sulek eine falsche Bildunterzeile gesetzt. Darin ist von einem Schäfer Ebert die Rede. Also bitte nicht verwirren lassen, liebe Leser. Sie sehen auf Seite 6 Falk Sulek und nicht den Schäfer Kurt Ebert. Die verkehrte Bildunterzeile ist noch ein überbleibsel der vorangegangenen Ausgabe. Wir bitten dies zu entschuldigen.)

// Um Zahlen geht es schon lange nicht mehr: Bauernopfer Künzelsau: Warum das Krankenhaus Künzelsau wirklich geschlossen werden soll.

// Wenn Politiker nicht mehr direkt mit betroffenen Bürgern sprechen: Was hinter dem Brandbrief steckt, den die Kochertaler Ärzteschaft und die Bürgerinitiative an Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Landrat Dr. Matthias Neth geschrieben haben
28. Februar 2017

Rosenmontagsumzug in Assamstadt - Die Höhepunkte

Am 27. Februar 2017, platzte Assamstadt wieder aus allen Nähten, denn zahlreiche Besucher von nah und fern wollten den mehrstündigen Rosenmontagsumzug sehen. Sehr aufwändige Wagen, aktuelle Themen. Wie zeigen Ihnen an dieser Stelle die besten Ausschnitte, gefilmt von unseren Leserreportern Nicole Vogt und Florian Hertweck.






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27. Februar 2017

20. Demo zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses

Am Mittwoch, den 22. Februar 2017 gab es die 20. Demonstration zur Erhaltung des Künzelsauer Krankenhauses vor dem Krankenhaus-Gebäude. Organisiert von der Bürgerinitiative kamen 400-500 Menschen. Wir haben für Sie die wichtigsten Redebeiträge gefilmt. Das erste Video zeigt den Hauptredner des Abends, Dr. Joachim Wahlig. Er war Chefarzt im Luisenkrankenhaus in Lindenfels, das 2016 geschlossen wurde und berichtet über die Folgen dieser Schließung für eine ganze Region.
Im zweiten Videoclip sehen Sie die Rede von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Er verspricht den Dialog mit dem Ärzteverband und der Bürgerinitiative und weiß: Es bleibt nicht mehr viel Zeit.


Dr. Andreas Eckle, Sprecher der Bürgerinitiative zum Erhalt des Krankenhauses, spricht nach Bürgermeister Neumann. Er appelliert an den Landrat um die Notwendigkeit eines Krankenhauses vor Ort.


Musiker Michael Breitschopf aus Niedernhall sorgt für Gänsehaut-Stimmung auf der Demo.





27. Februar 2017
Mit einer Show der Extraklasse zeigte sich der Verein Lemia Krautheim an seiner Prunksitzung am 24. Februar 2017. Wir zeigen Ihnen hier die Höhepunkte der Show. Im ersten Video sehen Sie einen beeindruckenden Gastauftritt von den Dancing Moskitos Königshofen. Die sportliche Antwort des Krautheimer Männerballetts, den Jagsttal Casanovas, sehen Sie im zweiten Video.




22. Februar 2017

Brief mit hoch explosivem Inhalt


Offenes Schreiben von  Ärzten und Bürgerinitiative an Neth und Neumann
// Harsche Kritik an Krankenhauspolitik und Kommunikation
// Neumann nimmt Stellung und sieht „akutstationäre Betten“ als mögliche Variante

Die niedergelassenen Ärzte aus dem Kochertal und die Bürgerinitiative (BI) sind sauer: Aus der Zeitung erfuhren sie von der Projektgruppe „medizinische Versorgung“. Ursprünglich hieß es von Seiten des Bürgermeisters Stefan Neumann und des Landrats Dr. Matthias Neth, man wolle die Ärzte und die BI mit ins Boot nehmen bei der weiteren Planung Krankenhaus Künzelsau. Die Frage ist nur: Wann?

 Laut einem  offenen Brief von der BI und 35 niedergelassenen Ärzten aus dem Kochertal, der heute die Redaktion GSCHWÄTZ erreicht hat (den kompletten Brief sehen Sie unterhalb von diesem Artikel), habe „Die Bürgerinitiative in der Vergangenheit mehrfach Terminanfragen an Landrat Dr. Neth gestellt“. Ohne Erfolg, auch die Ärzte seien bislang von allen Gesprächen außen vor geblieben. Das stößt bei der BI und den Ärzten auf Unverständnis, „da die beste Beratung, die Kreis und Stadt nutzen können, direkt vor ihnen“ sitze.

Des Weiteren sei für die Ärzte und der BI „völlig unklar“, dass in dieser neuen Projektgruppe nur noch über „ambulante Notfallversorgung“ gesprochen werde, da die „Sicherstellung des ambulanten Versorgung nicht Sache des Landkreises“ sei, sondern alleine Sache der kassenärztlichen Vereinigung. Und diese sei gewährleistet. „Allen Beteiligten und der Bevölkerung geht es um die Sicherstellung der akutstationären Versorgung.“ Sprich:  Ein Krankenhaus mit Betten für einen stationären Aufenthalt über mehrere Tage.

Laut dem Brief hatte die Hohenloher Krankenhaus GmbH bis 2011 „positive Betriebsergebnisse zu verzeichnen“. Dabei war „die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Belegärzten wesentlich am Erfolg beteiligt. Danach folgten „Managementprobleme, die bis heute anhalten“.

Einen Ausweg aus dieser „derzeit angeblich schwierigen Situation“ sehen die Ärzte und die BI durch „Managementverbesserung, der Wiederherstellung des Vertrauens zu den niedergelassenen Ärzten sowie durch die Verbesserung der Kooperation und Abstimmung zwischen den beiden zu erhaltenden Betriebsteilen [Öhringen und Künzelsau]. So wäre es sinnvoll, dass etwa Patienten aus Öhringen die Stroke Unit (Anm. der Redaktion: Schlaganfalleinheit) in Künzelsau mitnutzen würden. „Die Einbindung weiterer niedergelassener Ärzte als Belegärzte würde ebenfalls schnell die Auslastung und damit das Ergebnis verbessern. Hier rechnen alle Beteiligten mit der Professionalität des neuen HK-Geschäftsführers Schopf.“

Die von der vom Landratsamt und der Stadt Künzelsau initiierte Projektgruppe favorisierte Lösung für Künzelsau, eine, so Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ nach der damals ersten Sitzung,  eine „Praxisklinik für ambulante Operationen“ ist für die BI und die Ärzte für keine Lösung, da es für niedergelassenen Ärzte notwendig sei, „auch in Zukunft am Krankenhaus Künzelsau nicht nur ambulante, „sondern auch stationäre Operationen durchführen zu können“. Andernfalls werde es für die Fachärzte noch schwieriger, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Somit drohe auch der ambulanten Versorgung in Künzelsau langfristig das Aus.

Die Ärzteschaft und die BI hoffen daher auf zeitnahe Gespräche mit dem Landratsamt und der Stadt Künzelsau, so dass nicht noch länger „wertvolle Zeit verstreicht“ und am Ende nur „Strohhalm der Abwrackprämie“ bleibt. Ungewöhnlich deutlich ziehen sie auch die Konsequenzen: Ohne eine akutstationäre Versorgung werden die „niedergelassenen Ärzte heute und in Zukunft alle anderen Modelle NICHT unterstützen“.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann äußerte sich auf Anfrage von GSCHWÄTZ wie folgt zu dem Vorwurf, dass bislang die Bi und die Ärzte nicht in die Planungen mit einbezogen wurden: „Wir mussten jetzt erstmal den politischen Prozess starten und dafür haben wir unsere Gemeinderats- und Kreistagsvertreter zusammengebracht. Es war erstmal wichtig, sagen zu können: Welche Prozesse werden beleuchtet? Welche Gruppen werden mit einbezogen?“ Man wolle die BI ins Boot holen, die Belegärzte und die Kreisärzteschaft. Neumann: „Das läuft aber dann nicht im Rahmen der Projektgruppe ab, sondern in gesonderten Gesprächen“.

Zum Thema akutstationäre Versorgung als für die Ärzte als einzig mögliche Option für die Zukunft meinte Bürgermeister Neumann auf Anfrage von GSCHWÄTZ: „Einer der Varianten wird schon sein, dass es akutstationäre Betten gibt.“

Landrat Dr. Matthias Neth hingegen verwies in seiner Stellungnahme an GSCHWÄTZ zu dem offenen Brief:
"Vergangene Woche habe ich der BI mitgeteilt, dass ein Fachunternehmen, welches die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützt, sich bezüglich weiterer Gespräche und Terminabstimmung mit der BI und den niedergelassenen Ärzten in Verbindung setzen wird. Eine Reaktion auf diese E-Mail ist seitens der BI bislang nicht erfolgt."

Die Bürgerinitiative reagierte prompt auf Neths Aussage und verwies auf ein Schreiben, dass der Landrat an Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, geschickt hat., nachdem Eckle wegen einem Treffen nachgefragt hatte. Darin heißt es: "Lieber Herr Eckle,
besten Dank für Ihre Mail. Wie Sie sicherlich wissen, hat sich eine Projektgruppe gegründet, die aus Vertretern der Stadt und dem Kreis besteht. Wir wollen in dieser Projektgruppe auch Ideen von Impuslgebern einfließen lassen. Dazu wird unser Beraterbüro mit Impulsgebern sprechen und sich natürlich auch mit der BI bzw. Ihnen persönlich auszutauschen. Somit werden sich die Berater bei Ihnen melden, dies wird zeitnah erfolgen." Aus diesem Schreiben Neths war für die BI nicht ersichtlich, dass der Landrat noch auf eine Antwort gewartet hatte.





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