22. Februar 2017

Brief mit hoch explosivem Inhalt


Offenes Schreiben von  Ärzten und Bürgerinitiative an Neth und Neumann
// Harsche Kritik an Krankenhauspolitik und Kommunikation
// Neumann nimmt Stellung und sieht „akutstationäre Betten“ als mögliche Variante

Die niedergelassenen Ärzte aus dem Kochertal und die Bürgerinitiative (BI) sind sauer: Aus der Zeitung erfuhren sie von der Projektgruppe „medizinische Versorgung“. Ursprünglich hieß es von Seiten des Bürgermeisters Stefan Neumann und des Landrats Dr. Matthias Neth, man wolle die Ärzte und die BI mit ins Boot nehmen bei der weiteren Planung Krankenhaus Künzelsau. Die Frage ist nur: Wann?

 Laut einem  offenen Brief von der BI und 35 niedergelassenen Ärzten aus dem Kochertal, der heute die Redaktion GSCHWÄTZ erreicht hat (den kompletten Brief sehen Sie unterhalb von diesem Artikel), habe „Die Bürgerinitiative in der Vergangenheit mehrfach Terminanfragen an Landrat Dr. Neth gestellt“. Ohne Erfolg, auch die Ärzte seien bislang von allen Gesprächen außen vor geblieben. Das stößt bei der BI und den Ärzten auf Unverständnis, „da die beste Beratung, die Kreis und Stadt nutzen können, direkt vor ihnen“ sitze.

Des Weiteren sei für die Ärzte und der BI „völlig unklar“, dass in dieser neuen Projektgruppe nur noch über „ambulante Notfallversorgung“ gesprochen werde, da die „Sicherstellung des ambulanten Versorgung nicht Sache des Landkreises“ sei, sondern alleine Sache der kassenärztlichen Vereinigung. Und diese sei gewährleistet. „Allen Beteiligten und der Bevölkerung geht es um die Sicherstellung der akutstationären Versorgung.“ Sprich:  Ein Krankenhaus mit Betten für einen stationären Aufenthalt über mehrere Tage.

Laut dem Brief hatte die Hohenloher Krankenhaus GmbH bis 2011 „positive Betriebsergebnisse zu verzeichnen“. Dabei war „die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Belegärzten wesentlich am Erfolg beteiligt. Danach folgten „Managementprobleme, die bis heute anhalten“.

Einen Ausweg aus dieser „derzeit angeblich schwierigen Situation“ sehen die Ärzte und die BI durch „Managementverbesserung, der Wiederherstellung des Vertrauens zu den niedergelassenen Ärzten sowie durch die Verbesserung der Kooperation und Abstimmung zwischen den beiden zu erhaltenden Betriebsteilen [Öhringen und Künzelsau]. So wäre es sinnvoll, dass etwa Patienten aus Öhringen die Stroke Unit (Anm. der Redaktion: Schlaganfalleinheit) in Künzelsau mitnutzen würden. „Die Einbindung weiterer niedergelassener Ärzte als Belegärzte würde ebenfalls schnell die Auslastung und damit das Ergebnis verbessern. Hier rechnen alle Beteiligten mit der Professionalität des neuen HK-Geschäftsführers Schopf.“

Die von der vom Landratsamt und der Stadt Künzelsau initiierte Projektgruppe favorisierte Lösung für Künzelsau, eine, so Stefan Neumann gegenüber GSCHWÄTZ nach der damals ersten Sitzung,  eine „Praxisklinik für ambulante Operationen“ ist für die BI und die Ärzte für keine Lösung, da es für niedergelassenen Ärzte notwendig sei, „auch in Zukunft am Krankenhaus Künzelsau nicht nur ambulante, „sondern auch stationäre Operationen durchführen zu können“. Andernfalls werde es für die Fachärzte noch schwieriger, Nachfolger für ihre Praxen zu finden. Somit drohe auch der ambulanten Versorgung in Künzelsau langfristig das Aus.

Die Ärzteschaft und die BI hoffen daher auf zeitnahe Gespräche mit dem Landratsamt und der Stadt Künzelsau, so dass nicht noch länger „wertvolle Zeit verstreicht“ und am Ende nur „Strohhalm der Abwrackprämie“ bleibt. Ungewöhnlich deutlich ziehen sie auch die Konsequenzen: Ohne eine akutstationäre Versorgung werden die „niedergelassenen Ärzte heute und in Zukunft alle anderen Modelle NICHT unterstützen“.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann äußerte sich auf Anfrage von GSCHWÄTZ wie folgt zu dem Vorwurf, dass bislang die Bi und die Ärzte nicht in die Planungen mit einbezogen wurden: „Wir mussten jetzt erstmal den politischen Prozess starten und dafür haben wir unsere Gemeinderats- und Kreistagsvertreter zusammengebracht. Es war erstmal wichtig, sagen zu können: Welche Prozesse werden beleuchtet? Welche Gruppen werden mit einbezogen?“ Man wolle die BI ins Boot holen, die Belegärzte und die Kreisärzteschaft. Neumann: „Das läuft aber dann nicht im Rahmen der Projektgruppe ab, sondern in gesonderten Gesprächen“.

Zum Thema akutstationäre Versorgung als für die Ärzte als einzig mögliche Option für die Zukunft meinte Bürgermeister Neumann auf Anfrage von GSCHWÄTZ: „Einer der Varianten wird schon sein, dass es akutstationäre Betten gibt.“

Landrat Dr. Matthias Neth hingegen verwies in seiner Stellungnahme an GSCHWÄTZ zu dem offenen Brief:
"Vergangene Woche habe ich der BI mitgeteilt, dass ein Fachunternehmen, welches die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützt, sich bezüglich weiterer Gespräche und Terminabstimmung mit der BI und den niedergelassenen Ärzten in Verbindung setzen wird. Eine Reaktion auf diese E-Mail ist seitens der BI bislang nicht erfolgt."

Die Bürgerinitiative reagierte prompt auf Neths Aussage und verwies auf ein Schreiben, dass der Landrat an Dr. Andreas Eckle, den Sprecher der BI, geschickt hat., nachdem Eckle wegen einem Treffen nachgefragt hatte. Darin heißt es: "Lieber Herr Eckle,
besten Dank für Ihre Mail. Wie Sie sicherlich wissen, hat sich eine Projektgruppe gegründet, die aus Vertretern der Stadt und dem Kreis besteht. Wir wollen in dieser Projektgruppe auch Ideen von Impuslgebern einfließen lassen. Dazu wird unser Beraterbüro mit Impulsgebern sprechen und sich natürlich auch mit der BI bzw. Ihnen persönlich auszutauschen. Somit werden sich die Berater bei Ihnen melden, dies wird zeitnah erfolgen." Aus diesem Schreiben Neths war für die BI nicht ersichtlich, dass der Landrat noch auf eine Antwort gewartet hatte.




21. Februar 2017

Terror, Hochwasser, Großbrände: Warn-App Nina gibt Auskunft 

Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis:

"In Gefahrenlagen hat die Information der Bevölkerung höchste Priorität. Der Hohenlohekreis setzt dabei auf verschiedene Wege, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Auf der Startseite der Landkreisseite www.hohenlohekreis.de werden in einer Not- oder Krisenlage stets aktuelle Informationen veröffentlicht und auch an die Medien weitergeleitet. Bei besonderen Situationen wird für die Bürgerinnen und Bürger auch ein Bürgertelefon beim Landratsamt eingerichtet.
Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es in Baden-Württemberg nun die Möglichkeit, mit der Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten App vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) standortbezogen oder für festgelegte Orte wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes zu empfangen. Auch das Landratsamt Hohenlohekreis als untere Katastrophenschutzbehörde kann allen Bürgerinnen und Bürgern die Installation nur empfehlen. „Wenn Gefahr droht, muss es immer sehr schnell gehen. Die moderne Technik mit Smartphone und Tablet bietet hervorragende Möglichkeiten, große Teile der Bevölkerung rasch zu erreichen“, betont Landrat Dr. Matthias Neth. Für die Bevölkerung ist das satellitenbasierte System kostenlos. Es muss lediglich die App heruntergeladen werden.

Ob Gefahrstoffausbreitung, Trinkwasserverunreinigung oder auftretender Brandrauch bei Großbränden: über NINA erhalten die Nutzer schnelle und zielgerichtete Warnungen und Informationen zu dem Geschehen. Daneben sind die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Hochwasserinformationen des länderübergreifenden Hochwasserportals in die App integriert. Die App bietet die Möglichkeit, in ganz Deutschland gezielt vor Gefahrenlagen zu warnen und die Bevölkerung mit konkreten Verhaltenshinweisen und Notfalltipps zu versorgen. Alle Meldungen können als Push-Nachrichten empfangen und mit einem durchdringenden Warnton versehen werden.

Das Landratsamt sowie jede Kommune im Hohenlohekreis melden bei Gefahrenlagen je nach Warnstufe die Warnungen an die landesweit zuständigen Stellen der Feuerwehr Reutlingen oder an das Lagezentrum im Innenministerium, damit diese sofort in das NINA-System eingespielt werden können. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit schnell und effizient Warnmeldungen aus einer Hand. „Bereits bei der Trinkwasserverunreinigung Ende vergangenen November, von welcher gleich drei Gemeinden im Hohenlohekreis betroffen waren, haben wir die Bevölkerung über die Situationen so informieren können“, berichtet Neth über die ersten Erfahrungen des einfachen und schnellen Meldeverfahrens. Die Warn-App-NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes mit Informationen versorgt. Über MoWaS können alle angeschlossenen Warnmedien und –mittel zeitgleich ausgelöst werden. Dazu gehören neben der WarnApp NINA unter anderem auch Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie weitere Presseorgane und das Internet.

Die Warn-App NINA steht im Internet auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder in den App-Stores kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu NINA gibt es unter www.bbk.bund.de/NINA. Auch auf der Internet-Seite des Landratsamtes Hohenlohekreis www.hohenlohekeis.de ist der Link zu finden unter „Bürgerservice - Linkportal – Baden-Württemberg“.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger liegen beim Landratsamt Hohenlohekreis kostenlose Informationsmaterialien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (z.B. Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen, Empfehlungen bei Unwetter) aus."

Foto: Warn-App Nina. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
20. Februar 2017

20. Demo der Bürgerinitiative mit musikalischer Unterstützung

Die Bürgerinitiative pro Krankenhaus Künzelsau lädt alle Bürger am kommenden Mittwoch, den 22. Februar 2017, um 18.30 Uhr, zur 20. Demo "Pro Krankenhaus Künzelsau" an das Krankenhaus Künzelsau ein.

Als Gastredner spricht Dr. med. Joachim Wahlig. Wahlig war Chefarzt am Luisenkrankenhaus in Lindenfels, bis es geschlossen wurde und berichtet davon, was das Aus eines Krankenhauses für eine ganze Region auf dem Land bedeutet.

Musikalisch umrahmt Michael Breitschopf das Programm. Der Niedernhaller Musiker spielt unter anderem bei Gonzo'N-Friends und "Me and the Heat" mit.

Helmut's Catering bietet Currywurst an, daneben gibt es Glühwein.




20. Februar 2017

Bürgermeister lädt zum Bürgerempfang nach Künzelsau

Die Stadt Künzelsau und Bürgermeister Stefan Neumann laden zur Einwohnerversammlung am Aschermittwoch, den 1. März 2017, ab 18 Uhr ins Rathaus nach Künzelsau ein.

Welche Punkte werden besprochen?

// Neueste Entwicklungen zum Krankenhausstandort Künzelsau
// Neugestaltung des Quartiers An der Stadtmauer
// Maßnahmen, um das Kocherfreibad für den Badebetrieb zu sichern (siehe Foto)

Ablauf:

18 Uhr
Einlass
Präsentation von Projekten und Maßnahmen an Stellwänden
Musikalische Umrahmung Stadtkapelle

19 Uhr
Bürgermeister Stefan Neumann
Diskussion

anschließend
KÜNightLive mit Gonzo’N’Friends im kleinen Saal, Eintritt frei

Foto: Kocherfreibad. Stadt Künzelsau
16. Februar 2017

Zum Sterben zu früh:
Erstes Treffen der Projektgruppe Krankenhaus Künzelsau

  • Kreisräte, die gegen die Pläne votieren könnten:

    Andreas Köhler, CDU, Krautheim

  • Markus Knobel, Waldenburg, CDU

  • Joachim Schaaf, FWV, Kupferzell

  • Fritz Rehm, SPD, Kupferzell

  • Ernst Kern, Die Linke, Künzelsau

  • Emil Kalmbach, FWV, Niedernhall

  • Gudrun Struve, CDU, Künzelsau

  • Karlheinz Börkel, CDU, Schöntal

  • Martin Braun, Bündnis90/Die Grünen, Künzelsau

  • Birgith Muth, SPD, Künzelsau

  • Christian König, Niedernhall, SPD

  • Christian von Stetten, CDU, Künzelsau

  • Rainer Züfle, FWV, Weißbach

  • Prof. Dr. Christoph Karle, FWV, Dörzbach

  • Patrizia Filz, FWV, Schöntal

  • Michael Bauer, CDU, Ingelfingen

  • Martin Tuffentsammer, CDU, Forchtenberg

  • Stefan Neumann, CDU, Künzelsau

  • Susanne Schmezer, CDU, Ingelfingen

  • Thomas Dubowy, FWV, Krautheim

  • Ute Oettinger-Griese, FDP, Kupferzell

  • Willi Schmitt, CDU, Dörzbach

  • Simone Kobel-Richter, Bündnis90/Die Grünen, Niedernhall

Am Montag traf sich zum ersten Mal die neue Projektgruppe, um die Zukunft der Krankenhäuser in Öhringen und Künzelsau zu besprechen. Mit dabei waren neben Bürgermeister Stefan Neumann, Landrat Dr. Matthias Neth sowie "Vertreter der Fraktionen des Kreistags des Hohenlohekreises und des Gemeinderats Künzelsau sowie der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH" (siehe unten stehende offizielle Pressemitteilung der Stadt Künzelsau und dem Landratsamt, die wir heute erhalten haben).

Dabei wurde nicht, wie von den Bürgern des Kocher- und Jagsttals sowie der Bürgerinitiative erhofft, über ein Konzept zur Erhaltung des stationären Krankenhauses in Künzelsau gesprochen. Im Gegenteil: Landrat Neth schwor seine Getreuen darauf ein: Künzelsau muss geschlossen werden, damit Öhringen überlebt. Gegenstimmen? Keine.

Hintergrund: Das Landratsamt möchte in jedem Fall die Gelder für den Krankenhausstrukturfonds vom Land für Öhringen bekommen. Diese Gelder fließen aber nur, wenn Künzelsau als stationäres Krankenhaus geschlossen wird. Umgekehrt kann das Öhringer Krankenhaus aber ebenfalls nur überleben, wenn es Mittel aus dem Strukturfonds bekommt (siehe Pressemitteilung: „Der Erhalt und Ausbau des Öhringer Krankenhauses ist nur mit Mitteln aus dem Krankenhausstrukturfond möglich.“).

Die Bürgerinitiative (BI) war bei dem ersten Treffen der Projektgruppe nicht involviert. Gegenüber GSCHWÄTZ hat Bürgermeister Stefan Neumann den Ausschluss der Bürgerinitiative dahingehend begründet, dass „viele sensible Daten ausgetauscht werden, auch im Hinblick mit möglichen Partnern“. Dabei hätte das Wissen des BI-Sprechers Dr. Andreas Eckle, der 1986 als Chefarzt in Künzelsau eingestellt wurde und 25 Jahre für das Hohenlohe Krankenhaus gearbeitet hat, sicher gut getan, um noch einmal den Standort Künzelsau und dessen Möglichkeiten unter die Lupe zu nehmen. Aber das scheint nicht gewollt.

Wann genau die Bürgerinitiative in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wird, ist unklar. Die Bürger dürfen laut Pressemitteilung bei „einer Veranstaltung“ „im Frühjahr“  ihre „Anregungen“ einbringen. Zur Sommerpause soll die Entscheidung fallen. Aber alles hört sich danach an, als ob schon alles GSCHWÄTZt ist. Vom Land vorgegeben, vom Landrat und den Kreisräten umgesetzt. Bürgernähe und Transparenz, Einbeziehung der Öffentlichkeit, um mit den Worten von Landrat Neth zu sprechen, sieht anders aus.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Kreisräte gegen den Strukturfonds entscheiden. Ansonsten muss ein Krankenhaus sterben. Und genau diese Krankenhäuser werden wir in spätestens zehn Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung dringender als je zuvor brauchen.

Fotos: Alle aktuellen Kreisräte aus dem Kocher- und Jagsttal (23 von 39 Kreisräten sind im Kocher- und Jagsttal ansässig). Quelle: www.hohenlohekreis.de



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Inhalt der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Künzelsau und des Landratsamtes Hohenlohekreis vom 16.02.2017:

"Deutschlandweit befindet sich die Krankenhauslandschaft im Umbruch, was unter anderem auch zu einer stärkeren Zentrenbildung bei allen Kliniken führt. Auch für den Hohenlohekreis ist die gesamthafte Betrachtung der Gesundheitsversorgung von großer Bedeutung, um ein zukunftsfähiges Angebot im Kreis zu erhalten.
Landrat Dr. Matthias Neth betont: „Der Kreistag steht zu seiner Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Hohenlohekreis. Im Herbst vergangenen Jahres hat er daher mehrheitlich beschlossen, dass der akutstationäre Betrieb der Hohenloher Krankenhaus gGmbH am Standort Öhringen konzentriert wird. Der Standort Künzelsau soll dabei zu einem Medizin-Zentrum werden.“ Im Rahmen dieses neuen medizinischen Konzepts wurde daher beim Sozialministerium ein Antrag auf Investitionsförderung gestellt.
Für den Standort Künzelsau wurde jetzt gemeinsam von Landrat Dr. Matthias Neth und dem Bürgermeister der Stadt Künzelsau, Stefan Neumann, die Entwicklung eines eigenen Konzeptes gestartet. Dabei ging die Initiative von Bürgermeister Neumann in der letzten Sitzung des Kreistages aus.
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Krankenhausstrukturfonds (KHSFV) sollen verschiedene Interessenvertreter einbezogen werden. Es ist geplant, dass das Konzept bis spätestens zur Mitte des Jahres vorliegt, um in die Beratungen des Kreistags einfließen zu können.
„Ganz klar ist“, so Bürgermeister Neumann, „dass wir die niedergelassenen Ärzte und die Bürgerinitiative mit einbinden.“
Landrat Dr. Matthias Neth unterstreicht: „Mir ist es besonders wichtig, dass an beiden Standorten eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erhalten bleibt. Dies können wir aber nur durch Strukturveränderungen erreichen.“
Der Stadt Künzelsau ist es immens wichtig, dass insbesondere die Notfallversorgung und ambulante Operationen am Standort Künzelsau sichergestellt werden können - eingebunden in ein tragfähiges Gesamtkonzept in Künzelsau. Der Erhalt und Ausbau des Öhringer Krankenhauses ist nur mit Mitteln aus dem Krankenhausstrukturfond möglich. Es ist auch sinnvoll, diese einzusetzen. „Jetzt müssen wir schnell und präzise klären und mit einem Konzept definieren, was am Standort Künzelsau unter den genannten Vorzeichen in Zukunft realistisch möglich ist“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Unverzichtbar sind aus meiner Sicht die Notfallversorgung und die Möglichkeit von Fachärzten ambulant zu operieren – beispielsweise in Form einer Praxisklinik. Es geht darum, das Bestmögliche für Künzelsau in
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einem sinnigen Gesamtkonzept zu erreichen. Davon hängt die Entwicklung der Stadt Künzelsau und der gesamten Region ab und beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig.“
Dazu wurde eine Projektgruppe unter der Leitung des Landrats und des Bürgermeisters ins Leben gerufen. Ziel der Projektgruppe ist, den Prozess praxisnah, realisierbar und zukunftsfähig zu gestalten. An dieser Projektgruppe nehmen Vertreter der Fraktionen des Kreistags des Hohenlohekreises und des Gemeinderats Künzelsau sowie der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus gGmbH teil. Zusätzlich wird ein Fachunternehmen die Projektgruppe mit seiner Expertise unterstützen.
Information, Transparenz und das Miteinbeziehen der Bevölkerung sind dabei ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten die Möglichkeit unter Berücksichtigung der Vorgaben des KHSFV im Rahmen einer Veranstaltung im Frühjahr 2017 Anregungen zum Konzept für das Hohenloher Krankenhaus, insbesondere für Künzelsau, einzubringen.
Die Bevölkerung wird über die Ergebnisse, Impulse und Ideen und das erarbeitete Standortkonzept der Hohenloher Krankenhaus gGmbH voraussichtlich noch vor der Sommerpause informiert werden."
15. Februar 2017

4 Monate Vollsperrung zwischen Kemmeten und B19

Hiermit veröffentlichen wir folgende Pressemitteilung des Landratsamtes, die uns heute erreicht hat:

Die Landesstraße L 1051 wird zwischen Kemmeten und der B 19 bei Gaisbach saniert und ab dem 27. Februar bis voraussichtlich 30. Juni 2017 für den Gesamtverkehr gesperrt. Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Kirchensall über die K 2370 nach Mangoldsall und weiter über die L 1036 und der B 19 nach Gaisbach und umgekehrt. Der Verkehr aus Niedernhall wird über Künzelsau, B 19 nach Gaisbach umgeleitet. Die Zufahrt nach Kemmeten und zum Schnaihof erfolgt aus Richtung Niedernhall und Neufels über die L 1051. Die Anfahrt der Sportanlage Ballenwasen ist von der Taläckerstraße (Goldberg) über ein Provisorium zwischen Schützenhaus und Tennisplatz möglich. Die Baumaßnahme wird vom Straßenbauamt des Hohenlohekreises durchgeführt. Sie wird über eine Länge von einem Kilometer auf 6,50 Meter verbreitert, dabei werden 2 Abbiegespuren angelegt. Für den Streckenabschnitt werden ca. 1,6 Millionen Euro investiert.

Foto: Niedernhall Stadteingang. auf www.hohenlohekreis.de





14. Februar 2017

MAKE the Kocher- & Jagsttal GREAT AGAIN

Anhand eines ausgeklügelten 10-Punkte-Plans stellt unsere Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann in dem folgenden Video unseren 10-Punkte-Plan zur Welteroberung vor:

Kocher- und Jagsttal first! (selbstverständlich kopiert von Donald Trump)

ACHTUNG: Satire!
13. Februar 2017

Manifest für Europa

von Dr. Sandra Hartmann

Mit der MEGA-Kampagne, die derzeit von Schulz-Anhängern postuliert wird, um ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz für die Wahl im Herbst 2017 zu feiern, hat man wohl den richtigen Nerv getroffen – nachdem sich Großbritannien aus der EU verabschiedet hat, nachdem der Populist Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gewählt wurde, nachdem auch in Frankreich der Drift nach Rechts kommt und die reale Gefahr besteht, dass Europa wie ein Kartenhaus zusammenfällt, nun heißt es also: MEGA bei den Sozialdemokraten. MEGA steht dabei für: Make Europe great again – in Anlehnung an Donald Trumps Wahlkampfslogan.
Während die Union hinter der MEGA-Kampagne einen ähnlichen populistischen Stil wie bei Donald Trump wittert, ist es doch genau dieses eindeutige leidenschaftliche Bekenntnis zu Europa und Europas Werten, das viele Deutsche und auch andere Europäer von ihren Politikern aus der Mitte derzeit vermissen.

Wenn wir nun die MEGA-Kappen aufsetzen und uns trauen zu sagen: Make Europe great again, kämpfen wir mitnichten für ein Europa, das in den Krieg für neue Ländereien ziehen oder sich abschotten soll vom Rest der Welt. Wir sind damit nicht automatisch für Schulz als vermeintlich besseren Kanzlerkandidaten – immerhin hat er sich bislang noch nicht wirklich geäußert, welche Politik er als zukünftiger Kanzler machen möchte. Mit MEGA verbinden wir etwas anderes: Den Stolz, den enthusiastischen Stolz, Europäer zu sein und die europäischen Werte zu feiern. Diese sind nicht: Die Gleichstellung der Gurken-Längen innerhalb unseres Kontinents. Diese sind: Frieden,  Freiheit, Sicherheit, Toleranz, Achtung, Respekt  und Gleichberechtigung.

Wir haben eine viele Jahrhunderte alte Kultur in Europa – kulturelle Schätze in jedem Land, die wir schützen und die jährlich Millionen Touristen zu uns kommen lassen. Europa hat mehr als doppelt so viele Einwohner als Amerika. Wir haben ein höhere Wirtschaftsleistung, Warum machen wir uns immer so klein? Donald Trump hat uns einen Gefallen getan, wenn er uns als kleinen, teuren Bruder abschütteln möchte wie eine lästige Fliege. Denn wir können auch unabhängig – und wir müssen es auch, um für unsere Werte auf dieser Welt einzustehen. Wir sind der wirtschaftsstärkste, friedlichste Kontinent. Wollen wir das nun wirklich alles wieder aufs Spiel setzen und uns der Kleinstaaterei wie im Mittelalter widmen?

Natürlich hat Europa einen Haufen Probleme.  Es gibt ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Staaten und der Graben zwischen Superreichen und Armen wird immer größer.  Aber die Probleme verschwinden nicht, wenn wir uns in unsere Nationen zurückziehen und Europa Europa sein lassen. Im Gegenteil. Sie werden rasant zunehmen, wenn Deutschland sich abschottet, England, Frankreich und jeder nur noch sein eigenes Süpplein kocht. Kleine Nationen haben nun mal nicht diese Verhandlungsmacht gegenüber Amerika und anderen großen Nationen dieser Erde. Europa gemeinsam aber hat etwas zu sagen. Und wir haben anhand unserer Wirtschaftszahlen sogar eine ziemlich große Stimme.

Also lasst uns sprechen und zwar öffentlich. Kotzen wir uns nicht in irgendwelchen abgeschotteten Netzwerken im Internet oder in WhatsApp aus, um dann bei der kommenden Wahl das Kreuz an der falschen Stelle zu machen.
Lasst uns stolz sein auf unsere gemeinsamen Werte, unsere Kultur, unsere Wirtschaftsleistung. Lasst uns Europa zukunftsfähig machen und die Probleme gemeinsam angehen.

Lasst uns eintreten für ein friedliches, tolerantes Europa. Ein Europa, das jeden aufnimmt, der bereit ist, seinen Beitrag für ein starkes Europa zu leisten. Dazu gehört selbstverständlich der Wille zur  Integration und die Akzeptanz unserer christlich-demokratischen Werte.

Lasst uns stolz sein, Europäer zu sein.

Lasst uns Europa feiern!

http://www.everysecondcounts.eu






Mit Kümmerle und Trump spielen zwei Wild West Helden am Dörzbacher Faschingsumzug eine große Rolle

Der Hausbau von Bürgermeister Andy Kümmerle im Teilort Hohebach beschäftigt so einige - was für die Dörzbacher auf Unverständnis stößt, wird bei den Hohebachern begeistert gefeiert.  Die Wahl von Donald Trump war  ebenfalls Thema beim Faschingsumzug in Dörzbach am vergangenen Samstag - und die eventuell bevorstehende Abwahl von Angela Merkel. Politisch ging es also richtig zur Sache. Als Spitzenreiter in der Wagen-Gestaltung zeigte sich der Jugendraum Hohebach. Unsere Leserreporter Nicole Vogt und Florian Hertweck waren für GSCHWÄTZ vor Ort und filmten die Höhepunkte des Umzugs.
12. Februar 2017
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Theater in Hermuthausen: Die besten Szenen in bewegten Bildern

Heute lud die Theatergruppe in Hermuthausen zu einer Sondervorstellung zu ihrem diesjährigen Stück:: "Gute Lügen leben länger". Die bisherigen Theater-Vorstellungen der Laienschauspielgruppe waren laut Regisseurin Heidrun Specht alle ausverkauft. Kein Wunder, sprüht das Stück nur so vor Witz und vor allem: witzigen Darstellern.
Aus dem jungen Ensemble sticht besonders Postbotin Uschi hervor, sensationell gespielt von Jessica Kruspe. In den weiteren Rollen: Jochen Breuninger als Manfred Müller, gutmütiger Chef einer Autowerkstatt, die kurz vor der Insolvenz steht; seine weniger gutmütige Gattin Monika Müller, gespielt von Nicole Frank; Der verrückte Professor Matthias Müller, gespielt von Simon Haag. Die zwei polnischen Tanten Olga (gespielt von Stephanie Haag) und Stanislava (gespielt von Nadine Renner); Dr. Peter Zwegat, ein aalglatter Bankdirektor wird sehr glaubhaft gespielt von Martin Rumm. Sabrina Frank als Bürgermeisterin Sabine Kleinschmitt-Großhans, die am liebsten nur Geld an Hochglanzfirmen verteilt  und Jonathan Stolz schlüpft in die Rolle des Heinrich Haargenau, ein eifriger Beamter des Arbeitsamtes. Nicht zu vergessen der eigentliche Hauptdarsteller dieses Stückes: Kasimir, der polnische Schwarzarbeiter in der Werkstatt, gespielt von Steffen Frank, der trotz Verletzung und Halskrause exzellent die Rolle des Polen mimt und alle Vorurteile bestätigt, die es so gegen unsere liebsten Nachbarn gibt. Ein Feuerwerk an guter Laune.

Hier seht ihr nun die besten Szenen, gedreht von unseren Leserreportern Nicole Vogt und Florian Hertweck, die Tränen gelacht haben während der Aufführung.

07. Februar 2017



07. Februar 2017

Mehr Einkaufsmöglichkeiten - wie Künzelsau im Stadtkern wiederbelebt werden soll

Der nächste Partner ist nun abgesprungen und damit stehen die Zeichen wieder auf Start, was aus dem Gebiet werden soll, auf dem ehemals das PEKA-Kaufhaus stand. Die Stadt Künzelsau gab eine Pressemitteilung heraus und erläutert darin, warum es zum Ausstieg des Partners Stauch aus  Kupferzell kam und was für die Stadt bei der Planung für die Innenstadt entscheidend ist. Hier der Inhalt:

"Nachdem im Herbst 2015 der Gemeinderat der Stadt Künzelsau beschlossen hatte, mit dem Kupferzeller Bauunternehmen Stauch Kaufverhandlungen zu führen, ging aktuell, nach mehrmaliger Fristverlängerung, die Absage von Stauch ein. Als Grund wurde angeführt, dass "das jetzige Konzept sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht langfristig darstellen lässt." Gemeinderat und Bürgermeister sind überrascht vom Ausstieg der Firma Stauch.


Die Entwicklungsgeschichte des ehemaligen Peka-Kaufhauses

Nach dem Investor Ten Brinke 2014 verzichtete, führen leider die zweiten Verkaufsverhandlungen nicht zur Realisierung des Projektes. Der Verzicht damals wurde mit der Unwirtschaftlichkeit eines zweiten Tiefgaragengeschosses begründet. Die Stadt hatte darauf reagiert und die Ausschreibungsmodalitäten geändert. Das neue Nutzungskonzept von Stauch sah eine eingeschossige Tiefgarage und dafür oberirdische Stellplätze vor. Stauch sieht die Probleme hauptsächlich beim Einzelhandel: Bei reiner Wohnbebauung - auch mit Sonderwohnformen wie für Senioren oder Studenten - würde die Firma die Projektentwicklung fortführen.


Stärkung der Innenstadt

Ziel der Entwicklung des Quartiers An der Stadtmauer ist jedoch die Stärkung der Innenstadt als Einzelhandelsstandort. An dieser Zielstellung hält Bürgermeister Neumann auch fest: "Eine reine Wohnbebauung in dieser Lage wäre eine vertane Chance für die Innenstadt. Das Quartier An der Stadtmauer ist das letzte große Grundstück in der direkten Innenstadt. Grundsätzlich sind wir jetzt in einem Stadium in dem es Sinn macht, sich verschiedene Optionen zu überlegen. Ich bin der Meinung, dass wir uns deshalb die Zeit nehmen sollten und auch müssen, eine wirklich gute Neugestaltung und Nutzung umzusetzen." Der Gemeinderat und die Verwaltung prüfen das weitere Vorgehen.


Sicht der Gemeinderatsfraktionen

Die "Fraktion für Künzelsau" sieht den neuen Entwicklungen positiv und mit mehr Vertrauen entgegen, erklärt die Fraktionsvorsitzende Marion Hannig-Dümmler. "Die Zusagen der Handelstreibenden zeigen, dass Künzelsau weiterhin für den Einzelhandel attraktiv ist und dies ergibt für uns ideale Bedingungen die Planungen nun unter anderen Gesichtspunkten anzugehen. Für unsere sensible Innenstadt darf eine passende Realisierung auch etwas andauern - Mut zu guten Verhandlungen, deren Ergebnisse dann auch noch die kommenden Generationen mittragen können - anstatt einer "Na gut-Entscheidung", die keine Qualität in die Innenstadt bringt."


Die Sicht der SPD-Gemeinderatsfraktion formuliert der Fraktionsvorsitzende Martin Probst: "Den Vorschlag, nun noch einmal mit der gleichen, vielleicht noch mehr abgespeckten Konzeption auf die Suche nach einem Investor zu gehen, tragen wir nicht mit. Nach zwei gescheiterten Versuchen stellen wir den Grundgedanken in Frage, hier ein Objekt erstellen zu können, das die Attraktivität der Stadt als Einkaufsstadt auf eine neue Ebene hebt, und als Frequenzbringer Kunden aus dem Umland hierher lockt, obwohl das wünschenswert wäre. Wir halten es deshalb für notwendig, ganz neu zu beginnen und ohne Vorbehalte Möglichkeiten einer zukunftsträchtigen Bebauung zu entwickeln."


Die CDU-Gemeinderatsfraktion, so deren Vorsitzender Robert Volpp, ist sehr enttäuscht über die Absage der Firma Stauch. "Haben wir doch alle Fristverlängerungen in der Hoffnung mitgetragen, dass sich alles zum Guten wendet. Aber leider ist dem nicht so. Nach Aussage von Bürgermeister Neumann ist der Drogeriemarkt Müller noch am Standort interessiert. Sofern schnellstens und zeitnah eine brauchbare Lösung, nach den jetzigen Vorgaben mit früher interessierten Investoren gefunden werden kann, können wir das mittragen. Sollte sich aber herausstellen, dass sich auch wieder Probleme auftun, die vielleicht nach einem Jahr oder mehr wieder zur Erfolglosigkeit führen, müssen wir die Reißleine ziehen und uns grundsätzlich über ein anderes Nutzungskonzept Gedanken machen. Nochmals nach den jetzigen Vorgaben ausschreiben, halten wir nicht für sinnvoll. Es kostet nur Zeit und Geld und das Ergebnis wird kein anderes sein."


Claus Henne, der Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion "Die Freien" hat eine ähnliche Auffassung wie sein Gemeinderatskollege Robert Volpp: "Solange der Drogeriemarkt Müller und ein ehemaliger Investor am Ball sind, sollte man es nochmal probieren. Auch wenn andere Investoren die jetzige Planung übernehmen, wäre das für uns eine gangbare Variante. Falls sich aber erneut Schwierigkeiten abzeichnen, sollten wir uns wirklich grundsätzlich ein anderes Nutzungskonzept erarbeiten. Prinzipiell ist uns auf dem Areal eine Einzelhandelsnutzung - und nicht nur Wohnen - sehr wichtig. Mit dem richtigen Einzelhändler ist eine Magnetfunktion zu schaffen", ist sich Claus Henne sicher.


Nach Ansicht der "Unabhängigen Bürger Künzelsau (UBK)" muss jetzt völlig wertfrei geprüft werden, was auf dem ehemaligen Peka-Gelände und den angrenzenden Grundstücken möglich ist. Die bisherigen Vorgaben dürfen keine entscheidende Rolle mehr spielen, so der Fraktionsvorsitzende Boris d'Angelo. "Der ursprüngliche Ansatz, dort ein großes Einkaufszentrum zur Steigerung der Attraktivität anzusiedeln, ist wohl nicht durchführbar. Also gilt es, neue Ideen zu entwickeln. Vor allem muss die gesamte städtebauliche Entwicklung in der Kernstadt, auch im Hinblick auf  den geplanten Neubau des Landratsamtes, im Auge behalten werden. Es darf kein Flickenteppich entstehen."


Rückblick

2007 bis 2009
Erwerb des Areals in Teilstücken.

2011
Europaweite Ausschreibung und deren Aufhebung aufgrund eines fehlenden fristgerechten Angebots.

2012
Vorstellung von zwei Bewerbern,
Beschluss über Verhandlungen mit Investor Ten Brinke.

2013
Im ersten Halbjahr Überlegungen zu einer städtischen Bibliothek im Areal und im zweiten Halbjahr Bekanntgabe, dass diese aufgrund der finanziellen Situation nicht finanzierbar ist. Investor Ten Brinke plant deshalb um.

2014
Kaufvertrag mit Investor Ten Brinke im April, der im September mitteilt, dass eine zweigeschossige Tiefgarage nicht finanzierbar ist.

2015
Stadt tritt vom Kaufvertrag aufgrund nicht erfüllter Bedingungen zurück.
Im Sommer Abbruch des Areals durch die Stadt.
Erneute Ausschreibung des Investorenauswahlverfahrens mit geänderten Rahmenbedingungen.
Gemeinderatsbeschluss über Verhandlungen mit der Firma Stauch, Kupferzell.

2016
Vereinbarung zum Erwerb des Areals mit der Firma Stauch und weiterführende Verhandlungen, mit dem Ziel im Herbst eine genehmigungsfähige Planung vorzustellen.
2017

Im Januar ist die Firma Stauch von der geschlossenen Vereinbarung zum Erwerb zurückgetreten. Zuvor wurden Fristverlängerungen für die Abgabe eines Nutzungskonzeptes vom Gemeinderat gewährt."


Zum Foto:
Ziel der Entwicklung des Quartiers An der Stadtmauer ist die Stärkung der Innenstadt mit Einzelhandelsgeschäften und nicht mit Wohnungen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

06. Februar 2017

Künzelsau: Ideen für frei werdenden Platz neben Rathaus gesucht

  • Neben das Kaufland soll das neue Landratsamt gebaut werden

    momentan wird die Fläche als Parkplatz genutzt

  • Ein Millionen-Neubau, aber die Sanierung des alten Gebäudes wäre laut dem Landrat teurer gewesen

  • Das alte Gebäude wird abgerissen

    Wie könnte man die frei werdende Fläche sinnvoll nutzen?

Die Abrissbirne schwebt schon fast über dem Landratsamt. Die Pläne eines Neubaus nehmen Gestalt an. Auf der großen freien Fläche direkt neben dem Kaufland, die derzeit als Parkplatz genutzt wird, soll es hinkommen und Platz für ca. 450 Mitarbeiter des Landratsamts bieten.

Kosten soll der reine Neubau rund 54 Millionen Euro, zuzüglich Grunderwerb und abzüglich zirka 4,75 Millionen Erlös durch den Verkauf des maroden Gebäudes. Die Kosten sind immens, "aber  immer noch weniger, als das alte Gebäude zu renovieren und zu sanieren", betont Landrat Dr. Matthias Neth in einem Gespräch mit der GSCHWÄTZ-Redaktion.

In dem jetzigen Gebäude wurde an Ostern 2016 Asbest gefunden. „Wir hatten noch Glück", so Neth. "Wäre der Asbest bereits in der Luft gemessen worden, hätten wir in dem Gebäude nicht mehr arbeiten können. Es hätte sofort geräumt werden müssen.“
Das alte Gebäude soll abgerissen werden. „Es bietet für die Stadt Künzelsau viel Potenzial, um den Platz für die Stadt sinnvoll zu nutzen“, so Neth.

LESER-AUFRUF: Das alte Gebäude soll abgerissen werden: Habt ihr Ideen, wie man diesen dann frei werdenden Platz neben dem Rathaus nutzen könnte? Vielleicht auch in Verbindung mit der never ending story des PEKA-Areals? Kleine Erholungsinseln mit Park und Wasser oder doch lieber Wohnungen? Schreibt uns, liebe Leser. Wir veröffentlichen in unserem monatlichen Magazin die besten Vorschläge.

Fotos: Das neue Landratsamt soll direkt neben dem Kaufland auf dem jetzigen Parkplatz gebaut werden. Das alte Landratsamt-Gebäude soll abgerissen werden.


01. Februar 2017

Krankenhaus Künzelsau: Die große Chance

Ab  jetzt überall zu kaufen: Unsere Februar-Faschings-Ausgabe. Wir stellen Ihnen die Faschings-Hochburgen vor, verraten Ihnen, wo es sich lohnt, hinzugehen und was die Obernarren hierzulande, im Kochertal, aber vor allem im Jagsttal geplant haben. Ausserdem: Ausschnitte aus den witzigsten Büttenreden der vergangenen Jahre.

Zudem: Neue Chance für das stationäre Krankenhaus Künzelsau. Die Wende ist möglich! Wir blicken hinter die Kulissen:
Welche Pläne gibt es & wer sind die Strippenzieher
+ Bonus: Kleine Chronik von einem großen Niedergang

Weitere Themen:
- Berner bestellt sich neuerdings seine Führungs-Riege bei Otto

-    Würth: Dem Anne-Sophie-Restaurant ist der Stern abhanden gekommen, 2 junge Männer sollen die Küche wieder in die Meisterklasse führen 

-    Des Schäfers Stündchen: Schäfer aus Morsbach berichtet aus seinem Alltag mit über 350 Tieren



                                  // Alle Geschichten exklusiv, nur in GSCHWÄTZ // Uns gibt's zu kaufen, wir sind aber nicht käuflich //



31.01.2017

Die Höhepunkte des Faschings in Aschhausen

Wir zeigen Ihnen in bewegten Bildern, was uns am Fasching in Aschhausen in diesem Jahr besonders begeistert hat. Aufgenommen von unserem Faschingsteam Nicole Vogt und Florian Hertweck.



Durch Trumps Erfolge droht Europa ein immenser Ruck nach Rechts

ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Ach, so einfach geht das also?, fragen sich nun 743 Millionen Europäer und reiben sich verwundert die Augen. Trump macht, wie angekündigt, erste Schritte in Richtung Grenzsicherung und hat ein Einreiseverbot gegen Menschen aus bestimmten muslimischen Ländern verhängt. Ziemlich dürftig ist bislang (noch) die Antwort der amerikanischen Judikative. Nur eine Richterin hat ein Veto zumindest für diejenigen Muslime eingelegt, die ein Visum für ihren Aufenthalt in den USA haben. Diese dürften einreisen. Aber ansonsten alles rechtens, Herr Trump? Scheint so, Türe zu für alle, die eine andere Religion haben und die nötigen Einreisepapiere fehlen. Geht zurück nach wohin auch immer.

Nun werden viele Europäer die Fäuste ballen und auf unsere Politiker blicken, die seit geraumer Zeit betonen, dass man die Grenzen nicht einfach dichtmachen könne, dass es nicht gesetzeskonform ist, Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit anders zu behandeln, dass man ihnen Schutz gewähren dürfe, sie nicht einfach abschieben könne, dass das alles nicht von heute auf morgen geht…und dann kommt Trump. Aber so einfach ist es natürlich nicht.

Wir wissen nicht, inwieweit diese Einreisesperre letzten Endes von Erfolg gekrönt ist, momentan betrifft es ein paar Hunderte von Menschen. Viel mehr Flüchtlinge hängen vor Europas Toren schon jetzt in einem wie auch immer betitelten Lager fest und kommen nicht rein. Allein in Marokko gibt es mehrere Meter hohe Grenzzäune zu der spanischen Enklave Ceuta, Wachtürme, bis zu vier Grenzkontrollen, die Afrikaner durchlaufen müssen, bis sie eventuell europäischen Boden unter den Füßen haben. Wir leben bereits in einer Abschottungspolitik. Davon bekommen aber die Europäer selbst nur wenig mit.
Die Hoffnung ist immer noch groß, dass Amerikas oberste Richter Trumps Politik als nicht gesetzeskonform wieder einkassieren. Falls Trump damit durchkommt, folgen die Europäer vermutlich ihrem großen amerikanischen Bruder. Dann schwappt der Rechts-Ruck über den Atlantik auch zu uns, erfasst mehr Länder als uns lieb sein wird, und wird bei den künftigen Wahlen, allen voran in Deutschland in diesem Herbst, sich auf das Allerdeutlichste zeigen.




23.01.2017

Hohenlohe-Krankenhaus verabschiedet sich vom großen Bruder SLK - Für Künzelsau wird es dennoch ein langer Kampf

  • Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann vor Sitzungsbeginn

  • Über 100 Bürger sind am Montagnachmittag nach Neuenstein gekommen, um bei der Entscheidung dabei zu sein

  • Christian von Stetten und Gudrun Struve stimmen ebenfalls gegen das SLK-Eckpunkte-Papier

  • Blicke sagen manchmal mehr als tausend Worte

von Dr. Sandra Hartmann

In der heutigen Kreistagssitzung in der Stadthalle in Neuenstein entschieden sich die Kreisräte mit einer satten Mehrheit (35 zu 3 Stimmen), sich von ihrem großen Bruder, den SLK-Kliniken zu trennen. Zum einen bekennen sich die SLKler laut Landrat Matthias Neth, „nicht eindeutig zu Künzelsau, was die medizinische Versorgung betrifft“. Zum anderen sieht das von den SLK-Kliniken vorgelegte Eckpunkte-Papier für Öhringen eine nicht selbstständig agierende Klinik vor, die am Tropf und quasi letzten Endes am guten Willen von Heilbronn hänge. Kritisiert wurde zudem die generelle Zusammenarbeit mit den SLK-Kliniken. Nun wird ein neuer Partner gesucht, da die zwei Krankenhäuser im Hohenlohekreis andernfalls finanziell nicht überlebensfähig seien. Es gibt wohl auch schon mehrere Interessenten. Es findet jedoch pflichtgemäß eine offizielle Ausschreibung statt.

Doch was bedeutet das für den Standort Künzelsau?

Das Ende der Zusammenarbeit mit den SLK-Kliniken bedeutet nicht, dass der Standort Künzelsau erhalten bleibe. Das betonten gleich mehrere Kreisräte. Landrat Neth: „Wir müssen uns nun ganz neu aufstellen. Das wird kein Spaziergang.“ Das Ziel sei, so Thomas Föhl, Fraktionsvorsitzender der FWV: „überhaupt noch eine langfristige Versorgung zu haben“. Bürgermeister Stefan Neumann betonte in diesem Zug: „Wir sind bereit, uns mit Gutachtern, dem Land und der Bürgerinitiative zusammenzusetzen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Wir kämpfen alle für die beste medizinische Infrastruktur.“ Neth übte ebenfalls den Schulterschluss mit Künzelsaus Bürgermeister: „Es geht nicht darum, dass Krankenhaus Öhringen gegen das Krankenhaus Künzelsau auszuspielen.“ In Bezug auf Künzelsau sprach Neth nach wie vor lediglich von einem „Medizinzentrum“ mit „ambulanten Angeboten“. Andere Kreisräte sprachen von „Versorgungszentrum“. Kein Wort darüber, ob Künzelsau als stationäres Krankenhaus nun vielleicht doch noch eine Chance hätte.

Sprich: Auch nach der Loslösung von den SLK-Kliniken hat sich am Status Quo für Künzelsau (noch) nichts geändert: Die Kreisräte sehen in Künzelsau auf Dauer kein stationäres Krankenhaus mehr, lediglich ein Ärztehaus mit ambulanter Versorgung. Die Umstrukturierung werde aber erst beginnen, wenn der Neubau des Krankenhauses in Öhringen abgeschlossen sei.
Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses wertet den heutigen Kreistagsbeschluss dennoch als „sehr positiv“ und sieht die Entscheidung gegen die SLK als ersten wichtigen Schritt für eine grundlegende Neustrukturierung, so eine Sprecherin gegenüber GSCHWÄTZ: „Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass es ein stationäres Basiskrankenhaus in Künzelsau gibt und dafür werden wir auch weiter kämpfen.“
Aber wer soll das bezahlen? Die Frage sei doch eine ganz andere, so die Sprecherin: „Unsere Ärzte haben ein Durchschnittsalter von 58 Jahren. Was machen wir, wenn diese Ärzte alle in Rente gehen? Es gibt viele Ärzte bei uns, die heute schon Probleme haben, Nachfolger für Ihre Praxen zu finden. Wir brauchen eine Basisversorgung vor Ort – auch und vor allem in der Zukunft.“ Momentan sei das Krankenhaus mit 8o Prozent Bettenbelegung schon sehr gut ausgelastet. Und darum gehe es: „Ein volles Haus kann man nicht schließen.“




23.01.201

GSCHWÄTZ-Seite auf Facebook nicht mehr gesperrt

Unsere GSCHWÄTZ-Seite auf Facebook wurde wieder freigeschaltet, sprich: Wir können nun wieder Beiträge schreiben und euch mit Informationen rund ums Kocher- und Jagsttal auch über Facebook versorgen.

Was war passiert? Vor rund zwei Wochen konnten wir auf unsere GSCHWÄTZ-Seite nicht mehr zugreifen, wir hatten keine Administrator-Rechte mehr, sprich: Wir konnten keine Beiträge mehr veröffentlichen. Für unsere Leser war unsere Seite jedoch normal einsehbar. Da wir nicht wussten, wie lange die Seite gesperrt bleiben wird, haben wir einen zweiten Account freigeschaltet, der nun aber wieder zurückgefahren wird.

Sobald wir die Sperrung bemerkt hatten, haben wir Facebook kontaktiert - was gar nicht so einfach ist. Eine Telefonnummer konnten wir nicht herausfinden, bei der man anrufen kann. Lediglich über ein Kontaktformular war es uns möglich, bei Facebook nachzufragen. Den Grund für die Sperre haben wie von Facebook bislang noch nicht erfahren.





18. Januar 2017

Trinkwasser weiterhin gechlort 

Laut einer Pressemitteilung vom Landratsamt, die uns heute erreicht hat, wird das Trinkwasser weiterhin noch mindestens bis Ende Januar gechlort. Diese geschehe vorsorglich, schreibt das Landratsamt.

Die Gründe für die Verunreinigung des Trinkwassers mit E-Coli-Bakterien im November 2016 sind nach wie vor unklar - trotz "umfangreicher hygienischer Ortsbegehungen". Eventuell wurde das Wasser durch ein defektes Lüftungsventil an einem Lüftungsschacht verunreinigt. Vorsorglich wurden neue Lüftungsventile auf diesem Streckenabschnitt nachgerüstet."

"In der Zeit vom 15. bis zum 23. November 2016 kam es in Ortsteilen von Künzelsau, Niedernhall und in Ingelfingen zu mikrobiologischen Verunreinigungen des Trinkwassers mit E. coli. Vom Gesundheitsamt des Hohenlohekreises musste daher ein Abkochgebot erlassen werden, welches am 23. November 2016 aufgehoben werden konnte."


18. Januar 2017

Krankenhaus Künzelsau - Entscheidung am Montag

Am Montag, den 23. Januar 2017, 15.30 Uhr, in der Stadthalle in Neuenstein, entscheidet der Kreisrat über das weitere Vorgehen, was das Krankenhaus Künzelsau betrifft.

Es ist eine öffentliche Sitzung, die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Worum geht es genau? Die Kreisräte nehmen entweder das Eckpunkte-Papier an, das von der SLK-Gesundheitsholding auf dem Tisch liegt. In dem Eckpunkte-Papier soll es in Künzelsau kein stationäres Krankenhaus mehr geben, sondern ein ambulantes Versorungszentrum Damit würde das Ende des Krankenhauses eingeleitet werden. "Bis der Neubau steht, würde das Krankenhaus aber weiterlaufen", so Landrat Dr. Matthias Neth in einem Gespräch mit der GSCHWÄTZ-Redaktion. Das könne noch Jahre dauern.

Zweite Möglichkeit: Die Kreisräte lehnen das Eckpunkte-Papier ab und stellen einen Antrag zur Loslösung von dem großen Bruder Heilbronn. Und dann? Ein neuer großer Bruder? Das Diak Schwäbisch Hall oder doch Reinhold Würth als neuer Rettungsanker? Landrath Neth hält sich bedeckt, er betont aber: "Wir unterliegen nunmal vollständig dem Wettberb. Deshalb fragen wir: Was ist die sinnvollste Lösung? Darüber werden wir offen mit der Bevölkerung sprechen."



13. Januar 2017

Stellungnahme des Landrats zu unserem Feuerwehr-Artikel

Das Landratsamt möchte gerne Stellung nehmen zu unserem Artikel "Demonstration Feuerwehr Künzelsau zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses" vom 02. Januar 2017. Wir veröffentlichen nun die Darstellung des Landratsamtes, die sich auf folgenden Absatz in unserem Artikel bezieht:

Absatz: „Die Antwort des Landratsamtes kam postwendend, nur rund eine Woche später: Die Feuerwehr solle das künftig unterlassen, die Feuerwehr wolle schließlich noch weiterhin Gelder vom Landratsamt bekommen – auch hinsichtlich einer neuen Atemschutzwerkstatt. Offensichtlich betrachtet es das Landratsamt und damit auch der Landrat als Affront, wenn sich die hiesige Feuerwehr offiziell für ihr Krankenhaus vor Ort einsetzt.“

Stellungnahme von Landrat Dr. Matthias Neth am 13.01.2017:

Diese Aussagen sind nicht Meinung des Landratsamtes und des Landrats.
Von Seiten der Hausspitze des Landratsamts Hohenlohekreis wurden keine solchen Aussagen getätigt. Insbesondere wurde von keinem offiziellen Repräsentanten des Landratsamtes gesagt, dass „die Feuerwehr das künftig unterlassen solle“ oder „die Feuerwehr wolle schließlich noch weiterhin Gelder vom Landratsamt bekommen – auch hinsichtlich einer neuen Atemschutzwerkstatt“.

Die Förderung der Wiederherstellung und Erweiterung der Atemschutzwerkstatt in Künzelsau richtet sich nach dem Bedarf und wurde in der letzten Kreistagssitzung am 12.12.2016 beschlossen. In der Bürgermeisterdienstversammlung am 30.11.2016 hatte man sich darauf verständigt, den Punkt auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung zu nehmen."


Anm. der GSCHWÄTZ-Redaktion: Die Demonstration der Feuerwehr war am 07. Dezember 2016 - unmittelbar vor der Kreistagssitzung, in der das weitere Vorgehen in Bezug auf der Atemschutzwerkstatt beschlossen wurde, die beim Hochwasser zerstört wurde. Uns liegen nach wie vor Quellen-Aussagen vor, dass diese besagten Sätze so gefallen sind. Die Hausspitze des Landratsamtes möchte  sich nun offiziell von diesen Sätzen distanzieren.

Foto: Atemschutzwerkstatt Künzelsau auf: www.feuerwehr-kuenzelsau.de

Was ist eine Atemschutzwerkstatt? In der Atemschutzwerkstatt werden die Atemschutzgeräte nach einem Einsatz gereinigt, desinfiziert, geprüft, gewartet und bei Bedarf repariert. Die ehrenamtlichen Feuerwehrler bekommen für diese Arbeit eine Entlohnung.
13. Januar 2017

GSCHWÄTZ bei Facebook gesperrt

Wir möchten alle unsere FACEBOOK-Anhänger darauf aufmerksam machen, dass unser GSCHWÄTZ-Account bei Facebook gesperrt wurde. Das heißt, ihr könnt eventuell noch unsere bisherigen Beiträge sehen, wir können aber nichts mehr posten. Warum? Das wissen wir momentan selbst noch nicht.

In der Regel erhalten Administratoren bei FACEBOOK eine Benachrichtung, wenn ein Account gesperrt wird und optimalerweise noch den Grund dafür. Uns liegt keine Nachricht vor, wir haben aber nachgefragt und warten nun auf Antwort.

Wann wird eine Seite gesperrt? Laut den AGBs bei FACEBOOK können etwa rassistische oder sexistische Inhalte zu einer Sperrung führen. Man kann als Mitglied bei FACEBOOK eine Seite melden, die derartige Inhalte verbreitet. Daraufhin kann FACEBOOK die Seite sperren.

Wir geben Euch Bescheid, sobald wir mehr wissen. Bis wir wieder facebooken können, erhaltet ihr weiterhin alle Informationen auf unserer Internetseite www.gschwaetz.de und natürlich in unserem Monatsmagazin GSCHWÄTZ.

11. Januar 2017

Korrekur Abfahrtszeiten Ersatzbusse für Bergbahn

Die Stadt Künzelsau gab heute eine Pressemitteilung mit einer Korrektur der Bus-Abfahrtszeiten heraus.


Die korrekten Abfahrtszeiten für den Sonntag sind:

Talstation Richtung Taläcker Bahnhof:

Sonntag:
Erste Fahrt: 9.30 Uhr, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt: 20.30 Uhr

Alle anderen Abfahrtszeiten bleiben wie in der ersten Pressemitteilung diesbezüglich vom 09. Januar 2017.




09. Januar 2017

Bergbahn ausser Betrieb 

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau vom 09. Januar 2016:

Bergbahn in Künzelsau bis auf Weiteres außer Betrieb

Schienenersatzverkehr eingerichtet

Aufgrund einer technischen Störung ist die Künzelsauer Bergbahn aktuell außer Betrieb. Es ist bis auf Weiteres ein Schienenersatz-Verkehr mit Bussen eingerichtet. Die Bushaltestellen befinden sich an der Bergstation (Taläcker Bahnhof) und an der Talstation. Die Fahrkarten für die Bergbahn sind in diesem Fall auch für den Schienenersatzverkehr gültig.
Zusätzlich zum NVH-Fahrplan gilt Folgendes:

Taläcker Bahnhof Richtung Talstation:
Montag bis Samstag:
Erste Fahrt: 6.15 Uhr, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt: 22.15 Uhr
Sonntag:
Erste Fahrt: 9.00 Uhr, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt: 20.00 Uhr

Talstation Richtung Taläcker Bahnhof:
Montag bis Samstag:
Erste Fahrt: 6.30 Uhr, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt: 22.30 Uhr
Sonntag:
Erste Fahrt: 9.15 Uhr, danach alle 30 Minuten
Letzte Fahrt: 20.15 Uhr

Sobald die Bergbahn wieder den normalen Betrieb aufnimmt, wird die Stadtverwaltung informieren.

Zu dem Foto:
Aufgrund einer technischen Störung ist die Bergbahn aktuell außer Betrieb.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau
09.01.2016/mk

02. Januar 2017

Krankenhaus Künzelsau: Demonstrationsverbot für Feuerwehr

von Dr. Sandra Hartmann

Im Dezember beteiligt sich die Feuerwehr Künzelsau das erste Mal an den Mittwochsdemonstrationen und streikt mit für den Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses – es war vermutlich zugleich das letzte Mal.

Die Antwort des Landratsamt kam postwendend, nur rund eine Woche später: Die Feuerwehr solle das künftig unterlassen, die Feuerwehr wolle schließlich noch weiterhin Gelder vom Landratsamt bekommen – auch hinsichtlich einer neuen Atemschutzwerkstatt.

Offensichtlich betrachtet es das Landratsamt und damit auch der Landrat als Affront, wenn sich die hiesige Feuerwehr offiziell für ihr Krankenhaus vor Ort einsetzt. Das Landratsamt verweist in einer offiziellen Stellungnahme an GSCHWÄTZ auf Folgendes: Laut dem „Feuerwehrgesetz ist geregelt, dass […] Feuerwehruniformen nur zu dienstlichen Zwecken benutzt werden dürfen. […] Auf die uneingeschränkte Teilnahme in Zivil wurde verwiesen.“

Feuerwehrkommandant Thomas Böhret steht nach wie vor zu der Demo: „Wir als Feuerwehr wollten nur öffentlich zeigen, dass wir es nach wie vor als sinnvoll sehen, hier vor Ort ein Krankenhaus zu haben."

Auch Bürgermeister Stefan Neumann hält an seiner damaligen Entscheidung fest, der Feuerwehr das Ok für die Beteiligung an der Demo gegeben zu haben und steht hinter seiner Feuerwehr: „Es ist sehr wohl zulässig, zu demonstrieren, wenn es im gemeindlichen Interesse liegt und deshalb hatte ich auch nichts dagegen. Ich war eher verwundert, dass das so negativ gesehen wird, dass sich die Feuerwehr positioniert hat. Es war eine gute Geste der Feuerwehrler gewesen. Und man darf bei allem nicht vergessen: Das ist nicht die freiwillige Feuerwehr vom Hohenlohekreis, sondern die freiwillige Feuerwehr von Künzelsau.“






26. Dezember 2016

Maulkorb für Künzelsau


Am Freitag, 23. Dezember 2016, war in der Hohenloher Zeitung eine größere Berichterstattung zum Thema Hohenloher Krankenhaus zu lesen, unter anderem ein Kommentar von Iris Baars-Werner auf Seite 1.

Sie lesen nun einen Gegen-Kommentar von Dr. Sandra Hartmann.

Frau Baars-Werner sieht in Ihrem Kommentar quasi kopfschüttelnd von ihrem Heilbronner Redaktionsbüro auf die Hohenloher Geschehnisse herunter. Ihr ist völlig unverständlich, wie Bundestagsabgeordnete wie von Stetten und Annette Sawade den Künzelsauer Bürgern noch Hoffnung machen können auf ein Fortbestehen der Künzelsauer Klinik und fordert endlich klare Worte. Aber wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es gab schon viele Schildbürgerstreiche, an deren Ende der hoffnungslos erscheinende David den Sieg über den übermächtig erscheinenden Goliath davontrug.
Wäre es nicht viel trauriger für Künzelsau und seine Bürger, wenn Politiker wie von Stetten und Sawade einfach wegschauen oder schweigen würden zu den Woche um Woche demonstrierenden Menschen oder wären die Worte besser: „Nehmt es hin. So ist es halt.“
Ist es nicht richtig in einer Demokratie als Bürger und Politiker sich bis zuletzt einzusetzen für eine Sache, die einem wichtig ist und alle Möglichkeiten auszuloten und eben nicht  alles sofort zu akzeptieren, was von oben herunter beschlossen wurde? Vielleicht bringt  das alles nichts (auch wenn Reinhold Würth nun eine mögliche Spende angekündigt hat, um das Krankenhaus zu unterstützen, eine sehr noble Geste und eben nicht selbstverständlich, was man nie vergessen darf),  vielleicht war alles umsonst. Mag sein. Aber wenigstens müssen sich die Künzelsauer nie den Vorwurf anhören, nichts getan zu haben oder sich das Maul haben verbieten lassen. Das ist Sache der Künzelsauer nicht. Damit müssen auch ein Landrat und der Geschäftsführer der SLK-Kliniken leben.

Foto // Auch landesweit fanden die Mittwochs-Proteste ein großes mediales Echo. Über die erste Demonstration im Oktober berichtete auch die Stuttgarter Zeitung. Foto: Stuttgarter Zeitung.

13.12.2016

Weihnachtsmarkt-Check: Bester Weihnachtsmarkt 2016

Wir von der Redaktion haben sie in diesem Jahr alle auf Herz und Nieren getestet. Unsere Weihnachtsmärkte im Kocher- und Jagsttal. Unsere Kriterien:

// Auswahl und Essen & Trinken
// Qualität von Essen & Trinken
// Freundlichkeit der Buden-Betreiber (häufig ja auch Ehrenamtliche)
// darüber hinausgehendes Waren-Angebot (z.B. Kunsthandwerk)
// Stimmung

Wir waren auf folgenden Märkten: Dörzbach, Niedernhall, Forchtenberg, Künzelsau, Schöntal und Waldenburg.

Das Ergebnis:

Die goldene Weihnachtsmarkt-Krone erhält 2016 der Waldenburger Weihnachtsmarkt. Begründung:
Stimmung trotz manchem Nieselregen bei Besuchern bestens; eine kleine kleine feine Bühne mit Bühnenprogramm, passend zum Rahmen; überall, selbst in den abgelegeneren Ecken des Marktes weihnachtliche Musik,
das Getränke-Angebot und die Qualität war bei allen Weihnachtsmärkten ähnlich. Aber das Essen war bemerkenswert gut in Waldenburg - angefangen bei den Crepes (bis dato wussen wir nicht, dass es solche Unterschiede bei Crepes geben kann) bis hin zur ausgefalleneren, aber geschmacklich sehr guten Wild-Bratwurst. Alle Budenbetreiber waren bester Laune, auch bei späterer Stunde und teils nasskaltem Wetter. Die Wohl-Atmosphäre war sehr hoch - für uns war der Weihnachtsmarkt in Waldenburg in diesem Jahr der beste Weihnachtsmarkt im Kocher- und Jagsttal. (red)

Sind Sie anderer Meinung? Dann schreiben Sie uns:

info@gschwaetz.de
10.12.2016

Wir suchen die Obernarren 2017

Für unsere Faschingsausgabe im Februar suchen wir Kocher- und Jagsttäler, die mehr Kostüme als Olivia Jones in ihrem Schrank haben. Menschen, die Fasching als die einzig wahre Jahreszeit betrachten; die sich auskennen mit Aschhausen, Lemia Krautheim (siehe Foto) und anderen Faschingshochburgen von hier..kennt ihr solche leidenschaftlichen Faschingsgänger / -veranstalter oder seid ihr vielleicht selbst so einer? Dann meldet Euch bei uns! Entweder telefonisch (07940/935557) oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Die Obernarren aus dem Kocher- und Jagsttal werden bei uns im GSCHWÄTZ für ihre Faschingsleistungen gekürt...die besten Faschingsfotos natürlich auch...also: Wir freuen uns auf Eure bunten Beiträge.


09.12.2016

Wir sammeln gebrauchte Kleidung für Bedürftige

Unsere Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann sammelt wieder, wie bereits in den vergangenen Jahren, gebrauchte, aber noch gut erhaltene Kleidung für Bedürftige.

In den vergangenen Jahren gingen viele Kleiderspenden direkt an Flüchtlinge und ihre Familien vor Ort, vor allem nach Künzelsau. Da der Bedarf im Kocher- und Jagsttal momentan jedoch weitestgehend gedeckt ist, geht die nächste Sammlung nach Rumänien. Im Herbst war Frau Hartmann das letzte Mal dort und überreichte Kleiderspenden, welche viele Kocher- und Jagsttäler zuvor zum Beispiel an den Kleiderbasaren oder über die Kindergärten in der Region gespendet hatten (viele Spender gab es etwa in Ingelfingen am Kinderkleiderbasar, vielen Dank an dieser Stelle nochmal recht herzlich an die edlen Spender, unter anderem Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann).

Ein in Herrmannstadt lebender Pfarrer hat die Spenden in Empfang genommen und sie an Waisenheime sowie an bedürftige Familien in der Region verteilt. Dieser Pfarrer kommt Anfang 2017 nach Deutschland. Es wäre schön, wenn wir ihm wieder ein paar Kleiderkartons übergeben könnten.

Es wird gebraucht: Kleidung für Kinder, Frauen und Männer (Kartons idealerweise beschriftet mit den Kleidergrößen).

Kontaktieren Sie uns bitte, bevor Sie Ihre Spende vorbeibringen.  Wir holen die Kleidung auch ab.
 
Tel.: 07940/93 555 7. Oder via E-Mail: info@gschwaetz.de

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Falls Sie jemanden m Kocher- und Jagsttal kennen, der ebenfalls Kleidung benötigt, informieren Sie uns bitte. Wir helfen gerne.


02.12.2016
Ein kleiner Kommentar von der alten Oma von drobbe de Höh' zu dem kuriosen Verhalten mancher Rathaus-Chefs zum Thema Armut (siehe ab Seite 3 in unserer aktuellen Ausgabe)

 
01.12.2016

Unsere Weihnachtsausgabe - ab jetzt im Einzelhandel

In unserer Weihnachtsausgabe haben wir recherchiert, ob es bei uns im Kocher- und Jagsttal Armut gibt, bedürftige Bürger oder gar Obdachlose, die soziale Unterstützung brauchen. Die Ergebnisse stehen in unserer neuen Ausgabe. Sie waren mehr als überraschend. Auf Seite 3 lesen Sie, was wir besonders bedauerlich fanden.

Unter dem Link "Themen" / Rubrik Armut haben wir für Sie alle kirchlichen Angebote sowie von Ehrenamtlichen für Bedürftige in Ihrer Gemeinde zusammengestellt.

Wo gibt es die aktuelle Ausgabe zu kaufen? In fast jedem Ort im Kocher- und Jagsttal. Die genauen Verkaufsstellen finden Sie unter dem Link: "Wo gibt's GSCHWÄTZ?"

Themen in unserer aktuellen Weihnachtsausgabe unter anderem:

Ganz unten - als Obdachlose in Künzelsau - ein Selbstversuch

Einen Tag obdachlos in der Kreisstadt. Wie ist das? Wie fühlt sich das an? Wie reagieren die Künzelsauer? Das wollten wir vom Magazin GSCHWÄTZ wissen, als wir für unser großes Armuts-Thema recherchiert haben.

Wir haben unsere Journalisten Nadine Cwik als Obdachlose losgeschickt.
Was herauskam, wie die Künzelsauer reagiert haben, lesen Sie in unserer neuen Ausgabe.



Weitere Themen:


Das kann mir doch nicht passieren.
Wir haben einen Obdachlosen, der sich derzeit in Künzelsau in der Erlacher Höhe aufhält, interviewt und hätten nicht gedacht, dass der Weg in die Obdachlosigkeit so einfach sein kann.

So jung und schon Besitzerin einer eigenen Ranch. Katrin Scheuermann lebt  in Kemmeten ihren Traum. Wir durften ä bissle mitträumen.



Hier sind Männer noch echte Männer. Wir durften zu Gast beim Stammtisch im Hohebacher Rössle sein. Was für ein Erlebnis!
Was Patrizia Filz, Bürgermeisterin von Schöntal, umtreibt,
das erfahren Sie in unserer Weihnachtsausgabe.
Künzelsau, 24.11.2016

Ist Künzelsau bald seinen Kreisstadt-Titel los?

Es wird viel geschwätzt im Ländle, unter anderem, dass Künzelsau bald seinen Kreisstadt-Titel an Öhringen abgeben muss. Wir haben beim Rathaus nachfragt, was dran ist. Pressesprecherin Elke Sturm hat das Gerücht dementiert und darauf verwiesen, dass Herrn Bürgermeister Stefan Neumann solche Pläne nicht bekannt sind.

Also: Genug drüber gschwätzt.




Künzelsau, 18.11.2016

Bürgermeister Neumann geht in Elternzeit 2017

Die Gerüchteküche in Künzelsau brodelt. Wir haben bei Herrn Bürgermeister Stefan Neumann (Foto: Stadt Künzelsau)
im Rathaus nachgefragt.

GSCHWÄTZ: Gehen Sie wieder in Elternzeit?

Bürgermeister Stefan Neumann: „Anfang Juli dieses Jahr ist meine Tochter Rosa geboren. Auch bei unserem dritten Kind versuche ich im Sommer nächstes Jahr – in der ruhigeren kommunalpolitischen Zeit –
zwei Blöcke mit je zwei und vier Wochen Elternzeit zu nehmen. Üblicherweise finden über die Sommerferien keine Gemeinderatssitzungen statt. Für meine erste Tochter Frieda habe ich auch diese Zeit im Sommer 2013 genutzt und zwei Monate Elternzeit genommen. Für meinen Sohn Theo, der 2014 geboren ist, habe ich ebenfalls im Sommer 2015 eine einmonatige Pause eingelegt. Das war allerdings mein Resturlaub."

GSCHWÄTZ: Sie sind ein sehr engagierter Familienvater.

Stefan Neumann: "Wer von seinen Kindern was haben will, muss sich arrangieren und Kompromisse finden. Ich blocke beispielsweise ein Wochenende im Monat für die Familie und versuche die beiden großen Kindern so oft wie möglich in den Kindergarten zu bringen und gemeinsam mit der Familie Mittag zu essen. Ich genieße die Zeit sehr, bin aber auch während der Elternzeit regelmäßig für meine Mitarbeiter erreichbar gewesen. In den wöchentlichen Besprechungen konnten wir die wichtigen Dinge besprechen. Dank meines guten Teams im Rathaus und meiner ehrenamtlichen Stellvertreter hat es gut funktioniert. Auch meine Elternzeit im nächsten Sommer werden wir wieder gut vorbereiten.“

Basteltipp: Adventskalender, der etwas anderen Art (schnell gemacht)

Mit einem Kind kann man es ja noch machen. Mit zweien wird es schon teurer,  mit dreien hat man ein Platzproblem. Die Adventskalender-Problematik kennt sicher jede Mami. Man ist schon pleite, da ist Weihnachten noch 20 Adventskalender-Päckchen weit weg. Und wohin überhaupt mit den überdimensionierten Kordeln, Schachteln, Päckchen, Wandteppichen?

Siegrid Kotlartz von Ingelfingen-Dörrenzimmern hat für Ihre drei Kinder einen Adventskalender der etwas anderen Art gebastelt:  einen Heißluftballon. Jeden Morgen durfte einer von ihnen, entweder Simone, Christiane oder Julian, den Heißluftballon von der Decke im Treppenhaus herunterlassen und da war dann immer für jeden eine kleine Überraschung drin. Der Vorteil: platzsparend, originell und vor allem: sozial. Denn so lernen Kinder, zu teilen. Wer darf den Ballon mit der Kordel herunterlassen? Gibt es ein Geschenk für alle oder für jeden eine Kleinigkeit? Schließlich steht die Adventszeit nicht für Überfluss, sondern für Gemeinschaft und Dankbarkeit für unseren Wohlstand und das Erinnern an alle diejenigen, die dieses Glück nicht haben. Die inzwischen erwachsenen Kinder Simone und Christiane setzen übrigens die Tradition ihrer Mutter fort und haben einen Heißluftballon als Adventskalender für ihre Kinder gebastelt (auf dem Foto ist der Heißluftballon-Adventskalender von Christianes Kindern zu sehen: Josie, Nele und Leni (von links)).

 Bastelanleitung:

Man nehme einen aufgeblasenen Luftballon, beklebe ihn mit Zeitungspapierfetzen (etwa mit Kleister aus Mehl und Wasser), mehrere Lagen, anonsten ist der Ballon hinterher instabil, und lasse die Kugel über Nacht richtig austrocknen. Wir haben unseren Ballon dann mit Acrylfarbe angemalt, da diese schön deckend ist (ACHTUNG: nicht wasserlöslich). Der Adventskalender von Christiane Kotlartz (siehe Foto) wurde mit bunter Wolle beklebt. Mit einer Paketschnur ein kleines Körbchen zum Befüllen dranhängen (einfach zwei kleine Löcher in den Ballon mit einem spitzen Gegenstand bohren), fertig.

Wie hängt man den Ballon auf? Man bohrt ein kleines Loch durch den Ballon und steckt eine dicke Kordel oder Pakwtschnur durch. Im Inneren des Ballons verknotet man diese Schnur, damit sie nicht herausrutscht. An dieser Kordel kann man den Ballon aufhängen. Man kann auch einen Kleiderbügel in den Ballon stecken und oben rausgucken lassen.


Wir wollen jetzt nicht trumpig werden

Ein Kommentar zur Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten.               von Dr. Sandra Hartmann                         09.11.16

Wer hätte das gedacht? Die Wahl von Donald Trump zum neuen mächtigsten Mann der Welt fühlt sich genauso an wie der Brexit: Es ist kaum zu glauben. Die Umfrage-Institute haben zwar gesagt, das wird knapp. Aber auch: Das schaffen wir. Jetzt ist Hillary Clinton nur noch eine Sternschnuppe am politischen Horizont und ein Milliardär mit keinerlei politischer Erfahrung, der fast jede Minderheit beleidigt hat, die es gibt (einschließlich Angela Merkel), ist der Nachfolger von Barack Obama. Nach einigen Schockstunden sehe ich viele hier im Ländle mit den Achseln zucken und sagen: ach, ist doch eigentlich egal - Clinton oder Trump - Pest oder Cholera? Wem soll man überhaupt noch glauben? Wer ist denn noch integer?

Es ist die Zeit des Postfaktischen eingetreten, wie es die Wochenzeitung DIE ZEIT in der Ausgabe von vergangener Woche so schön tituliert hat. Fakten spielen keine Rolle mehr. Kein anderer Präsidentschaftskandidat hat laut diversen Wahlkampfanalysen so viel Falsches im Wahlkampf gesagt wie Donald Trump, sich so oft relativiert und seine Meinung wie ein Pendel in eine andere Richtung geändert. Aber das ist dem Wähler egal. Denn: Was ist denn schon wahr? Stimmt die hohe Steuerverschuldung der USA denn tatsächlich? Ist sie nicht doch um 50 Millionen höher oder niedriger? Ist die Reform der Krankenversicherung in den USA nun gelungen oder ein totaler Reinfall. Frage einfach jemanden, der deine Meinung teilt und du bekommst Recht.

In der digitalen Welt gibt es in jedem Fall in Sekunden jemanden, der diesen Kommentar lesen, zerlegen und 100 gute Gründe nennen könnte, warum Trump ein Präsident erster Güte sein wird, ein anderer Leser wiederum könnte 100 Ängste schüren, warum wir nun praktisch vor dem Dritten Weltkrieg stehen. Es ist alles so wenig fassbar, so relativ geworden, Fakten so glitschig wie ein Seifenstück. Und: Alles ist möglich. Ist das nun gut oder schlecht?

Genau deswegen lieben wir Lokal-Journalismus. Weil Lokales fassbar ist. Wir betreiben mit unserem Magazin so genannten Mikro-Lokal-Journalismus. Wir schreiben nicht über Politiker in Berlin (oder den USA, ausser heute), über Geschehehnisse weit weg in einem Wolkenkuckuksheim, kaum nachprüfbar, sondern nur über unser schönes und überschaubares Kocher- und Jagsttal. Wir sind keine Schreibtischtäter, drucken weder dpa-Meldungen noch Pressemitteilungen ab, sondern wir gehen raus, sprechen mit den Menschen in jedem kleinen Teilort im Kocher- und Jagsttal, hören uns ihre Geschichten an und überlegen, welche Informationen für unsere Leser relevant sind, was interessiert die Bevölkerung, worüber wird gschwätzt im Ländle. Wir recherchieren, fragen nach Zahlen, Daten, Fakten, haken nach. Wir haben direkten Kontakt zu unseren Quellen. Wir suchen den Austausch. Wir freuen uns über Diskussionen mit Ihnen, unseren Lesern. Aber bitte, nie unter die Gürtellinie. Wir wollen schließlich nicht trumpig werden.



Wir sagen DANKE!

Liebe Freunde von Gschwätz,

vielen Dank schon jetzt für die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu unserem neuen Magazin. Uns hat es überwältigt, wie positiv ihr das Heft seht und interessiert seid an dem, was in Eurer Nachbarschaft passiert.

Dennoch möchten wir Euch darauf hinweisen, dass wir erst am Anfag stehen. Wir starten quasi als Low-Budget-Projekt. Es gibt - und wird es vermutlich auch immer geben - zahlreiche Verbesserungen, die wir noch machen müssen.

Wir sind daher dankbar für alle hilfreichen und unterstützenden Nachrichten von Euch und versuchen ständig, unser GSCHWÄTZ dementsprechend weiterzuentwickeln.

Euer Gschwätz-Team

Was interessiert mich mein Gschwätz von gestern?

Sie haben eine Ausgabe von GSCHWÄTZ verpasst? Kein Problem! Rufen Sie uns einfach an oder schicken uns eine E-Mail. Wir senden Ihnen die verpasste Ausgabe einfach zu.


Wo gibt's Gschwätz?

Seit 1. November 2016 gibt es unser neues lokales Monatsmagazin GSCHWÄTZ mit journalistischen Geschichten rund ums Kocher- und Jagsttal. 

Exklusive Geschichten aus Kocherstetten, Morsbach, Künzelsau, Taläcker, Gaisbach, Haag, Ingelfingen, Lipfersberg, Niedernhall, Giebelheide, Waldzimmern, Weißbach, Forchtenberg, Waldfeld, Schöntal, Bieringen, Marlach, Westernhausen, Sindeldorf, Eberstal, Marlach, Ailringen, Krautheim, Winzenhofen, Mulfingen, Hohebach, Dörzbach, Dörrenzimmern, Stachenhausen,
geschrieben von Journalisten aus der Region, lesen Sie in unserem neuen Magazin.

Und in eben diesen Städten und Orten gibt es unser GSCHWÄTZ auch für 2€ zu kaufen, beim Bäcker, im Gasthof, im Supermarkt, an der Tankstelle, in Ihrem Zeitschriftenladen ums Eck und an vielen weiteren Läden. Eine genaue Auflistung der Verkaufsstellen in Ihrem Ort finden Sie unter unserem Link "Über uns".

Die Titelseite unserer ersten Ausgabe, November 2016:

Jetzt ist Sabbath!

Ein Mann - ein Traum.

Jahrelang hat Marc B. an seinem Traum gebastelt, nun hat er ihn wahr gemacht:

Mit einem selbst gebautem Reisegefährt ist der Ingelfinger mit seiner Familie nach Russland aufgebrochen. Ein Jahr lang raus aus dem Alltag. Eine Auszeit, die mehr als spannend ist.

Was Familie B. alles erlebt hat und wie es weiter geht, lesen Sie in unserem neuen Magazin - ab November überall zu kaufen.
 

E-Mail: meinemail@mailservice.com
Telefon: 555-555-5555

An die Spitze geschossen

Kevin "Kev" Conrad hat geschafft, wovon viele kleine Jungs träumen: den Sprung vom Amateur- zum Profifußballer.

Vom TSV Hohebach schaffte es der ambitionierte Spieler nach 1899 Hoffenheim. Dann verletzte er sich. Es häte das Karriere-Aus bedeuten können, aber Conrad kämpfte, kam zurück und spielt heute in der 3. Bundesliga - und scheint zufriedener denn je.
 
Über seinen Alltag, seine Spielerfreunde und welche Pläne er hat, wenn er einmal Fußballrentner ist, lesen Sie im GSCHWÄTZ - ab November überall zu kaufen.

Exklusive Fotos gibt's in unserer Bildergalerie

Rathausgeflüster

In unserer monatlichen Rubrik Rathaus-Geflüster schreiben wir mit einem Augenzwinkern, was es zu berichten gibt in unseren hiesigen Rathäusern. In der November-Ausgabe widmen wir uns Künzelsau.

In unserem Videoclip, den Sie in Kürze hier sehen können, erzählt Ihnen unsere alte Oma von drobbe de Höh', was Sie an Stefan Neumann, dem Rathaus-Chef von Künzelsau, so erotisch findet.

Weitere Themen in unserer November-Ausgabe

Frau Rößlers Weg zu sich selbst.


Heidi Rößler hat jeder Künzelsauer Einwohner nur hinter der Ladentheke ihres Bastelgeschäfts gekannt. Nun ist sie weg, der Laden ist zu. Aber Frau Rößler wird nicht langweilig. Sie hat viel zu erzählen von Ihrer Zeit danach. Was sie erlebt hat, berichten wir Ihnen in unserem neuen Magazin. Ab 01. November 2016 ist es im Einzelhandel.
Exklusive Fotos ihrer Reise finden Sie jetzt schon unter dem Link "Bildergalerie".

Martina Hoyss, Standesbeamtin in Ingelfingen, über Hochzeits-Trends im Ländle.
Tattoos, Dirndl und ganz viel Herz...was Standesbeamtin Martina Hoyss schon alles bei Trauungen erlebt hat und was die aktuellen Heirats-Trends sind, lesen Sie im Interview mit unserem Magazin. Fotos von besonderen Menschen und Hochzeiten finden Sie schon jetzt in unserer Bildergalerie.
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